Lateinamerika Ecuador 2019

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Honey Moon 2
Ich konnte es abends kaum erwarten neben ihr aufzuwachen und war morgens schon begeistert was mich am Abend alles mit ihr erwarten würde. Sie ließ es sich nicht nehmen mich jeden Morgen mit einem Blow Job zu wecken und war ich doch mal vor ihr wach, revanchierte ich mich natürlich. Ich glaube irgendwann stellten wir uns beide schlafend in der Hoffnung der Andere würde versuchen einen zu wecken. Meistens gewann ich jedoch dieses „Spiel“. Dann ging es gemeinsam duschen und ab zur Arbeit aber ich musste sie, wie versprochen, bei ihrer Wohnung rauslassen damit sie ein paar Sachen schnappen kann und mit dem Bus zur Arbeit kommt, damit die Kollegen nichts mitbekommen. Meinem Kollegen habe ich es natürlich erzählt, immerhin war er nicht dumm und sah mein Dauergrinsen schließlich auch. Ich freute mich für ihn, er sich für mich und alle waren glücklich. Bis er mir sagte, dass er nach dem Wochenende wieder zurückkommt, da seine Diana für eine Weile in Manabi arbeiten müsste. Nicht gerade begeistert aber verständnisvoll nahm ich es zur Kenntnis. Ich wusste, dass Antonella nicht bei mir bleiben würde, da sie Angst hätte, dass er davon erfährt und es Ärger gibt. Sie wusste immerhin nicht, dass ich ihn bereits eingeweiht hatte und ich war mir nicht sicher wie sie reagieren würde, würde sie es erfahren. Am Abend erklärte ich ihr die Situation und wie erwartet würde sie dann wieder bei sich schlafen aber sie schlug vor bei ihr zu wohnen oder uns zu mindestens dort zu treffen. Mich schauderte es zwar dort wohnen zu müssen aber was tut man nicht alles. Ich stimmte halbherzig zu und sie freute sich.​
Der letzte gemeinsame Abend in meiner Wohnung ist schnell erklärt. Wir waren wie siamesische Zwillinge im Lendenbereich miteinander verbunden. Die besten Ärzte hätten ihre liebe Müh gehabt uns zu trennen und so verging der Tag wie im Flug. Noch am Abend ging es für sie zurück und da ich wusste, dass ihr der Weg allein nach Hause Unbehagen bereitet, begleitete ich sie. Im Dunkeln sahen die Gegend und die Wohnung noch unangenehmer aus aber ich ließ mir nichts anmerken. Wir lagen noch eine Weile zusammen und redeten viel über Gott und die Welt bis ich irgendwann auch zurück musste. Somit ging die wohl schönste Woche bisher leider zu Ende.​
 
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Der lange Arm des Gesetzes
Montagmorgen. Die Stimmung ist gedämpft. Mein Kollege vermisst seine Diana und ich bin nur wenige Minuten von Antonella entfernt doch muss mich in Zurückhaltung üben. Immerhin bin ich nach Feierabend mit ihr verabredet, was mein Gemüt ein wenig erhellt. Doch Dobby blickt wie ein geschlagener Welpe und leidet elendig. Er ist wirklich zu bemitleiden. Nach Feierabend fahr ich direkt zu Antonella und mein Kollege ist schon wieder am Telefonieren und bekommt nicht mal mit, dass ich nicht neben ihm im Taxi sitze. Antonella wartet bereits sehnsüchtig auf mich, man könnte meinen wir hätten uns ewig nicht gesehen, dabei ist der letzte Kontakt keine 2h her. Wir reißen uns förmlich die Kleider vom Leib und pimpern wild umher bis wir völlig entkräftet irgendwann im Bett liegen. Diese Frau macht mich echt verrückt. Sie zieht mein Hemd an und beginnt für uns zu Kochen. Der Anblick von ihr in meinem Hemd ist wundervoll und so dauert es nicht lange bis mich wieder die Lust packt. So geht es eine ganze Weile bis ich dann doch irgendwann wieder nach Hause muss und mich schließlich auf den Weg mache.​
