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Bei der Planung für meinem letzten Urlaub hatte ich wieder die Qual der Wahl,
was tun in nur 14 Tagen die mir zur Verfügung standen.
14 Tage nur in Pattaya... unmöglich, zum Saufen, Rumhuren und bis zur Bewusstlosigkeit Abfeiern
gibt es kein besseren Platz auf der ganzen Welt, aber leider halte ich es nirgendwo
länger als eine Woche aus.
Also was tun?
Auf der Suche nach immer neuen Eindrücken aus Süd Ost Asien, las ich Absti´s Bericht
über den Ta Prom Tempel im Angkor Wat Komplex und war sehr beeindruckt von den Bildern.
Leider ist auf seinem Turn bei einem Busunfall seine gute Kamera zu bruch gegangen,
konnte aber mit einem Ersatzgerät doch noch gute Ergebnisse erlangen.
Das wäre natürlich eine Möglichkeit wieder was neues zu erleben.
Die Reise noch mit einem kurzen Phnom Penh Aufendhalt gewürzt
und schon hätte ich die halbe Miete drin.
Aber Kambodscha alleine zu bereisen? Ich zweifelte noch.
Als ich dann aber erfuhr das mich Heinerles Tochter zu ihren Geburstag einlud,
stand meine Route fest, schließlich darf ich als Gentleman eine kleine Lady doch nicht enttäuschen.
Phnom Penh - Siem Reap - Grenze bei Along Veng - Lalom - Pattaya.
Eine böse Tour hatte ich mir da vorgenommen, und fragte erst mal Hainerle ob ich
(ich glaube er kennt mich ein wenig) überhaupt dazu in der Lage bin,
mich alleine durch Kambodscha durch zuschlagen ohne dabei zu schaden zu kommen.
Ein schlichtes "....natürlich, ich hab es doch auch schon gemacht" war seine Antwort,
die komplett anders ausfiel als Jeff seine.
Nach einer 10 minütigen Standpauke wollte er mich für verrückt erklären und einweisen lassen.
Vielen von seinen Argumenten konnte ich wirklich nicht folgen z.B. verstehe ich bis heute nicht,
was er gegen meinen kleinen Hartschalenkoffer hat, der sich prima als Hotelsafe nutzen lässt
und der auch bisher auf dem Pickup oder auf dem Dach eines Minibusses im schlimmsten Monsumregen
den Inhalt trocken hielt.
Wenn ich mich so an die verzweifelten Gesichter der neunmal klugen Rucksackasseln zurück erinnere
die ihre patschnassen Sachen nach so einem Regenguss auspackten fange ich heute noch das Grinsen an.
Also das gilt nicht, aber bei einer Sache musste ich Jeff zustimmen, mein neuer Laptop bleibt zu hause.
Mein Admin konnte soviel reden wie er wollte, ich war einfach von meinem Plan nicht mehr abzubringen
und startete durch.
Nach 3 turb(o)ulenten Nächten in Phnom Penh war meine Verdauung so weit im Arsch,
das eine 6 Stunden Bustour völlig ausgeschlossen war.
Ja, die ersten 3 Tage Urlaub sind immer das reinste Gift für meine Leber und Verdauung.
Lange Rede kurzer Sinn um im Zeitplan zu bleiben musste ein Flugticket her.
Im Vorfeld hatte ich mir schon 3 Airlines ausgesucht die diese Strecke bedienen.
Siem Reap International (es wurde eine Bangkok Air Maschine eingesetzt)
hatte ich zur Auswahl, wobei PMT Air eindeutig mein Favorit war aber das nette Mädel vom Reisebüro
änderte mit ein paar Sätzen meine Meinung.
Einfach zu unzuverlässig sei die Airline, meinte sie und ich ahnte schon warum.
Der Grund ist wohl der Oldtimer, eine Antonov 25 mit der ich gerne mit geflogen wäre aber man kann
nicht alles haben im Leben und so buchte ich für 80$ ein Ticket mit Siem Reap international.
Ein stolzer Preis, aber immer eine blankgeputzte Schüssel in der nähe zu haben,
war für mich einfach unbezahlbar.
Am nächsten Tag ging es los, da ich den Flieger am frühen Nachmittag gewählt habe,
konnte ich in aller Ruhe meine Sachen packen (Koffer zuklappen) und mir ein Frühstück einwerfen,
welches aber leider nach der ersten Tasse Kaffee achtern wieder ausgeworfen wurde.
