Fantasie Die Läuterung des Jack Trash

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Chalitah stoppte vor einem Haus, das Jack intuitiv an einen Plattenbau erinnerte.

„Hier schlafen wir heute Nacht! Morgen fahren wir weiter nach Buriram!“

Jack benötigte ein paar Sekunden, um Chalitahs Worte zu verarbeiten. Auf den ersten Blick verriet nichts, dass es sich bei dem Bau um ein Hotel handelte. Lediglich unter dem Eingangsbereich hing eine dunkle Holzplatte mit goldfarbenen Buchstaben, die Jack allerdings ein Buch mit 7 Siegeln waren.

„Das soll ein Hotel sein?“

Seine Stimme klang etwas verunsichert.

„Na ja, ein Hotel ist es nicht gerade, lediglich eine einfache Unterkunft, ein Guest House, in dem vorwiegend Backpacker und Thais absteigen, weil es günstig ist.“

Chalitah wandte sich von ihm ab und betrat das Foyer und Jack folgte ihr. Sie erledigte die Formalitäten.

Das ihnen zugewiesene Zimmer lag im 3. Obergeschoss. Es war klein, zu klein, wie Jack empfand, aber zumindest schien es sauber zu sein. Die Luft im Raum war warm und roch etwas abgestanden. Chalitah schaltete die Klimaanlage ein, ein kleines Zugeständnis an etwas minimalen Komfort ihrerseits.

„Machen wir uns frisch und gehen eine Kleinigkeit essen!“

Chalitah wartete Jacks Antwort nicht ab, entledigte sich ihrer Sachen und verschwand im Bad. Jack wartete geduldig, bis sie fertig war und begab sich ebenfalls unter die Dusche.

Chalitah führte Jack in eine Seitenstraße nicht weit vom Hotel. So richtig wohl fühlte sich Jack dabei nicht. Bei einigen Häusern waren die Eingangsbereiche zu Werkstätten umfunktioniert worden, in denen fleißig gearbeitet wurde. Chalitah führte Jack in ein solches Gebäude und eröffnete ihm, dass sie hier etwas essen würden. Jack kam es vor, als würde er sich in eine Verköstigungsstelle für Obdachlose begeben. Jack äußerte seine Zweifel.

„Bist du sicher, hier etwas essen zu wollen?“

„Vertraue mir, ich war hier schon oft essen, kenne die Ecke recht gut. Das Essen hier ist sauber und alle Zutaten werden täglich frisch auf dem Markt eingekauft. Zudem ist es preiswert.“

Jack fügte sich notgedrungen und setzte sich behutsam auf den Blechschemel, der vor dem einfachen Tisch stand. Mit gemischten Gefühlen griff er nach der auf dem Tisch liegenden Speisekarte. Sein Unwohlsein stieg, als er feststellte, dass die gesamte Karte lediglich in Thai verfasst war.

„Ich werde dir etwas aussuchen! Keine Angst, ich achte darauf, dass es nicht zu scharf ausfällt. Vertraue mir einfach!“

Jack blieb nichts anderes übrig, als sich seinem Schicksal zu fügen. Chalitah sprach mit dem jungen Mädchen, das geduldig am Tisch wartete und dann die Bestellung aufnahm. Das Einzige, was Jack verstand war, dass Chalitah ihnen jeweils ein Singha-Bier bestellte, dass auch kurz darauf in großen Flaschen nebst mit gecrashtem Eis in Gläsern an ihren Tisch gebracht wurde. Jack schaute etwas besorgt auf die Gläser. Ihm sind im Vorfeld Warnungen zu Ohren gekommen, auf solcherart Eis zu verzichten. Chalitah sah Jack seine Zweifel an.

„Mach dir keine Sorgen! Ich kenne dieses kleine Restaurant wirklich gut und wegen des Eises ist alles im grünen Bereich. Es ist ein kleiner Familienbetrieb, der hier schon lange etabliert ist. Das junge Mädchen ist die Tochter des Hauses und sie wird wohl in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und das Geschäft weiterführen, wenn die glauben, dass es an der Zeit ist, sich zurückzuziehen.“

Es dauerte nicht lange, da servierte das junge Mädchen kam mit einem großen Tablett zurück. Chalitah bekam einen Teller mit gebratenem Reis mit klein gehacktem Fleisch, grünen Blättern und alles war von einem Spiegelei überdeckt. Das Mädchen stellte eine Schüssel mit einer weißen Suppe und verschiedenen Zutaten ab. Jack vermutete Hähnchenfleisch und Austernpilze und der Duft, der von diesem Gericht ausging, weckte dann auch seinen Hunger.

