Also, erstmal vorab, da ich auch eine private Nachricht erhielt:
Ich bin insgesamt zufrieden darüber wie es hier läuft. Ich sammele Erfahrungen ohne Ende, erfahre viel über Kenia, Kenianerinnen und auch Kenianer, lerne viel und lerne auch neues über mich. Wegen dem Geld/Budget: Ich habe etwas den Überblick verloren, aber grundsätzlich gebe ich eher weniger Geld aus als ich wollte. Bin jetzt mit Trinkgeld bei echter guter Leistung großzügiger geworden, egal ob Streetfood oder Tuktuk.
Nun zu den Akten:
1. Akt: Drama Kiabi
Sie ging ja plötzlich ohne die 3,5K für den Tag einzufordern. Das war ein Missverständnis, sie dachte ich hätte ihr nochmal 5K Transport geschickt. Also gab es das übliche Kindergarten-Whatsapp-Blockierspiel: Nachricht + blockiert, so dass ich nicht antworten kann, dann wieder entsperren, nächste Nachricht und wieder blockieren. Dann gab es Anrufe von ihr, sie drohte mit der Polizei, gab das Handy auf der Straße an Männer weiter, die mich bedrohten. Ich blieb ruhig. Reden durfte ich nicht, das wurde immer sofort unterbunden. Irgendwann war ich dann wieder entsperrt und schrieb ihr, sie bekommt die 3,5K Tageslohn, wenn sie mir zusichert, dass sie mich dann in Ruhe lässt. Damit war sie zwar nicht direkt zufrieden, aber etwas später, nach schrfitlicher Drohung mit der Polizei und dass ich dreifach dafür bezahlen werde. Direkt nach der Zahlung kam ein "fuck off" und etwas später noch diese Nachrich:
And remember sex is for a man who knows how to fuck u can never satisfy a kenyan girl with your 6 minutes fuck
The other thing i am a crazy bitch acting innocent
Das mit den 6 Minuten bezweifle ich: Ich habe nur einmal auf die Uhr geschaut und da waren es inkl. Vorspiel 60 Minuten. Zudem hat sie es auf mir nicht so lange ausgehalten, wie ich auf ihr. Letztlich finde ich sowas witzig: Beim Sex sagen alles ist perfekt und danach nachtreten. Kann ich nicht ernst nehmen, denn eines davon war gelogen und damit zieh ich mir den Schuh nicht an.
Ich hatte im Bericht geschrieben, dass ich einmal das Essen für vier bezahlt habe. Da war auch ein Deutscher dabei. Dem habe ich schon gesagt, in dem Moment in dem ich sah, dass sie eine Blickschutzfolie am Handy hat, war mir klar, die ist super professionell. Jemand meinte hier, sie wäre auf der Suche nach einem Dauersponsor. Dem würde ich widersprechen. Ich denke sie ist wirklich auf der Suche nach dem einen, der sie schwängert und aus Kenia rausholt. Freundinnen von ihr haben das vorgemacht und sie will das auch! Inzwischen bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob die Stimmung beim Umzug nach Diani gekippt ist oder dadurch, dass ich ihr unmissverständlich klar gemacht habe, ich werde nicht derjenige sein. Das war zeitlich sehr eng zusammen.