So verbrachte ich den Rest des Vormittages in der keramischen Abteilung bis mein Taxi mich abholte.
Nach den üblichen Formalitäten am Flughafen musste ich mit erschrecken feststellen das es im Domesticbereich nach der Sicherheitskontrolle keine Raucherecke mehr gibt.
So was kann ich ja leiden, also nochmal zurück und draußen eine gebarzt.
Auf dem Weg zum Gate wurde ich erneut Kontrolliert wobei mir der Gedanke kam
die Sache ein wenig auf die Spitze zu treiben und so wiederholte ich meinen Raucherausflug noch zweimal.
Jedes mal wurde ich ohne Murren erneut kontrolliert lediglich der Airporttaxkontrollmagger winkte mich
immer lachend durch.
Der Flug war pünktlich aber ein wenig hoppelig bis wir butterweich in Siem Reap aufsetzten.
Nur nebei bemerkt saß ich letztendlich in einer Bangkok Air Maschine
aber von diesem Verein war ich schon einiges gewohnt. Den Flug von BKK nach PNH hatte ich bei
Bangkok Air gebucht und musste in eine Maschine von Royal Bhutan Airlines!!!!!!! einsteigen.
Gleich neben unseren Platz stand sie, die AN 25 und so konnte ich wenigstens ein Foto machen.
Endlich kam mein Gepäck und ich schlenderte aus dem Gebäude zu meinen Taxiknecht
der brav auf mich wartete.
das ist ein Übel was mich auf fast allen meinen Reisen begleitet, ich hab mich schon dran gewöhnt.
Ich geh fast nie ohne eine Packung Tempos aus dem Hotel
@absti
ich hab nicht viele Foddos von der Taxitour gemacht weil ich ziemlich angefressen war
und meine große Cam nicht auspacken wollte.
Aber der Bericht endet beim Schlagbaum im Isaan .
Achso meine grosse Kamera
Vor dem Abflug in Deutschland ist mir das Ding vom Autodach auf den Boden gefallen
troz dick gepolsterter Tasche hab ich beim Tele nicht mehr den vollen Zoomumfang und die Cam zickt öfters rum.
(gibt z.B. die Meldung raus das kein Objektiv drann ist und mit der Qualität der Bilder bin ich auch nicht zufrieden)
@ Paul
wo ich in Patty aufgeschlagen bin, war bei Didi noch
Business as usual
@ lex-kf
ich versuch es
@ franki
neu ist er wohl nicht, vielleicht kann Hainerle etwas zu gegebener Zeit dazu sagen aber wir wollen doch nicht den Bericht von hinten anfangen
Am Vortag hatte ich mich tel. in das Dead Fish Inn eingebucht und der Manager versprach
mich kostenlos vom Flughafen abzuholen, übrigens ein Service den viele Hotels in Siem Reap anbieten,
vom Flughafen, Busbahnhof oder vom Pier ist egal.
Ein sehr angenehmer Service wie ich finde, nicht etwa wegen den paar Kröten eingesparter Gebühr
sondern einfach nur um den penetranten Tuck Tuck- und Mopetfahrern (und die in SE sind wirklich rotzfrech und schräg drauf)
eins auszuwischen.
Die erwartete "Schlägerei" um jeden Fahrgast blieb am Flughafen aus, diese Szenen spielen sich wohl eher
am Busbahnhof und am Pier ab dachte ich erleichtert aber ich sollte noch meine Erfahrungen mit dem Pack sammeln.
Mein erster Eindruck von Siem Reap war durchaus positiv als ich das erste mal durch die Straßen fuhr.
Viele neue Hotelanlagen für die meist asiatischen Besucher säumten die Straßen vom Airport bis zur Innenstadt.
Alles war sauber und gepflegt nicht so wie im versyfften Phnom Penh, ein Ort der voll und ganz auf Touristen eingestellt ist.
Die Häuser aus der Kolonialzeit waren größtenteils renoviert, jeder Ecke ein ATM und überall wo ein bischen Platz war, wurde gebaut.
Es boomt in dieser Stadt.
Bei meinem Guesthouse angekommen unterbreitete mir mein Taxiknecht ein Vorschlag.
Da ich schon während der Fahrt mein Interesse am Angkor Wat (oder Uncle What wie die Khmer es ausdrücken) bekundete,
bot er mir an mich nach 16 Uhr zu zu einem Tempel zu fahren, von dem man eine gute Sicht auf den Angkor Wat hat
und mit etwas Glück einen hammer Sunset erleben kann.
