Member hat gesagt:
Danke an dieser Stelle an @KingPing, zu dem ich trotz unserer gegenseitigen Neigung zum Widerspruch ein gutes Verhältnis (auch manchmal per PM) pflege.
Danke sehr für dieses Kompliment, das ich gerne zurückgebe. Es ist ja gut, wenn es Widersprüche gibt. Widersprüche erzeugen Reibung und wie in der Physik und anderen Naturwissenschaften gibt es dadurch auch im menschlichen Bereich genau dadurch Entwicklungspotential.
Das Problem mit Medien ist ja generell die verlagsinterne Ausrichtung. Bild, Welt (Springer-Presse), focus, NZZ (nach dem Fürhungswechsel), um die mal als Beispiel zu nennen, sind rechts bist libertär konservativ ausgerichtet, wobei die Bild schon als rechtspopulistisch einzustufen ist. Spiegel, Stern sind eher links-liberal orientiert. Bild bedient hier das Narrativ der "einfach Gestrickten", während Anna Schneider diese Narrative auf libertär intellektuellem Niveau bedient.
Generell liegt das Problem beim Konsum von Informationen immer auf einer persönlichen Ebene, die auch vielschichtig ist. Ein wesentliches Kriterium ist hier der Adjustment Bias, ein individueller Anker, der auch individuelle als Referenzwert gesetzt ist. Eine Meldung, die der eigenen Meinung entspricht, wird eher beigepflichtet, als eine gegenteilige Meldung. In meiner Selbstwahrnehmung spreche ich mich davon auch nicht frei. Wichtig finde ich aber, dass man sich dessen bewusst ist und Meldungen trotz Adjustment Bias auf den Prüfstein stellt. Für mich ist das eine Grundlagen, Medienkompetenz zu lernen und gerade in dem Bereich fehlt es hier gravierend in der Bevölkerung. Gerade in Zeiten, wo Dreckschleudern wir Tik Tok, X, Nius, Bild und auch YT ihren Müll ungeprüft verbreiten, sollten hier weniger Verbote gelten sondern Medienkompetenz als Pflichtfach in Schulen eingeführt werden.
Sorry, für diesen kleinen Ausflug.
Zurück zu den News aus Thailand. Am übernächsten Wochenende finden in Thailand Parlamentswahlen statt. Ich hoffe und wünsche es Thailand, dass diese Wahlen friedlich ablaufen und die Ergebnisse auch akzeptiert werden. Ich erinnere mich mit Grauen an den April und Mai 1992, wo nach dem Militärputsch 1991 ebenfalls Wahlen anberaumt wurden und das Ergebnis von den Militärs nicht akzeptiert wurde. Die Folge war nach Kitikachorn der Versuch des Militärs, unter allen Umständen an der Macht zu bleiben. In die thailändische Geschichte ist die unter
Black May eingegangen.
Nach bisherigen Umfragen ist es wohl der Wunsch einer Mehrheit der thailändischen Bevölkerung, endlich zu einer stabilen Demokratie zu finden.
Rajabhat Poll shows Pheu Thai moving into second place, ahead of Bhumjaithai
www.bangkokpost.com
Problematisch wird hier wohl, dass es dann zwangsläufig eine neue Verfassung geben muss und es bleibt auch die Frage offen, wie sich der König dazu stellen wird. Der Einfluss des Monarchen auf die Politik soll reduziert werde und das
Les Majeste (Section 112) soll abgeschafft werden.
Rajabhat Poll shows Pheu Thai moving into second place, ahead of Bhumjaithai
www.bangkokpost.com