Thailand Thailand im dritten Versuch nach Juni 2020

So dauerte es auch nicht allzulange, bis mich eine der Assistentinnen ins Behandlungszimmer bat.

Oje, eine etwas gequält lächelnde Nok und Dr. Tee, der mir einen Platz auf einem Hocker anbot. Er erklärte mir, der Zahn wäre spätestens in zwei Jahren nicht mehr zu retten und sollte entfernt werden. Das war für mich keine wirkliche Überraschung mehr gewesen und natürlich müsste dann die Lücke gefüllt werden. Dahinter fehlte eh schon etwas, wobei meine Überlegungen dazu noch nicht gereicht hatten.

Er erläuterte mir die Möglichkeiten und nun wurde von mir dazu wohl eine Entscheidung erwartet...? Wie erwähnt, diese Situation würde irgendwann passieren, aber ehrlich gesagt, hatte ich nicht damit gerechnet, gerade an diesem Tag. So schauten mich Nok, Dr. Tee und die Helferin allesamt erwartungsvoll an.

Implantate macht Dr. Tee nicht und er würde sowie eher zu einer Brücke raten. Die billigste Brücke würde 6k pro Zahn kosten, allerdings komplett aus Metall. Weiter ging es mit Keramik/Palladium für 10k. Das Beste, komplett Keramik, sollte 18k kosten. Schluck, was nun...?

Das Geld hätte ich auf dem Konto, das Ausgeben war aber nicht eingeplant. Andererseits, ich hatte für diese Tour bereits so viel Geld investiert, einschließlich der Business Class Flüge, so dass es hierauf dann auch nicht mehr ankam. Da es nur Geld ist und ich für meine Tirak auch nur das Beste möchte, sagte ich der Behandlung zu. Zuvor hatte Dr. Tee seine Offerte auf 15k pro neuem Zahn reduziert, was natürlich auch einen Unterschied machte. Dies auch als Pauschalpreis ohne weitere "Hidden costs" für die komplette Behandlung und natürlich mit "Zirkonia Ceramics".
 
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Weiter sollte die Behandlung mit der Entfernung des "Übeltäters" am folgenden Samstag um 9:15 gehen. Doch vorher wurde noch eine Röntgenaufnahme gemacht. Insgesamt sollte die Brücke bis zu meiner Abreise fertig und einsetzbar sein. Das war zwar ein bisschen eng vom Zeitrahmen, aber nach ein paar Terminabstimmungen wollte Dr. Tee es ermöglichen. Vorm Verlassen der Praxis überwies ich dem Doc dann noch die 1800 für meine Behandlung sowie 20k Anzahlung für die von Nok.
 
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In den folgenden Tagen waren wir verstärkt unterwegs, um für eine kleine Feier einzukaufen. In die Zeit meines Aufenthaltes fiel mal wieder mein Geburtstag, den ich eigentlich schon sehr lange nicht mehr gefeiert hatte, schon gar nicht mit Party.

Eigentlich hatte ich nur an ein kleines BBQ mit Family und einigen Thaifreunden gedacht gehabt. Allerdings waren einige zu der Zeit nicht auf Samui. Andere wohnten am anderen Ende der Insel und wollten, verständlicherweise, bei dem Dauerregen nicht mit dem Moped fahren.

Dafür hatte Nok die Idee, einige ihrer geschäftlichen Kontakte einzuladen. Okay, vielleicht war es ja mal wieder Zeit, richtig zu feiern, egal mit wem.
 
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So bestellten wir bei einem deutschen Mezger Bratwürste. Vom Markt Garnelen und einem Großhandel auf Bestellung Rippchen. Dazu natürlich noch diverse Getränke, einschließlich thailändischen Rotwein, bei Lotus-Tesco. Um es vorweg zu nehmen, Finger weg von dem Thaiwein oder nur sehr hochpreisig kaufen. Von den zwei Sorten, die wir eingekauft hatten, war die eine seeeeehr trocken und die andere nur sehr trocken 😛.