Außerdem ist ein nach 16 Uhr gekauftes Ticket auch am nächsten Tag gültig,
das alles deckte sich auch mit meinen Infos und nachdem wir uns auf 5 $ einigten, verabredeten wir uns um vier.
Jetzt hieß es erst mal einchecken, ich stellte mich dem Mäuschen an der Rezeption vor
und sie zeigte mir mein reserv. Zimmer mit Aircon.
Ein kleiner Raum aber gemütlich eingerichtet, recht nett.
Mir passte nur eine Sache nicht, der Eingang lag direkt im Kneipenbereich und so fragte ich
ob nicht noch ein anderes Zimmer frei wäre.
Sie checkte kurz ihre Liste und zeigte mir das Regent Appartement, wesentlich größer für nur 2 $ mehr die Nacht,
einziger Makel es gab kein Fenster, egal ich willigte ein.
16$ pro Nacht mit 50% discount auf das Frühstück und 30min
Internetzugang pro Tag für lau.
Ich stellte erstmal mein Gepäck in den Raum griff mir den Zettelkram den ich ausfüllen sollte,
setzte mich in die Kneipe und bestellte mir erst mal ein Bier.
Ahhhh lecker, das zischte richtig "noch eins bitte".
Der Primärdurst war gelöscht und ich schaute mich erst mal um.
Ich saß in einer richtig urig-kultigen Kneipe die aus mehreren Etagen und Zwischenebenen bestand
überall stand irgendwelches Zeugs rum, von albernen Figuren bis zu einem umfunktionierten Granatwerfer
und anderer alter Plunder.
Es wurde eigentlich nie langweilig sich umzuschauen, man entdeckte immer wieder was neues.
Selbst auf dem Weg zum Klo gab es die eine oder andere Überraschung zu sehen.
So musste man, um zur Schüssel zu gelangen, an einem Krokodilbecken vorbei gehen.
Mit ausgefüllten Anmeldebogen ging ich auf einem schmalen Betonpfad, der gleichzeitig den Rand eines Aquariums bildete, zum Nebeneingang des Guesthouse und gab ihn an der Rezeption ab.
Eigentlich wollte ich auf mein Zimmer gehen aber wozu?
In der Kneipe gab es genügend Ecken an den man ungestört relaxen konnte, also ging ich wieder zurück und schaute mir das "Haifischbecken" mal genauer an.
und am ende eine einsame Zapfsäule.
Eine Art Mutprobe um an Freibier zu gelangen?
Ich wollte schon losstürzen um nach den Sinn zu fragen, aber dann sah ich die Aufschrift: "Anchor Beer".
*würg* ...nicht mein Fall, ich bekomme das Chemozeugs einfach nicht runter und so verlor ich sofort das Interesse.
Ich suchte mir ein lauschiges Plätzchen, zeitweilige Muskelkontraktionen des rechten Bizeps versüsste mir den Nachmittag und ich machte Gedanken was wohl Deutschlands Supermodel Alice Schwarzer zu diesen Pinkelbecken sagen würde.
Kurz vor 4 , ich hatte schon einen angenehme leichte Nachmittagssättigung im Blut,
hörte ich knurrende Geräusche aus meiner Tasche nach einigen Suchen fand ich die Lösung.
Es war meine Kamera der ich, außer drei blöden Flugzeugbilder, noch nichts zu fressen gab.
Immer diese sensibelen, liebesbedürftigen Geräte dachte ich verbittert.
Dabei wäre ich so gern sitzen geblieben aber es nützte nix,
ich musste mit "Big Cam" noch mal "Gassi" gehen.
Ich zahlte und ging raus wo mein Taxiknecht schon wartete.
Shit, es hatte in der Zwischenzeit geregnet und es war immer noch bewölkt.
Nicht gerade die günstigsten Bedingungen zum knipsen aber was solls,
nun war ich schon mal aufgestanden und so eine kleine Tour kann ja nicht so anstrengend sein
dachte ich.
Nach 20 min. erreichten wir den Ticketcounter es war glücklicherweise nix los
und mit 20$ weniger im Gepäck fuhren wir 2 min später weiter.
