Thailand Kurztrip mit Nok nach Thailand und vielen offiziellen Wegen

So machte ich mich erstmal auf den Heimweg. Diesen Tag hatte ich mir wirklich anders vorgestellt und wollte schon längst am Pool liegen und relaxen. Das hatte sich allerdings für den Tag erledigt. Dusche, wieder den leichten Samui Dress angezogen und mit Nok ab zum abendlichen Dinner.



Den Samstag musste Nok arbeiten und ich stand spät auf, machte mir mein Frühstück und an mein neues "Hobby": Thailändische Verkehrsregeln lernen, den Fragenkatalog studieren und für manchen englischen Begriff die genaue Übersetzung suchen. Damit verbrachte ich den Tag, bis Nok zurück kam. Nur kurz unterbrochen, um eine Runde zu schwimmen.

Am Abend holten wir uns in einem Restaurant unser Dinner "Take home". Allerdings nicht für zu Hause, sondern wir fuhren an einen schönen Strand, wo wir es uns schmecken ließen.


Danach noch ein wenig Bewegung mit einem schönen Strandspaziergang. Dabei die Fischerboote auf dem Meer beobachten und eine Schaukel an einer Palme fanden wir auch noch.


 
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Der Sonntag verlief dann ähnlich. Nok hätte zwar frei gehabt, wollte mich aber am Montag begleiten und verschob ihren freien Tag. Ich lernte wieder fleißig und fühlte mich am Nachmittag besser gerüstet für den nächsten Tag, denn das war die letzte Möglichkeit, um an die Thai-FS zu kommen. Natürlich war eine Frage, wie es mit der praktischen Prüfung aussehen könnte. Normalerweise ist die erst am Folgetag möglich und spätestens nach zwei Monaten (?). Aber ohne die Theorieprüfungen wäre das eh kein Thema gewesen.

Am Nachmittag wollten wir eine weitere Freundin von Nok besuchen, die in einem Resort in der Nähe arbeitete. Das Resort war nicht weit entfernt, aber die Freundin war nicht da und wollte noch kommen. Im Resort waren keine Gäste, was bereits letzten September kein Einzelfall auf Samui war.

So warteten wir, bis sich die Bewölkung immer mehr zuzog und es wie aus Kübeln zu schütten anfing. Gegenüber hatte ein älterer Franzose, den Nok kannte, einen Bungalow auf Langzeit gemietet. Dort schauten wir vorbei bis dieser seine Thaifrau von der Arbeit abholen musste. Irgendwann ließ der Regen etwas nach und wir kamen nur leicht nass zu einem Restaurant, wir wir noch zu unserem Dinner kamen. Den Heimweg mussten wir dann, zusammen mit noch mehreren Mopedfahrern, erneut in einem Bankeingang wegen starken Regens unterbrechen. Hoffentlich sollte der nächste Tag nicht mit ähnlich miesen Wetter beginnen.
 
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@Ralf_6000
Na, war deine Lady auf dem Foto noch etwas müde gewesen 🤔?
 
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Am nächsten Morgen war das Wetter wieder sehr schön. Um 12:00 machten Nok und ich uns auf den Weg nach Lipa Noi. Am DLT gleich hoch in die bereits wieder gut erwärmte 1. Etage und zwei Plätze in der Nähe des Standlüfters ergattert. Die bereits angeschnittene, spezielle Frage beschäftigte mich immer noch. Konkret ging es um diese:


Bei ähnlichen Fragen wäre Antwort 3 richtig gewesen. Nr. 2 und 4 konnten es nicht sein und hier sollte es die erste Antwort sein. Das konnte ich mir aber gar nicht vorstellen und ich glaubte an einen Fehler bei der Antwort, denn auf Sperrflächen parkt man normalerweise nicht. Aber bei den Tests vom Freitag hatte ich die dritte Antwort angegeben, was eben falsch war.

Ich wollte die Zeit nutzen und begab mich ins EG zu Schalter 1, wo der mir bereits bekannte Mitarbeiter saß. Aber entweder wollte er mir nicht antworten oder er verstand mich nicht. Ich versuchte mein Glück im Flur und Durchgang nach außen, wo Kfz-Prüfungen statt fanden. Leider niemand zu sehen und ich wollte schon wieder nach oben, als mir im Flur meine Prüferin vom Freitag entgegen kam.
 
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Freitag war sie im Freizeitlook unterwegs gewesen und sah sehr niiiiedlich aus. An diesem Montag dagegen hatte sie ihre braune Dienstuniform an und wer auf Damen in Uniform steht, hätte sicherlich seine helle Freude an ihr gehabt. Ich persönlich fand sie in weißer Bluse und kurzem schwarzen Rock aufregender.

Doch darum ging es in dem Moment nicht. Ich zeigte ihr auf dem Phone die Grafik mit der Frage und fragte sie, was es mit dem geparkten Auto auf der Sperrfläche auf sich haben könnte. Sie antwortete aber nichts, sondern nestelte an ihrer Tasche. Kramte ihr Phone hervor und tippte etwas. Nach kurzer Zeit zeigte sie mir den Display und ich sah ein Auto auf der Sperrfläche und den Text "Safety Zone".

Oooha, eine Sicherheitszone und eben keine Sperrfläche! So etwas muss man erst mal wissen, denn bei uns gibt es so etwas ja nicht. Mir fielen hinterher noch die Einbahnstraßen Richtungspfeile auf. Dort ist Parken scheinbar nicht möglich, deshalb die Lösung mit dieser speziellen Parkfläche. Ich bedankte mich mit einem erleichterten Lächeln und Wai bei ihr und ging nach oben zu Nok.
 
