Thailand Nachrichten aus Thailand 2025 / 2026

  • Ersteller
        #1.691  

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neben der wichtigen Wahl ist etwas schlimmes passiert was hier noch nicht erwähnt wurde.

Vor Phuket ist ein Containerschiff gesunken. Öl ist ausgetreten und ein paar der Container haben Gefahrgut geladen.



hoffentlich bekommen die das in den Griff ohne das es grosse Umweltschäden gibt
 
        #1.692  

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Member hat gesagt:
Dann ist ja alles gut für uns Westler, wenn die Armut trotz Demokratie weiterbesteht (Sarkasmus).

Vielleicht betrachtest du das mal weniger unter dem Gesichtspunkt Armut (auch sarkastisch), sondern auch unter dem Gesichtspunkt Bedürfnisse. Ich sehe die Regionen Thailands, aus denen die Freelancer kommen, nicht unbedingt als arm. Es sind in meinen Augen verschiedene Faktoren, die zusammenspielen. Eigentlich hatten diese Familien immer ihr Auskommen, wenn auch auf niedrigem Niveau. Wesentliche Faktoren sehe ich in dem Zusammenhang aufgrund einer niedrigen Bildung und durch Medien (soziale Netzwerke, Soaps) geweckte Bedürfnisse vor der Erkenntnis, dass diese mit den lokalen Möglichkeiten nicht erfüllt werden können.
 
Zuletzt bearbeitet:
        #1.693  

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Member hat gesagt:
Sorry, dass ich es etwas weiter fasse und ich hoffe, dass es den Rahmen News nicht sprengt, aber es ist halt meine Sichtweise auf die aktuelle politische Situation mit einem Blick in die Zukunft. 🙏

Thailand war ja über viele Zeiträume quasi demokratisch, obwohl das Militär in weiten Teilen die Richtung vorgab. Ich habe ja 1992 den Black May miterlebt, sowohl in den frühen Stadien in Chiang Mai, als auch im Höhepunkt in Bangkok. Nachdem Suchinda und Chamlong von der Bildfläche verschwunden waren, gab es in Thailand die längste demokratische Phase, die erst durch Thaksin wieder beendet wurde.

Ich vergleiche Thailand in seiner politischen Entwicklung mit einem Druckkessel auf einer heißen Herdplatte. Der Druck wächst immer mal wieder an, bis ein Sicherheitsventil greift. Das war halt 2014 der Militärputsch, der in meinen Augen zumindest für diesen Zeitpunkt die beste Lösung war.

In meinen Augen wäre die Zeit danach genau richtig gewesen, die beiden Kontrahenten (Rothemden und Gelbhemden) an einen Tisch zu bringen um sich zu konsolidieren und eine stabile Demokratie zu errichten. Der Zeitpunkt wurde versäumt und ob es überhaupt in der Absicht der Militärs lag, steht auf einem anderen Blatt, aber wohl eher nicht.

In meinen Augen steht Thailand vor einem politischen Generationenwechsel. Die Jugend will Reformen und in 4 Jahren wird es zwischen 3 und 4 Millionen neue (nachrückende) Wahlberechtigte geben und etwa bis zu 2,7 Mio. ältere Wahlberechtigte die Wahl 2030 nicht mehr erleben (Ich habe mir von der KI eine Prognose erstellen lassen, basierend auf demografischen Daten). Die Jugend wählt nachweislich progressiver und wegen der Demografie wird es einen Schwund an konservativen Wählern geben.

Wenn ich es im Sinne einer demokratischen Entwicklung positiv sehen, wird sich in den nächsten 4 - 8 Jahren hier ein Wandel in Richtung Demokratie vollziehen.

Ich habe meine Sichtweise (obige) mal an Gemini übergeben:


Hm Gemini stellt mir dann immer Fragen (keine Ahnung, warum) ich vollende es mal:

Wie schätzt du das ein: Glaubst du, dass das Establishment diesmal bereit wäre, die Macht friedlich abzugeben, wenn der demografische Druck zu hoch wird?

