Bangkok Die Engel der Nacht ( Hoffnungen, Reichtum und Illusionen)

Stellvertretend für die wahren Engel unter den Mädels erzähle ich hier mal die Geschichte von Puh. Einige Member haben sie persönlich kennen gelernt und viele andere haben über sie gelesen. Sie ist ein Mädel aus Kalasin ( wo ja angeblich die schönsten Frauen des Landes herkommen ) und hat in Pattaya wohl etwas Pech gehabt bei der Wahl ihres Customers. Für diese Story muss ich etwas weiter ausholen:

Vor 5 oder 6 Jahren tauchte hier im Forum ein neuer Member auf, wir nennen ihn hier einfach mal Thomas. Er machte einen gebildeten Eindruck obwohl er recht Großkotzig daher kam und seine Ausdrucksweise manchmal deftig und zynisch war. Thomas war Asienerfahren und seine Geschichten die er hier veröffentlichte hatten einen hohen Unterhaltungswert.

Thomas tauchte eines Tages in Pattaya auf. Ausgestattet mit scheinbar unerschöpflichen Geldmitteln begann eine mehrmonatige Partytour. In Pattaya lernte er Puh kennen die dann wohl seine ständige Begleitung wurde.

Irgendwann Nachts erreichte das Forum ein Hilferuf. Thomas stand auf einem Dach und wollte springen ( zumindest hat er das behauptet ). Bis dahin wusste niemand daß er psychische Probleme hatte. Außerdem war er finanziell am Ende, und zwar richtig am Ende. Dazu noch andere gesundheitliche Probleme und inzwischen auch Overstay. Die Forenleitung hat ihn über Nacht beschäftigt und in Gespräche verwickelt und Puh hat ihr übrigens dazu getan damit er nicht springt. Zumindest habe ich das so in etwa in Erinnerung. Auf jeden Fall konnte Thomas von seinem Vorhaben abgebracht werden und am nächsten Tag habe ich Kontakt zu ihm aufgenommen.

Er wohnte inzwischen in einer kleinen Behausung die Puh und ihre Freundin in Pattaya gemietet hatten. Mit Puh's Hilfe konnte er dann überzeugt werden nach Bangkok zu kommen damit wir weitere Schritte für einen geordneten Rückzug aus Thailand unternenhmen konnten. Ihre Geldreserven waren inzwischen aufgebraucht, sie hatte ja kein Einkommen mehr und musste Thomas mit durchfüttern. Ihre Mutter hatte wohl auch Geld geschickt das Thomas zuvor großzügig der Familie gespendet hatte.

In Bangkok angekommen begann der übliche Behördenmarathon, Puh immer mit dabei. Sie war ebenso wie Thomas mit den Nerven am Ende. Thomas brauchte teure Medikamente für die kein Geld da war. Er rastete schnell aus wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen lief und das Mädel bekam auch hysterische Anfälle. Sie war mit der Situation komplett überfordert, hielt sich aber tapfer und war Rund um die Uhr für ihn da.

Ich will jetzt nicht auf die näheren Umstände eingehen. Dank eines großzügigen TAFlers und unseres Ex-Moderators @Figaro der aus Korea rüber kam und den Deckel drauf machte war Thomas dann einige Tage später wieder in Deutschland.

Puh war danach noch einige Zeit über Line mit meiner Mia in Kontakt. Sie ist darüber hinweg. Bei Thomas bestand wohl noch eine Lebensversicherung. Ein Teil der zu erwartenden Summe hat er ihr zugedacht. Sie ist inzwischen im Ausland verheiratet und scheint zufrieden zu sein.
 
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Schön, dass du dir die Mühe machst. Ich hoffe du hast noch ein paar auf Lager.
Danke für dein Feedback. Ich glaube ich habe noch dutzende auf Lager. Nur müssen die einem auch alle wieder eingefallen.
Ich war heute Abend mit Mollys Ex unterwegs und wir haben über alte Zeiten gesprochen. Da ist mir so manches wieder eingefallen. Ich glaube ich muss mir Notizen machen. Irgendwie läuft die Uhr in SOA schneller als in good old europe....
 
