Member hat gesagt:
Whow.. von einem Extrem ins Andere... verblüffend.
Für einen ehemaligen Geschäftsmann nist Du sehr leicht verführbar.
Ok. Du verführst Dich aber selbst

Ich will versuchen euch das zu erklären wie man sich fühlt wenn man in einer Situation ist wie ich es bin. Natürlich würde jeder andere wieder ganz anders handeln als wie ich es tat und tue. Jeder Mensch ist eben anders.
Ich war mein ganzes Leben lang immer fleißig, strebsam und pflichtbewust. Ich denke das kann ich von mir behaupten. Ich komme aus einer Handwerker Familie Einfache Arbeiter. Mein Vater war Polier (Maurermeister) auf dem Bau. Angestellt bei einer kleinen Baufirma. Er war ein grober Klotz wie es eben so ist auf dem Bau. Da wird nicht besonders vornehm miteinander umgegangen. Aber er war OKbund ich hatte keine schlechte Kindheit.
Als Jugendlicher war ich dann schon sehr viel selbst mit auf dem Bau um mir Taschengeld zu verdienen. Ich habe keines bekommen von meinen Eltern. Mein Vater hat immer gesagt "wenn du Geld brauchst musst du eben etwas arbeiten Junge" So war das früher bei uns. Nicht wie heute wo die Kinder alles in den Arsch gesteckt bekommen. Ohne Arbeit kein Geld.

So einfach war das.

Ich war also schon früh am Wochenende, und in den Ferien, und auch sehr oft nach der Schule mit auf dem Bau. Wer selber mit dem Bauwesen zu tun hat weiß wie es dort zugeht. Da gibt es kein mimimimi oder mir tut heute der Rücken weh...Da gab es auch Mal Ohrfeigen oder was in die Fresse wenn du nicht gespurt hast. Es hat nicht geschadet. Mir zumindest nicht. Und nein ich habe keinen seelischen Schaden genommen.

Alles gut. Es ist eine rauhe Welt. Aber auch eine ehrliche Welt. Werte wie Kameradschaft und Disziplin zählen da noch etwas.
Ich machte meine Ausbildung zum Maurer in diesem Betrieb. Später dann zum Meister. Der Chef hatte keine Kinder, und weil ich fleißig war und immer zur Stelle wenn es irgentwo Probleme gab wurde er auf mich aufmerksam. Mein Vater war ja auch schon seit Ewigkeiten bei ihm angestellt. In unserer Welt läuft niemand mit dem Anzug rum. es sei den es geht um neue Geschäftsabschlüsse, neue Auftröge usw. Wir sind keine studierten und Hochgebildeten vornehme Menschen. Will ich auch gar nicht sein. Wir sind einfache Arbeiter. Machst du deine Arbeit nicht hast du nichts zum Fressen. So einfach ist das.
Wenn der Chef auf die Baustelle kommt dann ist das auch nicht der Herr Direktor Meier sondern der Hans und du bist der Franz und der Kollege ist der Peter. Eine ganz einfache grobe Hierarchie.
Ich habe mich also im Betrieb hochgerbeitet der damals noch ziemlich klein gewesen ist. Wir waren vieleicht 20 Leute. Als ich 24 gewesen bin und der Chef krank wurde machte er mir das Angebot den Laden gegen eine Leibrente zu übernehmen. Er mochte mich, ich hatte schon eine ganze Weile den ganzen Laden geschmissen, und alles gut im Griff. Ich konnte organisieren und Delegieren und Menschen führen. Der Chef vertraute mir, und hat mich behandelt wie seinen eigenen Sohn. Soviel Geld um denn Laden zu kaufen hatte ich natürlich nicht. Woher auch? Ich war nur ein einfacher Arbeiter aus einer einfachen Arbeiterfamilie. Der Chef wollte nicht mehr weitermachen, er brauchte aber einen zuverlässigen Nachfolger der ihm seine Rente bezahlt. Wie gesagt Kinder hatte er keine. Also sind wir zusammen ins Geschäft gekommen, und ich habe den Laden übernommen und ihm eine lebenslange Rente bezahlt. Win Win für uns beide.
Ich hatte viel Glück im Leben, und unsere Firma hatte einen guten Ruf. Wir konnten uns vor Aufträgen nicht mehr retten. Und so sind wir dann gewachsen. Bis auf Stand heute über 250 Mitarbeiter.
Mein Betrieb das war mein Leben. Ich habe jeden Tag gearbeitet von früh bis in die Nacht. Es hat mir Spass gemacht. Alles war gut, alles lief gut. Es war ein ganz normales Leben. Heirat. Meinen Sohn bekommen. Die Geschäfte liefen gut. Alles bestens. Das Leben verging, und alles war in Ordnung.
Auf dem Bau wird viel gesoffen und noch mehr geraucht. Gesoffen habe ich niemals, Alkohol mochte ich noch nie. Aber ich habe geraucht wie ein Schlot.

Und so kam es wie es kommen musste. Vor 2 Jahren Husten der nicht mehr weg ging. Mit hängen und würgen dann endlich zum Arzt. Weil Ärzte brauchen wir Bauarbeiter normal ja nicht. Wir behandeln uns selber.

