Pattaya Pleiten und Blamagen

       #21  
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7. Warum ausgerechnet mit mir?

Warum ausgerechnet mit mir?
Ach jetzt komm, das war auch echt zu einfach. Keiner hat Geld zu verschenken, warum sollte das auch einer machen bei Hunderten von Wechselstuben in Pattaya?
Also nicht das mir nicht auch schon blödes widerfahren ist und da ging es auch mal um 40 Euro. An Songkran wurde wegen des Wassers die Bins alle auf einen Haufen an der Bar gestellt und sind durcheinander gekommen aber "so what", hatte ich nicht gesehen und später musste ich die Rechnung bezahlen von über 2400 Baht statt den erwarteten 600-800 Baht. Da habe ich gelernt, pass auf deinen Bin auf.
 
 
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       #22  
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Zwei Girls bestellen ist immer ein hohes Risiko, das will gut organisiert sein.
Problem war: Durch die mangelhafte Übersetzung wusste ich nicht, dass ich sie bestellt hatte, bzw. dass sie ihren Besuch angekündigt hatte.
 
 
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       #23  
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Problem war: Durch die mangelhafte Übersetzung wusste ich nicht, dass ich sie bestellt hatte, bzw. dass sie ihren Besuch angekündigt hatte.
... aber aus Erfahrung hättest du wissen müssen/können, dass in solchen Fällen "Murphy's law" ganz besonders gerne zuschlägt.
Egal, wir haben alle unser "Lehrgeld" in solchen Sachen gezahlt...
 
 
 
 
       #24  
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warum sollte das auch einer machen bei Hunderten von Wechselstuben in Pattaya?
Richtig, jeder andere hätte ihn zu einer Wechselstube geschickt. Sein Trick konnte nur mit mir funktionieren, weil ich das erste Mal in Thailand war. Außerdem kenne ich Schwarztausch auf der Straße aus anderen Ländern, wo das üblich ist. In Tashkent zB wollte ich es legal in einer Bank machen. Die sagten mir, sie haben kein Geld.
 
 
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       #25  
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Richtig, jeder andere hätte ihn zu einer Wechselstube geschickt. Sein Trick konnte nur mit mir funktionieren, weil ich das erste Mal in Thailand war. Außerdem kenne ich Schwarztausch auf der Straße aus anderen Ländern, wo das üblich ist. In Tashkent zB wollte ich es legal in einer Bank machen. Die sagten mir, sie haben kein Geld.
ok das ist ein gut angeführtes Argument. Musste gerade erstmal nachschauen wo das überhaupt liegt. Ja ich habe es halt mit der deutschen Logik versucht aber damit war ich in Thailand nicht nur einmal auf dem Holzpfad unterwegs.
 
 
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       #26  
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8. Sinfonie

12.1.18 – Fehler gemacht und ein Zimmer in der Soi Buakhao gemietet, mit Fenster zur Straße. Das Hotel oder Condo, oder was immer es sein wollte, hieß Pandia, und außer mir wohnten da wohl nur Bargirls drin. (Pandia war die Tochter des Zeus, aber die war wohl nicht gemeint.) Es lag möglicherweise an der lautesten Ecke der Buakhao. Unter mir, nebenan, gegenüber, überall Bars, und in jeder lief nachts eine andere Musik, und alle viel zu laut, als wolle jede Bar die andere übertönen. Mein Fenster schien wie ein Trichter den Lärm in mein Zimmer zu saugen. Schlafen war unmöglich. Erst gegen 4 Uhr wurde es etwas ruhiger und 5 Uhr hätte ich einschlafen können, wenn da nicht der Besitzer der Motorbike-Bar nebenan seine Harley angeschmissen hätte.




Normalerweise war das nur Lärm, aber in einer Nacht wurde ein musikalisches Kunstwerk daraus, und nur ich konnte es hören und als solches wahrnehmen. Die Schichten verschiedener Musiktitel vermischten sich zu einem zwar dissonanten, aber interessanten Klanggemisch. Ich hörte nur manchmal einzelne, bekannte Titel heraus. Es war wie ein mehrfach belichtetes Negativ, das dann doch zufällig ein interessantes Bild ergab. Hinzu kamen die Straßengeräusche: Motorräder, Hupen, Kreischen der Bargirls und Gegröle der Gäste. Alles wurde zu Musik. Es schien von einem begnadeten Soundmixer so geschickt zusammen gemischt, dass daraus etwas Neues, Größeres wurde. Schön war es nicht, oder nur insofern, als man eine Geisterstadt schön finden kann.