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Zurück zur Sukhumvit 71 Rd,

Im Nachbarhaus wohnten neben den ganzen Engeln und den low class Thais auch so ca 20 bis 30 Filipinas. Einige arbeiteten an besseren Schulen in Bangkok ( zumindest offiziell ) , die anderen waren als Freelancer im der Scene unterwegs.

Ich saß um die Mittagszeit herum auf dem Klo und hörte von draußen einen Schrei und sofort danach einen Aufprall. Ich hatte sowas noch nie zuvor gehört, aber mir war sofort klar das etwas schreckliches passiert sein musste. Es ist schwer zu beschreiben, aber bevor du nachgeschaut hast weißt du innerlich schon das es etwas mit dem Tod zu tun hat. Und so war es auch. Ein Filipino der zu Besuch bei seiner Schwester in Bangkok war hatte sich vom Balkon gestürzt.

Das ganze Drama spielte sich ab einige Tage nachdem das jetzige Regime die Macht übernommen hatte. Ein Notarztwagen war nach wenigen Minuten vor Ort und es wurde der Tod festgestellt. Mitgenommen werden durfte die Leiche aber nicht sondern wurde später für Propagandazwecke misbraucht. Der Leichnam lag dann mehrere Stunden in der Sonne und verändern durfte dort niemand etwas. Am Spätnachmittag rückte dann ein Offizier mit einem Trupp Soldaten und einem Militärarzt an. Mehrere Reporter und TV waren vor Ort. Vor laufenden Kameras wurde dann nochmals der Tod festgestellt, und Bilder von den Soldaten geschossen die von ihrem Offizier hin und her gescheucht wurden. Danach durfte der Leichnam dann abtransportiert werden.

Schon am gleichen Abend war alles im TV zu sehen und Tags darauf ging alles nochmals durch die Presse. Die näheren Umstände schienen nebensächlich zu sein bzw es entstand ein ganz anderes Bild. Wer es nicht besser wusste, für den entstand der Eindruck die Armee sei gleich zum Tatort geeilt und habe dort ermittelt. Die ganze Aktion lief unter dem Motto " Euer General ist für euch da".

Obwohl ich vorher nicht wirklich gegen eine Machtübernahme des Militärs gewesen war um Ruhe ins Land zu bekommen, so machten sich schon jetzt erste Zweifel breit.

Die ganzen Filipinas sind noch am gleichen Abend aus dem Haus ausgezogen und zwar alle zusammen. Das Leben in der sonst quirligen Straße schien für einige Augenblicke still zu stehen. Es bot sich ein bizarres Bild als alle nacheinander aus dem Haus kamen und mit ihren wenigen Habseligkeiten unter den Armen und mit gesenktem Köpfen davon schlichen.
 
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Pui war eine attraktive, energische Frau von knapp 30 Jahren. Sie stand mit beiden Beinen fest im Leben wie man so schön sagt, hatte immer alles unter Kontrolle und ihr Leben voll im Griff. Sind war mit einem sehr reichem schwedischen Geschäftsmann liiert und die beiden haben 2 Kinder.

Ein großes Anwesen vor den Toren Bangkoks mit einer riesigen Villa, einem Fuhrpark und natürlich genug Staff machten ihr das Leben mehr als nur angenehm. Ausstaffiert mit allen möglichen Kreditkarten war es für sie kein Problem mal eben für ein paar Tage zum shoppen nach Mailand oder Tokio zu fliegen.

Ich weiß nicht wie oder wo sie sich den Schweden geangelt hat, ich kannte ihn auch nur flüchtig von einer Songkranparty. Er war übrigens sehr selten zu Hause und die meiste Zeit geschäftlich unterwegs. Sie veranstaltete in seiner Abwesenheit gerne Dinnerpartys auf ihrer riesigen klimatisierten Gartenterrasse.

Ich war dort einmal zu Gast und fühlte mich unter der ganzen HiSo irgendwie fehl am Platze. Es ging dort sehr feudal zu.