„Verrätst du mir, worum es sich handelt? Es riecht verdammt gut.“

„Ich habe mir Pad Kaphao mit Schweinefleisch bestellt, sehr scharf. Das sind sehr kräftig schmeckende Blätter, die in Thailand diesem Gericht ihre besondere Note geben. Dein Gericht nennt sich Tom Ka Gai, eine köstliche Suppe mit Austernpilzen, milden Gewürzen auf Basis einer Kokosmilch. Zusammen mit dem Reis ebenfalls eine Delikatesse. Es wird dir schmecken. Und keine Sorge, ich habe dafür gesorgt, dass es nicht zu scharf ist.“

Jack kostete vorsichtig mit einem Löffel und er war dann doch erstaunt über diese köstliche Geschmacksexplosion, die sich in seinem Mund ausbreitete. Chalitah hatte nicht zu viel versprochen.
 
 
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KingPing, ich bin mitgefahren, sah die Landschaft vorbeiziehen, spürte den Luftzug und mir tat auch der Po etwas weh....ggg.
Da ich ja die Korrekturen sein lassen sollte um nicht endgültig den letzten Forumuser zu vergraulen, gibt es nicht einen Weg, dass ich dir direkt die Korrekturvorschläge zukommen lasse?
Allen Lesenden und Schreibenden einen guten Rutsch in's 2020...und nicht zu letzt - ich freue mich auf die weiteren Geschehnisse.
Danke, KingPing für die sehr lesenswerte Literatur
 
 
 
 
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@KingPing , ich freue mich das es weiter geht.

ICh wünsch dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und schreib weiter.

Ich wünsch auch allen anderen einen guten Rutsch.
 
 
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Jack hatte es definitiv nicht für möglich gehalten, in einem solch einfachem Restaurant, er hatte immer noch Probleme, diesen Schuppen als ein solches zu bezeichnen, ein derart köstliches und schmackhaftes Essen serviert zu bekommen. Er genoss die Speise, bis er seinen Teller und den dazu servierten Reis bis aufs letzte Korn geleert hatte.

„Chalitah, ich muss sagen, dass es mir ausgezeichnet geschmeckt hat. Im Hinblick auf das äußere Erscheinungsbild dieses Restaurants, habe ich definitiv nicht mit etwas Besonderem gerechnet. Mich wundert nur, dass es nicht besser besucht ist.“

„Danke für das Kompliment. Ich werde es weitergeben. Es gibt hier in der Nähe ein paar kleine Karaoke Bars, Örtlichkeiten, die fast ausschließlich von Thais aufgesucht werden. Diese Läden bescheren dem Restaurant hier ein gutes Publikum, allerdings erst zu späterer Stunde.“

Chalitah winkte die Bedienung zu sich heran und Jack übernahm die Rechnung und überließ der Bedienung ein stattliches Trinkgeld, was diese mit einem höflichen Wai dankte und Chalitah wohlwollend zur Kenntnis nahm.

„Die fahrt mit dem Zug steckt dir bestimmt in den Knochen und ich denke, dass dir jetzt eine Massage gut tun wird.“

Jack überlegte kurz und fand den Gedanken an eine Massage ganz gut. In der Tat hatten die Stunden Sitzerei auf der unbequemen Bestuhlung im Zug ihm doch etwas zugesetzt.

„Wo willst du denn hin? Ich habe hier keine Massagen gesehen.“

„Wir gehen zurück ins Hotel. Eine Masseuse ordere ich über einen Outcall-Service!“

Jack sah Chalitah fragende an und Chalitah griff vor.

„Ein Outcall bedeutet, dass ich eine Masseuse anrufe, die dann ins Hotel kommen wird. Also eigentlich genau das, was du machst, wenn du Carola anrufst und sie bittest, zu dir zu kommen.“

Jack hatte sich mit den Anglizismen nie so richtig beschäftigt, nahm die Erklärung dankbar an. Sie schlenderten gemächlich zum Hotel zurück und Chalitah führte auf dem Weg zurück das angekündigte Telefonat.

