Pattaya Skinnylover, die SLT und Achterbahn - ein bunter Bericht von März 2018 bis heute

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Mit dem Nachtzug im Schlafwagen durch LOS zu reisen steht auch auf unserer to do list.
 
 
 
 
       #82  
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Obwohl Corona noch weit weg war, stellte sich leider in der nächsten Zeit heraus, dass Samui komplett tot war! Dank unserer über den Vermieter gemieteten Mopeds waren wir sowohl tagsüber als auch abends überall auf der einst quirligen Insel unterwegs




und es war überall dasselbe: Kaum Touristen, kaum Leben, alles ziemlich teuer, kaum Nightlife, kaum Mädels und kaum Fun. Chaweng glich abends einer Geisterstadt, von Lamai, Maenam oder Bophut mal gar nicht zu reden. In Chaweng, wo früher ab 19:00 Uhr die Hauptstraße so voll war, dass man kaum bis an die zahlreichen Läden herankam, waren wir fast allein und sogar in der einzigen Barstraße vor dem Green Mango Pub war komplett tote Hose. Auch der einst unüberhörbare und jede Nacht mit Freelancern rappelvolle Reggae Pub war tot und leer, wenn auch offen.

In der Beerbar-Straße vom und zum Reggae Pub, wo man früher vor lauter Mädels kaum durchkam, herrschte ebenfalls Tristesse und die wenigen Schwalben waren alt, fett, hässlich oder alles zusammen. 🤮🤮 Die Laune meines Freundes sank mit jeder Stunde auf Samui, denn schließlich war er nicht nach Thailand gekommen, um jeden Abend allein zu pennen. :fuck: Auch für Pim und mich war dies Samui bei aller Schönheit der Natur, der Strände und der Landschaft nicht das was wir uns erhofft hatten. Wir wollten zu viert Spaß haben und nicht als verliebtes Pärchen mit einem gefrusteten Begleiter durch leere Straßen ziehen.

Samui hatte sich in den letzten 20 Jahren echt irrsinnig stark verändert. 1995 hatte ich mal mit meiner damaligen Beerbar-Schwutte 4 Monate in Lamai gelebt und es war die verrückteste, geilste, ausgelassenste und kurzweiligste Zeit meines Lebens: Jeden Abend remmi-demmi mit coolen Leuten aus allen Ecken dieser Welt. Frivole Schaumpartys mit fetten Bässen & halbnackten Girls, Barbecue inkl. Massenorgien am Strand, jeden Abend wilde Geburtstage mit Spanferkeln und billiger Island-Sex mit braunhäutigen Girlies an jeder Ecke. Im Februar 2020 war von all dem nichts mehr vorhanden – nur noch Luxusvillen, Boutique-Resorts und Wellness-Hotels. Einfach nur noch teuer, trostlos und langweilig. :skip:

(ein Bauschild einer neuen Luxusvilla in Chaweng)

Als es dann auch noch anfing, dauerhaft und massiv zu regnen mit Prognose auch für die kommenden Tage, reifte bei uns drei nur noch ein Wunsch: Ab ins lebendige, trockene und (damals noch versaute) Pattaya! Scheiß auf die Villa, die Strände, die Palmen und das Meer – all das gibt’s auch auf Malle. Mein Freund wollte verständlicherweise nicht mehr :wichs: und endlich wieder horizontale, feminin begleitete Freuden erleben - Pim und ich hatten ohnehin in Pattaya ein Heimspiel. Von der Nähe zu ihrer Familie in Rayong mal gar nicht zu reden.

Leider waren die Flüge voll – offensichtlich hatten Andere regenbedingt dieselbe Idee. Also per Boot aufs Festland, per Bus nach Surat Thani, von Surat Thani per Billigflug (46 EUR) nach Bangkok und von dort per Taxi nach Patty. Es war ein Höllentrip und wir waren echt platt, als wir spät am Abend des 19.02.20 in Patty ankamen; diesmal wieder im Diamond City Place.:super:

Trotzdem sind wir noch am selben Abend auf die rappelvolle Meile und genossen nach dem Totentanz auf Samui die Massen von gut gelaunten Menschen aus aller Herren Länder, gepaart mit Massen von Mädels & Musik ohne Ende! Wir wussten bereits nach Minuten, dass die Entscheidung goldrichtig war und sich die Mörder-Rückreise auf alle Fälle gelohnt hatte. Mein Freund verschwand irgendwann über beide Backen strahlend im tobenden Nachtleben und Pim und ich schlenderten glücklich und zufrieden zurück ins Hotel. Aber natürlich nicht ohne einige Einkäufe auf dem Talaat Wat Djai in der Pattaya Tai Road, der ja besonders nachts alles bietet, was man sich nur vorstellen kann.