Dort angekommen kann ich Dobby nirgends erblicken aber ich dachte mir nichts weiter dabei immerhin war es schon spät und er würde wohl schon schlafen also ging es auch für mich schnurstracks ins Bett. Am nächsten Morgen erwarteten mich schon etliche Nachrichten von Antonella, dass sie sich auf den Abend freuen würde und ich mir doch ein paar Sachen zum Übernachten einpacken sollte. Ich konnte mich zwar nicht wirklich für diese Idee begeistern aber den Wunsch abschlagen wollte und konnte ich ebenso wenig also stimmte ich zu. Zu meiner Verwunderung war mein Kollege immer noch nicht zu sehen und ich machte mir langsam Sorgen. Sein Zimmer war abgeschlossen und ans Telefon ging er auch nicht obwohl ich es hören konnte. Ich brüllte schließlich durch die Tür, dass ich diese eintreten werde, wenn er jetzt nicht antwortet. Anders als erwartet öffnete er nicht die Tür aber rief an. Seine Stimme war fast weg als er mir erklärte, dass er krank sei und nicht zur Arbeit geht aber ich mir keine Sorgen machen soll. Ich glaube eher, dass er die ganze Nacht geheult hat und deshalb nicht rauskommt aber das ging mich nichts an also sagte ich ihm, dass wir uns erst morgen Abend wiedersehen und er nahm es stoisch hin.​
Nach der Arbeit wieder also wieder schnell zu Antonella. So langsam finde ich an diesem Versteckspiel gefallen. Es hat etwas verruchtes sich nach der Arbeit heimlich mit seiner Kollegin zu treffen und bis zur völligen Erschöpfung zu vögeln. Allerdings war mein Risiko auch weitaus geringer als ihres wenn es um ernsthafte Konsequenzen geht aber daran dachte ich erstmal nicht, denn ich hatte Besseres zu tun. Sie umsorgte mich wie ich es sonst nur aus den Filmen aus oder über die 50/60er Jahre kannte. Mir wurde sofort ein Getränk meiner Wahl gereicht, die Sachen wurden feinsäuberlich zurecht gelegt und für den nächsten Tag vorbereitet, zu essen gab es wann und was ich wollte und regte sich etwas in meiner Hose wurde unverzüglich für Abhilfe gesorgt. Zu praktisch jeder Tages- und Nachtzeit konnte ich alles mit ihr anstellen was ich wollte. Sowas hatte ich in meinen vorherigen Beziehungen in Deutschland eigentlich nie erlebt. Klar war die Zeit auch schön aber so etwas kannte ich bis dahin noch nicht. „Heiratsmaterial“ schoss mir in den Kopf aber ich konnte und wollte nicht so weit gehen. Als ich am nächsten Morgen wie üblich geweckt wurde, (ich war schon wach, denn in der Bude habe ich kein Auge zu gemacht;-)) packte ich ihren Kopf und stieß ein paar Mal so tief in ihren Hals wie ich konnte. Ich war selbst von mir erschrocken doch im Halbschlaf überkam es mich förmlich. Aus Gewohnheit wollte ich mich sofort entschuldigen, doch sehr zu meiner Überraschung machte sie einfach so weiter bis ich ihr das kleine Frühstück direkt vorm Mageneingang ablegte(schön wär’s). Sie machte alles sauber, grinste kurz und ging in die Küche um das richtige Frühstück vorzubereiten. Es lag entweder an der unzureichenden Länge meinerseits oder aber an den Fähigkeiten ihrerseits. Tief in meinem Herzen weiß ich dass es Ersteres ist doch ich rede mir selbst Letzteres ein. Besser kann ein Tag nicht beginnen und auch die anstehende Arbeit vermag dieses Mal nicht mir die Stimmung zu versauen.​
 
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Der lange Arm des Gesetzes Teil 2
Dobby war noch immer nicht am Arbeitsplatz und ich entschloss heute Abend der Sache auf den Grund zu gehen. Ich musste schweren Herzens Antonella für heute absagen und erklärte ihr, dass ich mich um meinen Kollegen sorge. Sie war zwar traurig aber verstand mich und wir würden uns ja morgen sehen. Ich bin also gerade auf dem Weg ins Apartment als die Tür sich öffnet und plötzlich Diana vor mir steht. Ich kann nicht sagen wie ich mich gefühlt habe immerhin hatten wir auch lustige und schöne Zeit verbracht aber dieses leidige Thema kam dennoch immer wieder auf. Die beiden wollten gerade zum Abendessen und fragten ob ich mich anschließen will. Mein Kollege wirkte alles andere als krank und ich hätte ihn dafür eine knallen können, denn immerhin hatte ich einen tollen Abend mit Antonella abgesagt um nach ihm zu schauen. Ich willigte ein weil mich interessierte was sie hier will und was die Geheimnistuerei soll. Beim Essen erklärte sie mir, dass sie in Manabi Ärger mit der Polizei hätte und erstmal bei uns abtauchen will. Meine Ohren wurden größer und größer. Warum zum Teufel sollte ich eine polizeilich gesuchte Drogendealerin bei mir aufnehmen und mich im schlimmsten Fall auch noch mit schuldig