Thailand Thailand im dritten Versuch nach Juni 2020

Manchmal dachte ich, unser Krathong sei unter gegangen, doch war wohl nur eine kleine Welle davor, denn immer wieder war der flackernde Kerzenschein zu sehen. Inzwischen erreichte er fast den Landesteg. Ich ging davon aus, dass er an einer der vielen Holzstelzen hängen bleiben würde.

Doch auch diese passierte er. Der "Konstrukteur" unseres Bananenblatt Bootes hatte scheinbar sehr gute Arbeit geleistet.

Irgendwann, nach langer Zeit, sahen wir nur noch mit Mühe einen schwachen Lichtschein auf dem Meer und das Verfolgen des Lichts strengte immer mehr an.



Wir hatten die letzte Zeit Arm in Arm den Weg verfolgt und es war eine sehr romantische und schöne Stimmung am nächtlichen Strand. Wenn der Krathong lange Zeit schwimmt, soll es ja Glück bringen...

Schließlich gingen wir zurück zum Auto und fuhren nach Hause
 
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Am nächsten Morgen wurde es "Ernst" für Nok. Um 9:00 stand der Termin bei Dr. Tee auf dem Programm. Ein Eckzahn musste weichen und die Vorbereitungen für die Brücke sollten folgen. Natürlich waren wir etwas zu spät dran. Aber nach dem sehr schönen Abend am Strand kein Wunder. So fiel eben das Frühstück aus und wir kamen pünktlich vor der Praxis an.

Es gab nur eine kurze und freundliche Begrüßung. Ohne Wartezeit wurde Nok ins Behandlungszimmer gebeten.

Tja, eine Stunde hatte der Doc sie dann in der Mache. Als sie wieder auftauchte, machte sie allerdings keinen besonders "beschädigten" Eindruck. Dr. Tee schien gute Arbeit gemacht zu haben. Nur das Sprechen machte ihr etwas Probleme. Eine Woche später sollte sie wieder vorbei kommen. Dann wäre die Brücke fertig. Ich bezahlte noch von meinem Konto die nächsten 20k und wir verließen die Praxis.
 
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Eigentlich dachte ich, wir fahren nach Hause und Nok würde sich den Rest des Tages schonen. Aber bis auf die leichten Sprachschwierigkeiten fühlte sie sich scheinbar fit. Man hat ja bereits öfters von Patienten gelesen, die beim Zahnarzt eine Betäubung bekamen und weniger Probleme damit hatten, als vergleichsweise bei einer Behandlung in D. Ob in TH doch schonendere (teurere) Mittel verwendet werden?

So fuhren wir nach Bo Phut zum Lotus Tesco, um noch einiges einzukaufen. Hier war am 20. November der Weihnachtsrummel voll angekommen und es wurde dekoriert.


Zuhause wieder angekommen, gab es erstmal eine kleine Mahlzeit. Nok's Sprachschwierigkeiten hatten sich gelegt. Statt zu relaxen, fing sie aber an, zu bügeln. Nun gut, up to you... Dafür holte ich am Nachmittag Garnelen vom Markt, die wir uns abends schmecken ließen.


So plätscherte wieder ein Tag vorbei, eben mit Dingen, die auch erledigt werden müssen.

Der nächste Tag dagegen, sollte unserem Haushalt eine zweite Lady für die nächste Zeit bescheren 😄
 
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Am nächsten Morgen ging es Nok ganz normal, also keine Nachwirkungen von der Behandlung beim Zahnarzt, alles sehr gut. So ließen wir den Tag ganz entspannt angehen und bereiteten uns auf die "zweite Lady" in Form von Supa vor.

Von Supa hatte ich verschiedentlich kurz berichtet. Bis März 20 hatte sie in Chaweng ihren eigenen Massagesalon und den Jahreswechsel 19/20 hatten wir bei ihr verbracht und es war vor ihrem Shop eine superschöne Straßenparty. Aber wie auch so viele andere Selbständige, egal ob Massagesparte oder Gastro, ging ihr irgendwann das Geld aus. Sie verkaufte den Shop und war zu ihrer Familie in den Isaan gefahren.

