Hänge quasi in Mombasa fest und warte auf eine Rückholung nach Deutschland, die so langsam anläuft.
Angeblich noch über 1000 Deutsche hier.
Ab heute ist Ausgangssperre 19-5 Uhr.
Ansonsten recht entspannt hier.
Dir drücke ich die Daumen, dass du da ohne viel Probleme rauskommst. Aber du bis ja reiseerfahren und machst sicher das Beste aus der Situation.
Ich selbst bin seit Mittwoch aus Mombasa zurück.
Am letzten Sonntag gab es die etwas überraschende Meldung, dass es ab Mittwoch gegen Mitternacht keine internationalen Flüge von und nach Kenia geben soll. Das gelte auch für alle Rückholflüge, die bis dahin abgeschlossen sein sollten.
Ich habe dann versucht am Sonntag einen Flug Richtung Europa zu bekommen. Bei Ethiopian Airline wäre das nach Istanbul oder Wien gegangen, aber diese Länder lassen Deutsche wohl nicht rein. Wer nach Addis fliegt ohne direkten Anschluss, riskiert dort gleich 2 Wochen Quarantäne. Mein Besuch im Mombasa-Office der Airline am Montag war erst mal ergebnislos. Keine passenden Flüge im Angebot.
Nach der Schließung der Bars und Restaurants war am Montag auch der Zugang zum Big Tree und dem Strand verschlossen:
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Montag Abend wechselte der Website von Ethiopian die Anzeige für Nairobi->Frankfurt und Mombasa->Frankfurt immer mal wieder von "ausgebucht" kurzzeitig auf ein oder zwei Plätze verfügbar. Man musste nur kontinuierlich beobachten. Die Preise schwankten gewaltig. Bei recht günstigen 53.000 KSh (ca. 460 Euro) habe ich zugeschlagen. Da keine Kreditkartenzahlung angezeigt wurde, nutzte ich den Button "reservieren". Am Dienstag gegen 9 Uhr war ich wieder im Office von Ethiopian um in bar zu bezahlen. Das war easy, denn erstaunlicherweise war da außer mir nur ein anderer Kunde. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es da einen Ansturm gibt.
Mein Flug startete Dienstag gegen 18 Uhr von Mombasa. In der Boing 737 waren so ca. 20 Plätze frei. Um Mitternacht ging es dann von Addis Richtung Frankfurt. Auch hier waren mindestens 10% der Plätze nicht belegt. Von Stress war an keinem der Airports etwas zu bemerken.
Das Rückholprogramm (soll 800 Euro Selbstbeteiligung kosten) hat so kurzfristig wohl nicht gegriffen. Am Dienstag hat dann die deutsche Botschaft noch auf einen letzten Sonderflug von Kenya Airways am Mittwoch verwiesen. Nairobi ->Amsterdam. Preis für Ecconomy 2.960 US Dollar. Wer zuerst kommt und zahlt fliegt mit.
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Bei der Botschaft hatte ich mich am Dienstag noch abmelden wollen, da ich in der Liste für die Rückholung eingetragen war. Die hatten mich aber gar nicht auf dem Schirm, weil es wohl mit der Übertragung der Daten gehakt hat. Dafür bekam ich gestern noch eine Mail mit Tipps für meinen Aufenthalt in Kenia. Auszüge:
Liebe Landsleute,
wir möchten Sie kurz informieren zur aktuellen Lage:
Lage der deutschen Touristen in Kenia, Rückholprogramm der Bundesregierung
Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, trotz der Einstellung aller internationalen Passagierflugverbindungen gestern Abend (25.3., 24h) Flüge für die noch in Kenia gestrandeten deutschen Touristen zu organisieren. (…)
Bitte haben Sie noch etwas Geduld bis wir Sie per Email wegen eines Rückflugplatzes kontaktieren: es haben sich in den letzten Tagen über 1000 Personen für diese Flüge registriert, d.h. es wird nicht jeder in den ersten Fliegern sitzen können. (…)
Lage für alle Deutschen in Kenia
Ebenfalls gestern (25.3.) hat Präsident Kenyatta eine Ausgangssperre verhängt, die ab Freitag 27.3. von Abends 19:00 Uhr bis morgens um 5:00 Uhr sein wird. Bitte halten Sie sich unbedingt an diese Sperre! Und bitte befolgen Sie auch die weiteren Anweisungen der kenianischen Regierung.
Auch das öffentliche Leben wurde weiter eingeschränkt. Nur noch essentielle Dienstleistungen dürfen weiter angeboten werden und die entsprechenden Angestellten sich noch während der Ausgangssperre in der Öffentlichkeit bewegen. Sie finden im Anhang sowohl die Rede von Präsident Kenyatta als auch die Liste der essentiellen Dienstleistungen.
Wir empfehlen Ihnen daher, noch einmal Ihre Vorräte zu überprüfen. Bitte wappnen Sie sich dafür, dass Sie ab morgen nachts nicht mehr Ihre Häuser oder Wohnanlagen verlassen dürfen. D.h. sorgen Sie für geladene Taschenlampen, Powerbanks für Handys, Erste-Hilfe Kästen und auch einen gewissen Vorrat an Bargeld bei sich zuhause. Auch sollten Sie weitere Essensvorräte und Wasser für 7 Tage Minimum zuhause haben. Seien Sie bitte auch tagsüber und insbesondere bei Bewegungen in der Öffentlichkeit besonders wachsam und beschränken diese auf das absolut Notwendige. (…)
Bleiben Sie gesund!
Ihre Deutsche Botschaft Nairobi