Nach einer gemütlichen Schmusenummer schliefen wir am frühen Morgen zufrieden und ineinander verschlungen ein.

Der nächste Tag begann wie immer in Pattaya spät, aber gut. Das Wetter passte, mein Freund war dank mehrfach entleerter Eier - eine 19jährige, 38kg Maus aus dem Pascha hatte ihr LT-Engagement wohl sehr ernst genommen und sich ordentlich ins Zeug gelegt - bester Laune und so beschlossen wir, einen faulen Strandtag in Jomtien zu verbringen. Zunächst ging es in die Soi Buakhao zu meiner Stamm-Moped-Oma, wo meine noch von 2018 gepimpte, schwarze Honda PCX auf mich wartete. Sogar meinen Helm von 2018 hatte sie aufbewahrt! Mein Freund bekam auch einen Bock und so ging es bei strahlendem Sonnenschein nach Jomtien, wo mich mein Liegestuhl-Vermieter sofort wiedererkannte und herzlich willkommen hieß. Back in Patty war echt wie nach Hause kommen! :bye:




Leckeres Essen ließ nicht lange auf sich warten, das Wasser war recht sauber, Pim war wie immer bester Laune und so wurde es ein genialer Nachmittag.
 
 
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       #83  
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irgendwas mit Sicherheit und so...
Bis hierhin ist es doch gut gelaufen.
Danke dass du uns erneut an deinen Erlebnissen teilhaben lässt.

Dein Schreibstil gefällt mir.
 
 
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       #84  
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Auch den Freitag verbrachten Pim und ich am Jomtien Strand, diesmal allerdings nur zu zweit.



Die Zeit raste und es gab in Sachen Zukunft noch viel zu besprechen und zu planen. Damals noch unabhängig von Corona war bereits klar, dass ein normales Besuchervisum angesichts der erforderlichen Nachweise, um die Rückkehrbereitschaft zu beweisen und auch wegen unseres großen Altersunterschieds extrem schwierig für Pim zu bekommen wäre. Schließlich hat sie weder ein Kind oder eine eigene Firma noch sonstige echte und schwerwiegende Verpflichtungen in Thailand. Außerdem, was hätte uns ein Besuch von 4-6 Wochen wirklich gebracht? Außer wieder eine schöne Zeit zusammen, um sich dann wieder erneut für länger zu trennen. Und die ganze Scheiße mit Line, Vermissen und Videocalls wäre von vorne losgegangen. Darauf hatten wir beide kein Bock und es war ja auch beiderseits beschlossen, dass wir heiraten wollen, falls es Pim in Deutschland gefällt, sie mit Land, Leuten und Sprache zurechtkommt und natürlich auch mit mir in Deutschland.

Ich hatte sie bis dahin zig Mal gefragt, ob sie das echt will, ob sie wirklich in einem komplett anderen Land leben könne und ob sie sich mit mir sicher sei. Die Antworten waren immer dieselben: Ja, ja und ja! Hauptsache wir sind zusammen - sie käme überall zurecht solange wir zusammen sind und wegen ihrer Familie ein Mal im Jahr nach Thailand auf Besuch kommen! Sie wollte es unbedingt und war auch bereit Deutsch zu lernen; schließlich gibt’s kein Heiratsvisum ohne bestandene und nicht gerade einfache A1-Prüfung im Goethe-Institut.

Wir hatten also geplant, dass sie ab März neben der beiden Jobs 2 Mal pro Woche eine Sprachschule besuchen würde, um bis zum Sommer/Herbst das A1-Zertifikat in der Tasche zu haben. Parallel dazu wollte ich meine Papiere für eine Heirat in Deutschland besorgen – was sich als schwieriger herausstellte als damals vermutet – und sie würde ebenfalls den ganzen Papierkram besorgen – was sich als noch schwieriger herausstellen sollte.