Als der Schwede wieder einmal zu Hause war machte er ihr klar daß sich in Zukunft einiges für sie ändern wird. Er habe noch 6 andere Kinder in 3 verschiedenen Ländern die er allesamt nach Thailand holen wolle und für deren Erziehung sie in Zukunft zuständig seiin wird. Pui war natürlich komplett vor den Kopf gestoßen und dachte nicht daran sich seinen Wünschen zu fügen. Ab diesem Zeitpunkt war von Pui nichts mehr zu hören oder zu sehen und wir dachten schon sie sei inzwischen wirklich Mutter einer multikulturellen asiatischen Großfamilie geworden.

Monate später sahen wir sie dann auf der Straße und haben sie kaum wieder erkannt. Ungepflegt und in billigen Klamotten besuchte sie ihre alten Sisters um von denen etwas Geld zu erbetteln. Der Schwede hatte sie mal eben auf den Boden der Tatsachen zurück geholt und ihr alles genommen, einschließlich der beiden Kinder. Ihre Fallhöhe war gewaltig und darum wohl besonders schmerzhaft.

Später hörte ich dann das sie bei ihm zu Kreuze gekrochen ist und sich seinen Wünschen gefügt hat. In den angesagten Clubs in Tonglor wo sie früher gerne mit den Snobs der Stadt feierte wurde sie nicht mehr gesehen und so richtig scheint auch niemanden zu interessieren was aus ihr geworden ist. Wer aus dieser Szene einmal raus ist, der ist out und über den spricht man nicht mehr.
 
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Puki war hauptberuflich Friseurin mit einem eigenem Salon und einer Angestellten in Rachada. Kennen gelernt habe ich sie im Biergarten in der Soi 7. Dort war sie stets kurz vor Monatsende anzutreffen wenn größere Zahlungen wie Pacht oder Lohnzahlungen anstanden. Englischsprachig, witzig und charmant wusste sie potenzielle Kundschaft von sich zu überzeugen. Optisch ein Hingucker und stets adrett gekleidet. Damals gab es noch keine Smartphones mit Line oder Facebook und die Damen nahmen sich noch Zeit für die Kundschaft. Puki wusste auch mich zum umgarnen, ich bin an diesem Abend jedoch nicht mitgegangen. Warum nicht weiß ich heute nicht mehr, aber wir tauschten unsere Telefonnummern aus und ich versprach sie anzurufen.

Dieses Versprechen wurde direkt am nächsten Tag um die Mittagszeit herum eingelöst. Puki war allein in ihrem Salon, keine Kundschaft und ihre Angestellte hatte day off. Sie würde sich freuen wenn ich sie besuchen würde. Die Adresse schickte sie mir per SMS und ich bin rüber nach Rachada gedüst. Dort angekommen wäre ich von allein nicht drauf gekommen das ich mich in einem Friseursalon befand. 2 Stühle, 2 Spiegel und ein bisschen Krimskrams was Frauen halt so haben befanden sich in einem winzigen Raum mit dem obligatorischen Königsbild an der Wand. Es kam mir mehr vor wie in einer Zelle mit einer Glastür.

Eine schmale Stiege führte nach oben in ihre Privatgemâcher wo sie mir unbedingt ihre neueste Errungenschaft zeigen musste. Ein nagelneues Doppelbett stand dort in einem ansonsten weitgehend mobiliarfreien Raum mit einem kleinem Balkon davor der als Küche diente. Ich könne der erste Mann in diesem Bett sein wenn ich wolle wurde mir erklärt. Sie rannte mit diesem Angebot bei mir natürlich offene Türen ein bevor sie nach unten rannte um selbiges in ihrem Salon zu schließen.

Das neue Bett wurde dann einer ausgiebigen Überprüfung unterzogen und für gut befunden. Etwas Geld wechselte mehr zufällig den Besitzer und ich bekam eine Etage tiefer noch einen gratis Haarschnitt oben drauf verpasst. Es war inzwischen später Nachmittag geworden und Puki erwartete Kundschaft. Diese Kundschaft bestand aus den Mädels der Umgebung die sich von ihr für die kommende Nacht aufbrezeln ließen. Eine gute Gelegenheit für mich das Feld zu räumen.

Puki war danach noch lange meine Stamm Frisörin, gelegentlich liefen wir uns auch noch im Biergarten über den Weg. Einmal stellte sie mir dort ihre Freundin vor, die sich bei einem Gespräch als ihre Angestellte entpuppte.

