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Info Thai lernen / Austauschthread

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        #791  

Member

Member hat gesagt:
Siehst Du, ich kann nicht mal fallend und steigend unterscheiden 🤣🤪
Für einen fallenden Ton muss der Ton erstmal oben sein, damit er fallen kann.

Und der steigende Ton steigt und wird dann nochmal ein Stück nach oben gerissen.

Die Grafik hier hilft vielleicht, aber ehrlich gesagt lernt man es nur durch üben und nachplappern. Der Grund, weshalb meine Aussprache so gut ist, liegt eindeutig an meinen ganzen Fick-Beziehungen und meinem Job hier. “Listen and repeat” ist die Lösung.

Ich habe auch lesen und schreiben gelernt. Und so sehr ich das liebe und so wichtig ich es finde, muss man es doch auch relativieren: Lesen/Schreiben ist eben ein weiterer Kanal — es ersetzt nicht den Kanal Sprechen, Aussprache und Hörverstehen. Vielen wird es im Alltag nur wenig bringen, mal abgesehen von der gelegentlichen Speisekarte, Rechnung oder Schildern. Im Alltag ist für den Großteil das Sprechen wichtig. Selbst in meinem beruflichen Alltag treffe ich immer wieder mal auf Thais, die den Großteil ihrer Karriere im Ausland verbracht haben und mit dem lesen und schreiben etwas hadern. Viele gebildete Thais der aktuellen jüngeren Generation werden dir sagen, dass Englisch zu schreiben (selbst wann Thai gesprochen wird) einfach schneller und einfacher geht.

Der Kanal des Lesens und Schreibens hilft vor allem bei der Aufnahme und Speicherung von neuen Wörtern. Man weiß dadurch beispielsweise, dass “fern” and “nah” eben nicht “Klai” ausgesprochen werden, sondern “glai”. Grundsätzlich lässt sich das auch mit ordentlichen Transliterationen lernen, allerdings gibt es eben kein einheitliches System dafür in Thailand, und so lernt man dann häufig eine falsche Aussprache.

Anhang anzeigen IMG_3676.jpeg

Member hat gesagt:
Bei nah ist klai im fallenden Ton (ใกล้) und bei weit im mittleren Ton (ไกล)
ก produziert einen (für uns deutsche) G-Klang, keinen K-Klang. “glai”, nicht “klai”. Amerikaner hingegen sprechen ein “G” eben eher aus wie ein จ als wie ein ก. Vgl. “Germany” vs. “Germanien”. Da hast du dann den Salat mit den Transliterationen. Und das ist nur ein Beispiel.
 
Zuletzt bearbeitet:
        #793  

Member

Member hat gesagt:
Die Grafik gefällt mir. Wer mal selbst seine Aussprache testen will, dem kann ich Praat empfehlen.

Bin mir nicht ganz sicher ob nicht auch die Spracheingabe von google auf dem Handy, wie sie u. a. auch die Thailänderinnen verwenden um Line-Texte zu schreiben, geeignet ist, die eigene Aussprache zu testen
 
        #794  

Member

Praat zeigt dir grafisch an, wie du einen Ton aussprrichst. So wie in der Grafik von @lemmer
---
 
        #795  

Member

Member hat gesagt:
Praat zeigt dir grafisch an, wie du einen Ton aussprrichst. So wie in der Grafik von @lemmer
---

Solche Graphiken sind sicher hilfreich. Aber letztendlich will ich wissen, ob genau das beim Empfänger annkommt, was ich ausgesprochen habe.

Gboard hat nach meinem Eindruck das feinste Gehör. Aber auch die Original Samsung Tastatur "hört" bei der Spracheingabe so ziemlich jede Feinheit und setzt die dann auch entsprechend in Schrift um. Lässt sich sogar offline nutzen.
Beide hören bspw. den Unterschied zwischen กาย und ไก่ oder zwischen ใกล้ und ไกล

Kurzum, wenn so eine Spracheingabe-app gut funktioniert, sieht man am Ergebnis sehr präzise, ob man korrekt ausgeprochen hat oder was man genau noch ggf. verbessern muss.
 
        #796  

Member

Bin letztens über eine kleine Aufstellung von Worten gestolpert, die zeigt, wie wichtig nicht nur die richtige Tonhöhe ist, sondern auch, ob der Vokal lang oder kurz ausgesprochen wird.

เขา (kurz, steigend) er, sie
ขาว (lang, steigend) die Farbe weiß
เข้า (kurz, fallend) etwas eingeben, hineingehen
ข้าว (lang, fallend) Reis
เข่า (kurz, tief) Knie
ข่าว (lang, tief) Nachrichten
คเว (lang, mittel) fischig

Alle Wörter klingen zunächst wie "kau", aber wie man sieht ergeben die Länge des Vokals und die Tonhöhe andere Bedeutungen.
 
        #797  

Member

Member hat gesagt:
Bin letztens über eine kleine Aufstellung von Worten gestolpert, die zeigt, wie wichtig nicht nur die richtige Tonhöhe ist, sondern auch, ob der Vokal lang oder kurz ausgesprochen wird.

