Eine Togo-Love-Story aus 2014
Gut, dann mach ich mal weiter in diesem Thread, der gar nicht mein eigener ist...
Sommer 2014: Mit paar Freunden beschliessen wir eine Woche Männer-Urlaub zum WM-Auftakt in Kamerun zu machen. Flüge gecheckt und die beste Flugverbindung für uns ging mit ASky über Lomé. Kumpel B hatte mal paar Jahre in Togo gelebt und gearbeitet und hat noch viele Freunde dort. Ich mochte damals Lomé ohnehin ganz gerne, da alles so entspannt und easy war. Also haben wir beide beschlossen: wir fliegen 3 Tage früher, toben noch drei Tage in Lomé rum, fliegen dann weiter nach Doualà und treffen dort die anderen.
Kumpel B schlief bei Freunden (Familie mit Kindern) und ich hatte mich im Ibis Hotel, in der Innenstadt neben der französischen Botschaft am Strand eingemietet. Das war eine ziemlich heruntergekommene Bruchbude und kostete 100 oder 150 EUR die Nacht - viel zu viel, wie immer. Das Hotel gibt es heute auch nicht mehr und das Gebäude vergammelt jetzt vor sich hin.
Wir kamen dann an. Immigration war relativ easy und freundlich. B fuhr dann direkt erstmal zu seinen Bekannten und ich ins Hotel zum einchecken. Wir hatten ausgemacht, dass wir uns später in diesem französischen Wein-Käse-Restaurant "am Boulevard" treffen. Das hatte ich zufällig ein Jahr zuvor entdeckt und es war für mich ein Highlight in Lomé. Das Restaurant gibt es auch heute noch - nun aber unter libanesischer Führung und deutlich grösser und schicker: La route des vins.
Gut, dort angekommen, gleich an die Theke gesetzt, Wein getrunken, Käsesorten probiert, die ich alle nicht kannte und ein bisschen mit den beiden Mädels hinter der Theke geblödelt. B kam auch irgendwann hinzu, wir tranken mehr Wein und freuten uns, wie klein Lomé doch ist. Und klar mit steigendem Weinkonsum wurden auch die Witze schlüpfriger und besonders Anna, eines der beiden Mädel hinter der Theke, hatte es mir angetan. Aufgrund ihres Names ging ich davon aus, dass sie auf Anal steht. Das hab ich ihr natürlich auch sofort erklärt: die wird sich auch was hedacht haben....Zu meinem Erstaunen war Anna schon recht alt - um die 34, aber auch recht schlagfertig, derb und konnte schimpfen, wie ein Rohrspatz. B gab sein bestes, Anna vor mir zu warnen und sie zu überzeugen, mir bloss nicht ihre Nummer zu geben. Er war da schon recht neidisch auf mein Hotelzimmer. Die Nummer hatte ich dann recht schnell
Gegen 17 - 18 Uhr mussten wir dann weiterziehen, um die Freunde von B im Marox-Biergarten zu treffen. Marox war mal ein deutscher Metzger aus Oberbayern, der mit Franz-Josef-Strauss in den 70er Jahren nach Lomé kam, dort eine Metzgerei mit Biergarten aufmachte und dann irgendwann an Franzosen verkaufte. Die Metzgerei mit Biergarten, mitten beim grossen Markt, hat leider auch Covid nicht überlebt. Das hat natürlich Anna mitbekommen und wollte dorthin, nach ihrer Schicht, nachkommen. Sie war dann dort auch recht bald. Die Freunde von B waren auch lustig und dann kam so ein Lomé-Moment: die kannten alle Anna schon (aber nicht irgendwie negativ oder als Freundin von irgendjemand) oder hatten zumindest gemeinsame Bekannte. Lomé ist wirklich ein kleines Dorf, jeder kennt jeden und nichts bleibt unentdeckt. Und ab da war es dann ein Selbstläufer.
Und hier darf ich Euch nun Anna vorstellen:
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