Das Wetter wurde allerdings immer schlechter und wir überlegten schon, die Party zu verschieben.




Selbst unsere Katzen suchten Schutz...555


Später gab es noch eine kleine "Showeinlage" oder war das bereits eine Regendepression? Bei den Beiden handelt es sich übrigens um Geschwister.

 
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Auch an meinem Geburtstag goss es noch in Strömen. Wir beschlossen, die Party in unser Wohnzimmer und die Terrasse zu verlegen. So fingen wir nach dem Frühstück mit ein wenig Umräumarbeiten an, um Platz zu schaffen. Den Grill auf die Terrasse geschleppt und noch mehr nötige Vorbereitungen.

Danach fuhren wir zum Mezger, um die frisch gemachten Bratwürste abzuholen.

Gegen Mittag wollten wir noch zum Wat Na Phra Lan, um dem Mönch ein paar Geschenke zu meinem Geburtstag vorbei zu bringen 😄. Nein, natürlich nicht ganz, die Mönche müssen ja auch leben und dafür wollte ich ja um einige gute Wünsche für meine Zukunft bitten.

Ganz seriös formuliert liest es sich allerdings am besten. Da für die Thai's an ihrem Ehrentag der Besuch im Wat dazu gehört, eigentlich wird dabei auch an die Eltern gedacht, wollte ich mich diesem Brauch nicht verschließen. Er gehört für mich zum Leben auf Zeit oder gar Dauer in Thailand dazu.
 
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So fuhren wir kurz vor 12 Uhr zum Wat. Dort waren lange, überdachte Tische und Bänke mit viel buddhistischer und thailändischer Deko für eine Feier aufgebaut. Sah nach sehr viel Vorbereitung aus und angesichts des schlechten Wetters taten mir die Gastgeber und Gäste jetzt schon leid. Denn es regnete wie aus Kübeln und es sollte auch nicht viel besser werden.

Der Weg vom Parkplatz zum Mönch war kurz, trotzdem waren wir rasch nass geworden; immerhin war es warm.


Nach kurzer Begrüßung gingen wir in das Gebäude. Wir übergaben dem Mönch unsere Gaben und die Zeremonie konnte beginnen.


Diese dauerte allerdings nur relativ kurz und nach ein paar netten Worten verschwand der Mönch, um zu einem anderen Gebäude zu eilen. Irgendwie schlug der Dauerregen allen doch etwas auf Gemüt.

Wir eilten ebenfalls zum Pick-up und fuhren nach Hause.
 
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Weiter ging es mit den Vorbereitungen für die Party. Nok hatte die Spareribs schön dick mit einer scharfen Spezialmischung mariniert. Diese wollte sie am frühen Nachmittag, in Alufolie eingewickelt, bereits angrillen, bzw. garen. Mir kamen die von Tesco gekauften Grillbriketts dann doch ein bisschen zu wenig vor. Deshalb machte ich mich nochmals auf den Weg zur Hauptstraße, um noch mehr zu kaufen. Bei einem kleinen Laden fand ich ein kleines Tütchen mit Kohle für 20 Baht, was reichen sollte.

Gegen 17:00 ließ der Regen tatsächlich nach. Wir hatten allerdings mit zwei Gästen vereinbart, dass ich sie mit dem Auto abholen würde. So machte ich mich kurz darauf auf den Weg zum ersten Gast, einem Amerikaner, der in einem Resort einen Bungalow dauerhaft gemietet hatte. Inzwischen war eine kleinere Soi zwischen Strand und Mainroad wegen Hochwasser gesperrt worden, weshalb ich einen Umweg fahren musste, allerdings nicht nur ich, weshalb ich nur langsam voran kam.

