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PattayaKleiner Newbiebericht – 14 Tage Patty März 2015
So, an was kann sich mein Resthirn noch erinnern?
Neben Mikes Shoppingtempel haben wohl die Künstler von Pattaya ihre Buden, sprich dort gibt’s Bilder und man kann sich malen oder tätowieren lassen. Tätowierungen sind nicht so meins, aber abpinseln wollte ich mich schon lange mal lassen. Seit ewigen Zeiten hab ich dazu auch immer eine Papphülse für den Transport des Bildes im Gepäck. Ich hab mich im Hotel soweit das noch möglich ist, im Gesicht aufgehübscht und ein sauberes Hemd angezogen. Mit einem der Maler bin ich mir dann recht schnell handelseinig geworden, 1600 Baht davon 1000 als Anzahlung, ja und bis Sonntagfrüh „no pompem“. Ein paar Fotos gemacht, daß beste ausgewählt, fertig. Ich sollte am nächsten Tag nochmal vorbei schauen.
Weiter gings dann zum Inder mit den „originalen“ Hosen aus dem Hause Levis. Der zog sofort eine aus seinem Stapel, die mir wohl passen würde. Ich zeigte aufs Schild und meinte nein, also 45-er Weite kann nicht sein. Das ich ein bisschen Pumpui bin is ja Ok. Aber gleich Rüsselgazelle? Nö! Nun ja, natürlich hatte ich mich da geirrt, und lies mich belehren das dies Thaimaß sei. Nun gut, eigentlich isses egal. Levis hin oder her, es ist ne Jeans für ca. 20 Eus die ich am Ende auch auf Arbeit anziehen kann. Also kam es zu Anprobe. Das Knopfloch über dem Reissverschluss war zwar genäht, aber noch lange nicht aufgeschnitten. Dies wurde vom emsigen Inder natürlich sofort nachgearbeitet. Ich fands nicht so prickelnd als da ein fremder Kerl mit ner Nagelschere ca. 20 cm vor meinem Pimmel rumfuhrwerkt. Knopf zu, und die Hose passte soweit, aber wohl gefühlt hab ich mich nicht in ihr. Eine andere Hose wollte ich eventuell noch probieren, aber da griff sich der Stoff schon Scheisse an. Der Verkäufer wollte mich dann noch über den Preis ködern, aber ich zog es vor, den Stand in meinem alten Beinkleid zu verlassen. Wenn ich mich in Klamotten nicht auf Anhieb wohl fühle, ziehe ich sie nicht an. Somit brauche ich sie nicht kaufen, preiswert hin oder her.
Mit Melly war ich abends auf irgendeinem Markt in Pattaya, wo genau weis ich nicht mehr. Neben einem Tempel, hatten Mönche ein großes Zelt aufgebaut wo sie sich um das Wohl ihrer Schäfchen kümmerten. Mehr oder weniger schon all inclusive, denn auch ans Geld wechseln war gedacht.
Melli macht ja bei jedem größerem Buddha ihren Wai, und somit war sie hier in ihrem Element. Sie ist sonst sehr sparsam, hat von mir nie irgendwas extra gewollt, aber hier gab es für sie keine Bremse. Die 20 Bahtscheine sind nur so geflogen. Einen Baum mit 20 Baht schmücken, für eine Wunsch-draufschreib-Karte 20 Baht, normale Kollekte, Räucherstäbchen hier, Goldblättchen kleben da, einige Glücksarmbänder, es gab etliche Gründe sich immer und immer wieder von 20 Baht zu trennen. OK, 20 Baht, für uns isses kein Geld. Aber ob das auch für Melli zutrifft? Nur mal so, sie hat kein Smartphone, lediglich eine billige Klingelbox womit sie telefonieren und simsen kann. Und in all den Tagen hatte sie auch immer die gleichen Schuhe an.
Aber es war Wahnsinn wie sie nach der Zeremonie wirklich bis über bei Ohren strahlend zurück kam. Und, auch ich wurde mit einem Glücksarmband bedacht, irgendwie nett. Ich fragte sie, wieviel Geld sie ausgegeben hatte, die Antwort war mit einem lächeln: „Immer nur 20 Baht“.