Auf der Fahrt schoss ich schon mal meine Kamera warm,
zum Glück konnte ich das Ergebnis nicht sehen sonst wäre ich wohl in Panik geraten
weil kurz vor meinen Abflug meine Kamera auf den Boden gefallen ist und
ich mir über die korrekte Funktionsweise nicht mehr sicher sein konnte.
Auf dem winzigen Bildschirm kann man Einzelheiten nicht erkennen und meinen Rechner
hab ich aus Sicherheitsgründen nicht mitgenommen.
Es blieb mir also nur Übrig die Motive mit verschiedenen Einstellungen abzulichten.
Anmerkung:
Es ist Sau schwierig die verwitterten schwarz-weiß gefleckten Sandsteine so zu fotografieren
das man die feinen Details noch erkennen kann.
Die besten Ergebnisse erzielte ich mit dem Sunsetmodus meiner Kamera.
Also wundert euch nicht warum manche Motive etwas gelblich erscheinen
und im nächsten Bild das gleiche Motiv in einer anderen Färbung auftaucht.
Bestimmte Bilder möchte ich euch aber einfach nicht vorenthalten.
Ich könnte mich grün und blau ärgern, am liebsten den ganzen Dreck löschen
und noch mal hin fliegen.
Das geht aber nicht also müssen wir mit dem Material erst mal zurechtkommen
sorry
Trotz fortgeschrittener Stunde herrsche noch reger Verkehr in Richtung der Tempelanlage.
wie immer gab es bei schnellen Schnappschüssen Meinungsverschiedenheiten ich wollte
den alten Daimler scharf haben und meine Cam (die schwule Sau die) den Tuck Tuck-fahrer.
Aber solche kleinen Reibereien kannte ich schon, das Teil will mir halt öfters eins auswischen.
Den eigentlichen Angkor Wat ließen wir rechts liegen und fuhren weiter zum
Phnom Bakheng Tempel.
Der Tempel liegt auf einem Berg und ist gerade in den Abendstunden ein viel besuchter Ort.
Von da aus würde man geniale Sunsetpic`s schießen können, wenn es nicht gerade......
Ja, wenn es nicht gerade so ein viel besuchter Ort sein würde.
Ein Bus nach dem anderen spuckte seine Ladung aus und die taiwanesische Besucherfront
wälzte sich unaufhörlich den Berg hinauf.
So ein Mist, auf sowas hatte ich ja Bock aber ich fügte mich meinem Schiksal.
Mein Taxiknecht informierte mich noch das ich mir für 10$ einen Elefant mieten könne
der meinen Kadaver dort hochbringt aber ich winkte ab.
10$ for "rent a Elephant"
Ok kein Thema, aber nur wenn er im Laufschritt den Besucherweg hoch läuft
und nicht den Elefantenpfad nimmt, malte ich mir, grimmig Grinsend, in meiner schmutzigen Phantasie aus.
Ich schüttelte solcherart böse Gedanken ab und machte mich auf den weg, so ein kleiner Hügel
das ist doch ein Witz.
30 Minuten später fand ich das aber nicht mehr so witzig.
Ich pumpte wie ein Maikäfer und das Wasser lief mir den Arsch runter,
was bin ich blos für eine Weichwurst auf den letzten Metern überholten mich sogar Rentner.
Andererseits hatten die bestimmt nicht so ein Programm durchgezogen wie ich in den letzten 4 Tagen.
Mag aber der weg noch so lang sein irgendwann kommt man doch noch ans Ziel.
Die Treppen zum Tempel rauf sehen auf dem Foto recht harmlos aus, hatten es aber in sich.
Das dort wo ich da war keiner abgeschmiert ist grenzt an ein Wunder und wenn einer fällt, dann fallen alle.
Die Stufen sind sehr schmal, teilweise Abgerundet oder gar nicht mehr vorhanden
und ein Geländer gibt es nicht, noch nicht mal ein Seil oder ähnliches.
Ein Fehltritt und man stürzt unweigerlich in die tiefe und reißt alle mit sich.
Wieder erwarten waren die Steine am Fuß der Treppe nicht so blutgetränkt
wie ich mir das vorgestellt hatte und kletterte rauf.
Ich verschaffte mir erst mal einen Überblick und ließ den Ort auf mich wirken.
Schade das es geregnet hatte, die Luft war sehr feucht und diesig.
Ich versuchte trotzdem eine Fernaufnahme.
Mein Tele hatte bei dem Sturz definitiv einen weg bekommen,
der Zoomring ließ sich nicht mehr über die komplette Skala drehen.
