Thailand Thailand im dritten Versuch nach Juni 2020

Nach dem Essen und Bezahlen wollten wir der Tante noch einen guten Tag wünschen. Diese befand sich eine Etage höher. Wir stiegen eine relativ steile und schmale Treppe empor. Diese Etage erschien mir wie ein Dachgeschoss, wo eingelagert wird, aber nicht wie eine vollwertige Wohnung. Wir mussten um eine Biegung und weiter hinten wurde es heller.

Am Übergang von Dunkel und Hell war eine Gestalt zu erkennen, die auf einer Liege oder Art Bett saß. Das musste die Tante sein. Sehr zierlich und eher 80 Jahre alt als 70. Allerdings ging von ihr so etwas wie eine unsichtbare Art von Würde aus. Wir näherten uns und begrüßten sie mit Wai. Sie musterte mich augenscheinlich, lächelte mich dabei aber an.

Nok unterhielt sich mit ihr eine Weile und ich versuchte mich ein wenig daran zu beteiligen, was scheinbar wohlwollend registriert wurde. Das Geschoss führte scheinbar noch weiter und ging in eine Art Terrasse über, die heller war. Dort befanden sich viele Pflanzen, scheinbar eine Art Kräutergarten. Nach einer Weile verabschiedeten wir uns wieder, was ich eigentlich gar nicht schlecht fand. Schließlich hatten wir noch einige Kilometer zu fahren und irgendwie fehlte mir doch eine Art Bezugspunkt zur Tante.

So ging es wieder hinunter, wir verabschiedeten uns von der Tochter und dem Staff und gingen über die Straße zum Pick-up.
 
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Bis nach Khanom waren es ca. 80km Entfernung. Doch zunächst erst aus der Stadt wieder raus kommen. Ich muss mich verbessern, zur Tante hatte mich nicht Google Maps gelotst, sondern Nok. Jetzt aber sollte GM zum Zuge kommen und siehe da, wir wurden auf anderen Straßen zügiger aus Surat Thani geleitet als auf dem Hinweg und das auch schneller.

So erreichten wir nach einer Stunde ohne Probleme, in der Nähe von Khanom, unser Domizil für drei Nächte. Wir hatten das "Sea Breeze House" gebucht, weil es direkt mit Privatstrand am Meer lag und wir eine richtige Wohnung buchen konnten.


Davon gibt es zwei im Erdgeschoss und im Dachgeschoss jeweils zwei große und kleine Zimmer. Das Haus gehört einem Schweizer, der aber in Surat Thani lebt und nur ab und an vorbei schaut. Verwaltet wird der Betrieb von Joy, einer thailändischen Endvierzigerin. Joy ist eine ruhige und sehr nette Frau, die für ihre Gäste immer da ist und auch einem Schwätzchen nicht abgeneigt ist.

Nach den Formalitäten führte sie uns zu unserer Wohnung, die schön geräumig war. Wir waren übrigens die einzigsten Gäste. Im Dezember lägen allerdings Buchungen für alle Räume vor.
 
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Die Wohnung war durch die Lage zwar etwas dunkel, aber die Räume und auch das Bad, waren angenehm geräumig.




Toll war natürlich der Strand vor unserer Wohnung und dann noch alles für uns alleine.


Da gerade die Sonne schien, holten wir uns die Liegen von der Terrasse und machten es uns unter einer Palme am Strand gemütlich.
 
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So schön das Haus am Nai Plao Beach auch ist, jedenfalls die große Wohnung und hinten der Strand und das Meer, so gibt es doch einen gravierenden Nachteil. Vor dem Haus führt eine Nebenstraße von Khanom nach Sichon vorbei. Immer schön am Meer lang, teilweise mit abenteuerlichen Steigungen und Gefällen, sowie entsprechenden Kurven. Vorbei an vielen schönen Aussichtspunkten und auch vielen Resorts. Die Straße ist vor ein paar Jahren neu gebaut worden. Wir kannten diese noch als Schotterpiste.

