In der Regel planen wir unsere Reisen nach Thailand immer mit genug Vorlauf und bekommen recht gute Deals bei den Flügen. Meine Perle bevorzugt natürlich Thai Airways, ich selbst bin nicht so ein großer Freund von so langen Flügen und finde es eigentlich ganz angenehm einen Zwischenstop zu haben wo man sich mal die Beine vertreten oder was gescheites Essen kann. Aber mehr als 1-2 Stunden darf es nicht sein. Mit Emirates z.B. habe ich in der Vergangenheit nur gute Erfahrungen gemacht.
Bei unserem letzten Tripp haben wir unsere Flüge recht kurzfristig gebucht, Thai wollte >1200€ pro Person. Bei Kuwait Airlines gab es die Flüge für die Hälfte. Der Stoppover sollte 1,5 Stunden sein, also genau meine Vorstellung.
Der Flug begann damit das bei Boarding in Frankfurt ein komplettes Chaos herrschte. Nach dem Boarding der 1st Class konnte einfach jeder boarden, von wegen nach Zonen wie bei anderen Airlines. Es dauerte also nicht lange bis die Gänge verstopft waren mit Leuten die ihr Gepäck verstauten und die Schlange lange bis in die Airbridge zurück ging. Also dann irgendwann endlich alle an ihrem Platz angekommen waren gab es erst mal ein Gebet über das MediaSystem. Vielleicht nicht gerade die. beste Maßnahme um das Vertrauen in die Fähigkeiten der Airline zu festigen, aber das könnte auch nur meine sarkastische Auffassung der Situation sein.
Dann standen wir, und standen und bekamen 0 Informationen was los ist. Mit reichlich Verspätung ging es dann endlich los. Ich verfolgte die Route auf dem Mediasystem da ich mit dem Auseinandersetzungen zwischen Israel und Iran als auch mit dem Krieg in der Ukraine schon interessiert war wo es lang geht. Es ging über Italien, Griechenland dann entlang dem Suez Kanal und dann scharf rechts über Saudi Arabien nach Kuwait.
Essenausgabe war dann die nächste Katastrophe. Erst mal wurde versucht die Sonderwünsche zu bedienen, dabei aber doof wenn man dabei die Sitzplätze verwechselt und das Vegane Menu für jemand gegessen wird der keins bestellt hat und man dann keine mehr hat. Währenddessen man noch versuchte heraus zu finden was man jetzt mit den Fluggästen macht deren essen an andere verteilt wurde, begann man dann das essen an andere zu verteilen. Bei uns angekommen gab es weder Nudeln noch Hünchen sondern nur noch Lamm.
Außer beim Essen gab es keine Getränke, nicht mal nachdem wir die ganze Zeit auf dem Rollfeld in der prallen Mittagssonne standen. Also habe ich fleissig gebrauch von dem Knopf gemacht um einen Flugbegleiter zu rufen und mir dann entsprechend Getränke bringen lassen. Hatte nicht lange gedauert bis andere Fluggäste um uns herum es mir gleich taten.
Dort angekommen schienen wir der einzige Flug zu sein der zu der Zeit ankam. Da wir viel zu spät dran waren war nix mit essen oder etwas herum laufen. Wir mussten quasi von einem Gate zu den Kontrollen, wo zwar 20 Security Guards fleissig mit sich selbst und ihrem Smartphone beschäftigt waren, die eigentliche Arbeit, die Passagier und das Gepäck zu kontrollieren, wurde von 2 Philipinos gemacht, die völlig überfordert waren. Als wir dann endlich durch die Kontrollen waren mussten wir durch den Flughafen zum anderen Gate sprinten um noch "in-time" dort an zu kommen.
Beim Boarding dann wieder das gleiche Chaos. Jetzt saßen wir im Flugzeug ohne Aircon an und gefühlten 50°C. Warum, weil die Airbridge sich nicht von Flugzeug löste. Warum man uns dann aber 30min ohne Klima im Flugzeug sitzen lässt muss man nicht verstehen.
Dann wieder das Gebet und es ging los. Die Route war über den Persischen Golf in den Golf von Oman und dann quer über Indian nach Bangkok.
Beim Essen und den Getränken genau das gleiche Theater wie beim ersten Teil des Flugs. Sowas unprofessionelles habe ich in >30 Jahren die ich in der Welt herum fliege noch nicht erlebt.
Aber so richtig beschi.... sollte dann der Flug zurück werden. Eigentlich genau die gleichen Punkte wie beim Hinflug. Auch wieder Chaos beim Boarding und Verspätung, Essen, Trinken usw. Nur mit dem Tropfen der dann das Fass zum überlaufen gebracht hat. Bei dem Stopp in Kuwait das gleiche Theater, wieder keine Zeit und ewig in der Kontrolle verbracht. Aber diesmal hatte man sich meine Perle raus gepickt. Sie durfte alles aus dem Handgepäck auspacken, ok Laptop und iPad ist ja normal. Aber bei ihr lag alles in Boxen auf dem Band, auch der Schmuck, die iWatch usw. Dann wurde sie zur Leibesvisitation irgendwo hin geführt, der ganze Kram lag dann da herum und hätte von jedem eingesteckt werden können. Das ganze in einem herrischen Ton als wäre sie gerade beim Schuggeln erwischt worden. Ich stand an der anderen Linien und wollte dann nachdem ich fertig war zu der ihrer Linie um zu schauen das keiner was klaut und wurde dann quasi von den Guards in Richtung Ausgang geschubst. Mag ja sein das die dort keine hohe Meinung von Asiaten haben und jeder eine(n) Philipino als Haussklaven hält, aber das war mal allerunterste Schublade.
Die Route zurück war dann quer über Syrien und Israel und das wohl gemerkt in der Phase wo es da gerade richtig abging.