machen?! Aber wenn man sich bei ihr auf eines verlassen kann, dann das es sich um irgendeine Dummheit in Bezug zu der Frauenrechtsdebatte handelt, und siehe da, es ging tatsächlich genau darum. Sie und ihre Aktivistinnenfreunde haben in Manabi an einem Brückengeländer ein Spruchband mit irgendeinem kontroversen Thema gehängt und wurden dummerweise von einer örtlichen Politikerin dabei beobachtet und bei der Polizei angezeigt. Als daraufhin Beamte ins Büro kamen um sie, wie sie sagt, festzunehmen, sei sie getürmt und verstecke sich nun hier in Guayaquil bei uns. Ganz wohl war mir bei dem Gedanken zwar nicht aber ich war mir ziemlich sicher, dass so eine Lappalie für uns keine Konsequenzen haben würde also legte ich mein Veto bei und ließ die beiden Turteltauben ihren Spaß, ich könnte schließloch immer noch zu Antonella ziehen wenn es nötig wäre.​
 
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Karneval in Rio...ähh Quito
Der Karneval stand an und das bedeutete für uns ein verlängertes Wochenende. Schon vor der Abreise stand für uns fest, dass wir die Hauptstadt sehen wollen und einmal in die Anden müssen also bot sich Karneval geradezu an. Es war schnell klar, dass wir bzw. ich Diana nicht loswerden würde also fragte ich Antonella ob sie nicht mitkommen möchte. Sie war sofort begeistert aber lehnte ab als sie erfuhr, dass mein Kollege mitkommt. Ich dachte nicht weiter darüber nach und erzählte ihr, dass er eh schon bescheid weiß und ich diese Ausrede dieses Mal nicht gelten lasse. Ich hatte es kaum ausgesprochen, da merkte ich was ich gerade getan hatte. Ich erzählte ihr quasi nebenbei, dass unser Geheimnis schon lange keines mehr ist und die Hölle brach über mich herein. Sie war außer sich vor Wut und beschuldigte mich ihr ganzes Leben zu zerstören nur um ein wenig Spaß zu haben. Sie hatte natürlich nicht ganz Unrecht aber ich fand ihr Verhalten dennoch etwas übertrieben. Auch als ich ihr erzählte, das er schon eine Weile Bescheid weiß aber er natürlich niemals ihren Chef informieren würde, beruhigte sie sich nicht, ganz im Gegenteil, sie wurde immer aufbrausender und schrie mich förmlich an. Mir wurde es plötzlich zu bunt und ich erwiderte, dass sie sich keine Sorgen machen müsse, bisher sei nichts passiert und in Zukunft wird es keine Treffen außerhalb der Arbeit mehr geben, sodass ihre Angst unbegründet sei. Sie verstummte urplötzlich und brach in Tränen aus. Sie tat mir unendlich leid aber der Kern ihrer Aussage und die Angst um ihre Karriere war nicht unbegründet und ich wollte am Ende nicht schuld sein, dass sie in einem dieser Papphäuser am Straßenrand hausen muss. Um ehrlich zu sein, war ich mit Situation etwas überfordert aber ich war mir in diesem Fall sicher. Es würde kein Zurück geben also verließ ich sie schweren Herzens mit einer Träne im Auge. In diesem Moment hätte ich sterben können aber es war das Beste so.​
Nun war ich also der Liebeskummer geplagte Kasper, der seinem Turteltaubenkollegen zusehen musste wieviel Spaß er mit seiner Angebeteten hat aber da ich nun schon einmal hier war, konnte ich auch die Tour nach Quito und Banos mitmachen. Die nächsten Tage bis zum Wochenende waren die reinste Folter. Ich lief Antonella gefühlt ständig über den Weg und es herrschte eisige Stimmung zwischen uns, die keinem gefallen konnte. Meinem Kollegen blieb es natürlich nicht unbemerkt und ich gab ihm eine Kurzfassung der Geschichte, er schaute mich nur an und sagte „besser is“, letztlich musste ich ihm schweren Herzens zustimmen.​
 
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Nahtoderfahrung