„Okay, Jack, die Lady benötigt noch etwas Zeit, bis sie hier sein wird. Geh duschen und mache dich frisch!“

Zwar hatten Sie geduscht, bevor sie das Hotel verließen, aber Jack fühlte sich schon wieder verschwitzt und er konnte es keineswegs mit sich vereinbaren, sich in diesem Zustand einer Massage zu unterziehen.

Jack verließ mit einem um die Huften gewickelten Handtuch die Dusche. Chalitah wartete bereits geduldig, hatte sich ebenfalls ihrer Sachen entledigt und sich in ein großes Handtuch gehüllt.

„Wie wird die Massage hier ablaufen? Wirst du dabei sein?“

„Na ja, du brauchst dich nicht anziehen. Wenn die Lady kommt, legst du dich aufs Bett und sie arbeitet dann. Ich werde zusehen!“

Jack zauderte ein wenig. Ihm war noch die Massage in Bangkok gut in Erinnerung. Er hatte keine Vorstellung davon, wie diese Massage hier im Hotel vonstatten gehen würde. Aber irgendwie hatte er ein komisches Gefühl, Chalitah als Zuschauerin dabeizuhaben, und das Gefühl war keineswegs unangenehm und mit einem nur allzu bekannten Kribbeln im Bauch verbunden.

Chalitah verschwand im Bad. Jack hatte es sich auf dem Bett bequem gemacht und hing seinen Gedanken nach, ließ die Ereignisse des Tages noch einmal Revue passieren. Zuviel Neues war auf ihn eingeströmt, ein Sammelsurium an Impressionen, Geräuschen, Gerüchen und auch an Geschmäcken.

Ein zaghaftes Klopfen an der Tür riss Jack aus seinen Gedanken. Er stand auf und öffnete die Tür gerade in dem Moment, als Chalitah aus dem Bad kam. Vor ihm stand eine junge Frau, deren Alter er nicht zu schätzen vermochte. Noch sahen für ihn fast alle Thais gleich aus. Sie mochte vielleicht die 30 überschritten haben, war definitiv nicht von der gleichen, zierlichen Gestalt wie Chalitah, allerdings spiegelte ihre Gesicht einen gewissen Liebreiz wieder. Ihr Haar war außergewöhnlich lang und reichte hinunter bis zu ihren Hüften. Nur kurz erfasste er, dass sie für Thais wohl üppige Brüste besaß. Sie grüßte ihn mit einem Wai.

„Sawad Dee kha!“

Sie sah Chalitah, die in einem Handtuch gewickelt im Raum stand.

„Sawad Dee kha, Chalitah“

Ohne Jack weiter Beachtung zu schenken, drängte sie sich an ihm vorbei und umarmte Chalitah herzlich. Jack beobachtete die Szene geduldig und begab sich wieder zurück aufs Bett.

„Jack, darf ich vorstellen, das ist Bui, eine sehr gute Freundin von mir, die ich schon seit ewigen Zeiten kenne. Sie ist eigentlich schon etwas mehr als mein Intimus und betreibt eine kleine Massage hier in Korat und hat sich mit ihrem Outcall-Service eine recht gute Existenz aufgebaut. Ich unterstütze sie derart, dass ich Kunden und Freunden, die nach Korat reisen, entsprechende Empfehlungen ausspreche. Ach, bevor ich es vergesse, sie spricht ein ganz passables Englisch.“

Chalitah übersetzte ihre Ansprache kurz für ihre Freundin. Sie verschwand kurz im Bad, holte von dort ein großes Badehandtuch und breitete es auf dem Bett aus.

„Na los, Jack, worauf wartest du? Leg dich aufs Bett!“

Jack nickte nur und folgte Chalitahs Aufforderung. Trotz der Vertrautheit zwischen Chalitah und Bui, fühlte er sich etwas verunsichert. Er kniete sich aufs Bett, löste den Knoten von seinem Handtuch und legte sich bäuchlings aufs Bett und drapierte das Handtuch über sein Becken. Lediglich aus den Augenwinkeln bekam er mit, dass sich Bui umzog.
 
 
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Schön das es weiter geht
 
 
 
 
 
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Chalitah hatte es sich auf dem Sessel seitlich vom Bett bequem gemacht und sah zu, wie Bui mit ihrer Arbeit begann.

