Es ist tatsaechlich die Rechtslage. Ich selbst haette niemals Aerger bekommen, falls ich in der Familie tatsaechlich einmal durch Zufall alleine mit den Kleinen gewesen waere. Ich war fuer die ganz toll, weil ein bisschen exotisch und die hatten natuerlich gemerkt, dass wenn ich in der Gegend war, die Eltern Schokolade und andere tolle Sachen hatten, die aus nicht verstaendlichen Verpackungen kamen. Ich habe natuerlich die Suessigkeiten nie selbst verteilt, da die Eltern sich das kaum leisten konnten.
In der Familie und Verwandschaft war also alles voellig ok. Die Familie war lower middle class/upper lower class. D.h. alle hatten Arbeit, college Ausbildung und ein eigenes kleines Haus. Geld war natuerlich immer knapp.
Bei anderen Familien mit ausgepraegter Gewinnsucht kann so etwas allerdings nachtraeglich sehr schief gehen. Ich war daher ueber die Jahre hinweg immer vorsichtig.
Die Rechtslage wurde vermutlich deswegen so geschaffen, um Verurteilungen zu vereinfachen. Auslaendische Paedokriminelle sind auf den Phils ein Problem. Ich betone Auslaender, weil es sehr viele sehr junge Muetter mit einheimischen Vaetern/Bfs usw gibt, aehnlich wie z.B. in Thailand, die sich davon gemacht haben oder einfach nicht zahlen, und kein Hahn kraeht danach.
Mir ist auch ein Fall bekannt, wo ein Koreaner eine 17jaehrige im Hotel hatte. Die war seine SLT und die Familie unterstuetzte das. Bei einem Streit hat die Kleine mit zwei Polizisten eine Absprache getroffen und es kostete den Koreaner 60K Php an der Tuer, damit nichts verschriftlicht wurde. Danach kam es zu einem Streit zwischen den beiden korrupten Polizisten und der "Dame", denn letztere bekam nur 15K ab. Alles in aller Offenheit an der Tuer. Ich kenne die Geschichte, weil der Besitzer erzaehlte den Fall. Den Koreaner hat er dann rausgeschmissen. Spaeter wollte die Familie ihn als Zeugen gewinnen, die hat er dann auch rausgeschmissen, weil sie standen, wie gesagt, hinter der Sache.
Es gibt auch andere stories, von Schuelerinnen und college girls, die nachts um 1 Uhr vor der lokalen Oben-ohne-bar sassen. Das war ein offenes Geheimnis. Nur der Besitzer hatte nichts direkt damit zu tun und hatte ohnehin polizeilichen Personenschutz (USD Millionaer) und die besten Verbindungen. Offiziell war der Puff eine Musikbar.
Schliesslich gibt's in der Region, die gemischt ist, noch regelmaessig Ehen mit halben Kindern in den muslimischen Doerfern. Unter der muslimischen Elite sind diese allerdings verpoent. Es ist ein Statussymbol, dass die Braut zumindest einen BA-Abschluss hat. Es gibt dann noch ein klares Stadt/Landgefaelle. Auf den entlegenen Doerfern gibt's reichlich junge Muetter, weil es auch keine erhaeltlichen oder bezahlbaren Verhuetungsmittel gibt. Ich rede hier vom tiefen Sueden der Phils, der roten Zone. In den Staedten wiederum kann man oft sehr deutlich zwischen den Slums und den besseren Gegenden unterscheiden.
Insgesamt spielen also viele Faktoren und deren Zusammenspiel eine Rolle. Armut ist allerdings meist ein gemeinsames Merkmal.
Um auf die Rechtslage zurueckzukommen. Hier geht's in der Tat vornehmlich um Auslaender. Die Leute haben relativ viel Geld, jedenfalls im Vergleich zu den meisten Einwohnern, und man kann z.T. fuenfstellige Betraege einholen. Das gilt fuer den einfachen Autounfall, wo der Kano eigentlich immer Schuld ist, wie fuer diese Paedokriminellen, denen man keine Traene nachweint.
Viele Touris bilden sich ein Mass von Anonymitaet ein, dass nicht existiert. Man wird wahrgenommen, wie ein bunter Hund. Bei Migranten/Expats gilt das noch viel mehr. Der gute Ruf ist deshalb sehr wichtig. Insgesamt ist die Gesellschaft im Sueden eher konservativ, aber eben auch mit einer ausgepraegten Doppelmoral. "face" ist alles, die Realitaet ist zweitrangig solange nichts oeffentlich wird. Deswegen auch das endlose Geschwaetz.
Diese Beobachtungen variieren natuerlich. Schliesslich ist das Land gross, ethnisch/kulturell und sozial sehr ausstrukturiert, und als Auslaender bekommt man nur einen begrenzten Einblick, zumal die Sprachbarrieren endlos sind. Im Sueden werden in den Staedten oft 8 lokale Sprachen gesprochen, von Dialekten einmal abgesehen.
Insgesamt kann man festhalten, dass man nichts ueberstuerzen, viel zuhoeren und beobachten sollte. Die Rechtslage bei einigen ganz einfachen Dingen ist eindeutig. Bei Missbrauch von Abhaengigen/Angestellten, der sich schliesslich auch in Deutschland verbietet, drohen erhebliche Strafen und zum Schutz von Minderjaehrigen/Kindern sind Gesetze verabschiedet worden, die sehr weit gefasst sind und mit drakonischen Strafen drohen, die weit ueber das Strafmass in Dland hinausgehen. Von daher sind schlecht versteckte dumme Empfehlungen oder entsprechende Vorschlaege voellig unverantwortlich. Das gilt eigentlich ueberall, aber auf den Phils ganz besonders.