Bei diesem Dunst brauchte ich das Teil sowieso nicht mehr einsetzen.
Ich kletterte noch ein bischen in der Gegend rum und schaute besorgt in den Himmel.
Das wird wohl nix mehr mit einem geilen Sunset aber kaum zu ende gedacht
riss die Wolkendecke am Horizont auf und die Sonne schaute zum Schluss
nochmal nach dem rechten.
Glück gehabt,
ich sprintete zu einer vorher ausgewählten Stelle, wollte gerade abdrücken
als sich so eine Papnase ins Bild drängelte...... scheiß Fotografen
ich bemerkte erst gar nicht das auf meinen Standort auch noch andere scharf waren
aber schließlich räumte ich das Feld und schaute mich nach anderen Motiven um.
Es wurde langsam dunkel und der Aufpasser gab mir zu verstehen
das ich langsam den Abstieg beginnen sollte.
Ich kam auch heil herunter und entdeckte eine Babywürgefeige die schon fleißig
das Mauerwerk zersprengen übte.
Hat es sich also doch gelohnt das der alte Sausa seinen Arsch hier raufgeschafft hat
dachte ich zufrieden beim Abstieg
und schaute noch mal zur Sonne die gerade das Licht ausknipste.
das geht bald weiter, ich hab blos wieder die Arschkarte gezogen und darf Ostern
im Land der dicken Weiber schuften.
Diesmal haben die Schwaben mich mit Arbeit zugedeckt
aber vielleicht hab ich heute Abend oder morgen etwas Luft und kann was Tippen.
Unten angekommen hatte ich erstmal Schwierigkeiten meinen Taxiknecht zu finden,
in der Menge der wartenden Tuck Tucks war er auch nicht auszumachen und ich muss auch gestehen
das ich blöder Esel mir keine Einzelheiten wie besondere Lackierung oder Werbeaufschriften gemerkt hatte.
So schlenderte ich die Souvenirstände ab bis ein Tuck Tuck mit blockierenden Rädern neben mir hielt.
Da iss er ja "dachten wir wohl beide".
"Stopp, den Motor aus und sofort absteigen" befahl ich ihm, drehte mich um und besorgte zwei kühle Angkor Beer.
Nach dem Aufstieg war ich komplett dehydriert und musste erst mal was für meine Gesundheit tun.
Bei dem frischen Trunke beschnackten wir die weitere Vorgehensweise.
Der Fahrer war ein angenehmer Typ, kannte vor Ort sich bestens aus und verhielt sich zurückhaltend,
nicht so wie die anderen Dreckfressen seiner Zunft, also hatte ich nichts dagegen wenn er mich am nächsten Tag
durch die Gegend kutschiert.
Die geforderten 10$ hielt ich für angemessen und so tranken wir noch einen auf den Deal
wobei er mir anbot mir noch eine Gespielin zu besorgen falls ich die Nacht nicht alleine verbringen wolle.
Ich lehnte dankend ab lies mir aber noch die Option offen, auf sein Angebot zurückzugreifen.
"Ok wenn es drückt dann stehe immer vor dem Dead Fish und wenn nicht" er kramte eine Karte raus "einfach anrufen".
Im Dead Fisch angekommen sprang ich sofort unter die Dusche machte mich Abend fein und setzte mich an die Bar.
Die Speisekarte war reich bestückt mit amerikanisches-, europäisches-, khmer- und thai Essen.
Ich orderte mir ein Filetsteak mit Pommes für 8$.
In der Zwischenzeit stellte sich mir der Manager vor, der auch gleichzeitig die Coktails mixt.
Ein netter Typ obwohl ich den Verdacht hegte das er der Hinterladerfraktion angehört
aber was er in seiner Freizeit macht, geht mich nun wirklich nichts an.
Ich fragte ihn erst mal ob er mir für Übermorgen ein Taxi nach Along Veng besorgen könne.
Er versicherte mir das ich jederzeit problemlos einen Wagen bis zur Grenze für 35$ ordern könne.
Ich fragte noch mal nach bis ich mir sicher war, das er das Ziel meiner Reise verstanden hatte
und hakte die Sache als erledigt ab.
Wir unterhielten uns noch über Gott und die Welt wobei auch er mir anbot
etwas für meine nächtliche Unterhaltung zu besorgen.
Wiederum lehnte ich ab und erzählte im das ich mich selbst in der Kneipenmeile
wegen einem Gutenachthäschen umschauen wolle.