เขา (kurz, steigend) er, sie
ขาว (lang, steigend) die Farbe weiß
เข้า (kurz, fallend) etwas eingeben, hineingehen
ข้าว (lang, fallend) Reis
เข่า (kurz, tief) Knie
ข่าว (lang, tief) Nachrichten
คเว (lang, mittel) fischig

Alle Wörter klingen zunächst wie "kau", aber wie man sieht ergeben die Länge des Vokals und die Tonhöhe andere Bedeutungen.
Gutes Beispiel für Silben, deren Unterschiedlichkeit man mit der normalen lateinischen Schrift kaum bis gar nicht darstellen kann.

Hab dieses Beispiel mal genutzt um nochmal die Samsung-Tastatur mit Gboard zu vergleichen.

Mit der Samsung-Tastatur bekomme ich keine einzelne Silbe rein gesprochen. Erst im Zusammenhang mit weiteren Silben, wird das jeweilige "kau" richtig erkannt. Beispiel เขา allein geht nicht, aber เขาไป (er sie es geht) wird prompt richtig erkannt.
Oder เข่า (Knie) funktioniert nur mit weiteren Silben, wie z.B. เจ็บเข่า (Knie schmerzt).
Die app sucht also auch nach Zusammenhängen.

Gboard ist da anscheinend stärker. Bei mir erkennt es einzelne Silben bis auf เข่า und คาว. Auch da braucht es wieder eine zweite passende Silbe um korrekt erkannt zu werden.
 
        #798  

Member

Member hat gesagt:
Die app sucht also auch nach Zusammenhängen.
Zugegebenermaßen ist das auch im tatsächlichen Sprachgebrauch mitunter der Fall. Wenn sich zwei Thais normal unterhalten (sprich: nicht die deutliche und akzentuierte Aussprache einer Nachrichtenmoderatorin, sondern das schnelle und mitunter saloppe Sprechen) ist der Ton mitunter schwierig zu hören oder verwischt, insbesondere bei kurzen Vokalen mit fallendem oder steigendem Ton und bestimmten Konsonanten. Selbst wenn die Aussprache korrekt ist (oder auch nicht), hört der Gegenüber nicht bewusst den Ton, sondern versteht das Wort durch den Kontext des Gesagten.

Je fließender man wird, desto mehr eignet man sich das auch an. Genauso wie man sich auch in anderen Sprachen bestimmte Inkorrektheiten angewöhnt, die aber umgangssprachlich verstanden werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
        #799  

Member

Member hat gesagt:
Selbst wenn die Aussprache korrekt ist (oder auch nicht), hört der Gegenüber nicht bewusst den Ton, sondern versteht das Wort durch den Kontext des Gesagten.
Genau so ist es. Erlebe ich auch oft im Alltag. Häufig höre (und bestimmt auch spreche) ich die unterschiedlichen Tonhöhen nicht richtig. Verstanden wird es im Kontext dennoch.

In verschiedenen Übersetzungsapps habe ich es mit den einzelnen Worten ใกล้ und ไกล probiert. Keine App hat mich richtig verstanden. Sage ich aber ร้านอยู่ใกล้ oder ร้านอยู่ไกล (Der Laden ist nah/fern) wird es von den Apps korrekt verstanden. Und gerade bei diesen beiden Worten kommt es ja bekanntlich sehr auf die richtige Aussprache an. Daher achte ich beim Sprechen sehr genau darauf. Das gelingt mir allerdings auch oftmals nicht.
 
        #800  

Member

Member hat gesagt:
Häufig höre (und bestimmt auch spreche) ich die unterschiedlichen Tonhöhen nicht richtig. Verstanden wird es im Kontext dennoch
…was natürlich nicht heißen soll, dass man die Töne nicht richtig lernen und anwenden sollte 😉 Als Thai-Lerner sollten wir das unbedingt tun, bis wir irgendwann so fließend sind, dass wir uns das saloppe Verwischen erlauben können.

Member hat gesagt:
Und gerade bei diesen beiden Worten kommt es ja bekanntlich sehr auf die richtige Aussprache an.
Richtig, das wäre hier auch mein Einwand gewesen. “Nah” und “fern” lässt sich nicht über den Kontext erfassen, da der Kontext der selbe ist (Entfernung). Hier kommt es dann wirklich auf die korrekte Aussprache an. Zum Glück handelt es sich hierbei ja um einen tiefen und einen fallenden Ton. Da ist die Unterscheidung klarer.
Member hat gesagt:
In verschiedenen Übersetzungsapps habe ich es mit den einzelnen Worten ใกล้ und ไกล probiert. Keine App hat mich richtig verstanden
Ist vielleicht einfach die App nicht gut? Hast du es mal mit so einer Visualisierungsapp wie weiter oben versucht? Der Unterschied zwischen ใกล้ und ไกล sollte bei korrekter Aussprache gut erkennbar sein.
 
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