Irgendwie schaffte ich es bis Donnerstag zu überleben und nicht ständig in Tränen auszubrechen, wenn ich Antonella sah und so stand dem Karneval nichts mehr im Weg. Tja, denkste! Beim Lunch knackte es plötzlich im hinteren Backenzahn und ein nicht unerheblicher Schmerz überkam mich. Vor der Abreise bin ich extra zu meinem Zahnarzt gegangen und bat ihn um einen Check-Up um genau vor so etwas bestmöglich gewappnet zu sein. Er empfahl mir eine Füllung zu erneuern, die wohl nicht mehr ganz fest sitzen würde. Ok, gesagt, getan. Genau diese Arschlochfüllung (Hammer Wortspiel) ist mir jetzt gebrochen und an eine Abreise war nicht zu denken. Panisch rief ich bei meiner Versicherung an aber die konnten rund 11.000 km entfernt natürlich wenig machen aber sie gaben mir zu verstehen, dass ich jeden Arzt aufsuchen kann und die Rechnung anschließend einreichen muss. Der ganze Bürokratiemist war mir gerade sowas von egal aber was hatte ich eigentlich erwartet? Ich rief bei mehreren Ärzten an, Topidee ohne Spanischkenntnisse also musste Diana mir helfen, was sie zum Glück auch Tat aber sehr zu meinen Ungunsten hatten fast alle Zahnärzte wegen den bevorstehenden Feiertagen bereits geschlossen. Nur der kostenfreie Unizahnarzt sei bei Notfällen zu erreichen. Scheiß drauf, hol den ran jetzt, ich sterbe gleich. Also gut eine Stunde mit dem Taxi in eine Art „Praxis“ gefahren. Es handelte sich dabei mehr um eine Abstellkammer in einem der runtergekommenen Unigebäuden und der 70er Jahre Charme lag überall in der Luft. Diana war als Livedolmetscher per Telefon dazu geschaltet und so legte der gute Mann los. Ich habe selten eine schlimmere Zahnarzterfahrung erlebt als an diesem Tag. Dabei rede ich nicht einmal von den Schmerzen, denn diese waren auszuhalten aber das flackernde Licht der alten Glühbirne, der qualmende Bohrer in meinem Mund und die Ungewissheit was er da eigentlich tut brachten mich dazu Blut und Wasser zu schwitzen. Die gute Keramikfüllung bot dem alten Bohrer erbitterten Widerstand aber irgendwann gab sie schließlich nach und er klebte mir irgendeine hässliche braune Masse in den Zahn, die in den nächsten Tagen aushärten würde. Moment Mal? Tage? Was’n das für’n Scheiß! Ich konnte aber nichts tun und war froh, dass der akute Schmerz vorüber war und so musste ich eben eine Weile auf der anderen Seite kauen. Der „kostenlose“ Zahnarzt hat mich übrigens 75$ gekostet…​
 
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MILF Hunter in Quito
Frisch verarztet konnte ich also doch an der Reise teilnehmen auch wenn meine Vorfreude die letzten Stunden etwas gelitten hatte. Liebend gern hätte ich mich von Antonella verwöhnen lassen aber diese Tür war ja bekanntlich zu und vernagelt. Ich packte also ein paar Sachen für die nächsten Tage ein und erst jetzt begann die eigentliche Planung. Wir haben echt schnell den lateinamerikanischen Lebensstil verinnerlicht, früher hätte ich nie eine Reise unternommen ohne 2 Wochen vorher zu wissen wo genau es hingeht und was es zu entdecken gibt aber so lebt es sich doch recht entspannt. Ich schlug vor einen Inlandsflug zu buchen um uns ca. 10h Busfahrt zu ersparen aber die 90$ Flugkosten, schreckten D&D ab, sodass wir zum Terminal aufbrachen und uns ein Busticket für 16$ kauften. Die Busfahrt war erstaunlich bequem, denn es handelte sich um eine Art Schlafbus mit Liegen anstatt Stühlen und so gingen die 10h halbwegs vernünftig rum. Wie ich erfuhr stammte Diana gebürtig aus Quito und wusste alles über die Stadt, sie zeigte uns die imposanten Kathedralen und Märkte, den Gipfel eines 4000m hohen Berges von dem man 7 Vulkane sehen kann, wenn es denn nicht gerade so bewölkt ist wie an diesem Tag. Da ich bei dem Flug verlor, bestand ich dieses Mal auf eine richtige Unterkunft und nicht so ein schäbiges Hostel wie sonst und so buchten wir über AirBnB ein ganzes Loft in der Innenstadt inklusive Dachterrasse für zwei Nächte. Die beiden Turteltauben gingen direkt in eines der Schlafzimmer und ich saß mutterseelenallein im Wohnzimmer und starrte Löcher in die Luft. Wie schön wäre es jetzt mit Antonella eines der Betten einzuweihen oder es einfach auf dem Dach zu treiben? So überkam mich mal wieder das Badoofieber und ich suchte erneut nach Ablenkung. Dabei fiel mir plötzlich ein, dass ich das letzte Mal nach Ablenkung von Belén gesucht habe und diese doch in Quito wohnte. Sofort sprang mein Herz auf und ab und ich müsste Diana später fragen ob sie nicht Lust hätte Belén zu treffen, da wir ja schon mal hier sind, ganz ohne Hintergedanken versteht sich. Auch in Quito gab es viele hübsche Frauen und die Matches versprachen viel Spaß.​