Er machte ein ungläubiges Gesicht sagte aber nix weiter und brachte mir das Essen.
Ich stürzte mich hungrig auf das Steak und bemerkte gar nicht das sich jemand neben mir hinsetzte.
"Das sieht ja ganz hervorragend aus, schmeckt es denn auch?" fragte mich ein ungefähr 30 jähriger Asiate neben mir
und starrte unentwegt auf mein Essen.
"Ein bischen zäh ist es aber ok" antwortete ich und schlang den Rest runter.
Nach dem nächsten Bier entwickelte sich eine interessante Unterhaltung.
Der Typ kam aus Bangkok und macht sehr gerne einen Kurzurlaub in Siem Reap.
"Ahhh, Tempel gucken?" fragte ich und er grinste mich nur an.
"Den kenne ich schon in und auswendig. Viele Thais fliegen hier sehr gerne her,
es ist wie bei den Moslems die nach Mekka fahren, jeder muss einmal in seinem Leben hier gewesen sein,
wir Thais sehen Angkor Wat schon fast wie eine eigene Provinz an"
Ich lachte laut los und erinnerte ihn an einem Vorfall vor einiger Zeit, als eine thailändische Schauspielerin
mit ähnlichen Sprüchen für einen handfesten Internationalen Konflikt sorgte.
Er winkte nur ab.
"Wenn du nicht mehr den Wat besuchst machst du doch bestimmt noch nebenbei Geschäfte hier, oder?" fragte ich
"Ganz bestimmt nicht, ich komm nur wegen den Karaokes her.
Du hast doch bestimmt die ganzen neuen Hotels gesehen auf dem Weg vom Flughafen zur Innenstadt.
Dort verkehren fast ausschließlich Koreaner und Taiwanesen . Für die wurden große Karaokebars erbaut,
mit hellhäutigen Vietladys solche Mädels haben wir nicht in Bangkok"
"Cool , ein Thai als Sextouri, einer aus der gleichen Zunft sozusagen"
dachte ich und stellte mich auf begriffsstutzig.
"Schade das ich nicht singen kann, ich hätte mir das gerne mal angesehen.
Du musst ein glücklicher Mensch sein du fliegst nur ein paar 100 km um deine hellhäutigen Traumfrauen zu nageln
ich muss aber 10000 km fliegen um dunkelhäutige Thais zu poppen. Warum fährst du nicht nach Phnom Penh?
Massenweise Viets hühnern dort rum"
Er versicherte mir das er noch niemals in einer Karakoke gesungen hatte.
Wenn man in einer Gruppe auftaucht dann geht es erst mal in einen separaten Raum,
wo einen die Hühnchen heiß machen und danach hoch aufs Zimmer.
Zu Phnom Penh sagte er nur trocken "zu schmutzig und einfach zu gefährlich".
Da konnte ich ihm nicht widersprechen.
Wir laberten noch lange und tauschten unsere Erfahrungen aus dem Rotlichtbereich aus.
Bei einer Sache konnten wir uns aber nicht einig werden.
Es konnte einfach nicht verstehen das ich auf dunkelhäutige Mädels stehe und steckte sich
immer wieder symbolisch den Finger in den Hals.
"Seh das mal so mein Freund" versuchte ich es ihn zu erklären
"Erstens können wir uns bei diesem Punkt niemals in die Haare kommen
und Zweitens gibt es nun mal verschiedene Geschmäcker.
Im Thaifernsehen kommt alle 5 min ein Werbespot wo sie Bleichmittel in Form von Cremen, Tinkturen, Spachtelmasse
und was-weiß-ich-was-noch an das Weib bringen wollen.
Weiß du wie die Werbespots in Deutschland aussehen?"
"Ähhh, wohl ähnlich!?" fing er das Stottern an.
"In Deutschland hat der Mist fast den gleichen Namen nur mit dem Unterschied das das Zeug die Haut braun macht.
Wenn du aufhörst dein Bier mit Eiswürfeln zu verdünnen dann hör ich auch auf die braunen Ladys zu rammeln, ok?"
Bot ich ihn grinsend an.
Endlich hatte er es kapiert und fragte mich ob ich jetzt in die Karaoke mitkommen wolle.
"Morgen sehr gerne aber heute will ich erst mal die Stadt begutachten."
"ok, kein Problem dann bis Morgen" sagte er und zahlte.
