Vielleicht eine Spritze gegen HIV

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        #21  

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Die Frage ist ja auch, ob die Pharmafirmen tatsächlich gewillt sind, überhaupt ein Medikament zu entwickeln, das HIV heilen kann. Die ganzen Medikamente, die für Positive entwickelt wurden, sind ein Milliardenmarkt mit fetten Profiten. Wenn es plötzlich heilbar wäre, würde das bei etlichen Firmen massive Umsatzverluste bedeuten.
 
        #22  

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Member hat gesagt:
Für momentan angenommen 2.000 Euro bis 2.500 Euro pro Anwendung €. Was glaubst du wie viele gemeinen Sextouristen das bezahlen? Oder wie viele Sexarbeiterinnen das bezahlen können?
Würdest du 4 - 5000 € im Jahr dafür zahlen?
Es Steht ja auch etwas dazu in den verlinkten Beiträgen wie die Preise sinken können auf ca 40 Euro bei 10 Mio Dosen, oder?
 
        #23  

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Member hat gesagt:
Es Steht ja auch etwas dazu in den verlinkten Beiträgen wie die Preise sinken können auf ca 40 Euro bei 10 Mio Dosen, oder?
Ihre Berechnungen sind allerdings Teil einer sogenannten Preprint-Studie. Sie wurden also noch nicht im sogenannten Peer-Review-Verfahren durch Fachexperten unabhängig voneinander überprüft.

Wenn es dazu kommen sollte wäre es gut.
Aber wann das sein solle steht in den Sternen.
 
        #24  

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Member hat gesagt:
Guckst Du hier und die beiden Artikel, die ich oben verlinkt habe.

Wenn du meine Argumentation nicht begreifst, dann liegt das nicht an mir. Die aktuellen Medikationen, seien es jetzt PrEP oder Medikamente, die Infizierte davor bewahren, dass sich eine HIV-Infektion zu AIDS entwickelt, haben die bis jetzt bekannten Resistenzen im Griff. Allerdings verändert das HI-Virus seine Proteinhülle, dass auch erprobte Medikamente bei HI-Viren mit veränderter Proteinhülle keinen 100%tigen Schutz mehr gewährleisten können. Dieses Risiko besteht so lange, wie es Menschen gibt, die bewusst oder unbewusst das Virus verbreiten.

Einfach gesagt: Die aktuellen PrEP-Medikamente schützen vor einer Infektion mit den bisher bekannten und resistenten Viren. Die Entwicklung neuer Medikamente rennt den neuen (resistenten) Viren immer hinterher.

In der Anwendung bei vorhandenen HIV-Infektionen mit dem neuen Medikament gibt es allerdings bei Patienten auch eine Erhöhung der Anzahl an Kopien. In dem von dir verlinkten Artikel wird entsprechend explizit auf Resistenzen eingegangen. Lies ihn dir durch und verstehe bitte, dass es sich hier um bekannte Resistenzen handelt. Zudem bezieht sich der Artikel auf HIV-Positive. In Bezug auf PrEP gibt es wohl aktuell noch keine Zulassung.

In deinem einletenden Beitrag liest es sich so, als gäbe es jetzt einen Freibrief in Bezug auf HIV und das ist nach wie vor absolut haltlos. Davon kann erst die Rede sein, wenn es ein allgemeingültige Behandlung mit vollständiger Heilung gibt und davon sind wir leider noch weit entfernt.

Die paar an Leukämie erkrankten HIV-positiven Patienten, die als geheilt gelten, sind durch eine Stammzellentherapie geheilt worden. Die Erfolge sind nicht allgemeingültig und führen nur in speziellen Fällen zum Erfolg.

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HIV ist nach wie vor nicht heilbar, das sollte man sich immer vor Augen halten.

Member hat gesagt:
Die Frage ist ja auch, ob die Pharmafirmen tatsächlich gewillt sind, überhaupt ein Medikament zu entwickeln, das HIV heilen kann. Die ganzen Medikamente, die für Positive entwickelt wurden, sind ein Milliardenmarkt mit fetten Profiten. Wenn es plötzlich heilbar wäre, würde das bei etlichen Firmen massive Umsatzverluste bedeuten.


Tja ja, die böse, böse Pharmamafia! Einmal krass gesagt: Es ist Blödsinn und im Bereich der Verschwörungsmythen anzusiedeln!

Klar, jedes Unternehmen ist auf Profit aus, aber solche Unterstellungen sind haltlos. Es gibt kaum Unternehmen, die kostenintensiver ausgerichtet sind, als Pharmaunternehmen. Bedenke einmal, wie viel Forschungsarbeit von hoch spezialisierten Mitarbeitern geleistet werden muss und wie lange es dauert, bis ein Medikament seine Marktzulassung erhält. Wir reden hier von Zeiträumen von über 10 Jahren.


Dass es auch anders geht, hat die Pandemie gezeigt. Dank Biontec und deren Forschung im Bereich mRNA hat sich diese Zeit extrem verkürzt, zumindest im Bereich der RNA-Viren.
 