Irgendwann kamen auch D&D wieder aus ihrer Höhle und wollten etwas essen gehen. Gute Idee dachte ich und so besuchten wir eine umgebaute Kirche, die jetzt als Kneipe/Restaurant diente. Endlich mal eine sinnvolle Verwendung von Kirchenbauten dachte ich mir, sprach es aber nicht aus immerhin ist das Land erzkatholisch und ich wollte keinen Glaubenskrieg vom Zaun brechen allerdings waren Diana und ich da mal einer Meinung. Sie verabscheute die Kirche wegen der überholten Vorstellung über Verhütung und Rolle der Frau und ich weil ich diesen ganzen Religionsmüll als Schwachsinn empfinde. Ich nutzte die aufgelockerte Stimmung um Diana nach Belén zu fragen aber sie erklärte mir, dass Belén momentan in Brasilien ist für einen Job ihres Freundes. Hätte sie gewusst welchen Dolch sie mir damit ins Herz rammt, sie hätte wohl noch mehr erzählt aber ich war bereits am Boden zerstört und ertrank meinen Schmerz in viel zu viel Bier und wollte nur noch vergessen. Erst Antonella und jetzt noch Belén vielleicht gab es Gott ja doch und er ließ mich seinen Zorn spüren aber nach weiteren 3 Gläsern Bier war auch der Gedanke im Gerstensaft erstickt. Diana schlug vor eine bekannte Kneipentour eines benachbarten Hostels mitzumachen. Sie kennt den Besitzer oder die Freundin ich weiß es nicht mehr aber der Gedanke auf eine Sauf- und Partytour gefiel mir ausgesprochen gut. Für 20$ wurden wir von Bar zu Bar oder Club zu Club gefahren und die Stimmung war wundervoll.​
In einer Karaokebar gaben mein Kollege und ich 99 Luftballons zum Besten und die Menge tobte, zumindest glaubten wir das aber der Alkohol spielte uns wohl einen Streich. Die Truppe bestand aus allerhand Menschen. Darunter auch zwei junge Britinnen, denen unser Gesang aufgefallen war. Wir lachten sie kurz wegen des Brexits aus und feierten eine Weile mit ihnen bis wir irgendwann am Ende der Tour in eine Art Disco strandeten. Eine sehr kurvige Schönheit schaute immer mal wieder zu mir rüber und ich zu ihr. Kaum noch her meiner Sinne, ging ich rüber und fragte ob sie tanzen wolle. Sofort drehte sie sich um und rieb ihren üppigen Hintern an meinen Lenden. Für mich in diesem Zustand war sofort klar: die oder keine! Heiraten, einpacken und ab nach Deutschland aber zum Glück geht es selbst in Ecuador nicht so schnell also nahm ich sie erstmal nur mit nach Hause. Ob wir zusammen mit D&D zu Hause ankamen weiß ich nicht mehr aber ich bin sofort mir ihr in mein Zimmer gegangen. Das enge schwarze Kleid streifte ich ihr ab wie die Pelle von der Bifi und los ging der wilde Spaß. Anders als bei Antonella stieß meine Kehlenerforschung mit der Spezialsonde direkt auf Widerstand also warf ich sie mehr oder weniger aufs Bett und rammelte los wie ein Karnickel. Alles drehte sich und ich kam mir vor wie im 3D-Kino in Babelsberg. Irgendwann legte ich mich hin und ließ sie machen. Sie war deutlich reservierter was mir heute gar nicht passte also wieder zurück und den Duracellmodus aktiviert. Nach einer gefühlten Ewigkeit riss ich förmlich das Kondom runter und verteilte mein Erbgut nicht wie erhofft irgendwo auf ihr sondern mehr oder weniger im gesamten Raum. Das Zielen war in diesem Stadium einfach nicht mehr möglich. Sie keuchte, ich keuchte und ich fiel sofort aufs Bett und in eine Art Koma. Erst am nächsten Morgen sah ich so richtig was ich da eigentlich im Bett hatte. Den Namen weiß ich bis heute nicht und werde ihn auch nicht mehr erfahren. Sie war ungefähr Mitte 40 und erzählte mir von ihrem Sohn der in Quito zur Uni ging und wir ihn ja vielleicht heute zusammen besuchen könnten. HAAAALT STOP! Was habe ich nur getan?! Ich hoffte, dass die Vorstellung über Heirat und Kinder auch eine Vorstellung blieb oder hatte ich Vollidiot im Suff ihr etwas Dummes erzählt? Ich suchte eine Ausrede und erklärte ihr, dass ich ja nur noch heute in der Stadt sei und unbedingt zum Äquator reisen wolle. Sofort stimmte sie zu und schloss sich unserer Reisegruppe an. Anfangs hatte ich so gar keine Lust darauf aber bei längeren Überlegen, fiel mir ein, dass ich sonst mit D&D alleine wäre und wie das sprichwörtliche dritte Rad am Wagen den beiden hinterher trotten würde also entschloss ich mich tatsächlich die Namenlose mitzunehmen.​
 