Also zum Arzt, der schickte mich ins CT. Am selben Tag die Diagnose bekommen. Lungentumor. Grösse einer Zigaretten Schachtel. Das passt irgendwie.

Seit dem bin ich in Behandlung. 30 Bestrahlungen und 10 oder 11 Chemos bis jetzt. Aber es geht mir noch gut. Man sieht mir die Krankheit Gottseidank noch nicht an. Und ficken geht auch noch ganz gut.
Meine Frau kam nicht klar damit und hat mich verlassen. Mein Sohn hält zu mir. Ich dachte "war das jetzt alles?" Nein ich wollte auch noch ein kleines bisschen Leben. Den Betrieb habe ich dann meinem Sohn übergeben und aufgehört. Ich konnte das nicht mehr.
Und dann stehst du auf einmal da. Ganz alleine. Keine Frau mehr niemand mehr da. Klar mein Sohn. Aber dem kann ich auch nicht den ganzen Tag auf den Sack gehen. Der hat seine eigene Familie und jetzt seinen Betrieb zu leiten.
In Thailand war ich schon sehr oft gewesen. Früher im Urlaub mit meiner Frau zusammen. Ich kannte es also schon was da los war. Happy End Massage war mir nicht fremd.

Und Shorttime genauso wenig. Nur Longtime ging natürlich nicht. Was manchmal sehr schade war. Ich war noch nie ein Kostverächter, und habe immer alles gefickt was nicht bei 3 auf dem Baum war. Denkt schlecht von mir oder nicht. Ist mir egal.

Es ist wie es ist, und ich bin wie ich bin.
Nun stehst du also da. Ganz alleine auf der Welt. Du hast zwar Geld aber das Ende ist absehbar. Du bist ein Ficker. Was bietet sich da mehr an als nach Pattaya zu fahren?
Du kannst dich natürlich auch in ein Krankenzimmer legen, und von einer unattraktiven Krankenschwester (ja es gibt auch hübsche) bearbeiten lassen. Und warten auf dein Ende, und dir Haferbrei aus der Schnabeltasse füttern lassen, und die Pissflasche und Bettpfanne benutzen. Das war aber noch nie mein Stil. Ich war immer ein Macher. Handeln statt reden. Ficken statt nur zuschauen.
Das war so mein Werdegang in ganz groben Zügen.
Jetzt bin ich also 60 Jahre alt. Mein Ende ist absehbar. Meine Zeit ist begrenzt. Ich habe niemanden zu versorgen. Meine Ex Frau hat ihre Abfindung bekommen, und ich habe keinen Kontakt mehr zu ihr. Mein Sohn hat seine eigene Familie und ist gut versorgt. Der wartet nicht auf mein Erbe. Braucht er nicht. Ich habe also nur noch meinen besten Freund seit Kindertagen der mit mir zusammen in Pattaya war. Er hat auch immer Zeit für mich weil er ja sein ganzes Leben Single war. Und er tickt genauso wie ich.
Jetzt stehe ich also hier und bin Gefangenener der Ärzte. Ich kann nur das machen was sie mir erlauben. Ich habe in meinem ganzen Leben nur eine Person um Erlaubnis gefragt was ich machen darf und was nicht. Das war mein Vater. Und jetzt muss ich einen 30 Jährigen Rotzlöffel Arzt mit langen Haaren, der meint weil er studiert hat er wäre etwas besseres als ich um Erlaubnis fragen ob ich in Urlaub fahren darf??? Wo sind wir den???
Ne ne das geht so auf Dauer sowieso nicht weiter. Ich bin am überlegen diese ganze Scheiss Therapie einfach abzubrechen und ab in die Sonne. Lieber im Liegestuhl in der Sonne sterben als im Hospiz im kalten Deutschland. Mich hält hier eigentlich nichts mehr. Nur noch meine eigene Feigheit es einfach zu tun. Weil der Mensch eben immer noch ein bisschen Hoffnung im Hinterkopf hat "vieleicht geht ja doch noch was"...
Und dann kam eben Pim ins Spiel. Jetzt könnt ihr euch vielleicht vorstellen warum ich so anfällig auf sie gewesen bin. Es ist mir egal was es gekostet hat, oder wenn wir zusammen geblieben wären es gekostet hätte. Ich Scheiss was aufs Geld!!
Ich wollte nur ein bisschen Liebe und Geborgenheit. Trotz meines Exzessiven Lebenstils in Bezug auf Frauen. Am Ende suchen wir doch alle nur nach Liebe und Geborgenheit. Wir kommen aus dem Schoß einer Frau. Und genau da wollen wir Instinktiv auch wieder hin.
Ich habe zwei Dinge gelernt. Liebe kann man nicht kaufen, und Gesundheit eben so wenig..
Das bin also ich. Ein alter Sack mit jungem Geist. Ein Gangster Rapper mit Krückstock.
Geschmacklos. Ordinär. Obzön. Laut. Brutal. Unstudiert. Zärtlich. Liebevoll. Fürsorglich.
Und immer höflich, ehrlich, und mit guten Manieren (wenn es angebracht ist)
Wer mich mag den mag ich auch. Wer mich nicht mag der kann mich genau am Arsch lecken.
So einfach kann das Leben sein Männer.
"Whats my motherfucking Name"