Afrika Infothread Togo

Fazit

Lomé ist eigentlich ein verschlafenes, kleines Nest und der Togo ist ebenso überschaubar. Eine Urlaubsreise nur für dieses Land würde ich nicht unternehmen - es sei denn man verliebt sich unsterblich. Nur am Wochenende ist etwas los und sonst hat das Land wenig zu bieten. Selbst die Experten der deutschen Kolonialzeit dürften in 2-3 Tagen mit allem durch sein. Empfehlen würde ich eventuell noch eine Reise in Verbindung mit den Nachbarländern (Benin, Ghana und vielleicht noch Elfenbeinküste). Das Visa für Benin gibt es für 50 EUR online und Ghana für 150 USD sehr einfach an der Grenze. Ich persönlich finde auch Cotonou deutlich besser und angenehmer als Lomé. Der Reisen an der Küste entland ist ziemlich einfach. Einzig Reisen nach Nigeria und dann weiter nach Lagos sind ein ziemlich Bordell und machen nicht wirklich Spass, wenn man alle 200 Meter zahlen muss.

So, dass war mein kleiner Beitrag zu Lomé. Vielleicht haue ich noch eine kleine Love-Story aus dem Jahr 2014 rein...
 
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@Muzungu ... hat mich sehr gefreut, dass du dich aufgerafft hast und nun doch paar Zeilen geschrieben hast. Mir hats gefallen!

Vielen Dank dafür!

Ich könnte mir gut vorstellen, Togo mal zu besuchen. gerade Spuren deutscher Kolonialgeschichte interessieren mich wirklich sehr.
Und du gibst ja auch den Hinweis mit der Kombination mit Nachbarländern.

Was mich dort wirklich stört ist der Umstand, dass man selbst für nen Kurztrip Eintrittsgeld ins Land in Höhe von 50 € aufwärts zahlen muss. Echt kotzig. Kennt jemand vielleicht einen Trick, wie man das zumindest etwas kostensparend realisieren kann? So ähnlich wie in Ostafrika vielleicht?

Ach so ... her mit der 2014er Love-Story!
 
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Was mich dort wirklich stört ist der Umstand, dass man selbst für nen Kurztrip Eintrittsgeld ins Land in Höhe von 50 € aufwärts zahlen muss. Echt kotzig. Kennt jemand vielleicht einen Trick, wie man das zumindest etwas kostensparend realisieren kann? So ähnlich wie in Ostafrika vielleicht?
Also, ich kenne da keinen Trick, bin aber kein Experte. Man hört immer mal wieder, dass ein ECOWAS-Visa kommen soll. Das wäre dann das Gegenstück zu Ostafrika. Würde ja auch Sinn machen bei den ganzen Zwergerlstaaten. Früher gabs wohl mal ein gemeinsames Visa von 4-5 Ländern. Hat aber wohl nicht so funktioniert.
 
Eine Togo-Love-Story aus 2014

Gut, dann mach ich mal weiter in diesem Thread, der gar nicht mein eigener ist...

Sommer 2014: Mit paar Freunden beschliessen wir eine Woche Männer-Urlaub zum WM-Auftakt in Kamerun zu machen. Flüge gecheckt und die beste Flugverbindung für uns ging mit ASky über Lomé. Kumpel B hatte mal paar Jahre in Togo gelebt und gearbeitet und hat noch viele Freunde dort. Ich mochte damals Lomé ohnehin ganz gerne, da alles so entspannt und easy war. Also haben wir beide beschlossen: wir fliegen 3 Tage früher, toben noch drei Tage in Lomé rum, fliegen dann weiter nach Doualà und treffen dort die anderen.

Kumpel B schlief bei Freunden (Familie mit Kindern) und ich hatte mich im Ibis Hotel, in der Innenstadt neben der französischen Botschaft am Strand eingemietet. Das war eine ziemlich heruntergekommene Bruchbude und kostete 100 oder 150 EUR die Nacht - viel zu viel, wie immer. Das Hotel gibt es heute auch nicht mehr und das Gebäude vergammelt jetzt vor sich hin.

Wir kamen dann an. Immigration war relativ easy und freundlich. B fuhr dann direkt erstmal zu seinen Bekannten und ich ins Hotel zum einchecken. Wir hatten ausgemacht, dass wir uns später in diesem französischen Wein-Käse-Restaurant "am Boulevard" treffen. Das hatte ich zufällig ein Jahr zuvor entdeckt und es war für mich ein Highlight in Lomé. Das Restaurant gibt es auch heute noch - nun aber unter libanesischer Führung und deutlich grösser und schicker: La route des vins.