So, nicht nur der letzte volle Tag des Urlaubs war angebrochen (weil am nächsten Tag holt mich ja gegen Mittag das Sammeltaxi). Ab heute darf ich auch dem Radiowecker keine mehr runter hauen wenn er mich mit der Filmmusik des Klassikers von Ernest Hemingway weckt. Grummel!
Melli hab ich nach der Morgenzeremonie unter irgendeinem belanglosem Grund nach Hause geschickt. Natürlich hatte ich mit ihr eine Uhrzeit ausgemacht, wo sie wieder ins Hotel kommen soll.
Somit hatte ich Zeit um mir mein Geburtstagsgeschenk zu schenken. Eine Session im Devils Den, wo ichs zum Schluß nochmal krachen lassen wollte. Ich hatte vor längerer Zeit gelesen das dort die Lucy abgehen soll. Allerdings las ich dann auch Berichte, wo die Leute nicht so begeistert waren. Ich erklärte mir dies, daß auch viele Leute vom Sexangebot in Patty vielleicht etwas übersättigt sind. Nun ja, jetzt bin ich schlauer.
Also gewartet bis Melli um die Ecke is, und dann nix wie hin in diesen Vergnügungstempel. Gegenüber den meisten Läden in Pattaya muss man hier klingeln um Einlass gewährt zu bekommen. Drin ist dann gleich die Bar, und auf dem Fußboden die gelbe Analtrennlinie. Die Analliebhaberinnen standen glaube ich auf der rechten Seite. Ich weis nicht ob es der Chef des Ladens war, oder ein höherer Bediensteter, jedenfalls bekommt man eine kleine Einweisung zu dem Laden in englisch. Außer mir warteten noch ein paar Inder auf den Auftritt der Girls, die Jungs taten ziemlich aufgeregt. Die Girls kamen dann und jeder Gast kann zwei Mädels auswählen. Ich wählte eines der Girls aus, und bat diese dann die weitere Gespielin auszuwählen. Irgendwo im Inet hatte ich gelesen, daß diese Vorgangsweise kein Fehler sei, da sich die Girls so schon mal sympathisch wären.
Es ging dann aufs Zimmer, und natürlich begann die Session erstmal mit einem ausgiebigem Duschen. An erotische Vorkommnisse kann ich mich dabei nicht erinnern, bis vielleicht aufs Pimmel einseifen.
Auf der Lotterwiese kümmerte sich dann ein Girl oral um meinen Genitialbereich, die andere schleckte mir die Brustwarzen. Das „orale“ Girl wollte mich dann noch mit einem Vibrator anal stimulieren, aber hierzu musste sie erst die Batterien auswechseln, naja. Danach ging es dann weiter, der Dildo in bzw. an meinem Arsch gab mir schon mal nix. Das orale ging dann mehr in wichsen über, klar kam ich zum Abgang aber in Sachen Ménage à trois habe ich schon schönere Dinge erleben dürfen.
Jetzt war wieder duschen angesagt, und dann gab es so etwas wie eine kleine Rückenmassage wo sich die Mädels ziemlich laut unterhielten, eine erotische Stimmung ist etwas anderes. Nachdem in der Genusswurzel wieder Leben eingezogen war, wurde aufgummiert und es folgte ein Akt, allzulang hopste das Girl nicht auf mir rum, dann musste ich an die Arbeit. Das andere Mädel war dabei im Standby, anstatt mitzumachen. Nachdem ich auch das geschafft hatte, ging es wieder duschen, und danach gab es auch wieder eine Massage die irgendwie keine war, mehr ein über den Rücken streicheln. Und schon nach kurzer Zeit streichelte mich von den vier Händen die ich ja zahlen darf nur noch eine. Um so mehr waren die Weiber emsig am quatschen.