2. Akt: Shy little tall girl + Safari
Ich hatte Tinder angeworfen und ein Date ausgemacht, im Cafe. Dort saß ich früher als vereinbart und sie kam später als vereinbart. Bei jeder aufgetakelten Frau, die ums Eck kam, dachte ich, hoffentlich ist sie das NICHT. Schlechte Erfahrungen aus Deutschland lassen grüßen. Dann kam sie, (Kia)Shy und mein erster Gedanke war, das kann sie nicht sein, denn die war viel zu hübsch für mich! Aber sie lächlte mich an und kam auf mich zu. Sie war extrem schüchtern, sprach sehr leise, so dass ich sie kaum verstehen konnte. Musste mehrmals nachfragen und meine Bitte etwas lauter zu sprechen lehnte sie ab. Sie sei schüchtern. Zweimal schüchtern ist eigentlich keine gute Kombi, aber die Zeit lief und die Safari war gebucht und sie war so unglaublich hübsch. Mit der Zeit wurde das Gespräch etwas besser und wenigstens hat der Kellner sie bei der Getränkebestellung auch nicht verstanden und musste zweimal nachfragen. Unmittelbar nach der Bestellung entschuldigte sie sich bei mir, sie hätte ihren Geldbeutel leider vergessen. Kiabi hätte ich sofort mich "dafür hast du ja dein M-Pesa auf dem Handy" geärgert, aber bei Shy war ich vorsichtiger. Sie war eher eine Porzellan-Figur für mich, bloß nicht kaputt machen! Dass ich das Getränk zahle stand sowieso außer Frage.
Nach gefühlt einer Stunde verabschiedete ich mich ins Gym und wir verabredeten uns zum "Dinner", Chicken Inn. Dort kam sie natürlich wieder zu spät und es war ihr ganz peinlich, dass ein Mann wie ich dort auf eine Frau wie sie gewartet hat! Was mich wunderte: Sie hatte nichts dabei, keine Tasche, Ersatzkleidung oder sonst was. Der Plan war, wir gehen zusammen auf Safari. Im Chicken Inn setzte sie sich direkt, obwohl man erst an der Theke bestellen muss. Im Cafe sagte sie, sie wäre so schüchtern weil es ihr erstes Tinderdate mit einem Mzungu ist. In dem Moment kaufte ich ihr das ab, denn es war auch scheinbar ihr erstes Essen in einem Chicken Inn. Sie fragte wie wir das am besten morgen früh mit dem Treffen machen, um zusammen zur Safari zu fahren. Ich meinte, sie schläft bei mir, aber sie wusste nicht, ob das eine gute Idee ist. Wir kennen uns erst so kurz und blablabla, schüchtern, etc. Nach einer Pause fragte sie mich, was ich denke und ich drehte den Spieß um: Ich mache mir Gedanken um meine Sicherheit, weil wir uns erst so kurz kennen und ich weiß auch gar nicht, ob sie mit in mein Apartment darf. Nun waren die Rollen gedreht: Sie musste mich überreden. Sie zeigte mir ihren Reisepass(!), beteuerte dass es an der Security bei meinem Resort überhaupt keine Probleme geben würde und ich grinste innerlich. Rollentausch gelungen und gerade kaufte ich ihr die schüchterne Nummer nicht mehr ab.
Wir müssen nur noch kurz an ihrem Apartment vorbeifahren. Dort stand die Reisetasche natürlich gepackt. Aber ich vermute, das war nicht ohne Grund inszeniert: Sie sagte, sie wohnt nicht alleine, sondern mit einer Mitbewohnerin, die sie überhaupt nicht leiden kann und sie will da weg. Dem Tuktuk-Fahrer konnte sie übrigens die Adresse nicht nennen. Sie kannte den Straßennamen nicht und fragte dann den Tuktukfahrer nach dem Namen, damit sie es beim nächsten Mal weiß. Ihre ungeliebte Mitbewohnerin stürmte sofort freundlich an die Tür, gab mir die Hand und war echt nett, mir und ihr gegenüber. Shy war auch freundlich zu ihr. Dass da schlechte Stimmung herrschen sollte, kam mir komisch vor.
Shy kam dann zu mir und es ging ohne Passkontrolle an der Security vorbei. Danach war es seltsam. Im Bett super schüchtern, wir beließen es bei kuscheln und Streicheleinheiten und am nächsten Tag ging es zur Safari. Die war echt super. Nur wir zwei und der Guide. Tiere ohne Ende, strahlende Augen bei Shy und mir, absolut perfekt. Ich bereute absolut nichts und für mich war es die beste Entscheidung sie mitzunehmen. Im Laufe des Tages steigerte Shy auch die Intimitäten von Händchen halten über Kuscheln im Pool bis zu Sex am Abend. Der Sex war aber für mich ein Wendepunkt. In Puffs gibt es dafür ein Wort: abspritzorientiert. Sie selbst hat es scheinbar gar nicht genossen. Ihre Geräuschkulisse war höchstwahrscheinlich gefakt.