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Mitad de Mundo
Nach einem ausgiebigen Katerfrühstück ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch schon los zum „Mitad del Mundo“ also zum Äquator. Rund 1,5h später kamen wir auch endlich am Monument an. Ich muss sagen es war wirklich schön. Wir sahen viele traditionelle Tänze der Indigos, das gesamte Gebiet ist ein touristisches Highlight und man merkt, dass dort viel Liebe und Mühe investiert wurde. Dank unserer Begleitungen lernten, wir allerdings schnell, dass der eigentliche Äquator gar nicht da ist, wo das riesige Monument steht und die ganzen Touristen ihre Fotos machten sondern rund 150m weiter südlich. Also gingen wir über Feldwege und Schotterstraßen zum eigentlichen Äquator. Auch dort gab es ein Infozentrum mit angebotenen Führungen. Genau das richtige für uns. Der nette Guide erklärte uns, dass durch neueste Militärvermessungen der eigentliche Äquator vor rund 10 Jahren neu definiert wurde aber man natürlich nicht, dass gesamte Tourizentrum verlegen konnte also wurde hier ein kleineres eröffnet von dem die Meisten aber nichts wussten, wie wir. Er zeigt uns allerhand beeindruckender Spielereien von denen ich bis heute nicht alles durchschaut habe und am Ende durfte sich Dobby sogar Egg-Master nennen, da er es als einziger aus der Gruppe schaffte ein Ei so auf einem Nagel zu platzieren, dass es nicht umkippte. Schon lustig wie er sich Meister der Eier nennen darf, obwohl er seine eigenen an Diana verlor aber das ist ein anderes Thema. Egal wo man sich auf dieser Welt rumtreibt, es kommt mir so vor als treffe man überall Deutsche, so auch am Äquator in Ecuador. Mein Kollege und ich unterhielten uns untereinander natürlich auf Deutsch, sodass irgendwann ein Mädel auf uns zu kam und uns ansprach. Ihren Namen weiß ich nicht mehr aber sie war ganz nett und erzählte uns, dass sie ihre Masterarbeit hier in Ecuador schreibt und gerade dabei ist das Land zu erkunden. Wir erzählten ihr im Gegenzug von unserem Projekt. Diana verstand sich auf Anhieb mit ihr und so wurde sie kurzerhand eingeladen mit uns den Abend zu verbringen.​
Wie kehrten also zu fünft zurück. Meine Begleitung musste irgendwann auch mal nach Hause und so setzte ich sie in ein Taxi und verabschiedete mich. Sie schlug mehr oder weniger durch die Blume vor uns doch nach Banos zu begleiten, doch ich ignorierte es gekonnt und ich sah sie nie wieder. Beim gemeinsamen Abendessen mit der Studentin kam das Thema mit Banos allerdings auch auf und sie fragte uns, ob sie sich anschließen könne. Wir hatten eigentlich nichts dagegen also stimmten wir zu. Als Dank sorgte sie auch für die Unterkunft was sich im Nachhinein als Fehlgriff herausstellte aber naja, man lernt ja nie aus. Wir streiften noch ein wenig durch Quito, doch der lange Wandertag machte sich doch irgendwann bemerkbar also gingen wir zurück und verabredeten uns mit der Studentin am Busterminal um 10 Uhr. Sehr zu meiner Freude waren alle pünktlich und es konnte losgehen.​





 
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Beim durchstöbern meines damaligen Laptops hab ich tatsächlich noch ein paar Bilder gefunden:

1. MILF aus Quito

2. Whintey:

 
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Banos de Aqua​