Zuletzt bearbeitet:
        #25  

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Member hat gesagt:
2 Berliner Patienten von HIV komplett geheilt, in Deutschland gibt es ca. 90000 HIV infizierte. Da ist also noch viel Luft nach oben, bis man wirklich sagen kann. Das Medikament hat die Krankheit im Griff.
Bei der Todesrate von dieser Krebstherapie/Krebsform würde ich so eine Behandlung (Eliminierung des eigenen Immunsystems und danach Transplantation eines entsprechenden Knochenmarks von einem genetisch HIV-resistenten Spender) nur dann machen, wenn ich an einer solchen Krebsart leiden würde.
Wen es interessiert, ob er die entsprechende DNA-Mutation zur HIV-Resistenz hat, kann sich hier einen DNA-Test bestellen:
de-Genekam HIV-Resistenz-Test - Genekam Biotechnology AG

Das folgende zu Verstehen ist für Laien nicht trivial: Ob die Patienten tatsächlich geheilt sind, ist nicht sicher! Zur Feststellung, ob diese Patienten tatsächlich frei vom Virus sind, müsste man die Transplantation "rückgängig" machen, indem man noch einmal via Krebstherapeutikum das "HIV-resistente" Knochenmark abgetötet und durch eine zweitere Transplantation von Knochenmark eines nicht HIV resistenten Spenders ein nicht HIV resistentes Immunsystem "implantiert". Sollte dann eine HIV-Infektion nicht nachweisbar sein, ist der Patient tatsächlich geheilt. Das wird aber sowohl aus ethischen als auch medizinischen Gründen, s.o., nicht gemacht.

PS: Nach meinen Informationen war die Patientengruppe mit Lenacapavir in zwei Dosen als PrEP nur 256 Patienten groß. Ganz schön klein für x-Millionen Anwender. Ist aber eine gute Werbeidee, wie sieht denn der Aktienkurs aus, schon explodiert?:kotz:
 
Zuletzt bearbeitet:
        #26  

Member

@Tinto getestet wurde an 2.134 Frauen. Die Phase 3 Studie ist noch nicht abgeschlossen. Der Ausblick sieht zwar positiv aus, der Weg aber noch weit. Als nächstes soll an homosexuellen Männern getestet werden. Das klingt zwar alles sehr gut und wird von Fachleuten als Gamechanger bezeichnet, hiv ist dann trotzdem nicht von gestern. Für mich klingt das erstmal nach einem Medikament für Risikogruppen.
 
        #27  

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Mein Bruder ist vor einem Jahr an Krebs gestorben.

So wie ihr hier mit dem Thema umgeht, tut mir sehr sehr weh .
 
        #28  

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Ich habe das schon mal vor ein paar Wochen wo gelesen und da war es etwas ausführlicher.

Das war nur ein Test ... keine Studie.
Gileard hat aber Interesse das als Prophylaxe zuzulassen und man sei in Phase 3 bei der FDA.
Phase 3 bis Zulassung .... dauert noch Jahre da man jetzt ernsthafte Studien braucht. Gileard würde man nicht machen, wenn man keinen Patentschutz hat. Ich habe keine Lust mich da wirklich schlau zu machen, aber das Medikament ist relativ neu denke ich gelesen zu haben -> daher noch langer Patentschutz.

Zu berechnen was das als Generika kosten könnte, ist somit ein guter Scherz. Allerdings habe ich mal gelesen das Thailand irgendwie das Patent anficht ..... dann könnte man eventuell in Thailand, wenn das gewonnen wird, ein Generika für Thailand herstellen ..... dürfte aber auf Grund der Patents von Gilead nicht exportiert werden .... auch das würde sicher juristische auch in Thailand ausgereizt werden und wird dauern, falls das von der anfechtendend Partei überhaupt gewonnen wird.

Daher ist das ein Lichtblick, nicht mehr. Der Artikel vor ein paar Wochen meinte aber, das Gileard bereit sei, nach der Zulassung, die Spritzen für einen allgemein zugänglichen Preis zur Verfügung zu stellen.

Daher ein Lichtblick, besonders für Afrika, aber von "HIV war gestern" ist man leider noch Lichtjahre entfernt.
 
        #29  

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Also die ganze Diskussion hier ist eigentlich recht haarsträubend, außen den Bemerkungen von KingPing.

Also, es gibt kein Medikament der Welt, welches eine virologische, bakteriologische Krankheit heilen oder verhindern kann.

Das ist mit HIV gleich wie mit Corona und Infuenza (Grippe), (also nicht Erkältung), sondern schon richtig heftig Grippe, Wie auch mit vielen anderen, ähnlichen Erkrankungen.

Das gibt es nicht und das geht auch gar nicht. Weil, die entsprechenden Medikamente werden von den bestehenden, also jetzt rezent, vorhandenen Stämmen aufgebaut. Diese aber variieren immer weiter. Also kann weder ein Impfstoff noch ein anderes Medikament auf dem neuesten Stand sein. Das gibt es nicht.

Ein Beispiel aus der Biologie.