Ansonsten verliefen die letzten Stunden mit ihr sehr wechselhaft: Manchmal verliebt in die Augen schauen und manchmal war nicht mal Händchen halten drin. Ihr Care-Faktor war gering, die Echtzeit ebenfalls. Ihre Schönheit war unglaublich. Trotz Kind. Sie ist angeblich 26 (laut Pass 25) und hat angeblich ein 19-Jähriges Kind und auf meine Rückfrage, dass sie dann ja erst 7 war, meinte sie, ja das stimmt. Vielleicht haben wir uns da aber auch einfach gegenseitig nicht richtig verstanden. Ihr Körper war bis auf minimalste Alterserscheinungen am Hintern perfekt. Ihr Traum: Model im Ausland. Mein Gedanke: Die Zeit tickt!
Es war dann eine reine Vernunftsentscheidung sie nach der Safari zuhause abzusetzen. Die ist mir echt schwer gefallen. Nach dem Absetzen war ich so unglaublich traurig. Meinem Kopf war klar: Das ganze ist nicht echt. Aber "mein Herz" wusste das scheinbar nicht und ich saß dann wirklich heulend im nächsten Cafe, starrte die Wand an und hoffte, dass mich niemand darauf anspricht.
Als ich ihr auf der Rückfahrt von der Safari sagte, dass ich weiterziehe, wollte sie mit mir schreiben. Evtl. damit der Guide nichts mitbekommt. Sie wollte von mir kein Geld, oha. Sie will "nur" dass ich ihr ein Apartment zahle, damit sie nicht mehr mit ihrer Mitbewohnerin wohnen muss, denn dort ist sie echt unglücklich. Nachdem ich ihr dreimal sagte bzw. schrieb, dass long-term-support für mich nicht in Frage kommt, kam nur ein "it's okay" zurück. Geld konnte ich ihr leider auch nicht direkt anbieten, da ich weder Cash noch M-Pesa hatte. Freitag Abend hatte in Diani gefühlt alles zu und die Fraud-prevention der Sparkasse hatte ebenfalls zugeschlagen.
Ich hatte ihr Euro angeboten, aber darauf reagierte sie nicht. Sonntag Abend habe ich ihr dann nachdem M-Pesa-Geld wieder da war 7,5K (also die angedachten 50€) geschickt. Bereits vorher kamen Nachrichten, wie dass sie mich vermisst, ob ich gut angekommen bin etc. Nach dem Geld schicken hörte das natürlich nicht auf. Aber ich habe meinen Standpunkt klar gemacht: Kein Longterm support, kein Wiedersehen, ABER das Wochenende in wunderschöner Erinnerung behalten! Ich hoffe sie macht mir das nicht durch weitere Nachrichten kaputt.