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Wie bereits erwähnt, hätte ich diese Frage Freitags mit dem richtigen Wissen entsprechend beantwortet, hätte ich in beiden Tests die 45 richtigen Antworten zusammen gehabt und bestanden. Dann hätte ich mir die Wiederholungen sparen können. Aber dafür waren es eben zu viele "Hätte" :confused: .

Immerhin musste ich an diesem Tag nicht so lange warten, denn ich wurde um 13:45 in den Prüfungsraum gerufen. Dank meiner Vorbereitungen war jetzt alles etwas einfacher, obwohl diesmal auch mir unbekannte Fragen dabei waren. Zu erwähnen ist noch, dass ab diesem Jahr der Fragenkatalog noch erweitert wurde, was die Sache nicht gerade erleichert. Jetzt nur keine Flüchtigkeitsfehler...

Mit einer gewissen Anspannung beendete ich den ersten Test für Zweiräder und wartete auf das Ergebnis. Bestanden! Mit einem Fehler, was schon besser aussah! Der Fehler war auf die schlechte Grafik und Auflösung zurück zu führen. An einer Einmündung mit Vorfahrt gewähren war diese ansonsten richtige Antwort doch falsch, weil ich neben einem grünen Bäumchen die daneben stehende grünes Licht anzeigende Ampel nicht gesehen hatte; egal.

Schon kam die Prüferin, um für mich den nächsten Test für Auto zu starten. Lief gut und das Ergebnis waren 100%, also alle 50 Fragen richtig beantwortet. Danach war ich doch erleichtert und freute mich. Die Prüfmaus lächelte mich an und schien anerkennend mit dem Kopf zu nicken.
 
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Hätte mich schon wunder genommen was an Antwort 3 falsch sein soll. Gibt doch nichts besseres als sein Auto auf einem ausgewiesen Parkplatz zu parkieren..

Das war ja auch meine feste Überzeugung und letztlich mein Problem gewesen. In einer anderen Fragekonstellation ist diese Antwort richtig. Da gab es noch Parken direkt an Einmündung, Ampel und einer Sperrfläche, was natürlich alles falsch war.

Ich hatte einen Blick in den Fragenkatalog von 2020 geworfen. Dort gibt es viele Fragen zu "Vehicle Law" und eine befasst sich mit Steuerfreiheiten für Fahrzeuge vom König. Eine Antwort dazu ist bei einer Frage richtig, bei einer von mehreren identischen Fragen in anderer Zusammensetzung der Antworten im Prinzip nicht falsch, aber auch nicht richtig, weil eine andere richtige Antwort angegeben werden muss. Also ähnliches Prinzip wie hier mit Antwort 1 und 3. Hier kam noch dazu, dass Antwort 1 fett gedruckt war und bei 3 ein kleiner Pfeil auf der linken Seite...ja wie denn nun... :oops:
 
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Die Prüferin gab mir die Papiere mit den Ergebnissen und noch andere Unterlagen. Damit sollte ich mich am nächsten Morgen im Hof zur praktischen Prüfung melden. Da war das nächste Problem, denn am nächsten Tag, kurz nach Mittag ging mein Flug nach BKK. Würde ich das zeitlich noch hin bekommen? Eher nicht und umbuchen, eine Nacht in BKK abschreiben? Alles nicht so gute Alternativen; ich wäre zwar drei Monate später wieder auf Samui, aber so viel später wäre die praktische Prüfung nicht mehr möglich gewesen...

Ich weiß jetzt nicht mehr genau den Ablauf, ob ich der Prüferin mitteilte, dass mein Flug am nächsten Tag ging und dann Nok dazu kam? Oder ich vorher bereits mit der Prüferin darüber sprach? Egal, sie fragte mich dann, ob ich die Buchung in irgendeiner Form dabei hätte? Habe ich eigentlich immer alles auf meinem Phone dabei und das ist auch gut so, denn ich konnte ihr diese nun zeigen und damit, dass es kein Fake war. Die Prüferin griff zum Telefon und führte ein Gespräch.
 
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Nach einer Weile beendete sie das Gespräch und sprach mit Nok. Es war scheinbar ein für mich guter Verlauf gewesen. Nok sagte mir, dass ich die praktische Prüfung ausnahmsweise noch machen könne, wir uns aber beeilen müssten. Eigentlich ist es einleuchtend, dass die Praxis nicht am selben Tag gemacht werden kann, weil für die physikalischen Tests und die Theorieprüfung einfach, vor allem für alle Teilnehmer, zu viel Zeit nötig ist.

So eilten wir in den hinteren Außenbereich des Geländes. Dort waren drei verschiedene Parcours aufgebaut. Der erste war eine ca. 20 Meter, mit Pylonen und Stangen abgesteckte Gasse. Dort musste der Prüfling möglichst gerade vorwärts und rückwärts durch fahren.

Beim zweiten Test ging es darum, links an einem Fahrbahnrand, wie mit den "Kasseler Sonderboards" erhöht, in einem Mindestens- und Höchstabstand parallel dazu an einen mit Pylonen markierten, imaginären Fußgänger Überweg heran zu fahren. Für den, der mit dem Außenspiegel etwas anfangen kann, normalerweise kein Problem.

Der dritte Parcour stellte eine Parkbox dar, die wiederum mit Stangen und Pylonen auf drei Seiten abgesperrt war. Das sah interessant aus, denn mit fremden Auto, Rechtslenker, über 30° Temperatur und einem Prüfer im "Nacken" vielleicht doch nicht so ohne :rolleyes:.

Es war mittlerweile 15:15 und der Prüfer "grillte" gerade einen Thai, der sich beim Einparken einen abquälte, noch mit zusätzlichen Anweisungen oder Kommentaren. Man durfte übrigens maximal neun Mal zusammen vorwärts/rückwärts korrigieren, dann sollte der Wagen halbwegs vernünftig geparkt sein.
 
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