Hmmm ich denke man sollte differenzieren zwischen Thailand als Land und den Thais als Bevölkerung. Daß Thailand als Land vor dem Kollaps steht, glaube ich auch nicht, dazu ist es wirtschaftlich zu stark. Aber man muß auch bedenken, wo Thailand stünde, hätte es ein ähnlich umfassendes Sozialsystem wie in DACH. Was fließt denn schon groß an Hilfsgeldern? Hotelgutscheine und Zuschüsse zu Buchungen, die gar nicht stattgefunden haben und wohl gleich wieder in die Taschen entsprechender Leute fließen.
Hätte Thailand ein entsprehend umfassendes Sozialsystem, welches auch "gefüttert" werden muß, sähe in dieser theoretischen Betrachtung so manches anders aus.
Von der Bevölkerung lebt doch ein nicht unerheblicher Teil von der Schattenwirtschaft oder Parallelwirtschaft. Seien es die Damen oder Boys in den Laybars oder Boysbars oder die Omi, die am Straßenrand hockt und Zitronengras verkauft, der alte Mann, der abends durch die Bars tingelt und versucht irgendwelchen Ramsch zu verkaufen Die werden ja in solchen Betrachtungen gar nicht einbezogen, weil es sie ja gar nicht "gibt", jedenfalls nicht in terms of Staatsfinanzen.
Diese Leute bekommen auch prinzipiell keine Kredite von den Banken (weil keine offiziellen Einnahmen), folglich fallen von dieser Bevölkerungsgruppe auch keine faulen Kredite aus.
Schon wieder ein Pluspunkt für die Analysten von Bloomberg....usw.
Ich glaube - soweit ich das verstanden habe - wird hier meist eher die Situation dieser Leute, speziell der Bardamen diskutiert, welche aber als Berufsgruppe keineswegs alleine dastehen.