Schließlich erreichte ich die Soi in Richtung Inselinneren, von wo ich nach etwa einem Kilometer wiederum abbiegen musste. Diese kleine Straße hatte sich allerdings in einer Senke zu einem kleinen See verwandelt. Mit normalen Pkw eher riskant und nicht zu empfehlen. Mit dem Isuzu und 80cm Watfähigkeit (Dieser Beitrag enthält Productplacement...:baaee:) sollte eine Durchfahrt doch machbar sein? Nur nicht vom geteerten Weg abkommen, sonst ernstes Problem... Zurück und von der anderen Seite war bei fast Dunkelheit und da es eh schon spät war, keine Option.
 
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So fuhr ich sehr langsam durch das Wasser. Es sollte keine Flutwelle entstehen, die den Anwohnern, die ihre Häuser sehr nahe an der kleinen Straße hatten, noch mehr zusetzen würde. Die Meisten waren damit beschäftigt, einige Sandsäcke als kleinen Schutz zu deponieren und die Lage zu beobachten.

Immer weiter fuhr ich durch die Fluten, die gegenüber sich langsam näher kommende, langsam ansteigende Straße im Blick. Schließlich erreichte ich diese, doch etwas erleichtert. Kurz darauf nochmals abbiegen und das geschlossene Tor zu der Bungalowanlage näherte sich. Dieser Bereich stand ebenfalls schon unter Wasser. Ich parkte im Außenbereich und machte mich auf den Weg zu meinem ersten Fahrgast.


Zurück am Fahrzeug ging es weiter in Richtung Bophut, wo mein zweiter Gast, Jaroon, den ich nun auch schon ein paar Jahre kenne, sicherlich schon wartete. Doch vorher führte der Weg erneut durch die Straßenüberflutung, was wieder gut ging. Mir taten nur die Anwohner leid, die mittlerweile Pumpen eingesetzt hatten. Weiter im Dschungel hatte ich auf Nebenwegen noch mehr überflutete Wege gesehen, wo Leute in ärmlichen Hütten wohnten. An die mußte ich in dem Moment denken und mir kam eine Idee; dazu später mehr.

Auf der Ringstraße war nicht mehr allzu viel Verkehr und wir kamen gut voran, "sammelten" Jaroon ein und ab ging es nach Hause zur Party 🎉.
 
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Natürlich war der Gastgeber der letzte, aber Nok hatte alles gut im Griff. So wurde ich von einigen Leuten herzlich begrüßt, es gab Gratulationen und viel Hallo von mehreren Seiten. Die unbekannten Gäste machten alle einen sympathischen Eindruck und wenn man sich noch nicht kennt, dann kann man sich ja bei dieser Gelegenheit kennen lernen 😃.

So waren wir eine internationale Runde, die aus Thais, einem Amerikaner, zwei Franzosen, einer davon hatte seine laotische Freundin dabei und einem Landsmann von mir bestand.

Nun war es aber Zeit für das BBQ. Ich lege noch ein Bild vom nachmittaglichen Vorgaren der Ribs nach:


Die Laotin machte am Grill auch eine gute Figur und der Job schien ihr Spaß zu machen:

 
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Die fertigen Ribs:


Ich ließ meinen Gästen erstmal den kulinarischen Vortritt und erklärte das Grillen der Bratwürste zur Chefsache 😉.

Zwischenzeitlich wurde mir von verschiedenen Seiten Bier und auch der erste Smirnoff angeboten, die ich aber dankend ablehnte. Ich war eigentlich der Meinung, zumindest meine Fahrgäste wieder nach Hause zu bringen. Die anderen Gäste waren mit Motobikes oder auf andere Weise angekommen. Irgendwann kam Nok dazu und erklärte mir, dass ich nicht mehr fahren bräuchte und alle nach Hause kommen würden.

Okay, wahrscheinlich gab es dazu typisch thailändische Lösungen, was mir aber nicht ganz unrecht kam und ich ließ mir das erste Bier schmecken.
 
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