An diesem Tag wollte sie nach Samui zurück kehren. Dies in der Hoffnung, vielleicht mit mehr Touristen, nach den leichteren Einreisebestimmungen, erneut ein kleines Business aufzubauen. Sie hatte mit ihrem letzten Geld ein Bus-/Fährticket gekauft und sollte um 17:00 ab Donsak mit der Fähre und dem Bus nach Samui übersetzen. Allerdings sollte der Bus auf Samui die Route "rechts herum" nehmen. Also von Lipa Noi über Lamai, Chaweng usw. Das hätte nach dem "Schleif" vom Isaan noch länger gedauert, weshalb sie uns gebeten hatte, sie am Pier in Lipa Noi abzuholen. Das wollten wir gerne für sie tun und als Start, bis sie eine andere Unterkunft hatte, konnte sie in unserem Bungalow wohnen.
 
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Da wir uns in Nathon noch etwas umsehen wollten, fuhren wir nachmittags los. Fürs Dinner wollten wir noch auf einen Markt und ich suchte schon eine ganze Weile nach einer "Lady Wai" als Mitbringsel für jemanden in D.

Als wir kurz vor Nathon waren, meldete sich Nok's Phone. Supa rief an, dass ihr Bus nicht mehr auf die Fähre um 17:00 kommen würde, da das Fahrzeugdeck voll war. Deshalb müsste sie die letzte Fähre nehmen, die allerdings erst zwei Stunden später, also um 19:00 ablegen sollte. Ich verstand erst nicht, warum sie, auch wenn sie die Überfahrt samt Bus bereits bezahlt hatte, nicht lieber noch ein normales Passagierticket für 150฿ kaufen würde um so noch auf das 17 Uhr Schiff zu gelangen? Der Grund war ganz lapidar...kein Geld, oje 😗.

Somit hätten wir natürlich noch jede Menge Zeit zu überbrücken. Nach Hause zu fahren lohnte sich nicht so richtig, so dass wir in Nathons Hauptstraße parkten und einen Bummel machten. Leider fanden wir alles mögliche, nur keine "Lady Wai". Dafür viele Läden mit Klamotten, Buddhafiguren und in der Abendsonne dösende Katzen.


Auf dem Markt an der Hauptstraße von Nathon in Richtung Lamai kauften wir etwas Grünzeug und vom Schwein. Danach fuhren wir weiter zum Pier von Raja in Lipa Noi.
 
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Wir passierten die Soldaten, die auf neue Ankömmlinge warteten und uns kaum beachteten. In der Nähe der Anleger fanden wir unseren Parkplatz und hatten nun noch über zwei Stunden hier abzusitzen. Zunächst bummelten wir aber etwas über das Gelände und die Anlegestege. Die Sonne versank langsam in der Richtung, aus der Supas Fähre um 20:30 kommen sollte. War irgendwie eine schöne und fast schon romantische Stimmung. Einiges Staff von den hier über Nacht liegenden Schiffen kam von Einkaufen und ging an Bord.



Doch zunächst kam die Fähre an, mit der Supa und der Bus eigentlich kommen sollten. Dann sahen wir auch die Gründe, weshalb der Bus wohl nicht mehr an Bord gekommen war. Zwei Lkw mit Anhänger quälten sich von Bord und hatten natürlich entsprechend viel Platz verbraucht. Immerhin meldete sich Supa gegen 19:00, dass sie nun an Bord der letzten Fähre in Donsak gekommen sei.

Gegen 20:00 wurde die Nacht immer dunkler und Regen setzte ein. Ab ins Auto und die Musikanlage des Isuzu etwas lauter testen. Bluetooth Verbindung zum Phone und wir hatten unsere kleine Disco. Im mittlerweile strömenden Regen an einem Pier, wo im Prinzip nichts los war. Aber egal, auch so etwas macht den Unterschied zu Pauschalreisen aus und ich hätte den Moment nicht mit dem Sitzen in irgendeinem Hotel tauschen wollen!