Einmal glitt lauter werdend das Geräusch eines Motors so in die Musik, als sei es daraus hervorgegangen, aus Musik entstanden. Indem sich das Fahrzeug entfernte, tauchte das Geräusch wieder ein in die Musik. Ich lag stundenlang regungslos auf meinem Bett und lauschte ergriffen. Wahrscheinlich war das so nur in meinem Zimmer zu hören, ginge ich auf die Straße, wäre es wieder Lärm.

Ich bedauerte, das nicht für die Nachwelt festhalten zu können, und ein Aufnahmegerät wie ein Smartphone hätte die Dynamik mit dem Dröhnen der Bässe nicht rübergebracht. Das "Konzert" würde so nie ein zweites Mal aufgeführt werden können, und das Publikum bestand nur aus einem einzigen Hörer und Zeugen. Ich.

Nach und nach verschwand eine Tonschicht, eine Bar hatte offenbar Feierabend. Dann kam es immer öfter zu Pausen zwischen zwei Titeln, manchmal regelrecht Stille, bis schließlich gegen 4:30 Uhr nur noch Stimmen zu hören waren. Ich hatte ein etwa 5stündiges sinfonisches Werk gehört, ein Drogentrip aus Klängen. Aber eigentlich wollte ich schlafen.


 
 
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       #27  
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Das hatten wir doch schon mal, als du die blauen mit den rosa Pillen verwechselt hast...;)
 
 
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       #28  
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Das hatten wir doch schon mal, als du die blauen mit den rosa Pillen verwechselt hast...;)
Ich? Wann wo? Kann mich nicht erinnern. Ich hab vor 50 Jahren mal was geraucht, seitdem nicht mehr.
 
 
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       #29  
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9. Alkoholverbot

11.5.14 – Walkingstreet, The Stones House, Bar mit Band. Wollte nur die Band hören und Zeit vertrödeln, aber leider mit zwei Ladys was angefangen. Sie waren betrunken und lustig, schienen noch in guter Verfassung zu sein, und vor allem, jede hatte ein Moped. Abwechselnd bei der einen, dann bei der anderen hinten drauf durch die dunkle, leere Stadt ins Hotel gefahren. Hinter einer Lady auf dem Moped zu sitzen, ist immer wieder ein großes Vergnügen für mich.



Beide hatten in der Bar 8 oder 9 Flaschen Bier getrunken, vorher vielleicht noch mehr, so fuhren sie Moped. Sie sagten, nachts schläft die Polizei. Bis dahin ging alles gut, aber in meinem Zimmer ging nichts mehr. Sie hatten keine Lust auf Sex, sahen ohne ihre High Heels und Wonderbras auch nicht mehr sehr appetitlich aus.

Typisches Nuttenverhalten: viel haben wollen und nichts geben. Sie machten den Fernseher an und wickelten sich in Handtücher. Knutschen wollten sie auch nicht, schon gar nicht gemeinsam Sex, die eine wollte so lange auf dem Balkon warten, bis ich mit der anderen fertig war. Sie schätzten mich auf 70, das erste Mal, dass mich jemand älter schätzt als ich bin. Dass ich alt bin, konnte ihnen auch nach neun Flaschen Bier nicht entgangen sein, kann also nicht der Grund für ihre Unlust gewesen sein. Oder habe ich Mundgeruch? Habe sie beide rausgeschmissen und nichts bezahlt. Der nächsten Lady werde ich Alkoholverbot erteilen haha …


 
 
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       #30  
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       #32  
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9. Alkoholverbot
so fuhren sie Moped.
Da würden mich keine 10Pferde draufbringen. Ich fahre kein Gefährt unter Alkohol (2 Bier aufwärts), weil ich weiß ich fahr dann scheiße. Aber das ich mich dann auch noch waghalsig bei ein paar Weibsen drauf setze die meist eh ohne Verstand fahren und dann auch noch besoffen....Hilfeeeeee
 
 
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       #33  
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Zuerst einmal möchte ich mich bei dir für deine Ehrlichkeit bedanken, Da Sie Dich auf 70 schätzen , gehe ich davon aus das du wie ich û 50 bist....
 