Das ist über 10 Jahre her, Puki muss heute um die 40 Jahre alt sein. Ihren Salon hat sie aufgegeben und sie konzentriert sich heute auf die Kundschaft des Biergartens. Was aus ihr wird wenn dort die Abrisbirne zum Einsatz kommt steht wohl in den Sternen. Ich hörte letztes Wochenende der Owner dort hätte weitere 8 Monate Aufschub bekommen.
 
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Oh man, der Beergarden wird abgerissen?
Das ist an mir komplett vorbei gegangen.
Schade wenn es so ist.
Ich habe dort oft gesessen und Frühstück gegessen.
Aber auch am Abend war das immer ein beliebter Treffpunkt für uns um dort zu essen und dann in die Walking Street zu gehen.
555,
Biergarten in Bangkok....
Aber die nächste Story hat sich in Pattaya ereignet.
 
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Einen wahren Teufel in Engelsgestallt habe ich im Seebad kennen gelernt. Ich kann mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern, dafür ist die ganze Sache zu lange her und Erlebnisse dieser Art versucht man vielleicht auch ( unbewusst ) zu verdrängen.

Ich war spät Nachts noch in der WS unterwegs, ließ mich irgendwie Treiben und nicht unbedingt auf der Suche. Eine überaus hübsche Freelancerin fiel mir auf und wir wurden uns schnell einig. Ich nenne sie hier mal Dau, ihren eigentlichen Künstlernamen weiß ich gar nicht mehr. Wir gingen erst noch was trinken in einem Schuppen wo anscheinend viele Bargirls nach Feierabend verkehrten. Die Stimmung dort war gut und aus einem Gläschen wurden schnell 5 oder 6. Ich glaube so gegen 7 Uhr morgens waren wir dann am Lek Hotel, und dort erstmal ans Frühstücksbuffet. Dau war in ausgelassener Stimmung, es fehlte eigentlich nur noch das sie anfing zu singen. Auf jeden Fall war ich an diesem Morgen mit meinem Paradiesvogel am Tisch die Hauptattraktion im Speisesaal.

Oben im Zimmer angekommen ging es dann heftig zur Sache, dieses Girl war eine Granate. Ich wurde wohl erst Abends wieder wach schaute mich um. Mir fiel ein das ich vergessen hatte mein Geld im Safe unterzubringen. Ich prüfte meine Barschaft und hatte den Verdacht das etwas fehlte. Ich stellte Dau zur Rede, sie fing an zu Heulen, drehte ihre Klamotten auf links und schüttete ihr Tasche aus. Da war nichts außer ein paar kleinen Scheinen. Also im Zweifel für den Angeklagten.

Es folgte eine Versöhnungsnummer und ich Trottel behielt Dau noch bis zum nächsten Morgen. Vielleicht war es auch vorher so ausgemacht, ich weiß es nicht mehr.

Auf jeden Fall ließ ich dann Nachts absichtlich etwas Bargeld das ich zuvor abgezählt hatte offen herum liegen. Am nächsten Morgen fehlte etwas und nun war die Sache eindeutig. Sie schwor Stein und Bein nichts damit zu tun zu haben, was natürlich Blödsinn war. Ich habe sie vor die Tür gesetzt, was nicht so einfach war da sie sich inzwischen in eine Furie verwandelt hatte.

Einige Zeit später war lautes Geschrei auf dem Hotelflur zu hören, das war eindeutig Dau. Security klopfte an meine Tür und ich wurde gebeten zu öffnen. Auf dem Flur standen 2 Hausscheriffs mit Dau. Sie war halb nackt, die Haare zerzaust und offensichtlich am Arm verletzt. Sie beschuldigte mich sie verprügelt und vergewaltigt zu haben. Inzwischen waren auch sämtliche anderen Türen offen und ein fachkundiges Publikum gab seinen Senf dazu. Wir zogen uns auf mein Zimmer zurück und ich bat um Polizei und einen Arzt. Mir war klar daß Polizei nicht weiter helfen würde, aber ich wollte auch klar stellen das ich für Erpressung wenig übrig hatte. Auch den beiden Scheriffs war klar was hier gerade in Gang kam, denen war daran gelegen das wir uns so schnell wie möglich einigen würden. 5.000 thb verlangte Dau als Schmerzensgeld für ihre seelischen und körperlichen Schmerzen. Die Security fand den Betrag wohl angemessen. Mein Gegenangebot war 0 thb und wir vergessen die Sache. Nach langem hin und her einigten wir uns auf 1.000 THB. Unter lautem Geschimpfe und Drohungen von Mafia und black man zog Dau dann ab. Die Securitys meinten ich solle solche Drohungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Später fuhr ich dann mit dem Lift runter und sah Dau telefonierend vor dem Hotel sitzen. Security gab mir zu verstehen einen anderen Ausgang zu nehmen.