Gut, dort angekommen, gleich an die Theke gesetzt, Wein getrunken, Käsesorten probiert, die ich alle nicht kannte und ein bisschen mit den beiden Mädels hinter der Theke geblödelt. B kam auch irgendwann hinzu, wir tranken mehr Wein und freuten uns, wie klein Lomé doch ist. Und klar mit steigendem Weinkonsum wurden auch die Witze schlüpfriger und besonders Anna, eines der beiden Mädel hinter der Theke, hatte es mir angetan. Aufgrund ihres Names ging ich davon aus, dass sie auf Anal steht. Das hab ich ihr natürlich auch sofort erklärt: die wird sich auch was hedacht haben....Zu meinem Erstaunen war Anna schon recht alt - um die 34, aber auch recht schlagfertig, derb und konnte schimpfen, wie ein Rohrspatz. B gab sein bestes, Anna vor mir zu warnen und sie zu überzeugen, mir bloss nicht ihre Nummer zu geben. Er war da schon recht neidisch auf mein Hotelzimmer. Die Nummer hatte ich dann recht schnell 😉

Gegen 17 - 18 Uhr mussten wir dann weiterziehen, um die Freunde von B im Marox-Biergarten zu treffen. Marox war mal ein deutscher Metzger aus Oberbayern, der mit Franz-Josef-Strauss in den 70er Jahren nach Lomé kam, dort eine Metzgerei mit Biergarten aufmachte und dann irgendwann an Franzosen verkaufte. Die Metzgerei mit Biergarten, mitten beim grossen Markt, hat leider auch Covid nicht überlebt. Das hat natürlich Anna mitbekommen und wollte dorthin, nach ihrer Schicht, nachkommen. Sie war dann dort auch recht bald. Die Freunde von B waren auch lustig und dann kam so ein Lomé-Moment: die kannten alle Anna schon (aber nicht irgendwie negativ oder als Freundin von irgendjemand) oder hatten zumindest gemeinsame Bekannte. Lomé ist wirklich ein kleines Dorf, jeder kennt jeden und nichts bleibt unentdeckt. Und ab da war es dann ein Selbstläufer.

Und hier darf ich Euch nun Anna vorstellen:

Anhang anzeigen DSC00882.jpg Anhang anzeigen DSC00888.jpg Anhang anzeigen DSC00889.jpg Anhang anzeigen DSC00902.jpg Anhang anzeigen DSC00900.jpg Anhang anzeigen An 007.jpg
 
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Wir gingen essen, zogen noch etwas durch die Bars und Anna und ich verabschiedeten uns dann recht bald ins Hotel. Die Nacht war dann sehr heftig und Anna wusste genau, was sie wollte und was nicht: BJ wollte sie nicht - B erzählte mir später, dies könne in Togo schon mal bei nicht ganz jungen Damen passieren. Geleckt werden wollte sie anfangs nicht, dann aber doch und ich sollte nicht mehr aufhören. Auch machte es ihre grosse Freude, das Hotel zusammen zu schreien. Anal hatte sie noch nie gemacht, aber nachdem "aus Versehen" ein Finger in ihrem Anus verschwunden ist, wollte sie es ausprobieren. Das war dann aber nicht so ihr Ding. Und beim normalen Sex war sie am liebsten oben und sehr dominant. Ich kam mir schon etwas benutzt vor. Am nächsten Morgen musste sie relativ früh weg, da sie sich noch umziehen und dann zur Arbeit musste. Ich wollte ihr Geld fürs Taxi geben und sie war erstmal ausser sich, da sie "nicht so eine ist". Erst auf meinen diplomatischen Hinweis, dass sie es ohne Taxi nicht mehr pünktlich zur Arbeit schafft, kam ihr die Erkenntnis, dass sie Taxigeld braucht.

Ich schlief dann noch etwas und ging dann am späten Vormittag wieder zum Wein trinken bei Anna. Dort kam dann auch B vorbei und er berichtete mir noch von seiner Nacht: Sie waren dann noch in einer Disco beim heutigen Chunga-Restaurant/ Hotel Palm Beach und haben sich im Sofa im Eck einen blasen lassen. Gott sei Dank kannte ich damals schon Pattaya und die Telefonbar, so dass ich nicht sonderlich beeindruckt war. Wir sind dann weiter durch die Stadt gezogen und haben hier und da Leute getroffen und nach Schichtende kam auch Anna wieder hinzu. Wir haben uns dann auch relativ früh wieder von B und seinen Freunden verabschiedet. Der nächste Tag lief dann auch ähnlich ab. B war etwas am toben, dass wir uns schon wie "Madame und Monsieur" benehmen und wies vehement darauf hin, dass diese Liebessäuselei nicht im Einklang mit unserem Kamerun-Urlaub steht. Und ich muss zugeben, ich war schon fasziniert von Anna, wobei mir aber auch klar war, dass sie total durchgeknallt ist.

Gut, irgendwann war die Zeit in Lomé dann vorbei und am Abreisetag war ich bis zur letzten Minute bei Anna im Weinlokal. Wir tauschten per SMS beste Liebesschwüre aus. Auch aus Kamerun hatten wir ständig SMS-Kontakt, wobei sie gar nicht auf die Idee kam, dass es dort andere und jüngere Frauen gibt. Auf der Rückreise von Kamerun mussten wir wieder über Lomé fliegen und dort umsteigen. Wir hatten ordentlich Verspätung und Anna und ich malten uns schon aus, was wir die nächsten Tage alles anstellen könnten, falls ich unglücklicherweise in Lomé strande. B hatte mich auch relativ schnell durchschaut und warf mir beim Umsteigen vor, ich würde absichtlich rumtrödeln, nur um den Flug zu verpassen. Das passierte aber leider nicht und ich flog weiter ohne Anna gesehen zu haben.