 
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       #34  
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Da würden mich keine 10Pferde draufbringen. Ich fahre kein Gefährt unter Alkohol (2 Bier aufwärts), weil ich weiß ich fahr dann scheiße. Aber das ich mich dann auch noch waghalsig bei ein paar Weibsen drauf setze die meist eh ohne Verstand fahren und dann auch noch besoffen....Hilfeeeeee
Hatte keinen Gedanken daran, dass das irgendwie gefährlich sein könnte, hat mir Spaß gemacht. Ist aber typisch für mich, hatte auf allen Reisen
das Gefühl, mir kann nichts passieren. Ist natürlich mal was passiert, bin überfallen worden, bestohlen worden usw. aber an dem Gefühl hat sich nichts geändert, nennt man wohl Urvertrauen. Nur umgebracht worden bin ich noch nicht. :)

Zuerst einmal möchte ich mich bei dir für deine Ehrlichkeit bedanken, Da Sie Dich auf 70 schätzen , gehe ich davon aus das du wie ich û 50 bist....
Richtig, werde in ein paar Tagen tatsächlich 70, bei obigem Erlebnis war ich aber erst 65, also viiiiiel jünger. :)
 
 
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       #35  
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Super zu lesen, vielen Dank Zurken.
Bin auch schon überfallen worden , beklaut, übers Ohr gehauen, aber wenn alles immer glatt gehen würde, wäre es irgendwie kein bisschen Abenteuer.
Ich lauf auch immer noch in der Welt herum , ohne Angst dass was passiert.
Abhaken , weitermachen.
 
 
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       #37  
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Mal was ganz anderes! Schön geschrieben und kurzweilig. Weiter so.
 
 
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       #38  
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György Ligeti, oder war es Wilfried Hiller?
Ach was, ich vermute es war besser...
Danke für den Hinweis, diese beiden kannte ich nicht. Mich erinnerte meine Sinfonie an das, was man Neue Musik nennt, Mauricio Kagel zB, von dem habe ich mal ein Konzert gehört. Normal höre ich Rock und Pop
.
 
 
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       #39  
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Kagel ist genauso unhörbar wie die beiden zitierten.
Ich verstehe bis heute nicht, was das mit Musik zu tun haben soll.
Aber zurück zu den Stories: Lechz... mehr davon!
 
 
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       #40  
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Aber zurück zu den Stories: Lechz... mehr davon!
Okay, noch eine:

10. Gute Ausrede

9.12.15 – Nachdem On mich verlassen hatte, saß ich in einer Beerbar, und eine Lady namens Tukta gesellte sich zu mir. So schnell wollte ich eigentlich keine andere, aber sie lächelte so nett, und es fühlte sich so schön an, ihre Brüste zu streicheln, als sie sich an mich lehnte. Aber schon auf der Fahrt zum Hotel habe ich es bereut. Und so saßen wir dann beide nebeneinander auf der Bettkante und drucksten herum und suchten nach einer Ausrede, um die Sache auf elegante Weise vorzeitig zu beenden. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass auch sie es nicht mehr wollte.

Sie kam mir zuvor, sie meinte, hier wohne doch eine Lady. Jaja, sagte ich, aber die sei schon ausgezogen und müsse nur noch ihre Klamotten abholen. Sie kenne Thaigirls, sagte sie (logisch, sie ist ja selbst eine), wenn die spontan hier aufkreuzt ... Gute Idee, dachte ich. On hatte zwar keinen Schlüssel und würde niemals herkommen, ohne sich anzukündigen, aber das war eine gute Ausrede. Sie habe recht, sagte ich, daran hätte ich nicht gedacht, usw. Ihr Gesicht hellte sich auf, und sie sagte, wenn ich demnächst nochmal eine Lady bräuchte, sollte ich sie nochmal fragen. Es sei das erste Mal, dass einer sie mitgenommen habe. Das konnte stimmen, sie war mal wieder so eine, die kein anderer will.


Das war eigentlich keine echte Reinfall-Geschichte, ist ja alles gut ausgegangen, aber auf die 10 wollte ich noch kommen. :) Mehr habe ich in meinen Blogeinträgen bis jetzt nicht gefunden, und ich war in Pattaya zusammen gerechnet 15 ½ Monate. Alle anderen Geschichten waren durchschnittlich bis glücklich. Keine schlechte Bilanz, schätze ich. Hatte sogar eine SLT, wie man das hier nennt, die ich geheiratet hätte, hätte ich die finanziellen Auflagen erfüllen können. Nicht reich zu sein, ist gar nicht so schlecht, manchmal bewahrt es einen davor, Dummheiten zu machen.

Jetzt seid ihr dran!
 
 
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