Nach einem Beratungsgespräch in der sehr bekannten Easy-ABC-Sprachschule in Naklua (www.easy-abc-th.com) war klar, dass es dieser Laden definitiv nicht werden würde: Eine extrem arrogante und unfreundliche, fast schon ignorante Tuss mit Chefgehabe & Mondpreisen und angesichts von Pims Arbeitszeiten sehr unflexiblen Unterrichtszeiten – der totale Griff in die Schüssel! Das kann ja heiter werden, dachte ich, als wir diesen Drecksladen wieder verließen. Pim stand bedröppelt, enttäuscht und mutlos neben mir und was macht man in Thailand, wenn einen was ankotzt? Man geht erstmal was essen. Das taten wir dann auch sehr lecker an der Hauptstraße von Naklua und ich warf mein Smartphone an. Nach kurzer Zeit fanden wir eine kleine, bereits langjährig betriebene Privatschule in Pratamnak, die speziell und nur Deutsch für Thailänderinnen anbietet (www.deutschlernen-pattaya.com ). Wir riefen dort sofort an und sprachen beide, erst ich auf Deutsch und danach Pim auf Thai mit der supernetten Inhaberin, die uns spontan einlud vorbeizukommen.



Gesagt, getan, eine halbe Stunde später saßen wir in einem kleinen Unterrichtsraum in einer schönen Privatvilla in einer ruhigen Soi und unterhielten uns zweisprachig sehr nett mit der Besitzerin und ihrem deutschen Ehemann.




Sie hieß Khun Som und war unglaublich herzlich und lieb zu Pim. Sie hatte bereits unzählige Newcomerinnen durch A1 gebracht (www.deutschlernen-pattaya.com/start-deutsch-pruefung.html) und nach Aussage ihres Mannes ein unglaubliches pädagogisches Talent für diese schwierige Sprache gegenüber Thailänderinnen. Sie unterrichtet ganz flexibel, wenn die Schülerin Zeit hat, arbeitet mit gut gemachten Bild-Lernbüchern & Flipchart und legt Wert auf eine familiäre, freundliche und entspannte Atmosphäre so als ob man privat zusammen wäre und nicht als die strenge, kühle, oberlehrerhafte Matrone, die vorne steht und alles weiß. Eher wie eine Freundin oder Schwester – Pim war nach dem Treffen schwer begeistert, in ihr Lernbuch vertieft, dass wir gleich gekauft hatten und wieder hochmotiviert. Die Preise bei Khun Som lagen bei weniger als 25% von denen, die Easy-ABC aufgerufen hatte und so stand die Entscheidung schnell fest: Pim wird bei und mit Khun Som die Basics in Deutsch lernen, die für A1 verlangt werden.

Wir waren megahappy am Abend, da ein wichtiger Punkt in kurzer Zeit geklärt werden konnte und ließen ihn gemütlich und voller Zukunftspläne in der iBar ausklingen.


(wir hatten uns nach der unromantischen "Verlobung" bei Avis irgendwann identische Ringe gekauft)

Wir wussten beide, dass es ein harter und langwieriger Weg zum Visum werden würde, sich dieser jedoch für uns mittel- und langfristig lohnen würde und uns die Möglichkeit eröffnete, erstmal 4-5 Monate in Deutschland als Paar zusammenzuleben und uns erst dann frei entscheiden zu können, ob wir wirklich heiraten wollen. Es war ein Ticket nach Deutschland für 2 x 3 Monate ohne eine Rückkehrwilligkeit nachweisen zu müssen oder aufgrund des Altersunterschiedes eine Ablehnung zu kassieren. Das Heiratsvisum läuft komplett anders als ein Besuchervisum direkt über die Botschaft und nicht über VFS Global und wird definitiv ausgestellt, sofern die rechtlichen Voraussetzungen nach deutschen Gesetzen dafür vorliegen und die deutsche Ausländerbehörde zugestimmt hat was wiederrum von meiner Bonität und meiner Lebens- und Wohnsituation abhängt.

Klar, ein Riesenaufwand mit Beglaubigungen, Legalisierungen, Sprachprüfung, Standesamt, Oberlandesgericht und Ausländerbehörde in Deutschland, aber für uns der einzige Weg, da wir weder in Thailand noch in Dänemark heiraten wollten, sondern regulär auf einem deutschen Standesamt in Deutschland, sodass Pim gleich einen 2-Jahres-Aufenthaltstitel erhält ohne nochmals nach Thailand zurück zu müssen.
 