Jetzt kam ich mir endgültig wie im falschen Film vor, stieg vom Bett und zog mich wortlos an. Laut Handy waren 45 Minuten vergangen, also Halbzeit. Die Mädels störte das nicht im geringsten. Sie führten mich nach unten zur Bar, vorbei am „Chef“. Diesen interessierte das Ganze auch nicht, sprich die Frage ob ich zufrieden war, kam nicht. Zu zahlen hatte ich 4050 Baht, halt die Session und ein Soda. Und weil ich so begeistert war, daß ich fast schon Angst hatte mir tritt jemand auf die Unterlippe, hab ich natürlich passend gezahlt. Die 4000 Baht waren für mich verbranntes Geld.
Aber das Leben geht weiter! Und den letzten Abend verbrachte ich natürlich mit Melly. Was fehlte mir noch zu einem Pattayaurlaub, um allen Vorurteilen gerecht zu werden? Ein Girl halb so alt wie ich – geschafft! Ein Girl halb so schwer wie ich – geschafft! Ein Girl halb so groß wie ich – naja bei 1,86 wohl nur optisch geschafft. Somit fehlte nur noch das Wiener Schnitzel mit Pommes. Das gab es an diesem Abend im Alt Heidelberg auf der Beach Road.
Melly bestellte sich eine Salamiplatte und vermutete die Wurst sei vom Chicken. Aber sie glaubte mir dann doch das Salami vom Schwein hergestellt wird. Was sie mir allerdings überhaupt nicht glauben wollte, war wie man mit Messer und Gabel umgeht. Woher soll sich ein Farang mit sowas auch auskennen? Das Gestocher von ihr mit den Wechseln von Messer und Gabel in die rechte Hand war schon lustig anzuschauen.
Allzu lange waren wir nach dem Essen nicht auf der Walking Street, ich hatte es schon mal geschrieben, es ist mir einfach zu laut dort. Und so blieben wir diesmal bei den Bars um den Boxring vor der Beerbar. Mal so für einen Abend auch keine schlechte Entscheidung etwas Sport zu schauen.
Natürlich ist bei den Kämpfen viel Show dabei, ich vermutete anfangs sogar das es generell nur Show ist. Aber nach einer gewissen Zeit war ich mir da nicht mehr so sicher, hin und wieder gabs schon mal ordentlich was auf die Nuss, vorallem beim Thaiboxen. Nach jedem Kampf gehen die Kämpfer um und sammeln Geld von den Zuschauern, 20 Baht. Wer Fotos mit ihnen machen will, muss etwas mehr löhnen. Auch Melly schien das Treiben dort großen Spaß zu machen, kurz es war ein schöner Abschlussabend dort am Ring.
Das es am Morgen nochmal ordentlich Ramba Zamba mit Melli gab, war ja eigentlich klar. Danach gings mit ihr zum Frühstück ins Apex. Ich hatte es glaube ich schon geschrieben, mir gefällt der Laden eigentlich nicht. Das offene Buffett mag zwar lang sein, aber gut? Naja, für mich ist es jedenfalls nicht das nonplusultra.
Eine wichtige Sache hatte ich noch zu erledigen, mein Bild abzuholen. Zehn Uhr war ausgemacht, aber auch um elf war die Malerbutze noch verschlossen. Schöne Scheisse! Ich bin halt noch bissel rumgeflitzt, was zu essen für den Flug kaufen, nochmal ins Meer spucken (Aberglaube), aber auch gegen halb/dreiviertel zwölf war niemand zu erreichen. Was blieb mir also anders übrig als die Sache samt Vorkasse abzuhaken? Bus und Flieger werden wohl kaum warten, bis der Herr Malermeister ausgepennt hat.
Das Auschecken vom Hotelzimmer war sowas von angenehm unspektakulär, nur den Zimmer- und Safeschlüssel abgeben – fertig. Gute Reise noch, klar.
Melli blieb bei mir noch bis ich abgeholt wurde, für mich war sie die perfekte Urlaubsbegleitung.
12.20 Uhr kam dann pünktlich der Minibus von Bell Travel, ich weis nicht mehr wieviele Hotels wir anfuhren bis es zum Busbahnhof ging, aber es war im Rahmen. Richtig klasse im Bus ist natürlich der Platz den man hat. Im Vergleich zu Minibus oder Flieger ist es schon eine andere Welt.
Die Fahrt zum Sumsibum war ebenfalls unspektakulär, und die Landschaft haut einen auf der Strecke auch nicht unbedingt vom Hocker.