Na, der morgige Abend ist gerettet, ich war echt gespannt darauf einem thailändischen "Kollegen"
bei der Arbeit zu zuschauen aber jetzt ist erst mal die Kneipenmeile dran.
Ich zahlte und wollte gerade gehen, als eine kleine Tanzvorführung begann.
Die Kleine schielte unentwegt zu mir rüber "Nicht schlecht der Bunny, hätte ich doch blos mehr Zeit"
dachte ich betrübt, riss mich dann aber doch noch von der Vorführung los und stürzte mich ins Nachtleben.
Bis zur Kneipenmeile hatte ich es nicht weit nach 5 Minuten steckte ich im Trubel.
Red Piano Bar, Buddha Lounge, Temple Bar und wie sie nicht alle heißen,
überall hab ich einen Testdrink genommen aber es war nicht was ich suchte.
Jeder dieser Läden ist auf seine Weise gemütlich eingerichtet und
hatte seine eigene Ausstrahlung es störten mich nur mehrere Sachen.
Als erstes die Rucksackasseln
die im ökologischen Einklang mit der Natur leben, niemals Durchfall haben
(egal wieviel Rattenfleisch sie zu sich genommen haben),
einem immer ungefragt Tipps geben wollen und dann noch zu guterletzt die Frechheit besitzen
ihren so heiß geliebten Hightech Hochalpinüberlebends Rucksack als Handgepäck
mit in den Flieger nehmen.
Es ist doch immer wieder tragisch zu beobachten wie sie schwitzend und keuchend mit dem
Stefan Loose in der Hand, an der Rezeption stehen und auf die Übernachtungspreise bestehen
die in dem Reiseführer beschrieben sind.
(wenn jetzt der Eindruck entstanden ist das ich das Ökofuzzys nicht ausstehen kann,
so möchte ich doch klar darstellen das dieser entstandene Eindruck vollkommen beabsichtigt ist)
Zweitens Die Familiendaddys
Nicht das ich was gegen die hätte aber wo die sitzen läuft Tortentechnisch überhaupt nichts,
es ist halt immer ein Zeichen das man weitergehen kann.
Drittens die Horden von Koreanern
die durch die Straßen gepumpt werden und alles und jeden ungefragt ablichten.
Leider waren in allen Kneipen diese drei Spezies mehr als reichlich vorhanden
und ich weitete den Suchradius aus.
Ich hielt Ausschau nach kleinen unscheinbaren Bars wo mehr als 2 Girls hinter dem Tresen stehen.
Mir war jetzt nach einem ST zumute es muss doch hier irgendwo einen Laden geben wie das Mikardo,
das Le Cycree oder den Sophie Club aber nix, nada.
Es ist eben scheiße wenn man sich nicht auskennt.
Shit, ich war kurz davor in die nächste Happy Pizza zu gehen um mir das Hirn wegzupusten
aber alleine Pizza essen macht keinen Spaß und so ging ich zurück zu meinem Guesthouse.
Ich hockte mich an die Bar und testete was der Manager so feines aus Vodka, Kahula und Milch
zaubern kann.
"So nun rede mal Tacheles Jung, Sausa wünscht sich einen Basehasen."
Der Manager überlegte kurz für seine Adressen war es wohl zu spät, es war mittlerweile halb eins,
"100m die Strasse runter und die zweite rechts rein dort ist das "Sok San, kleiner Tip:
um drei haben die Girls Feierabend und dann kannst du sie direkt an auf der Straße ansprechen"
das ist doch ein Wort, ich zahlte den White Russian und war wieder auf Achse.
100m .... das muss doch irgendwo hier sein.
Ich war zu blöd das Sok San zu finden und fragte einen Mopetfahrer.
Er war sofort mit den 2000 Riel einverstanden und schon ging es los.
So wie der Manager es beschrieben hat fuhr der Kerl aber nicht und er hielt dann schließlich
vor einer Kneipe die aber nicht Sok San hieß.
Mir platzte der Arsch ich umfasste sein rechtes Oberärmchen und drückte mit den Fingerspitzen
langsam auf den Knochen.
"Wenn du mich nicht augenblicklich zum Sok San fährst erlebst du dein blaues Wunder" zischte ich ihm zu.
"Aber hier....." er verstummte weil ich etwas stärker drückte.
Endlich hörte ich das was ich hören wollte, keine Ausreden mehr sondern den Anlasser
und gab sein Arm frei.
