Also, dann war der Tag der Abreise gekommen.
Am Morgen habe ich noch vier entspannte Stunden am Strand verbracht – das war natürlich sehr angenehm.
Doch dann kam der nächste Ärger:
Alexander hat seiner Freundin erzählt, dass ich wegen meines vorzeitigen Abbruchs ihre zusätzlichen Reisekosten bezahlen müsste. Ich hatte Mitleid mit ihr und habe es zähneknirschend übernommen.
Am Nachmittag ging es dann für mich Richtung Flughafen.
Sie blieb noch eine weitere Nacht im Hotel, die ja bereits bezahlt war, und reiste am Dienstag ab.
Der Rückflug nach Deutschland verlief zum Glück problemlos.
Zu Hause angekommen habe ich direkt mit Alexander, dem Betreiber der Website, geschrieben.
Ich fand es wirklich unverschämt, dass ich die Reisekosten zahlen sollte – denn wäre ich nicht abgereist, hätte ich ohnehin die Dame gewechselt. Außerdem konnte ich ja nichts dafür, dass die KI‑Bilder auf seinem Portal überhaupt nicht der Realität entsprachen.
Das habe ich ihm auch genauso geschrieben – und schließlich hat er mir die Reisekosten zurückerstattet.
Doch dann kam der Knaller:
Alexander meinte, dass ihm die „neuen Fotos“ der Dame ebenfalls aufgefallen seien, weil er sie gut kenne. Er hätte sogar gedacht, dass sie eine Schönheits-OP gemacht hätte.
Meine Antwort darauf war klar:
„Sowas fragt man nach. Oder man überprüft die Bilder. Aber einfach nichts zu tun – das geht gar nicht.“
Ich war wirklich fassungslos.
Ich habe ihm dann deutlich gesagt, dass er etwas unternehmen muss, denn so etwas führt zwangsläufig zu Problemen.
Und siehe da:
Jetzt, eine Woche später, wurden die Fotos tatsächlich geändert – und dieses Mal treffen sie zu etwa 90 % zu. Also deutlich besser.
Im April werde ich wieder nach Phuket reisen, diesmal wieder über seine Seite – und ich hoffe, dass ich diesmal mehr Glück habe.
Von der Arbeit wurde mir außerdem versprochen, dass ich in dieser Zeit wirklich in Ruhe gelassen werde. Das ist also schon mal sicher.
Ja, für mich war es Pech, aber auch eine Erfahrung mehr.
Warum ich das alles trotzdem öffentlich erzähle?
Ganz einfach:
Ich finde, wenn man negative Erfahrungen teilt, kann man andere davor schützen, dieselben Fehler zu machen.