Medizinische Versorgung in Thailand - Vergleich zu Deutschland?

Ich glaube, da ist inzwischen ein kleines Missverständnis entstanden.
Ich habe den Eindruck, dass einige Antworten auf eine Frage zielen, die ich so überhaupt nicht gestellt habe.

Mir geht es nicht darum, Deutschland zum medizinischen Weltmeister zu erklären und auch nicht darum, ob eine Krankenschwester in Deutschland nach einer Nachtschicht noch geradeaus laufen kann.

Mein Ansatz ist viel einfacher:
Ich möchte die medizinische Versorgung in Thailand und Deutschland miteinander vergleichen!
Dabei natürlich auch die Kosten betrachten, die bei einem solchen Vergleich tatsächlich entstehen.

Deshalb möchte ich wissen, was mich dort eine vergleichbare medizinische Versorgung ohne Versicherung, sondern als Selbstzahler kostet.
Die Schweiz ist schließlich auch besser und teurer!

Genau das hatte ich in meinen vorherigen Beiträgen eigentlich schon versucht zu erklären.
Offensichtlich habe ich mich dabei nicht ganz so verständlich ausgedrückt, wie ich dachte. SORRY!

Deshalb möchte ich es noch einmal etwas anders formulieren.


Es geht mir jedenfalls nicht um die Frage „Ist Deutschland besser als Thailand?“
sondern eher um:
Was bekomme ich in Thailand als Selbstzahler (ohne Versicherung) und in Deutschland für mein Geld?


Insbesondere, wenn ich die Kosten einer vergleichbaren medizinischen Versorgung betrachte und dabei auch berücksichtige, was ich in Deutschland trotz gesetzlicher Krankenversicherung noch oben drauf selbst bezahlen muss? Beispielsweise Zahnbehandlungen und IGeL-Leistungen.
 
  • Like
Reactions: 1 user
Deshalb möchte ich wissen, was mich dort eine vergleichbare medizinische Versorgung ohne Versicherung, sondern als Selbstzahler kostet.
Wahrscheinlich hast Du das überlesen...??

"Habe es in Korat machen lassen, auch in einem privaten Hospital... Preis ca.280.000.-THB was als Selbstzahler schon einen Unterschied macht 😉!"

Ich bin Selbstzahler!


Ich habe also keine Krankenversicherung, mit der irgendein Hospital in Thailand abrechnen würde!

Ich zahle immer ein Deposit, das sich nach den Kosten der Behandlung richtet!

Das können manchmal nur 30.000.-THB sein und eben auch mal flott 200.000.-THB bis 500.000.-THB. Je nach den zu erwartenden Rechnungshöhe.

In Korat waren es 200.000.-THB

Für diesen Fall habe ich immer 1.000.000.-THB in bar Zuhause im Safe, auf den auch meine Frau direkten Zugriff hat.

Weil das überschreitet das von mir festgesetzte Limit meiner Karten.

Als Selbstzahler kannst Du auch schon mal ein wenig an der Kostenschraube drehen! Wenn Du hier in ein Privat Hospital kommst, ist die erste Frage immer die, ob und wo Du versichert bist!

Dann lasse ich mir einen Kostenvoranschlag geben, JA, das geht auch schriftlich, und dann sage ich höflich, aber bestimmt, dass ich nicht den Preis für eine PKV haben wollte, sondern den für einen Selbstzahler!

Und wenn sie mir nicht preislich entgegenkommen... Sage ich: „Kein Problem, es gibt ja noch andere Kliniken" und da kommt es oft dazu das die Schwester sagt: " Ich gehe noch einmal nachfragen".

Denn wenn die Klinik weiß, dass Du ohne Limit versichert bist, wird auch schon mal sehr gerne eine WENIG mehr berechnet!

Von Freunden, die privat versichert sind, höre ich in letzter Zeit immer öfter das sie trotz 100% PKV noch einen Eigenanteil zahlen müssen, oder sogar ein
vereinbarter Selbstbehalt erhöht wird.

Begründung ist einfach: Beispiel Du hast eine Deutsche weltweit zahlende PKV. Diese rechnet immer aus, was Deine Behandlung in Thailand denn in Deutschland gekostet hätte, und erstattet dann auch nur diese Summe!