 
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       #85  
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Klar, ein Riesenaufwand mit Beglaubigungen, Legalisierungen, Sprachprüfung, Standesamt, Oberlandesgericht...............................
Das war vor ca. 30 Jahre wesentlich einfacher. Ich konnte sogar 1991 ihre 17 1/2 jährige Schwester nach Deutschland bringen, qwas ich selbst damlas nie geglaubt hätte. Wesentlich schwieriger war es zu dieser Zeit, eine Filipina nach deutschland zu holen. 1993 holte ich eine fuilipina nach deutschland, wo das Touristenvisa ohne Begründung abgelehnt wurde, ein Hochzeitsvisa (was man nicht zur Heirat verpflichtet war) wurde genehmigt. Ein Kaspertheater gab es damals auch, wo die Fluggesellschaft für ein Ticket das visa benötigte, und die Botschaft ein Flugticket. Die Fluggesellschaft war letztendlich bereit, daß man ohne visa buchen konnte und ich das Visa, nachdem es erstellt war, nachreichte
 
 
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       #86  
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erst heute gefunden und am Stück gelesen. Sehr gute Schreibstil, vielen Dank. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
 
 
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       #87  
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Starker Bericht ganz klar Abo :)
 
 
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       #88  
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Der nächste Tag war ein Samstag (unser letztes gemeinsames Wochenende…😰) und es stand mal wieder ein Treffen mit Pims Familie auf dem Programm. Es sollte ein Badeausflug nach Koh Larn werden – geile Idee, denn ich liebe dieses facettenreiche Inselchen total. Treffpunkt war am frühen Mittag am Bali Hai Pier und es waren schon alle da, als Pim und ich noch ziemlich verschlafen bei Traumwetter eintrudelten. Es war schön, die mir inzwischen schon sehr vertraute Truppe wiederzusehen und wir hatten Glück: Kurz nachdem wir am Ende vom Pier angekommen waren, fuhr auch schon der Seelenverkäufer für 30 Baht/Person los. Leider wie üblich ziemlich voll, aber wir fanden trotzdem alle irgendwo einen Sitzplatz. Madame war happy, es wurde wie üblich gelabert ohne Ende und ich genoss einen Großteil der Überfahrt vorne am Bug in Ruhe, mit Sonne, Wind, Meer und Lucky Strikes.



Nach einer Dreiviertelstunde kamen wir an einem Strandabschnitt an, wo ein überdachter Fussweg vorbei an diversen Verpflegungsständen zu einem Songthäo-Sammelpunkt inkl. Toiletten führte. Der weibliche Part der Gruppe verschwand erstmal kollektiv auf dem Klo und irgendwann ging es dann über steile Pisten in einem Songthäo zum Monkey Beach, einer meiner Lieblingsstrände auf Koh Larn.




Wir verteilten uns großflächig über mehrere Liegen und Stühle am Strand und lümmelten dort erstmal ein bisschen rum, in Kürze ausgestattet mit kalten Softdrinks. Es wurde ein herrlicher Nachmittag mit leckerem Beach-Food, viel Geplansche, guter Stimmung und verheißungsvollen Zukunftsplänen was Pim und mich anbelangt. Zum Glück ahnte damals noch keiner was von diesem verfickten Virus…




Das letzte Boot ging um 17:30 Uhr zurück und wir schafften es gerade so. Wir alle waren kaputt, aber auch sehr entspannt, zufrieden und glücklich – der Tag war für alle Beteiligten echt schön.
Leider überkam mich beim monotonen Brummeln des Schiffsdiesels und dem Blick auf eine glückliche Pim zunehmend eine gewisse Melancholie – ein Gefühl, das Ihr wahrscheinlich auch alle kennt: Es passt alles, das Leben ist schön, alles ist genauso wie es sein soll und am Horizont droht die Flughafenkeule und der Horror, wenn man wieder alleine zurück in Deutschland ist.
Genau das ist es, was Thailand (zumindest für mich) von allen anderen Urlaubsdestinationen massiv unterscheidet: Bei anderen Ländern fliegt man hin, hat einen schönen Urlaub und fliegt wieder zurück. Ohne Probleme, ohne Schmerz und ohne Trauer. Der Urlaub ist halt vorbei, man fliegt heim und ok. Bei Thailand ist es jedes Mal komplett anders: Es graut einem schon Tage vor der Rückreise vor allem was mit dem Flughafen zutun hat, man versucht die Zeit irgendwie langsamer laufen zu lassen, um keinen Moment zu verpassen, man schiebt die Taxifahrt soweit wie möglich hinaus und man leidet im Taxi wie ein Hund. Man weiß, alles was jetzt kommt, kann nur schlechter werden, man denkt zurück an alles was war, man denkt bereits auf der Fahrt zum Flughafen daran wann man wiederkommen kann und alles fühlt sich dumpf, leer, trostlos und einsam an. Der deutsche Winter ohne Pim erwartete mich und ich hätte kotzen können.🤮🤮🤮