Jack hatte seine Augen geschlossen und versuchte sich zu entspannen. Den festen Druck von Buis Daumen an seinen Fußsohlen spürte er bis in seine Haarspitzen. Bui bewegte sich langsam nach oben, presste ihre Hände fest auf seine Waden und Oberschenkel. Ihre Hände rutschten weiter nach oben unter das Handtuch, das seinen Po bedeckte. Sie ließ sich etwas mehr Zeit für seinen Po und Jack empfand der rhythmischen Druck als sehr angenehm.

Bui führte ihre Arbeit fort, Rutschte weiter nach oben und drückte ihr Knie genau zwischen die empfindliche Stelle zwischen seinen Beinen. Ein wohliger, erotisierender Schauer durchströmte Jack, der sich nicht sicher war, ob dieser Reiz zufällig oder absichtlich provoziert wurde.

Bui platzierte ihre Handballen links und rechts neben seine Wirbelsäule und drückte ihre Hände mit etwas mehr Kraft nach außen weg. Es knackte einige Male, wobei sich Jack beim ersten Knacken doch etwas erschrak.

„Don’t worry, it’s okay and normal! It means, that your body just needed that!“

Bui hatte ihre Massage seines Rückend beendet und widmete sich noch seiner Schulter und seinem Nacken. Jack genoss es mittlerweile, empfand den Druck als angenehm und entspannend.

Bui hatte ihre einleitende Druckmassage beendet, stand auf und griff nach der kleinen Flasche mit Baby-Oil. Jack zuckte kurz zusammen, als sie mit einer entschlossenen Bewegen das Handtuch von seinem Po entfernte. Er öffnete seine Augen und sah hinüber zu Chalitah. Die saß immer noch relativ entspannt auf dem Sessel, hatte ihre Beine übereinandergeschlagen und verfolgte scheinbar erwartungsvoll Buis Arbeit. Ihr Mund war leicht geöffnet und ihr Zeigefinger lag auf ihrer Unterlippe. Intuitiv nahm Jack diese Geste als erotisierend wahr.

Bui träufelte Öl auf Jacks linken Schenkel und begann es mit ihren Händen auf der Haut zu verteilen. Mit sanften Druck glitten ihre Hände über seine Waden und an seinem Oberschenkel empor bis zu seinem Po. Dort teilten sich ihre Hände, die Linke auf die Außenseite, ihre Rechte an die Innenseite. Die Finger ihrer Linken pressten dabei sanft die empfindliche Stelle zwischen seinem Anus und Hoden. Dies wiederholte Bui in einem immer gleich bleibenden Rhythmus mehrere Male, was auf Jack wie eine beständiger, intimer Reiz wirkte.

Jack schrieb es der langen Fahrt mit diesem furchtbaren Zug zu, seinem durch das unbequeme Sitzen malträtierten Körper und einer schleichenden Müdigkeit nach dem Abendessen, dass er sich in Bezug auf diesen beständigen Reiz noch im Griff hatte. Trotzdem war er froh, als Bui die Position wechselte und begann, Waden und Oberschenkel zu massieren, ohne den Bereichen intimer Sensibilität nahe zu kommen.

Bui hatte offensichtlich ihre Arbeit an seinem linken Bein beendet und wechselte zum rechten Bein. Das Spiel wiederholte sich mit der gleichen Intensität und erregendem Spiel und dem anschließenden Wechsel zu einer normalen Massage.

Irgendwie kam es Jack so vor, dass Bui dieses Spiel des Wechsels zwischen intimer Berührung und normaler Massage wenn nicht bewusst, dann aber zumindest intuitiv handhabte. Wieder öffnete Jack seine Augen und erblickte Chalitah. Durch die Sitzposition mit den übereinander geschlagenen Beinen klaffte ihr Handtuch auseinander und hatte ihre Schenkel bis zum Po entblößt. Unverändert die Haltung ihrer Hand mit dem Finger auf ihrer Unterlippe beobachte sie Bui und ihn. Jack empfand diesen Anblick als besonders reizvoll. Durch Buis besondere Art der Massage war seine Libido bereits angestoßen und die Art Chalitahs, sich ihm derart zu zeigen, war im Hinblick auf Entspannung eher kontraproduktiv. Jack zwang sich dazu, seine Augen wieder zu schließen.
 
 
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