Turbulenzen und andere Unglücke - SQ321 und weitere Unglücksflieger

@giri Mit Verlaub, aber es gibt hier plötzlich eine Unmenge ans "Spezialisten", die ihre Ergüsse nicht nur auf YT veröffentlichen. Es wimmelt darin von nachweislichen Fakten, aber auch Vermutungen, aber der eigentliche Hintergrund hier ist wohl das Verlangen nach Clicks und Aufmerksamkeit. Es steht ja jedem frei, sich dazu zu äußern. Ich habe ChatGPT mal gebeten, nachzurecherchieren, wie sich das Response-Verhalten in sozialen Medien entwickelt hat:

Meine Einschätzung​

Die 240 erfassten Videos sind keine Gesamtzahl, sondern eine dokumentierte Stichprobe. X und Facebook sind darin nicht enthalten. Auch Reuploads, Shorts, Duplikate und Varianten derselben Aufnahme machen eine eindeutige Zählung schwierig.

Was mich an den Ergebnissen besonders interessiert, ist nicht einmal die reine Anzahl, sondern die Geschwindigkeit der inhaltlichen Verzweigung:

  1. Originalaufnahmen und Nachrichtenmeldungen.
  2. Wiederveröffentlichungen mit verändertem Schnitt und Kommentar.
  3. Technische Erklärungsversuche und Simulationen.
  4. Spekulationen über die Unfallursache.
  5. Verschwörungserzählungen, insbesondere zur vermeintlichen Abwesenheit von Trümmerteilen und zur Echtheit der Aufnahmen.
Die Verbreitung war also nicht nur quantitativ stark. Innerhalb kürzester Zeit entstanden verschiedene, teilweise konkurrierende Erzählstränge.

Mein belastbarer Zwischenstand: Mindestens 240 Videos wurden in einer aktuellen plattformübergreifenden Stichprobe erfasst; 192 davon entfielen laut Monitoring auf ein einziges 24-Stunden-Fenster. Die tatsächliche Zahl veröffentlichter Beiträge dürfte höher liegen. Eine seriöse tägliche Gesamtkurve lässt sich aus den derzeit zugänglichen Daten allerdings noch nicht rekonstruieren.

Das ist eine wichtige Einschränkung: Ich möchte dir lieber eine belastbare Teilmessung zeigen als eine optisch überzeugende Zeitreihe mit frei erfundenen Tageswerten.

In dem Statement des NTSB hieß es, dass es während des Sturzfluges schon ein Strukturversagen gegeben hat. Meine persönliche und subjektive Einschätzung sagt mir, dass es eventuell das Höhenleitwerk war, das sich vom Learjet gelöst hat. Ich gehe davon aus, dass es Bemühungen gab, den Jet aus dem Sturzflug abzufangen und das läuft über das Höhenruder. Allerdings durften die aerodynamischen Lasten so dermaßen hoch gewesen sein, dass es das Höhenruder abgerissen hat. Wie schon gesagt, lediglich eine Arbeitshypothese. Ich verweise hierzu mal auf den Vorfall in New York kurz nach 9/11, wo eine nachfolgende Maschine in die Wirbelschleppen einer vorausfliegenden Maschine geraten ist und das Seitenleitwerk versagt hat und abgerissen ist.
 
Wenn das Ding zu langsam wird kann die Strömung nun mal abreisen, dann gehts halt massiv runter.
Ich habe es 2002 in meiner Ausbildung VOR dem ersten Alleinflug gezeigt bekommen, aber heftig, mehrfach Nase maximal rauf, dann der Fluglehrer die Ruder gekräuzt und nahezu im Sturzflug drehrichtung erkennen, Knüppel neutral und Seite gegen Drehrichtung. DAS wie heftig das runtergeht und man kurz Schwerelos wird gibt einem für den Rest seines Lebens ANGST vor zu wenig Geschwindigkeit. Wird heute nicht mehr gemacht, nur noch bisschen Pussy Sackflug. Deswegen fallen auch so viele Kleine runter. Wobei ich kaum glaube das ein Learjet aus einem richtigen Spin und dann noch mit störendem Eis zu recovern ist, ist halt schon was anderes als ne Cessna.

