Nach der Krise ist vor der Reise: Aber hohe Ticketpreise

Wer bisher in den Flieger gestiegen ist, obwohl er es auch mit einer VideoCon hätte machen können ... dem könnte man unterstellen, er hätte zu viel Geld und Zeit und arbeitet vielleicht auch nicht so ganz optimal.
Vielleicht sind diese Menschen gerade aus dem letzten Jahrtausend aufgewacht und habe Skype oder sonstwas gerade erst entdeckt. Kann mich schlecht in so eine Denke reinversetzen.
Ich für meinen Teil werde mir keine einzige (geschäftliche) Reise sparen, die notwendig ist, und die Notwendigkeit hat sich mit Corona nicht verändert.
Persönlicher Kontakt ist durch rein gar nichts zu ersetzen, und wenn es nicht nötig ist war es das auch vorher schon nicht.

Ich bin in der Vergangenheit auch schon zu einer zweitägigen Besprechung nach China geflogen, nur um dort zu erleben, das sich die Geschäftspartner (meine Kunden) nicht einig sind
und nur rumzanken. Auf so was kann ich echt verzichten. Bei einer Videokonferenz kann man sich im Notfall auch mal ausklinken und muss sich nicht peinlich berührt den Streit anhören.
Ich bin bisher etwa 50x im Jahr geflogen. Es wird mit Sicherheit jetzt weniger werden.
 
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Zum Thema Videokonferenz gab es bereits vor zehn Jahren den Film "Up In The Air" mit George Clooney.


Dabei ging es um Arbeitgeber, die nicht den Mut oder die Lust hatten, ihre Angestellten eigenhändig zu feuern. Dafür gab es eine Firma, die ihre Leute per Flugzeug durch die Staaten reisen ließ. Eines Tages sollte deren Arbeit aber per Videoschalte gemacht werden, was aber letztendlich auch nicht ideal war. Manche komplexe Dinge sind in der Tat nur von physischem Angesicht zu Angesicht sinnvoll zu regeln. Alltagsdinge dagegen per Video zu managen, ist vielleicht anfangs gewöhnungsbedürftig, dann aber bestimmt auch gut machbar.
 
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Längerfristig sehe ich schwarz für etliche Airlines und das nicht wegen der Verluste während des Shutdowns:

Ich habe jetzt schon von 2 Firmen gehört, dass die zwangsweise gemachten Erfahrungen mit Videoconferencing und Team-Software so gut waren *), dass man beabsichtigt, künftig Geschäftsreisen um 50% bzw. 80% zu reduzieren.

Damit brechen dann gerade die für die Airlines lukrativen Businessclass-Passagiere weg.

Und reduzierte Zahl der Anbieter bedeutet fasst immer steigende Preise.

*) oft wurden selbst Besprechungen von Teilnehmern im gleichen Gebäude per Videokonferenz statt im Besprechungsraum abgehalten

Wer bisher in den Flieger gestiegen ist, obwohl er es auch mit einer VideoCon hätte machen können ... dem könnte man unterstellen, er hätte zu viel Geld und Zeit und arbeitet vielleicht auch nicht so ganz optimal.
Vielleicht sind diese Menschen gerade aus dem letzten Jahrtausend aufgewacht und habe Skype oder sonstwas gerade erst entdeckt. Kann mich schlecht in so eine Denke reinversetzen.
Ich für meinen Teil werde mir keine einzige (geschäftliche) Reise sparen, die notwendig ist, und die Notwendigkeit hat sich mit Corona nicht verändert.
Persönlicher Kontakt ist durch rein gar nichts zu ersetzen, und wenn es nicht nötig ist war es das auch vorher schon nicht.

Ich kann im eigenen Umfeld (und bei mir im Dienst) auch beobachten, dass die Akzeptanz zum Bsp. Fortbildungen/Schulungen oder interne Konferenzen (bei mehreren beteiligten Standorten) per Video-Konferenz bzw. Online-Schulung abzuhalten, in den letzten Wochen deutlich gewachsen ist, und so in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit weniger Dienstreisen anfallen werden als vorher. Die Erfahrung wurde jetzt zwangsweise gemacht und es spart eine Menge Zeit und Kosten (trifft sicher nicht für alle Branchen zu; für Verkaufsgespräche hat der direkte Kontakt sicher eine große Bedeutung.)
Nach der Krise ist sicher nicht mehr jeden Tag Home-Office, aber vielleicht noch zwei bis drei Tage pro Woche (wenn das mit der Tätigkeit vereinbar ist). Das entlastet dann die Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel dauerhaft. Ich könnte mir das sehr gut vorstellen, ist hier aber OT. :-)

Für die Airlines wird sich hoffentlich zunächst noch der niedrige Ölpreis mildernd auswirken, so dass auch Flüge mit weniger Auslastung und alten Preisen vorübergehend rentabel durchgeführt werden können. Ich weiß allerdings nicht, wie weit im Voraus große Kontingente Kerosin zu Festpreisen verhandelt werden. Im ungünstigen Fall sind die Lager immer noch mit teurem Sprit voll.
Bei langfristig weniger Anbietern und weniger Flügen ist es am Ende aber sicher nicht günstiger für den Kunden.
 
