jetzt mache ich aber einmal weiter mit meinem bericht ueber sibuyan.
nach ca. 16 stunden erreichten wir dann die insel, nachdem wir einen zwischenstop auf der kleineren insel romblon gemacht hatten. diese insel gibt der inselgruppe ihren namen, obwohl sie die kleinste dort ist. schon von weitem kann man das warzeichen sibuyans sehen, den mount guiting guiting.
er ist 2050 meter hoch und die umgebung ist naturschutzgebiet.
gegen 10 uhr legte dann unsere faehre in ambulong, also im norden sibuyans, an. von dort aus fuhren wir mit dem jeepney ca. 2 stunden richtung sueden ins kleine staedtchen cadijucan, unserem ersten ziel.
kurz hinter diesem staedtchen muendet der cambujaoriver ins meer. diesem fluesschen hatten wir zu folgen um unser wirkliches ziel, das kleinen bergdoerfchen ilija, zu erreichen. die ersten 5 km kann man noch mit dem tricyckle fahren, aber dann gehts nur noch zu fuss weiter. das hoert sich so einfach an, aber auf dem weg dort hin muss man den fluss zweimal ueberqueren, jedoch sind dort keine bruecken vorhanden.
da wir ueber weihnachten dort bleiben wollten hatten wir natuerlich viele geschenke mit dabei, und unser gepaeck war dementsprechend umfangreich. wir waren also auf hilfe aus dem dorf angewiesen, denn ich konnte gerade so ohne gepaeck, jedoch unterstuetzt von einem einheimischen, den fluss passieren. zum glueck hatte der zu der zeit kein hochwasser, sonst haetten wir dort festgesessen.
dieses bild zeigt uns bei der ersten ueberquerung. das bier durfte natuerlich nicht fehlen, denn man muss alles was man so als zivilisierten normalmitteleuropaer braucht aus dem staedchen in die berge schleppen. hat man etwas vergessen, so hat man eben pesch gehabt, denn laeden oder so etwas aehnliches gibt es dort in der bergen nicht. ab diesem punkt ist auch keine handy mehr zu nutzen, da es keine funkverbindung gibt.
auf unserem weg kamen wir dann auch an dieses halb ins flussbett gerutschte healthcenter fuer die eingeboren vorbei. es ist, oder besser gesagt, es war die einzige anlaufstation fuer die bergbewohner wenn sie gesundheitliche probleme hatten. bei unserem letzten besuch an diesem ort stand das gebaeude noch ca. 20 bis 30 meter vom flussufer weg.
wenn man dieses bild sieht wird man verstehen mit welcher wucht der fluss bei hochwasser dann von den bergen zu tal schiesst. der wasserspiegel steigt um mehrere meter an und die bewohner des doerfchens ilaja sind in der zeit foellig von der aussenwelt abgeschlossen.
scherzhaft sagte ich beim anblick des kleinen hauses zu meiner frau: das wird man bestimmt fuer wenig geld mieten oder kaufen koennen. worauf sie verstaendlicherweise mit einem boesen blick antwortete.
weiter fuehrte uns der weg durch dichtem dschungel immer dem fluss folgend in richtung ilaja. meine frau kennt hier natuerlich jeder und mich mitlerweile auch. somit mussten wir gezwungenermassen desoefteren einen kleinen zwischenstop machen, was ich als ganz angenehm empfand, denn ich bin eben nun mal kein "krachselhuber" und das noch bei der hitze.
die karawane zieht weiter
kilometer um kilometer. so langsam naeherten wir uns dann dem punkt an dem wir den fluss zum zweiten mal ueberqueren mussten. ich freute mich schon darauf, denn das wasser ist kristallklar und ist ca. 22 grad kalt.
bis denne