Gut 4h dauerte die Fahrt ins schöne Banos de Aqua. Eine in den Bergen liegende Kleinstadt, die tatsächlich malerisch aussieht. Da wir aber nur eine Nacht haben, entschließen wir uns für eine Rundtour durch die Stadt und die Berge mit anschließender Erkundung des Nachtlebens aber zuerst mal Sachen abstellen und Mittagessen. Die für uns ausgesuchte Unterkunft war zwar günstig aber auch relativ weit ab vom Schuss, d.h. wir mussten jedes Mal 20min den Berg runter und 40min wieder hoch wenn wir zum Zentrum wollten. Noch dazu handelte es sich um eine Art Guru aus den 70ern der sein Obergeschoss an Touristen vermietete. Die Studentin war hin und weg, immerhin achtete der Mann auf seinen ökologischen Fußabdruck und versuchte sich weitestgehend autark zu versorgen. Die Begeisterung meinerseits hielt sich doch arg in Grenzen. Jetzt hatten wir also nicht nur einen Feminazi im Schlepptau, sondern auch noch eine Ökotussie, das kann ja was werden. Die Zimmeraufteilung sorgte ebenso für Unmut, denn die Studentin buchte aus Kostengründen ein 4 Mann Zimmer aber D&D wollten ein wenig die Zweisamkeit genießen. Da wir allerdings die einzigen Gäste waren und auch nur eine Nacht blieben, bot uns der Guru ein weiteres Zimmer an und wir teilten uns auf. Rund 20min später buchten wir eine die Tour und hatten noch rund eine Stunde Zeit bis es losging also erkundeten wir die nähere Umgebung. Als alte Karnevaltradition bespritzen sich die Leute hier mit Wasser oder eine Art Schaum, warum auch immer. Wir wollten aber keine Spielverderber sein und machten mit. Dumm nur, dass du mit einer Wasserpistole oder einer dieser Sprühflaschen bewaffnet natürlich auch zum Ziel wirst, so kamen wir eine Stunde später völlig durchnässt beim offenen Touribus an. Die Tour selbst war der Hammer. An verschiedenen Hotspots wurden wir rausgelassen um die Schönheit des Landes und vor allem der Anden zu bewundern. Wir sahen riesige Wasserfälle, gingen über wackelige Hängebrücken und kämpften mit Fauna und Flora im fast unberührten Teil der Natur (so unberührt es an Touristenhotspots sein kann). Wir passierten auf mehrere Dörfer und es schien als haben die Kinder nur auf die Busse gewartet. Bewaffnet mit Kubikmetern an Wasser gossen sie regelrecht Eimer von den Dächern in die Busse. Auch der klägliche Versuch uns mit den Sprühflaschen oder den Wasserpistolen zu wehren wurde förmlich weggespült. Der geschützte Busfahrer hatte seinen Spaß und stoppte oft oder fuhr extra langsam damit die Kinder genug Zeit hatten uns nass zu machen. Wir haben viel gelacht aber noch mehr gefroren, denn der Wind in den Bergen und die völlig durchnässten Klamotten waren eine ungünstige Kombination. Nach rund 4h war die Tour auch schon wieder vorbei und wir wollten erstmal eine warme Dusche genießen aber ich hatte die Rechnung ohne den Guru gemacht. Es gab zwar fließend Wasser aber warm? Warum denn bitte warm? Gefühlt dreckiger als vorher und immer noch durchgefroren, gingen wir zum Abendessen wieder runter in die Stadt. Wir tingelten anschließend durch einige Bars und Clubs und hatten alles in allem einen schönen Abend. Zum Abschluss setzten wir uns in eine Art Park genau in der Mitte der Stadt und lauschten einer Liveband die allerhand Coversongs zum Besten gab. Am nächsten Morgen stand außer Abschied nehmen und Rückfahrt nach Guayaquil nicht viel an dachte ich zumindest, denn die Studentin entschloss sich kurzerhand mit uns zu kommen, da sie Guayaquil noch nicht kannte aber natürlich unbedingt dorthin wollte. Es war ihr gutes Recht und immerhin hatte ich so eine Sitznachbarin mit der man sich unterhalten konnte, so vergingen die 5h Fahrt relativ schnell. Während der Fahrt buchte sie sich eine Unterkunft, ganz in unserer Nähe damit wir ggf. zusammen was unternehmen oder wir ihr die Stadt ein wenig zeigen können immerhin waren wir nach 8 Wochen schon fast Einheimische hier. Da ihr Check In erst ab 18 Uhr möglich war, luden wir sie zu uns ein, damit sie nicht mit Sack und Pack auf der Straße rumlungern muss. Gentleman wie ich eben bin, bot ich ihr sogar an die 10 Minuten bis zu ihrer Unterkunft mit ihr zu gehen und ihr mit ihrem Gepäck zu helfen immerhin hatte sie all ihr Hab und Gut in einem rieseigen Rucksack verstaut, der schwerer war als sie denke ich. Ich brachte sie also dorthin, verabschiedete mich und ging zurück.​











 
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Die Rache Gottes