Wenn, was eh’ schon schlimm genug ist, jede Menge Pestizide rausgehauen werden, wird es immer ein paar Tiere geben, die dies überleben. Vielleicht nur, weil sie etwas wenige abbekommen haben oder eben einfach resistent dagegen sind. Diese Tiere werden sich dann trotzdem weiter vermehren und die Nachkommen sind noch mehr resistent gegen ein solches Gift, das sie töten soll.

Und genau so ist es mit den Medikamenten für / gegen HIV, Corona und alles mögliche andere auch. Wie auch mit Medikamenten gegen Krebs. Es gibt so sehr viele verschiedene Varianten von Karzinomen, die können nicht mit einem Medikament geheilt und davon vorgebeugt werden.

Das ist schon sehr „blauäugig“ oder muß man schon sagen „naiv“, dass du so etwas auch nur ansatzweise glaubst.

Gruß
Cerace
 
        #30  

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Member hat gesagt:
und hat die Resistenzen im Griff
Wenn es nicht so ernst wäre, wäre es zum Schmunzeln. Schon seltsam, welche Falschbehauptungen so 'mal eben' aufgestellt werden.
Habe, da wir 'in modernen Zeiten' leben, mal die BigData-Verarbeitung befragt (nein, keine KI, denn diese Algorithmen sind nicht intelligent - was auch immer das sein mag. ;)

"Die Wirksamkeit antiviraler Medikamente kann durch Mutationen eines Virus erheblich beeinträchtigt werden. Viren, insbesondere RNA-Viren wie Influenzaviren und Coronaviren, haben eine hohe Mutationsrate. Diese Mutationsrate führt zu genetischen Veränderungen, die die Struktur von viralen Proteinen verändern können. Da antivirale Medikamente oft spezifisch auf diese Proteine abzielen, können Mutationen zu einer verringerten Bindungsaffinität und damit zu einer verminderten Wirksamkeit der Medikamente führen.

Ein zentrales Problem ist die Entstehung von Resistenzen. Wenn ein Virus einer antiviralen Therapie ausgesetzt wird, überleben oft die mutierten Viren, die gegen das Medikament resistent sind. Diese resistenten Stämme können sich dann ausbreiten und die Therapie unwirksam machen. Ein bekanntes Beispiel ist das HI-Virus (HIV), bei dem Mutationen zu Resistenzen gegen antiretrovirale Medikamente führen können. Um Resistenzen zu verhindern, werden oft Kombinationstherapien eingesetzt, bei denen mehrere Medikamente gleichzeitig verwendet werden. Dies erschwert es dem Virus, sich durch Mutationen anzupassen.

Auch bei der Behandlung von Influenza sind Mutationen ein bekanntes Problem. Das Influenza-Virus verändert sich ständig durch Antigendrift und -shift, was bedeutet, dass sich die Oberflächenproteine des Virus (Hämagglutinin und Neuraminidase) verändern. Dies kann die Wirksamkeit von Neuraminidase-Hemmern wie Oseltamivir (Tamiflu) verringern, da das Medikament möglicherweise nicht mehr effektiv an das veränderte Protein binden kann.

Das SARS-CoV-2-Virus, das COVID-19 verursacht, hat ebenfalls gezeigt, wie Mutationen die Wirksamkeit von antiviralen Behandlungen und Impfstoffen beeinflussen können. Varianten wie Alpha, Beta, Gamma und Delta haben Mutationen im Spike-Protein aufgewiesen, das für den Eintritt des Virus in menschliche Zellen entscheidend ist. Diese Mutationen können die Anfälligkeit des Virus gegenüber neutralisierenden Antikörpern und damit auch gegenüber therapeutischen monoklonalen Antikörpern und Impfstoffen verringern.

Ein weiteres Beispiel sind Hepatitis-B-Viren, bei denen die langfristige Behandlung mit Nukleosid-Analoga zur Entstehung von Resistenzen führen kann. Mutationen im viralen Polymerase-Gen können die Empfindlichkeit des Virus gegenüber diesen Medikamenten vermindern, was eine Anpassung der Therapie erforderlich macht.

Die Entwicklung neuer antiviraler Medikamente muss daher die potenzielle Entstehung von Resistenzen berücksichtigen. Dies kann durch die gezielte Entwicklung von Wirkstoffen geschehen, die auf konservierte Regionen des Virus abzielen, die weniger anfällig für Mutationen sind. Auch die kontinuierliche Überwachung von Virusmutationen und die Anpassung der Therapieprotokolle sind entscheidend.

Zusammengefasst zeigt sich, dass die Wirksamkeit antiviraler Medikamente durch Mutationen des Virus stark eingeschränkt werden kann. Resistenzen und verringerte Medikamentenaffinität durch genetische Veränderungen erfordern eine ständige Anpassung der Therapiestrategien und die Entwicklung neuer, robusterer antiviraler Wirkstoffe. Die Dynamik der Virusmutationen stellt somit eine erhebliche Herausforderung für die langfristige Wirksamkeit antiviraler Behandlungen dar."
 
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