Ich hoffe und ich wünsche es. Das Militär hat wohl auch aus der Vergangenheit gelernt und es ist ihnen bewusst, dass die internationalen Strukturen mit Blick auf die wesentlichen Wirtschaftszweige, insbesondere dem Tourismus, keine Eskapaden dulden. Sie dürften sich bewusst sein, dass dann ein eh schon fragiles Gleichgewicht aus den Fugen gerät und Thailand dann in einen sozial wirtschaftlichen Abgrund stürzen würde.Es gibt hier noch zwei Konfliktzonen, die es zu beachten gibt. Das ist einerseits der immer noch schwelende Konflikt um die Landbereiche an der kambodschanischen Grenze und im Norden und Nordwesten ist es Myanmar, wo es immer wieder kriselt und wo es zu einem Flächenbrand kommen kann, unter dem Thailand in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.Zudem sind die Potentialdifferenzen zwischen der "Elite" und dem Volk nicht mehr so extrem, wie sie seinerzeit von Thaksin geschaffen wurden.


Deine Einschätzung des wirtschaftlichen Pragmatismus ist ein sehr gewichtiges Argument. Das Militär und die mit ihm verflochtene Elite sind heute weit stärker in globale Lieferketten und den internationalen Kapitalmarkt eingebunden als noch in den 90er Jahren. Ein „Pariastaat“-Status durch einen blutigen Putsch würde das Vermögen derer vernichten, die das System stützen.Zu den von dir genannten Konfliktzonen und der sozialen Dynamik ergeben sich für die kommenden Jahre (bis 2030) folgende kritische Punkte:


Ich teile deine Auffassung nicht, dass sich unter einer Demokratie für uns wesentlich etwas geändert hätte. Die Zeit von 1991 bis zur Aera Thaksin war eine Demokratie, inklusive der Economic Crisis 1997. Bis Anfang der 2000er hat sich eigentlich für uns wenig geändert. In Bangkok gingen die Mädchen noch für 500 - 1.000 Baht Long Time mit. Erst unter Thaksin hat sich das Leben drastisch verteuert. Die Quelle, die dafür sorgt, dass es immer genug Nachschub an Menschen gibt, die ins Milieu nach Pattaya und anderen Hot Spots wechseln, ist nicht versiegt und ich glaube auch, dass hier dei Verantwortlichen kein Interesse daran haben, etwas zu ändern. Der schludrige Umgang mit dem Bildungssystem sorgt nach wie vor dafür, dass oftmals die Secondary School nicht besucht wird und es ein beständiges Potential an "unskilled workers" geben wird. Das ist aber nur meine Sichtweise.
Hat man nicht schon vor der letzten Wahl, als die move forward Partei unter Pita die Wahlen mit etwa 35% gewinnen konnte, daß in 4 Jahren ein Wechsel stattfinden könne, getrieben von der Demographie und wachsenden Frustration mit den alten Parteien?

Nun gut es waren keine 4 Jahre, aber das Ergebnis ist ernüchternd. Die People Party konnte zwar mit knapp 30% wieder die meisten Stimmen erzielen, die konservative Bhumjaithai Partei hat aber mit 193 Sitzen fast die doppelte Anzahl an Sitzen im Parlament.
Grund dafür ist das Wahlsystem. Bhumjaithai konnte sehr viele Sitze in den Provinzen knapp für sich entscheiden, während der People Party die oft sehr deutlichen Mehrheiten in den urbanen Zentren wenig geholfen haben

Die Wahlen werden in Thailand nachwievor in den Provinzen entschieden und solange das weiterverbreitete Vote Buying nicht aufhört, wird sich auch nichts ändern. Nicht in 4 und nicht 8 oder 16 Jahren.
 