Nach einem Erholungsbier und ein wenig Gossip mit meinem Kollegen ging es recht zeitig ins Bett, da wir immerhin auch mal wieder zur Arbeit schauen wollten. Der Vormittag verlief wie immer: Antonella und ich würdigten uns keines Blickes, die Arbeit war interessant aber am Ende nutzlos und ich schleppte mich zur wohl denkwürdigsten Mittagspause, die ich je erlebte und hoffentlich auch nie wieder erleben werde. Wir waren gerade am Tisch angekommen und erzählten etwas über unsere Pläne für die kommenden letzten Wochen. Was wollen wir unbedingt noch sehen und wofür reicht die Zeit nicht mehr? Ziehen wir komplett durch oder machen wir noch eine Woche „Urlaub“. Unser Gespräch wurde just unterbrochen als plötzlich alle hektisch aufsprangen und wegliefen. Noch bevor ich verstand was hier eigentlich los ist, rannte auch Dobby los und stellte sich auf offener Fläche hin und schaute panisch umher. Als ich die Deckenventilatoren schwingen sah und die Tische und Stühle sich bewegten, verstand ich: die gottverdammte Erde bebt gerade unter meinen Füßen!!! Viele der Leute kreischten und hatten panische Angst. Als Ausländer, der so etwas gar nicht kannte, brauchte ich einen Moment um zu verstehen was hier passiert aber wenn du die Einheimischen in Panik siehst, wird dir schlagartig ganz anders und du reagierst nur noch. Der ganze Spuk dauerte vielleicht 10 Sekunden und die Menschen beruhigten sich wieder und verschwanden in alle Himmelsrichtungen.​
Völlig überfordert mit der Situation und unwissend was wir zu tun haben, gingen wir zurück ins Büro um uns beim Chef zu informieren. Alle standen vor dem Gebäude und telefonierten hektisch mit ihren Angehörigen wie ich vermutete und das mulmige Gefühl wurde immer stärker. Irgendwann kam der Chef grinsend zu uns und fragte uns ob es unser erstes Erdbeben gewesen sei. Unseren Gesichtern nach war es wohl offensichtlich. Er erklärte uns, dass es in Ecuador häufig zu Erdbeben kommt und die Leute eigentlich daran gewöhnt sind, doch vor einigen Jahren gab es ein heftiges Erdbeben mit vielen Toten und Verletzten. Manche Regionen haben sich noch immer nicht davon erholt, wie z.B. Manabi also dem Wohnort von Diana. Dobby wurde noch bleicher und zog sich mit seinem Handy kurz zurück. Ich redete weiter mit dem Chef und er erklärte mir, dass wir jetzt eine Stunde warten und dann zurück in die Gebäude können. Ich dachte ich hätte mich verhört. Nach so einem Schock sollten wir einfach wieder an die Arbeit gehen als ob nichts gewesen wäre? Nach längerem Überlegen erschien es aber logisch. Kommt dies tatsächlich öfter vor, kann nicht jedes Mal das ganze Land in Panik verfallen. The Show must go on dachte ich mir und beruhigte mich langsam etwas.​
Als mein Kollege zurückkam und ich ihm sagte, dass es in einer Stunde weitergeht, wäre er beinahe abgeklappt. Er machte mir unmissverständlich klar, dass er jetzt zu Diana fährt, die völlig verängstigt bei uns in der Wohnung sitzt bzw. davor und auf ihn warte. Ich konnte ihn zwar verstehen aber wollte selbst nicht mit zurück und so trennten sich unsere Wege bis zum Feierabend erstmal wieder. Die Stimmung im Büro war, ich würde sage, angespannt, jedes Mal wenn eine Tür zuflog oder etwas knallte, blickten alle panisch umher und waren bereit loszurennen. Ich verbrachte den Rest des Tages damit alles über Erdbeben und Ecuador zu lesen was Google hergibt und mir wurde Angst und Bange. Das Beben von Manabi mit einer Stärker von 7,8 auf der Richterskala war eines der heftigsten überhaupt. Brücken stürzten ein, ganze Straßen verschwanden und viele Tausend Menschen starben. Ich erinnerte mich nicht damals so etwas in den Nachrichten gehört zu haben aber wahrscheinlich war die Europameisterschaft einfach wichtiger für uns. Ich las auch, dass ein Beben selten allein kommt, so sei es üblich, dass es mehrere Nachbeben gibt, wobei diese sogar stärker ausfallen können als das Erste. Super dachte ich mir und schaute schon mal nach Rückflügen in den kommenden Tagen.​
 
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