doclec
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Die Endverantwortung für eine korrekte Beförderung des Gepäcks hat nun mal die Airline, egal wer die Tätigkeit im Hintergrund nun tatsächlich durchführt. Beim Hinflug blieb mein Koffer beim Umstieg in Istanbul liegen, beim Rückflug blieb er gleich beim Startflughafen in Entebbe liegen. Man kann also nicht einmal sagen, dass das Problem beim Bodenpersonals eines bestimmten Flughafens zu suchen ist.Wäre mal grundsätzlich die Frage, ob das an der Airline liegt, oder am Bodenpersonal, das ja häufig von externen Firmen gestellt wird. Nur mal so als Nachfrage/Gedankenansatz.
Der Gedankengang klingt im ersten Moment zugegeben zwar logisch, kann aber dennoch nicht ganz stimmen. Lt. Skyscanner sind die Saudis die einzigen, die deutlich unter 600 € liegen. Auf Platz 2 liegt TK mit Angeboten rund um 600 € und erst danach kommen Qatar, Emirates und der Rest ab 700 €.Wenn die Nahost Airlines nicht wollen das ihre Maschinen fast leer oder aus Passagiermangel gar nicht fliegen müssen sie mit dem Preis entgegenkommen. Angebot und Nachfrage.
Turkish Airline fliegt über Istanbul, ist daher wenig vom Krieg betroffen und trotzdem immer noch verhältnismäßig günstig.
Qatar, Emirates hingegen sind dies sehr wohl und sogar in einem hohen Ausmaß, also müssten sie klar unter dieses Marktgesetz von Angebot/Nachfrage fallen. Preislich liegen sie jedoch oberhalb der 700 € Grenze, sie sind also rund 200 € teurer als die Saudi-Fluglinie.
Da klingt für mich die These von @Siggi477 näher liegend.
Mein geplanter Flug findet erst in 8 Monaten statt. Die kriegsbedingten Schwierigkeiten im März bei den diversen Flughäfen im Mittleren Osten waren sicherlich von einem gewissen Überraschungseffekt geprägt. Es waren die USA und Israel, die dem Iran bombardierten. Ich war auch überrascht, dass die Iraner als Reaktion darauf die Infrastruktur von Nachbarländern angriffen, die an dem Angriff gar nicht direkt beteiligt waren und sich diese somit ebenso zu ihren Feinden macht. Mir scheint, dass hier eine etwas fatalistische Einstellung "wenn wir im Iran schon untergehen, wollen wir zumindest, dass der Rest der Welt so viel wie möglich mitgerissen wird" vorliegt, wohl hoffend, dass dieser Rest der Welt deswegen viel Druck auf USA/Israel ausüben wird. Generell gehe ich davon aus, dass so eine Strategie nur kurzfristig schwache Anzeichen von Erfolg haben kann. Der Rest der Welt ist gerade dabei, sich auf die neue Situation einzustellen und in 8 Monaten sollte eigentlich das aktuelle Chaos bei der Energieversorgung wieder halbwegs im Griff sein.
Das alles ist natürlich reine Spekulation von meiner Seite her und zu der aktuellen Situation wird jeder seine eigene Meinung haben. Wissen, wie sich die Situation im Jänner 2027 tatsächlich darstellen wird, tut jedoch niemand. Ich denke, ich kann das Risiko, jetzt eine Fluglinie zu wählen, die von den Unsicherheiten der Region betroffen ist, eingehen. Wenn es doch daneben geht, muss ich das akzeptieren. Nichts im Leben ist ohne Risiko.