        #1.694  

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@Hardy641 Da magst du Recht haben. Die Wahl sehe ich aktuell nur als einen kleinen Wendepunkt in der politischen Entwicklung Thailands. Ich gehe davon aus, dass die nächste Regierung ebenfalls wieder konservativ geführt wird. Der Weg zu einer neuen Verfassung, wie von fast 2/3 der Wähler gewünscht, wird mindestens 2 Jahre dauern und unter einer konservativen Regierung wird sich im Bereich geforderter Reformen (Staat und Königshaus/Monarchie) wenig ändern. De facto bedeutet das, dass bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung, dazu sind 2 weitere Referenden nötig, alles beim alten bleibt.
 
        #1.695  

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Member hat gesagt:
@Hardy641 Da magst du Recht haben. Die Wahl sehe ich aktuell nur als einen kleinen Wendepunkt in der politischen Entwicklung Thailands. Ich gehe davon aus, dass die nächste Regierung ebenfalls wieder konservativ geführt wird. Der Weg zu einer neuen Verfassung, wie von fast 2/3 der Wähler gewünscht, wird mindestens 2 Jahre dauern und unter einer konservativen Regierung wird sich im Bereich geforderter Reformen (Staat und Königshaus/Monarchie) wenig ändern. De facto bedeutet das, dass bis zur Verabschiedung einer neuen Verfassung, dazu sind 2 weitere Referenden nötig, alles beim alten bleibt.
Seit ich in Thailand bin, wäre das dann die 6te Verfassung die Thailand bekommt.
Zweifle stark, daß sich dadurch etwas (entscheidendes) ändern wird.
Solange die Wähler im Norden und Nordosten (Isaak) ihre Stimmen für wenig Geld verkaufen, wird sich an der Situation und Machtverteilung nichts ändern.
 
        #1.696  

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Member hat gesagt:
Solange die Wähler im Norden und Nordosten (Isaak) ihre Stimmen für wenig Geld verkaufen, wird sich an der Situation und Machtverteilung nichts ändern.
Nicht nur im Norden und im Nordosten. In Samut Songkhram kam der Kasper von BJT zur Familie meiner Freundin mit 300 Baht vorbei. Sie haben zwar abgelehnt aber die Wahrheit ist vielen Thais sind die 300 Baht in der Tasche heute wichtiger als wirklicher langfristiger Wandel und Reformen zum Besseren was eben Zeit braucht.
Ändern wird sich politisch sowieso nie etwas hier in Thailand.

Ein Glück wer den deutschen Pass hat, ist das Land komplett voll mit Müll bis oben hin und die Luft bald nicht mehr von der in Delhi zu unterscheiden können wir wenigstens wo anders hin.
 
        #1.698  

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Member hat gesagt:
Bekannte von uns nehmen das Geld, wählen dann aber was sie wollen.

Es ist eh nicht kontrollierbar. Das Problem ist wohl mit auch der Bildungshintergrund zwischen der urbanen und Landbevölkerung. Ich bin da aber auch nicht mehr up-to-date und sehe es eher als mein subjektive Sichtweise.
 
        #1.699  

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Member hat gesagt:
Es ist eh nicht kontrollierbar.
Ich weiß nicht wie es heute ist, aber vor 20 Jahren wurden z.b. bestimmte Zeichen (anstelle eines simplen Kreuzes) vereinbart, die neuen bewiesen, das daß der "richtige" Kandidat gewählt wurde oder die Bribe wurde geteilt und die zweite Hälfte nur beim Sieg des Kandidaten ausgezahlt.
Mit den Aufkommen der Handys mit Kameras mussten die Wähler eine zeitlang ihre Stimmzettel photographieren. Letzteres ist inzwischen (offiziell) verboten.

Prinzipiell bekommt der Ortsvorsteher eine bestimmte Summe von den Kandidaten und dafür für eine bestimmte Anzahl von Stimmen garantieren. Wenn diese nicht erreicht wird, weil viele anders wählen, verliert der Ortsvorsteher sein Gesicht und sein Mu Baan erhält weniger Zuschüsse....
 
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