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Hymne
When I take a look at you smile,
I can tell that I am falling.......
Ich schau auf Dich, ich schau auf mich. Aus Deinen Augen ?
Was siehst Du ?
Noch einer ! Der hier schwebt jedoch. Immer etwas überm Boden. Nicht ich, wie er sagt, er ist „crazy“.
Und wirklich. Solange ich in Angeles war, bin ich geschwebt, über manche Klippe hinweg. Über Abgründe des Gefühls. Wer hier fühlt, wird schnell zum Verlierer.
Ich liebe die Leichtigkeit, ich habe sie genossen.
Rose, Du hast mich stets zu neuem Spiel animiert. Ein ebenbürtiger Partner, wie mir schien. Auch wenn Du Dich meist überlegen gefühlt haben solltest. Ich habe eben keine Mühe auf mich genommen, „zu gewinnen“. Denn Dein Sieg war meist auch der meine.
Ein ungebändigtes Tier, mitunter anschmiegsam, eine wilde Katze.
Scheinst die Sache rauszuhaben. Eine Überlebende. Mein und Dein, klar geschieden.
Das erste Mädchen, das unverblümt ihr „Privatleben“ reklamiert. Das Bild (Ring in Möse von Anna) zeigt sie mir, andere nicht („my private life“). Aber gerade das Verborgene reizt mich. Den Ring in ihrer Möse ? Immer nur obenauf ? Sadistin ?, wie Anna Dich nannte. Ich kenne mich nicht aus, aber wechselt das nicht manchmal auch ?
Du nimmst, was tu kannst. Spaß ist Dein Recht. Und dieser Dir wichtig. Vor allem Spaß, mehr noch als Geld. Kein Spaß von der heiteren Art. Du bist fortgeschritten. Weißt, wo die Gewürze stehen.
So lecker, daß es keinen Zucker braucht. Nichts Süßes. Klar und fest, kein Fett, nichts Weiches. Nichts Tranig-Pappiges. Kein Stuck, kein Schnörkel. Klare Ansage. Ich will, ich will. Komm mit ! Oder bleib !
Gefühl ? Gibt’s nicht für Geld. Idioten, die glauben, sie könnten Liebe kaufen, hat sie mir gesagt.
Und schenken ? Damit rechnet sie nicht. Hat man ihr bisher zu wenig geschenkt ? Oder zuviel dafür als Gegenleistung verlangt ?
Ich habe ihr ein Geschenk gemacht. Aus Neugierde. Im Bewusstsein der Gefahr, meine Position zu schädigen. Betont leicht, fast beiläufig. Ein Geschenk für mich. Es hat sich gelohnt.
Denn das wollte ich vor allem: Dich verunsichern. Ein erster Schritt.
Doch wohin ? und wozu ?
In Angeles seit Jahren. Fast das ganze erwachsene Leben ? Die Menschen in diesen Gegenden werden schnell erwachsen. „You dont´t know her life“, sagte Lisa.
Eine ewige Gegenwart für sie. Vergangenheit schon für mich. Ich komme, wie alle vor mir. Ich gehe, sie bleibt.
Und muß nehmen, was kommt. Manchmal, ohne genau hinzuschauen. Und irgendwann, ohne noch zu schauen. Ist es so weit ? Und dann kommt einer, der nicht nur vorbeifliegen will. Wenigstens in dieser Zeit in die Höhe oder Tiefe oder sonst wo hin.
Wie solltest Du da mit. Die Umlaufbahn ist nicht leicht zu halten. Ein Blick schon kann zuviel sein.
Du gehst. Ich bleibe. Der Teller leer. Nachschlag gibt’s nicht, und wenn ist es vielleicht nicht mehr derselbe Teller.
Der letzte Blick auf Deinen Körper, rassige Schönheit, die Brüste eben noch frei. Der Mund leer, auf der Zunge noch der Geschmack. Leicht zu greifen, nicht zu halten. Der Hunger bleibt.
Und Dein Lächeln. Hintergründig etwas und spöttisch. Lache nur ! Und vertreibe die Angst.
Anhang anzeigen DSCF7224.jpg
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