Natürlich war ich viel zu zeitig auf dem Airport. Aber so vollkommen ohne Stress die ganze Ausreiseprozedur zu erledigen hat natürlich auch seinen Vorteil. Aber da machte mir dann Vietnam-Airways einen Strich durch die Rechnung. Die Schalter waren zwar besetzt, aber für meinen Flug war das Einchecken und Gepäck abgeben noch zu zeitig. So durfte ich noch zwei Stunden mit der Kofferkarre Seightseeing durch den Sumsibum machen.
Infos:
- Bell Travel hat ja keinen Stand mehr am Flughafen, die verkaufen jetzt die Tickets aus dem Einkaufswagen, der eventuell schnell zu übersehen ist. Deshalb mal ein Bild:
Neben den üblichen teuren Fress-und Getränkebuden die wohl jeder Airport hat, gibt es auch familymart und 7/11. Und beide haben deutlich humanere Preise, auch beim Kaffee. Ok, ist dann halt 0815-Kaffee und kein Superduber-Starbucksgetränk.
Als ich dann endlich einchecken durfte, war natürlich eine Riesenschlange vor den Fidschiflyschaltern. Aber abwarten bis sich da was ändert war auch blöd, es war noch zu viel Zeit bis zum Abflug. Aber auch das war irgendwann überstanden, genauso wie die Pass- und Sicherheitskontrolle.
Im Flieger nach Hanoi gabs dann Probleme mit meiner Lehne. Immer wenn ich mich anlehnte, gab das Ding zeitlupenmäßig nach. Auch mal ein etwas kräftigeres Bearbeiten des Sitzes schaffte da keine Abhilfe. Eingentlich wieder mal eine Sache die mir egal ist, der Hintermann siehts sicher anders. Auch anders sah es die Stewardess. Und natürlich drückt sie den entsprechenden Knopf, und die Lehne kommt wieder nach vorn. Mit ihrem Gesichtausdruck zeigt sie mir, das ich halt das kleine Kloppi vom Dorf bin. Und ich zeig auf die Lehne, die sich in Slowmotion wieder nach hinten begibt. Das ganze machten wir dann noch zweimal, und nun sah das Mädel doch etwas ratlos aus. Der Flieger war nicht voll, also in meinen Augen wäre ein anderer Sitzplatz die einfachste Variante. Aber jetzt war es auf einmal egal, und ich durfte den Flug den Flug in der abgesenkten Position geniessen.
Mehr oder wenig langweilig war dann das Umsteigen in Hanoi, und auch der Flug nach Frankfurt bot keine Ausreisser. Diesmal gab es sogar das Essen was auch auf der Karte angeboten wurde.
Ostermontag, Frankfurt, es ist saukalt!!
Ich finde in meinem Portemonnaie keinen Euro, somit hat sich das mit ner Kofferkarre erledigt. Gibts eigentlich noch andere Länder, wo man sofort am Airport kleines Geld in Landeswährung haben muss um zu so nem blöden Wagen zu kommen?
Mit Bus und S-Bahn gings wieder Richtung Frankfurter Stadion zum Auto. Das wars dann,
Klar komm ich wieder nach Thailand, aber nochmal 14 Tage Patty am Stück werdens wohl nicht.
Die Tour dieses Reiseberichts insbesondere das schwimmende Hotel reizen mich. Natürlich mit meiner "Reiseleiterin". Mal sehen ob und wo man so etwas buchen kann.
Und danach dann halt eine Woche Koh Chang. STRAND!!
Aber alles noch Zukunftsmusik.
Du scheinst die Tour zur Kwai-Brücke ja schon gemacht zu haben. Speziell die Eisenbahnfahrt unter Dampf, die Bootsfahrt auf dem Fluß und das schwimmende Hotel:
Es ist sicher preiswerter dieses in Thailand zu buchen, als Deutschland. Damit scheidet das Inet erstmal aus.
Kann man die Tour in Bangkok an jedem Reisebüro buchen? Im Hauptbahnhof soll es wohl auch ein Reisebüro geben, wäre dieses eine Möglichkeit?