3. Akt: Casablanca / Kiasia (um meinen Eselsbrücken treu zu bleiben)
Mit Uber zur Fähre und die dann per Fuß genommen. Das war keine so gute Idee: Mein Gepäck wurde dort komplett geprüft, der ganze Koffer auseinander genommen, viel Wäsche etc .ist auf den Boden gefallen. Der Mensch hatte auch recht schnell alle meine drei Geldbeutel gefunden und die gut 700€ gezählt. Ich hatte Sorge, dass am Ende etwas fehlt. Durch ein kleines Trinkgeld konnte ich das ganze abbrechen. Ich weiß, ihr zahlt dort oft nichts. Hätte ich auch nicht, wenn ich ohne Gepäck gefahren wäre. Egal. Die Fahrt mit der Fähre war eine Erfahrung Wert und dann ging es für schlappe 150 KES gut 20 Minuten ins Apartment in Mombasa. Nach etwas rumlaufen, wobei ich zwischendurch auch mal angesprochen wurde, dass es nicht gut wäre, wenn ich eine bestimmte Straße weiterlaufe, ging ich erst am Casablanca vorbei und später im dunklen rein. Beim Vorbeigehen wäre ich fast unbeachtet weggekommen. Aber irgendwann zeigte eine Frau auf mich und Olivia rannte mir auf der Straße hinterher, umarmte mich, sagte wie schön meine Augen sind und zerrte an mir. Nur war sie rein optisch eher nicht mein Typ: Kurze Haare, fast schon pummelig, zerrissene Hosen etc. Am Abend entdeckte sie mich wieder und eine Frau, die ich anlächelte und die schon auf mich zukam, wurde von Olivia sehr unsanft beiseite geschoben. Ich bat Olivia mich doch erstmal alleine reinschauen zu lassen, was dazu führte, dass eine andere Frau mir helfen wollte. Das fand ich nett, die war nur auch eher nicht mein Typ. So kam es dann, dass ich oben an der Bar stand, sich hinter mir Olivia und die unbekannte in den Haaren hatten (ja, es wurde minimal körperlich) und ich beide unattraktiv fand und grinste. Ich nahm es als Kompliment. *)
Letztlich saß ich alleine und lächte kurze zu Kiasia (Ki-Asia), die von weitem wie eine schwarze Asiatin aussah. War sie aber nicht, durch und durch Kenianerin. Später meinte sie, ich würde wie ein Chinese reden. Vielleicht ist da doch etwas in ihrem Blut.
Sie erkundigte sich nach meinem bisherigen und zukünftigen Urlaub, ich antwortete ehrlich. Irgendwann fragte sie, was ich davon halte, wenn sie mir eine Massage gibt. Auf Erotik-Massagen stehe ich ja und ich stimmte zu. Sie ergänzte noch, dass es anders zwischen ihr und meinen bisherigen Kenia-Bekanntschaften wird: So wird genau das tun, was ich will! Eine bestimmte Geldsumme wollte sie nicht nennen. Kurz: Es war traurig! Super traurig. Sie redete anfangs kaum, meinte es wäre manchmal besser, wenn man nicht zu viel vom anderen weiß. Da widersprach ich (innerlich) noch, aber sie belehrte mich später eines besseren: Ich stellte die eigentlich unverfängliche Frage, was sie an ihrem freien Tag gerne macht. Ihre Antwort war, dass sie früh erstmal Alkohol drinkt, um zu vergessen, was sie am Vortag gemacht hat. Den Satz bekam ich nicht mehr aus dem Kopf und genau das beschreibt ihre "Aktion" im Bett perfekt. Wobei sie heute echt nicht viel trinken muss, denn viel gibt es da nicht zu vergessen. Eine Massage mit Handentspannung. Ich hätte sie direkt nach der Antwort wegschicken müssen. Aber ich hatte da schon zugesagt und wir waren auf dem Weg zu meinem Apartment. Kurz vor 6 Uhr bin ich aufgestanden und sie hat sich direkt angezogen und ist gegangen. Ihr zahlte ich das übliche, ja, trotzdem, ihr war es zu wenig und sie fragte zweimal noch nach mehr. Ich lehnte ab. Später sah ich sie draußen, ich denke auf der Suche nach einem Matato nach Bamburi.
Hier im öffentlichen Gym (Mombasa Mall) gibt es einen Hauptbereich und einen Ladysbereich. Der scheint gut ausgestattet zu sein, denn es kamen auf die ca. 40-50 Herren exakt 0 Damen. Außer Spesen (und etwas Training) nichts gewesen. Apropo: Das Bold Gym in Diani ist für Ausdauersport Schrott: Zwei defekte Laufbänder, zwei defekte Crosstrainer, Spinning wie man es bei uns auf dem Sperrmüll findet. Hier in der Mombasa Mall war die Ausstattung deutlich besser und auch in deutlich besserem Zustand. Für 300 KES, verglichen mit 800 KES im Bold.
*) Beim Kontroll-Lesen denke ich: Heute Abend nochmal hin und die zwei Streithähne zu einem Dreier mitnehmen!