Nichtsdestotrotz hatten wir weiterhin Kontakt per SMS und es wurden per Mail fleissig Bilder geschickt.

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Anfang 2015 kam Anna dann auf die Idee, sie könne zu mir ziehen und könne meine Wäsche waschen. Das machte mir dann doch ziemlich Angst und ich ging gar nicht darauf ein. Im weiteren Verlauf des Jahres kam dann eine Bitte um finanzielle Unterstützung, da sie operiert werden müsse. Als erfahrener TAF-Leser lehnte ich dies natürlich ab und brach den Kontakt zu ihr ab.
Anhang anzeigen Screenshot_20240131_151028_Samsung Internet.jpg

Um 2018 war ich dann nochmal mit ihr per Mail und Whats App in Kontakt. Sie sah noch ok aus. Bei der Operation, die es tatsächlich gegeben hatte, war irgendwas schief gelaufen. Sie war wieder zurück bei ihrer Familie in Kpalimé, um dort wieder auf die Beine zu kommen. Sie konnte auch nicht mehr arbeiten.

Anhang anzeigen IMG-20170627-WA0012.jpg

Anhang anzeigen IMG-20170627-WA0011.jpg
Dann war ich nochmal 2021 mit ihr in Kontakt. Sie sah schrecklich aus und war total abgemagert. Sie konnte nicht mehr laufen, stehen oder irgendwas selbständig machen. Sie musste von ihrer Familie gepflegt werden. Da war sie schon 1,5 Jahre krank und hatte Krebs. Nach ihrer Aussage, hatte sie eine Nachoperation, die nicht gut verlaufen ist und auch die Nachsorge sei nicht gut gewesen. Nun habe sie Krebs, der ihr grosse Schmerzen bereitet. Sie könne nicht schlafen, essen oder etwas anderes machen. (Übersetzung ihrer damaligen E-Mail). Trotzdem klang sie in ihrer Mail noch optimistisch und zuversichtlich.

Heute ist Anna tod. Ich habe sie nie wieder gesehen.
 
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Nach deinen letzten Zeilen konnte ich kein like mehr drücken.
Danke für deine Zeilen.
 
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Anfang 2015 kam Anna dann auf die Idee, sie könne zu mir ziehen und könne meine Wäsche waschen. Das machte mir dann doch ziemlich Angst und ich ging gar nicht darauf ein. Im weiteren Verlauf des Jahres kam dann eine Bitte um finanzielle Unterstützung, da sie operiert werden müsse. Als erfahrener TAF-Leser lehnte ich dies natürlich ab und brach den Kontakt zu ihr ab.
Anhang anzeigen Screenshot_20240131_151028_Samsung Internet.jpg

Um 2018 war ich dann nochmal mit ihr per Mail und Whats App in Kontakt. Sie sah noch ok aus. Bei der Operation, die es tatsächlich gegeben hatte, war irgendwas schief gelaufen. Sie war wieder zurück bei ihrer Familie in Kpalimé, um dort wieder auf die Beine zu kommen. Sie konnte auch nicht mehr arbeiten.

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Dann war ich nochmal 2021 mit ihr in Kontakt. Sie sah schrecklich aus und war total abgemagert. Sie konnte nicht mehr laufen, stehen oder irgendwas selbständig machen. Sie musste von ihrer Familie gepflegt werden. Da war sie schon 1,5 Jahre krank und hatte Krebs. Nach ihrer Aussage, hatte sie eine Nachoperation, die nicht gut verlaufen ist und auch die Nachsorge sei nicht gut gewesen. Nun habe sie Krebs, der ihr grosse Schmerzen bereitet. Sie könne nicht schlafen, essen oder etwas anderes machen. (Übersetzung ihrer damaligen E-Mail). Trotzdem klang sie in ihrer Mail noch optimistisch und zuversichtlich.

Heute ist Anna tod. Ich habe sie nie wieder gesehen.
Bin auch etwas ergriffen🥺. „Like“ verkneife ich mir daher. Vielen lieben Dank aber für die persönlichen, aber auch nachdenklichen Zeilen.
 
Lomé ist ja schon ein verschlafenes, prüdes Nest. Blowjobs sind bei normalen Mädels auch keine Selbstverständlichkeit. Umso erstaunter war ich dann über die offene Werbung für "Eiscreme" mitten auf der Strasse. Noch mehr erstaunt hat mich dann aber, dass meine togoischen Bekannten nix anrüchiges daran fanden und meinten, das sei doch ganz klar Werbung für Eiscreme. Was denn sonst? Und als ich meine Interpretation kundtat, war ich dann der schmutzige alte Mann....

Anhang anzeigen 20240911_174022.jpg
 
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