Es fängt an sich zu bewegen...?
Es fängt nicht an, es bewegt sich schon lange. Das Interview stützt meine Meinung. Für Thailand wird es gefährlich, da dieser Bewegung zwangsläufig zu entnehmen ist, dass die Junta unerwünscht ist. Und dass Militärs ihre Macht freiwillig abgeben, dürfte wohl angezweifelt werden.
Wie Schaffar schon korrekt formulierte, ist die Unzufriedenheit mit der Junta überall im Land zu spüren, wobei die Gründe dafür einen großen Spielraum haben. Es besteht darin aber auch die Chance, die Differenzen zwischen den Rot- und Gelbhemden zu überwinden, treu dem Motto 'Der Feind meines Feindes ist mein Freund'! Letztendlich war es ja der Konflikt zwischen diesen Gruppen, der zu dieser Junta geführt hat.
Ich fürchte, dass Thailand schweren Zeiten entgegen geht, eine Jugend, die eine neue, pro-demokratische Bewegung zum leben erweckt hat, eine fürchterliche Wirtschaftskrise und eine Militärdiktatur, und dank eines Königs, dem das Volk wohl egal ist und immer lauter werdenden Stimmen gegen eine anachronistische Monarchie, alles Faktoren, die genug Potential besitzen, einen offenen, inneren Konflikt auszulösen, der wohl letztendlich nicht friedlich gelöst wird.