Als ich so im Boot saß und wusste, dass mir genau das Beschriebene am Folgeabend blühen würde, bekam ich einen Kloß im Hals, schaute aufs Meer und drückte Pim ganz fest, die sich wahrscheinlich wunderte aber egal. In Patty angekommen verabschiedete sich Pims Familie sehr herzlich von mir und die Eltern bestätigten mir nochmals, dass sie morgen Abend um 21:30 Uhr Pim vom Diamond City Place pünktlich abholen kämen. Ich wusste nicht wann ich den Rest der Familie wiedersehen würde, aber ich wusste, dass der Tag irgendwann definitiv kommen würde – leider vermutlich erst Sommer/Herbst 2021.

Wir fuhren heim, liebten uns erstmal sehr intensiv – ich konnte an dem Abend kaum genug von ihr bekommen und es wurde eine Wahnsinnsnummer :sex ilf: – und waren dann noch einige Besorgungen auf dem Talaat Wat Djai erledigen. Ich wollte vor allem noch frisches Obst mitnehmen und es am Sonntag in Ruhe in alte Zeitungen verpacken. Hat sich für den Transport von frischen Sachen gut bewährt. Diese besorgten wir auch noch genauso wie Klebeband und einige Mitbringsel wie Motivseifen und Tiger Balm. Die Stimmung war gut, aber auch ein wenig gedrückt, denn wir wussten, dass dies das letzte gemeinsame Mal auf diesem Markt war, zumindest für ne Weile.

Mein Freund hatte Pattaya bereits am Nachmittag gen Bangkok verlassen und so verbrachten wir den letzten Abend zu Zweit am Strand von Patty. Wir redeten über die kommenden Monate, über den Deutschunterricht und dass sie dafür Durchhaltevermögen, Fleiß und Geduld brauchte, über die verschiedenen Papiere, die wir beide zu besorgen hatten und über ein mögliches gemeinsames Zusammenleben in Deutschland. Auch wenn mir klar war, dass sie trotz vieler Bücher, die sie sich inzwischen über Deutschland besorgt hatte, niemals wirklich verstehen konnte was es bedeutet tatsächlich als Thai in Deutschland zu leben und wie es dort wirklich ist, erzählte ich ihr von Deutschland – ungeschminkt und ehrlich Positives & Negatives. Wir sprachen über eine große Wohnmobil-Tour durch Deutschland, über einen Besuch bei ihrer Schwester in Frankreich, über eine eher rationale Eheschließung auf dem deutschen Amt und eine emotionale Hochzeitsfeier einige Monate später in Thailand mit ihrer Familie, über Asiashops & Thairestaurants in Deutschland, über das jährliche, große Thaifestival in Bad Homburg, über meinen Arbeitsalltag und die dann erstmal anstehende Volkshochschule für sie und über Millionen andere Dinge.

Wir waren uns zu 100% einig miteinander und wir wollten den jeweils anderen trotz aller Steine, die auf dem Weg dorthin lagen. Es war ein magischer Abend am Flutlicht-beleuchteten Strand von Patty mit Musik, Menschen und Verkehr im Hintergrund.
 
 
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Lieber Tom1510,
wunderschöne, eine traumhafte Begegnung zweier Menschen die anscheinend für einander bestimmt sind.
Aber dann - Corona ?? Wie geht es Dir / Euch damit?
Liebe Grüße
Gerhard
 
 
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Lieber Tom1510,
wunderschöne, eine traumhafte Begegnung zweier Menschen die anscheinend für einander bestimmt sind.
Aber dann - Corona ?? Wie geht es Dir / Euch damit?
Liebe Grüße
Gerhard
Vielen Dank!😊😊 Corona konnte uns bisher nichts anhaben, es haben sich lediglich viele Dinge verkompliziert und verzögert. Zwischen uns passt nach wie vor kein Blatt.
 
 
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