Pattaya stirbt – ja und nein
Das hängt ganz vom Auge des jeweiligen Betachters ab. Von einem alten Thailandfreak, der vor mehr als 30 Jahre das erste Mal das “gelobte Land” betreten hat, wird ein entschiedenes JA zu hören sein. Vom amtierende Bürgermeister dieser Stadt hingegen ein entrüstetes NEIN, untermauert mit Zahlen die belegen, dass Pattaya eine der schnellst wachsenden Städte Asiens ist.
Ihm ist es ziemlich egal woher die Devisen kommen, hauptsache sie kommen. Und sie kommen, wie hier schon erwähnt, von China, Indien u. Korea. Und die Investoren werden sich einfach anpassen, statt Barbetriebe u. Nightlife, familienfreundiche Enklaven etc. Das sieht der Herr Bürgermeister sowiso lieber, weil er vom Rotlichtimage der Stadt gerne wegkommen möchte. Die “Verhüttelung” der Beachfront soll ja auch einmal einer Nobel-Flaniermeile Platz machen.
Deshalb wird weiter, wie wild gebaut, obwohl viele vorhandene Objekte keine berauschende Auslastung haben. Fachleute sind der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis diese Immobilien-Blase platzt. Zumal einige Investments von den Russen derzeit auf ziemlich wackligen Beinen stehen. Also ich denke auch, dass da einige Probleme auf Thailands Wirtschaft zukommen werden.
Auch schon erwähnt. Gegenden wie Naklua/Soi 33 werden sich noch einige Zeit gut halten. Aber was kommt danach, wenn diese Generation abtritt, gibt’s bis dahin genügend “Nachkommen”? Ziemlich “dunkelweiß” siehts allerdings schon jetzt für die Heerscharen von Isaan-Ladies aus. Der Kuchen bleibt gleich resp. wird immer kleiner, aber immer mehr wollen davon was abkriegen. Und auch der, von vielen heißersehnte “Lucky Punch”, sprich Farang Freund/Ehepartner, wird immer schwieriger. Man bedenke, vor 40 Jahren gab’s in Thailand ca. 40 Mill. Menschen. Jetzt sind es bald 70 Mill. ! Also, ich brauch keine Volkswirtschaft studiert haben, die “guten alten Zeiten” sind für diese Personengruppe, ein für allemal vorbei.
Randbemerkung zu den gähnend leeren Barbetrieben:
Eigentlich müssten die, der Reihe nach von der Bildfläche verschwinden. Tun sie aber nicht, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie man es erwarten würde. Ein Insider sagte mir, dass viele dieser Bars nichts anderes sind als „Geld-Waschanlagen“. Dort werden die Gelder aus div. illegalen Geschäften, Drogen, Menschenhandel etc. in den geregelten Finanzkreislauf eingespeist.