Weil die Top Privat Hospitäler in Thailand sehr gerne mit der Brechstange die Preise berechnen! Nach dem Motto, der Patient ist ja in einer PKV, also hinlangen!

Und eine Deutsche PKV kann auch rechnen... ;-)
 
  • Like
Reactions: 2 users
@bellmi: so hattest Du den Frätt eröffnet "Ich hatte kürzlich eine Diskussion mit einer deutschen Hebamme über die medizinische Versorgung in Thailand. Sie ist die Frau meines besten Freundes und daher auch meine Freundin"

nach all' den Fragen, Auskünften, Hinterfragen, Sichergehen, Abwägen hier stellt sich mir langsam die Frage: willst Du weniger die deutsche Hebamme bestätigen / belegen und arbeitest eher an Deiner Doktorarbeit 🚑🩼 u. brauchst "Futter"? :coool:
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier noch etwas...KEIN FAKE .. ;-)

Eine Facharzt Visite kostet je nach Haus 1.500 bis 3.500 Baht. Privatkliniken verlangen bei planbaren Eingriffen Vorauszahlungen von 50.000 bis 200.000 Baht, bei Groß Operationen bis zu 800.000 Baht.

Der thailändische Regierungserlass von 2019 regelt die Krankenhaus Preise an staatlichen thailändischen Krankenhäusern (unter der Verwaltung des Gesundheitsministeriums) und

führte legalisiertes „Dual Pricing“ ein.

Patienten werden seither anhand ihres Visastatus und ihrer Nationalität in vier verschiedene Preiskategorien eingeteilt:

Kategorie 1: Thailändische Staatsbürger (Thai Nationals) – Zahlen den regulären, staatlich subventionierten Basistarif.

Kategorie 2: Staatsbürger aus Nachbarländern (ASEAN-Staaten wie Laos, Kambodscha, Myanmar, Vietnam) – Zahlen in der Regel denselben oder einen nur minimal höheren Tarif wie thailändische Bürger.

Kategorie 3: In Thailand arbeitende Ausländer (Working Expats) – Personen mit einem legalen Arbeitsstatus und einem entsprechenden Nichteinwanderungsvisum (Non-Immigrant Visa) sowie Steuerzahler. Für sie gilt ein moderater Aufschlag (oft rund 20–30 % über dem Basistarif).

Kategorie 4: Touristen und Ruheständler (Tourists and Retirees) – Ausländische Urlauber und Personen mit einem Ruhestandsvisum (Retirement Visa).

Diese Gruppe zahlt die höchsten Gebühren, die oft 50 % bis über 100 % über dem Preis für thailändische Staatsbürger liegen.

Ja, obwohl Expats die hier 180 Tage im Jahr leben,auch Einkommensteuer zahlen...
 
  • Like
Reactions: 2 users
Ich habe diesen Thread eröffnet und möchte ihn für mich nun auch abschließen.
Meine ursprünglichen Fragen sind inzwischen beantwortet.
Bereits kurz nach der Eröffnung hat mir @Buddy mit seinem ausführlichen und gehaltvollen Beitrag sehr viele Antworten und vor allem wertvolle Informationen gegeben.
Eigentlich hatte ich mich dazu bereits in meinen beiden Beiträgen vom Samstag um 11:58 Uhr und 12:21 Uhr ausführlich geäußert.

Dort habe ich bereits eine klare Schlussfolgerung gezogen.
„Du hast mir damit tatsächlich meinen weiteren Weg gewiesen.“
„Vielen Dank auch an alle anderen, die sich bisher die Zeit genommen haben, ihre Erfahrungen zu schildern! Ich weiß nun, was ich tun und lassen werde. Danke, Danke, Danke!“

Daran hat sich nichts geändert.
Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei allen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, ihre Erfahrungen und Meinungen einzubringen.

Meine Fragen sind für mich beantwortet und damit ist das Thema für mich abgeschlossen.
Nochmals vielen Dank an alle und ganz besonders an @Buddy!
 
  • Like
Reactions: 2 users
Menü
Zurück
Oben Unten