 
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Mir war der Name für die Figuren auch lange nicht bewusst gewesen. Ich hatte bereits in der Vergangenheit verschiedene Figuren und auch in diversen Größen mit nach D genommen. Gesehen, Gekauft und gut so.

Aber jetzt keine auf Samui gefunden. Dafür später wieder auch auf Phuket. Musste meiner Begleiterin erstmal klar machen, was ich uberhaupt suchte, bis von ihr "Lady Wai" kam 😃.
 
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So warteten wir weiter auf die Ankunft von Supa mit der letzten Fähre für diesen Tag. Ab und zu beobachteten wir dunkle Gestalten, die im Regen vor den Gebäuden herum liefen. Nein, natürlich keine Ratten, sondern Bedienstete von Raja oder potentielle Passagiere, die sich vielleicht Tickets für den nächsten Tag holen wollten.

Wir hatten es uns in den Ledersitzen gemütlich gemacht und lauschten der Musik. Später kam die Fähre relativ pünktlich und kurz darauf näherten sich die ersten Fahrzeuge und einige Fußgänger. Supa hatte ihren Busfahrer gebeten, dass er in unserer Nähe kurz anhalten solle, damit sie zu uns wechseln könne, was auch klappte. Wir fuhren von unserem Parkplatz zum Bus, ich übernahm das Gepäck vom Busfahrer und Nok eine etwas "fertige mit der Bereifung" Supa. Das war ja auch kein Wunder, mitten in der Nacht im Isaan losgefahren und dann in Donsak noch auf die Fähre warten müssen.

Jetzt nur noch der Reihe der bereits wartenden Fahrzeuge anschließen und den COVID Check absolvieren. Nach vielleicht einer Viertelstunde hatten wir die Posten erreicht. Nok und mir glaubten sie scheinbar, dass wir Samui nicht verlassen hatten und nur unseren Gast abholen würden. Die arme Supa dagegen musste zunächst die Seite von "Samui Health Pass" auf ihrem Phone finden und dort ihre Daten eingeben.

Ich glaube, der draußen mit Regenschirm wartende Soldat hatte etwas Mitleid mit Supa und versuchte ihr nach Kräften zu helfen. Schließlich war auch das geschafft und wir fuhren nach Hause.

Nachdem dort eine frisch geduschte Supa wieder auftauchte, machte ich Supa und mir erstmal zwei Bier auf. Jaaaa, mit der Frau kann Mann auch gut Bier zusammen trinken 😃🍺. Nok trinkt höchstens Radler, ansonsten selten Wein oder Smirnoff. Aber darauf hatte ich mich auch bei unserem Besuch gefreut. Nok hatte in der Zwischenzeit noch etwas Kulinarisches gezaubert, was wir uns noch schmecken ließen.
 
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Die nächsten Tage passierte nicht mehr allzu viel. Meine Abreise, zunächst noch für ein paar Tage Phuket, näherte sich immer mehr. So lange war ich noch nie im Ausland gewesen, aber es zog mich nichts so wirklich nach D... Dazu kamen die Nachrichten von wieder mehr Neuinfektionen und einer neuen Variante namens "Mariakron" oder so ähnlich. Aber ein paar Tage bis zum Rückflug hatte ich ja noch und diese wollte ich auch noch genießen.

Das Zusammenleben mit Supa gestaltete sich problemlos. Sie schlief im Wohnzimmer auf einer Schlafcouch, natürlich mit richtigem Bettzeug und machte es sich dort gemütlich. Am Tag war sie meistens mit Nok's Motobike unterwegs, um Freunde zu besuchen und neue Kontakte zu knüpfen.

Wenn sie abends da war, kochten die Mädels meist zusammen. War ein gutes Gefühl, zwei nette Mädels als "Staff" zu haben...555.

Okay, 500฿ in die Macho-Kasse ...😁

 
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