Dazu liegt das "Seabreeze" noch in einer Senke. Somit muss jeder Verkehr in beiden Richtungen vorm Haus Gas geben, um den nächsten Hügel hoch zu kommen. Zwischen 22 und 7 Uhr war momentan nicht viel los. Es empfiehlt sich allerdings, zu diesen Zeiten Nachtruhe zu halten. Also nicht für Langschläfer zu empfehlen.

Möchte nicht wissen, wie die Geräuschkulisse zu "normalen Zeiten" ausfällt. Dazu kommt, zwei Grundstücke weiter, baut ein Investor aus Phuket ein fünfstöckiges Hotel. Alles etwas schade für das Seabreeze und seine Gäste. Aber vorerst genossen wir unseren Aufenthalt in der Gegenwart.
 
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Am frühen Abend fuhren wir nach Khanom und besuchten ein Restaurant. Ich war dabei wieder mal der einzige Nichtthai. Der Laden war sehr gut besucht, auch Take away lief gut. Das Staff war fleissig und so brauchten wir nicht lange zu warten, bis unser Essen kam, was sehr gut war. Die Rechnung dazu fiel niedrig aus.


Zurück im Seabreeze, wo Joy sich bereits zurück gezogen hatte, genossen wir die Nähe zum Meer und die Geräuschkulisse der Brandung. Inzwischen hatte sich einer der Strandhunde zu uns gesellt und fühlte sich scheinbar ebenfalls sehr wohl. So ließ es sich gut leben und wer braucht bei so einer Kulisse noch einen Fernseher?

Ich denke, auch bei Longtimestay würde ich mich daran nicht gewöhnen. Diese Faszination, diese nächtliche Wärme der Tropen und dazu die spezielle Privatsphäre wegen der besonderen, aktuellen Situation, waren, ganz subjektiv, eine schöne Erfahrung. Leider wollten einige stechwillige Plagegeister auch teilhaben, weshalb Nok sich bald in die Wohnung begab. Ich trank noch mein Bier aus und folgte ihr bald darauf
 
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Am nächsten Morgen war es etwas bewölkt, sollte aber noch besser werden. Mit May und Harald hatten wir uns abends zum Dinner verabredet. Aber vorher stand natürlich noch das Frühstück auf dem Programm. Wir hatten Kaffee, Saft und einen Mix aus Thaifood und amerikanischen Frühstück bei Joy bestellt. Dies dauerte allerdings ziemlich lange. Wir erfuhren dann, dass sie das Meiste von einem Thai-Restaurant in der Nähe bestellte. Irgendwann kam unser Frühstück und es war auch okay, aber auch nicht gerade preisgünstig. Wir beschlossen, uns für die nächsten beiden Tage selbst zu versorgen.

Danach erst mal relaxen 😄



Den Strand erkunden und später, als die Sonne ein bisschen zwischen den Wolken hervor lugte, endlich ab ins Meer und ein wenig herum blödeln.



 
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Am späten Nachmittags kamen May und Harald zu uns. May hatte noch ihre vielleicht 15 jährige Tochter mit dabei. Wir wollten in der Nähe von Sichon zuerst Kaffee trinken. Seit Mittag hatte es wieder angefangen, heftig zu regnen. May fuhr mit ihrem Pkw vor, immer schön vorsichtig in den Kurven und bei den vielen, teilweise größeren Wasserlachen in diversen Senken. So hatten wir bestimmt schon fünf Kilometer geschafft, als nach einer Kurve kein Weiterkommen mehr möglich war. Von der rechten Seite bahnte sich mit ziemlicher Geschwindigkeit Wasser seinen Weg über die Straße.


Ein Offizieller war ebenfalls schon dort und dokumentierte alles. So mussten nicht nur wir wenden und zurück fahren. Die Drei wollten nun mit uns zu einem anderen Cafe in der Nähe von Khanom fahren. Als wir nach einer Weile dort ankamen, war dies aber geschlossen; sollte mit Kaffee wohl nicht sein.