Was ich an den ganzen Bildern nicht verstehen kann ist folgendes: Auf den Bildern des Aufschlages ist im Letzten Moment vor der Explosion zu sehen wie scheinbar fast der ganze Rumpf in den Bürgersteig eingedrungen ist, also kompremiert da reingedrückt, nur wie tief weis man halt nicht da es mit Wasser aus der Leitung vollgelaufen ist. Daneben sind die Tragflächen eingeschlagen wo der Sprit drin ist, das es da explodiert ist keine Frage, nur warum sieht man später kein richtiges Flugzeugteil, war das noch im Boden drin? scheinbar nicht, zumindest sieht man es nicht. Klar, es war ein riesiger Feuerball aber der kam doch von den Flächen und nicht vom Rumpf. Warum sollte der Rumpf wieder aus dem Loch herauskommen? Nur weil daneben die Flächen Explodieren? wohl eher nicht. Oder die Triebwerke hatten soviel Rumms als sie als letztes schweres Teil in den Krater krachte und alles wieder rausgeschossen hatten.
Ich glaube da an keine Verschwörungstheorie oder so aber ich hätte mir das Ergebniss anders vorgestellt als das was man sieht. So Überreste zum Beerdigen der Opfer wird es da wohl kaum geben.

Hier ging es wohl um eine unkontrollierte und schnell zunehmende Eisbildung an den Oberflächen der Maschine. Im Gegensatz zu den Trainings eines Strömungsabrisses ist da mit Steuereingaben gar nichts mehr zu machen.

Ich bin mal gespannt, ob hier noch Flugdatenschreiber gefunden werden und ob die dann noch verwertbar sind. Es bleibt die Frage, ob hier überhaupt ein Flugdatenschreiber verbaut war, bei dieser Maschine war es wohl nicht vorgeschrieben. Gleiche Zweifel bestehen für den Cockpit Voice Recorder.






Laut Captain Steeve hatte die Maschine keinen FDR verbaut. Eventuell einen CVR.

Warum die bei 35.000 Fuß auf 37.000 Fuß steigen wollten und auch die Erlaubnis bekamen war wohl ein Fehler da es da oben noch kälter ist.
Den Funkspruch hat die 20 jährige Copilotin abgesetzt und vom Piloten / Pilotin gibt's keine Infos.

Sie wollten zumindest aus der Zone mit den „supercooled liquid droplets“ heraus. Optimalerweise mit der Hoffnung, die Gewitterzone würde insgesamt nicht bis 37.000 Ft reichen, womit sie dann aus dem Wetter nach oben heraus gewesen wären.
 
@hmagg: Warum die bei 35.000 Fuß auf 37.000 Fuß steigen wollten und auch die Erlaubnis bekamen war wohl ein Fehler da es da oben noch kälter ist.

Das ist schlichtweg eine falsche Annahme. Innerhalb der Troposphäre nimmt die Temperatur beständig ab. Zwischen Troposphäre und Stratosphäre liegt die Tropopause und ein wesentliches Merkmal ist hier eine quasi isotherme Schichtung, was heiß, dass sich hier die Temperatur mit zunehmender Höhe so gut wie gar nicht ändert.

Es gibt mittlerweile auch neue Infos. Der Learjet flog zuvor auf dem FL 410, also in 41.000 Fuß Höhe. Um 12:36 Uhr gab es die Anweisung von der Flugverkehrskontrolle für einen Sinkflug auf 35.000 Fuß Höhe.

 
Ich verstehe ja nicht viel von der Materie. Aber waarum, bitte, bildet sich plötzlich unkontrolliert viel Eis?
 
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Ich verstehe ja nicht viel von der Materie. Aber waarum, bitte, bildet sich plötzlich unkontrolliert viel Eis?

Laut Wetterbericht hat sich dort gerade eine "convective cell" gebildet.
Gib das mal an eine KI: "atmosphärische convective cell und Eisbildung".
Das würde hier jetzt den Beitrag sprengen.
 
@giri Mit Verlaub, aber es gibt hier plötzlich eine Unmenge ans "Spezialisten", die ihre Ergüsse nicht nur auf YT veröffentlichen. Es wimmelt darin von nachweislichen Fakten, aber auch Vermutungen, aber der eigentliche Hintergrund hier ist wohl das Verlangen nach Clicks und Aufmerksamkeit.

Meine persönliche und subjektive Einschätzung sagt mir, dass es eventuell das Höhenleitwerk war, das sich vom Learjet gelöst hat. Ich gehe davon aus, dass es Bemühungen gab, den Jet aus dem Sturzflug abzufangen und das läuft über das Höhenruder. Allerdings durften die aerodynamischen Lasten so dermaßen hoch gewesen sein, dass es das Höhenruder abgerissen hat. Wie schon gesagt, lediglich eine Arbeitshypothese.
Strukturell sehe ich keine gravierenden Unterschiede zwischen Deinen Hypothesen und den Einschätzungen in dem verlinkten Video. Beide haben ihre Berechtigung und ich sehe keinen Grund zur Abwertung, nur weil etwas auf YT veröffentlicht wurde.
 
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