"Na geht doch" lächelte ich ihn an, klopfte freundschaftlich auf sein Rechten Arm
und gab ihm die 2000 Riel als wir da waren.
"So ein blöder Penner aber nicht mit mir" dachte ich und und schaute mich erst mal in dem Schuppen um.
Ich stand in eineart Flur und schaute wohl ein wenig verwirrt drein.
"Möchten sie eine Massage Sir" fragte mich ein Kellner.
"Joooooooo"
Der Kellner führte mich zu einer Schiebetür und öffnete sie.
Boaaaaaaaaaah Sausa`s Paradise, ein Aquarium mit lauter Spitzentorten drin,
mir lief fast der Sabber runter.
Ich setzte mich und verlangte ein Pils ohne den Blick von den ca. 15 Rassehäschen abzuwenden.
Eine schmucker als die andere, in meiner Lieblingsbodymassage in Patty beträgt die "Rochen-quote"
je nach Tageszeit so um und bei 60 % wenn man denn noch von den restlichen 40 % die Hälfte abzieht
die lieber Fernseh gucken als ihre Arbeit zu machen so landet man bei der
"Du-könntest-eventuell-meine-nächste-Massagefachfrau-sein-quote" bei 20%.
Ich schätzte die Quote hier auf sensationelle 90% und nun weiß ich auch warum die immer eine Scheibe davor bauen,
ich wäre dort glatt rein gesprungen hätten die Mädels dort ungeschützt gesessen.
Die Mädels hatten wohl lange keinen Kunden mehr es wurde gebaggert und geliebäugelt was das Zeug hielt.
Endlich konnte ich den Blick losreißen und pfiff den Kellner ran und fragte was der Spaß so kostet.
Der Kollege konnte nicht so gut englisch, so verstand ich erst 50$ und machte ihn darauf aufmerksam
das er sich gerade versprochen hatte.
Es ging hin und her bis ich nach einem Zettel und nach einem Stift fragte.
Ich malte eine 1 und eine 5 auf das Papier er strich die 1 durch und schrieb eine 0 hinter die 5.
Unglaublich ich saß mit offenen Mund da, eine Hoffnung hatte ich noch ich zeigte auf die 50 auf dem Papier
und danach in Richtung Aquarium und hob drei Finger.
Er schüttelte mit dem Kopf und zeigte mir nur einen Finger.
Was war das heute blos für ein Tag? Ich war so nah dran aber doch so weit weg von den Torten.
50$ nie im Leben hätte ich das bezahlt, bei 3 Massagefachfrauen hätte ich kein Problem mit dem Preis
aber das war eindeutig Abzocke.
Es gab keinen Grund mehr für mich noch weiter dort zu sitzen und mich zu quälen so stand ich auf,
blickte nochmal in die jetzt traurigen Gesichter und ging raus.
Das Sok San hat auch noch eine Disco, modern eingerichtet aber Menschenleer absolut nichts los
ich setzte mich an die Bar und musste erst mal meinen Kummer runter spülen.
Ich frage den Barkeeper ob gerade ein wichtiges Fußballländerspiel im Fernsehen ist,
er verstand nicht was ich meinte. "Warum ist hier nichts los?" fragte ich erneut.
"Einmal in der Woche ist es voll hier aber dann meist nur Koreaner" meinte er.
Ich nickte nur und verkniff mir den Hinweis das der Boss doch mal seine Preispolitik überdenken solle.
Schnautze voll, mir reichte es und ging raus, bis um drei Warten war mir zu blöd, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Langsam kroch die Müdigkeit in mir hoch und in der schwülen Nacht vervielfältigte sich die Wirkung
des Alkohols im Blut, ich erklärte den Tag für offiziell Beendet und wankte
frustriert mit Schlagseite zurück.
So ist das nunmal an manchen Tagen
Mal verliert man und mal Gewinnen die anderen.
Ich war zu der Stunde schon ganz schön angebraten und bei längerer Jagt hätte ich den nächsten Tag ganz bestimmt nicht überlebt.
Eine Auszeit hatte ich nicht in diesem Urlaub, ausser Ta Phrom hatte ich mir noch die komplette "kleine Runde" angetan
und auch den Preis für für den Vortag bezahlt.
Manchmal kann ich sehr selbstzerstörerisch sein ......
aber was soll ich tun? es war einfach zu geil dort.
Ich hab im Moment viel um die Ohren also verzeiht mir eine kleine Pause.