Mittlerweile wurde es langsam dunkel. Was nun? Zeit für's Essen und... wir fuhren wieder zurück und zwar zu dem Thai-Restaurant in unserer Nähe 😁. Es handelte sich um dieses"ร้านอาหารครัวน้องสาว ไทย-อีสานในเพลา".


War auch eine gute Wahl, parken auf einer Wiese nebenan, rustikaler Style und sehr nettes Personal. So bestellten wir einen Querschnitt aus der Karte und die Neuigkeiten und Erlebnisse der letzten zwei Jahre wurden ausgetauscht. Töchterchen war fast die ganze Zeit tief über den Display ihres Phone versunken 😛.

Das Essen war sehr lecker und besonders diese Fischhäppchen hatten es uns angetan:


So war es ein kurzweiliger Abend und kurz nach 21 Uhr verabschiedeten wir uns. Es regnete immer noch in Strömen 🌧️☂️.
 
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...und falls Jemand noch Fragen haben sollte, kein Problem...traut Euch...555
 
Am nächsten Morgen goss es immer noch in Strömen und ich weiß gar nicht mehr genau, was wir nach dem selber zubereiteten Frühstück machten. Wahrscheinlich hatte ich draußen etwas gelesen und auf dem Notebook geschaut, während Nok mit ihrem Phone tätig war.

Nachmittags wollten wir uns erneut mit May und Harald treffen, um einen neuen Cafebesuch zu versuchen. So machten wir uns gegen 15:00 auf den Weg. In der Nähe von deren Domizil sollte ein nettes Cafe sein. Dort wollten wir uns treffen.

Allerdings rief Harald auf halber Strecke an, um uns mitzuteilen, dass das Cafe geschlossen hatte. So beschlossen wir, uns bei den Beiden zu Hause zu treffen.

Sie wohnen zusammen in einem schmalen, relativ neuen Reihenhaus mit zwei Etagen und Stellplatz direkt vor dem Haus. Als sofort zu zahlende Jahresmiete, waren als Spezialpreis vom Vermieter 80000฿ aufgerufen worden, was für die Räumlichkeiten wohl ein sehr guter Preis war.

Es wurde bei Kaffee, Saft und Keksen ein schöner Nachmittag und wir hatten alle unseren Spaß. Bei der Gelegenheit gab ich May gleich das Geld für die Tickets der morgigen Überfahrt nach Samui, bzw. meine Rückfahrt aufs Festland Ende November.

Abends machten wir uns auf den Weg nach Nai Plao. Dabei stoppten wir noch beim Thai-Restaurant vom Vortag, um Essen für Take away zu ordern. Dieses genossen wir kurz darauf auf unserer Terrasse, gut geschützt vor dem Regen und mit zwei neuen Freunden vom Strand, die ab und an erfolgreich einen Happen ergattern konnten 🐶🐶.
 
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Nach der Nacht hatte sich das Wetter berappelt und ohne dunkle Wolken sah es gleich viel freundlicher aus. Zuerst frühstücken, danach unsere Klamotten zusammen packen und schon einiges in den Isuzu gepackt, denn heute sollte es zurück nach Samui gehen. Die Abfahrt ab Donsak war für 13:00 gebucht. Halbe Stunde Fahrzeit bis zum Pier, alles kein Problem. Vorher wollten wir aber unbedingt noch zu einem Aussichtspunkt fahren.

Um 11:00 ausgecheckt, von der netten Joy verabschiedet und auf ging es Richtung Sichon, immer schön am Meer lang. Von dem vielen Regen hatte sich allerlei Unrat auf der Straße angesammelt und viele größere Pfützen waren anzutreffen.

Dann kamen wir zu einem schönen Aussichtspunkt. Die Blicke aufs Meer und die Strände hatten schon was und natürlich machten wir viele Fotos.



Danach begaben wir uns auf den Weg zum Pier nach Donsak, wo wir 12:15 eintrafen.
 
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