Ich finde, dass seine Rolle als "neutraler Experte" einen Rahmen für seine Äusserungen vorgibt, der persönliche Abrechnungen ausschliesst. Es muss nicht immer alles "nett formuliert sein". Aber die gebotene Neutralität ist meines Erachtens nicht verhandelbar. Sonst ist nie klar, wo die fachliche Meinung des Experten endet und die persönlich motivierte "Kommentierung" einer Leistung oder einer Person anfängt.
Er macht auch aus seinem sehr guten, geradezu freundschaftlichen Kontakt zu Jürgen Klopp auch keinen Hehl.
Wie ist es mit den Kontakten zu den Spielern? Und wie beeinflusst das vielleicht seine "Expertenmeinung"?
Inzwischen bin ich mir sicher, dass der DFB um eine Trennung von Nagelsmann nicht mehr herumkommt. Öffentliche Meinung, powered by BILD und MAGENTA und täglich durchgesteckte "Einzelheiten" aus dem Basis-Camp (von denen wir vorher in der Öffentlichkeit nichts wussten) tun ein übriges.
Zur kritikwürdigen Kommunikation nach innen und nach aussen sind Taktikfehler, Aufstellungsfehler, Nominierungsfehler, etc. gekommen. Stand heute hat Nagelsmann gefühlt 3 Jahre lang überhaupt nichts richtig gemacht. Oder ist das nur mein Eindruck?
Ungeschickt wäre aus meiner Sicht die Vorstellung von Klopp als Nachfolger während der laufenden WM, da dies seine Expertenrolle (Stichwort unabhängiger, neutraler Experte) sofort unmöglich machen würde. Persönlich rechne ich mit der Veröffentlichung der Trennung zu Beginn, spätestens zur Mitte der kommenden Woche. Dann können die Spekulationen um diem Nachfolge ungehindert weiter Wellen schlagen, Klopp word jeden Tag auf Magenta gefragt, ob der DFB schon angerufen hat .... Und sobald Klopp nach der WM wieder in Deutschland ist, wird die Personalie abgeschlossen und er als neuer Bundestrainer vorgestellt.
Nagelsmann bekommt weiterhin sein Gehalt bis Vertragsende und der DFB bezahlt dann halt 2 Bundestrainer parallel.
Die Quartierauswahl war dann jetzt natürlich auch falsch ...