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Persönlicher Kontakt ist durch rein gar nichts zu ersetzen, und wenn es nicht nötig ist war es das auch vorher schon nicht.
Klar - und besonders in Asien ist der ungeheuer wichtig. Ich hätte so manches nicht auf die Schiene gekriegt, wenn ich die Leute nicht persönlich gekannt und auch Präsenz gezeigt hätte...
Aber es wird besonders in grösseren Unternehmen immer schwerer werden, die "Controller" davon zu überzeugen, die Travel Budgets werden gewiss reduziert werden.

Ich für meinen Teil werde mir keine einzige (geschäftliche) Reise sparen, die notwendig ist, und die Notwendigkeit hat sich mit Corona nicht verändert.
Ja, aber es gibt auch nicht nur "notwendige" Reisen. z.B. von mir wollten sie mal, dass ich für eine 2-tägige Bullshit-Besprechung rund 72 Stunden An- und Abreise von SOA nach Lateinamerika in Kauf nehme.
Einer der Haupt-Promoter hat mich gefragt, ob ich blöd sei - ich wüsste wohl nicht, wieviel Meilen ich dabei sammeln kann ... ja, schon klar 🤣 !
Ich hab mich dann zu ausgewählten Themen per Videokonferenz zugeschaltet... hätte ich mir genauso gut sparen können, mir dafür den Abend um die Ohren zu hauen!
 
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Wie Bill Gates gesagt hat: Ich verkaufe nicht Microchips sondern Relationships... und so wirds auch bleiben.

Wenn auch etliche Dinge im nachhinein dann per Skype erledigt werden können. Aber zuerst kommt das Guanxi

Anhang anzeigen Guanxi.jpg
 
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Längerfristig sehe ich schwarz für etliche Airlines und das nicht wegen der Verluste während des Shutdowns:

Ich habe jetzt schon von 2 Firmen gehört, dass die zwangsweise gemachten Erfahrungen mit Videoconferencing und Team-Software so gut waren *), dass man beabsichtigt, künftig Geschäftsreisen um 50% bzw. 80% zu reduzieren.

... das kann ich nur bestätigen, wir werden auch nach "Corona" hoffentlich viele Flüge einsparen.
Mometan arbeiten wir sogar im Sevice- und Reparatursektor, an unseren weltweit verstreuten Anlagen, mit Onlineanweisungen mit Kameraüberwachung, selbst das klappt in ca. 75% der Fälle hervoragend.
Bin gespannt ob wir es schaffen NICHT wieder in den alten Trott zurückzufallen. 🤔


Ich bin in der Vergangenheit auch schon zu einer zweitägigen Besprechung nach China geflogen, nur um dort zu erleben, das sich die Geschäftspartner (meine Kunden) nicht einig sind
und nur rumzanken. Auf so was kann ich echt verzichten. Bei einer Videokonferenz kann man sich im Notfall auch mal ausklinken und muss sich nicht peinlich berührt den Streit anhören.
...Hallo Leidensgenosse, bekantes Problem, bisher hieß es immer , "... müsst Ihr persönlich besprechen... etc" jetzt in der Krise zeigt sich, es geht auch anders.
 
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Hallo Leidensgenosse, bekantes Problem, bisher hieß es immer , "... müsst Ihr persönlich besprechen... etc" jetzt in der Krise zeigt sich es geht auch anders.
Trotzdem, gerade in Bezug auf Chinesen (ob nun Overseas- oder PRC-Chinese), in ähnlicher Form Japaner und Koreaner, gebe ich MadAddict recht:

...
Wenn auch etliche Dinge im nachhinein dann per Skype erledigt werden können. Aber zuerst kommt das Guanxi

Anhang anzeigen Guanxi.jpg
 
Trotzdem, gerade in Bezug auf Chinesen (ob nun Overseas- oder PRC-Chinese), in ähnlicher Form Japaner und Koreaner, gebe ich MadAddict recht:
Kann ich wie gesagt nur bestätigen.
Wer schon mal mit einem durchschnittlich gut englisch sprechenden Japaner oder Koreaner am Tisch in Verhandlungen gesessen ist, der weiß, von was ich spreche.
Ist ja schon face to face schwierig genug.
Und zusammen saufen ist per Video ebenfalls leicht suboptimal.
Da sieht man dann auch nicht, wenn sie sich sturzbesoffen mit zusammengekniffenen Beinen in der Garage die Hosen vollpinkeln.
 
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