Das entsprach zwar nicht meinem Selbstverständnis, aber ich habe mich gefügt. Weit kam ich auf der 2nd Road nicht, ich wurde von vorbeifahrenden Motorbikes aus mit Pflastersteinen und dergleichen beworfen und von der Hauptstraße in Richtung eines kleinen Marktes abgedrängt. Ich fing wohl an zu laufen und wurde weiterhin von den Bikefahrern verfolgt. Dau tauchte von irgendwo auf und ließ sich schreiend vor mir fallen. Für die Beobachter der Szene mußte es aussehen als ob ich das Girl geschlagen hätte und die ersten Marktbesucher eilten herbei um ihr zu helfen. Auch die Bikefahrer hatten mich gestellt. Inzwischen hatte ich begriffen das ich mich in richtig ernsthaften Schwierigkeiten befand und nur noch ein Wunder mir helfen konnte. Dieses Wunder traf ein in Form von einigen Bauarbeitern die die Szene ebenfalls beobachtet hatten, allerdings von Anfang an. Sie klärten das Publikum auf und drängten die Bikefahrer ab. Sie riefen mir zu ich solle verschwinden, sie würden die Rowdys hier noch festhalten.

Ich bin zurück zum Hotel, wo man zu meiner Verwunderung schon über die Vorfälle informiert war. Mir wurde dringend geraten auf der Stelle auszuchecken. Meine Vorauszahlung würde erstattet und es würde jemand noch kommen um mir beim Packen zu helfen. In der Tat war meine Tasche in Rekordzeit gepackt und mein Geld lag bereit als ich wieder herunter kam.

Ich glaube das war in all den Jahren mein einziges schlechtes Erlebnis mit so einem " Engel".
 
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An dieser Stelle mal ein Danke an alle die diesen Strang verfolgen. Da diese Storys nicht nur von den schönen Seiten des Business berichten hätte ich nicht mit so viel Interesse und Feedback gerechnet.
Ich werde morgen von Noi erzählen. Dieser Name ist ausnahmsweise nicht gefakt und sie ist die Schwester meiner Mia.
Sie ist im Leben mehrmals böse auf die Schnauze geflogen und ist heute trotzdem Glücklich.
 
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Noi ist aufgewachsen irgendwo auf dem Lande zwischen Lopuri und Korath. Als zweitältestes von 8 Kindern musste sie zu Hause hart mit anfassen und war ua dafür zuständig ihre jüngere Schwester ( die heute meine Mia ist ) mit aufzuziehen. Mit 14 oder 15 Jahren ging sie nach Bangkok um dort Geld für eine weiterführende Schule zu verdienen. Das machen viele Kinder vom Land so, tagsüber arbeiten und Abends oder am Wochenende zur Schule gehen. Noi war auf einem gutem Wege und ist nicht den Verlockungen der Großstadt zum Opfer gefallen.
Dort traf sie auf einen jungen Mann aus gutem Hause der sie auch heiraten wollte. Seine Eltern waren strikt dagegen, so ein Mädel kam gar nicht in Frage. Noi war zwar überaus hübsch aber halt eine Landpomeranze und nicht standesgemäß. Der junge Mann setzte sich aber durch, außerdem war Noi inzwischen schwanger von ihm.
Das erste Kind war ein Mädchen und Noi wurde bald darauf wieder schwanger. Während sie im Krankenhaus einen Jungen zur Welt brachte ist ihr Mann (der auf dem Weg zu ihr war ) mit seinem Motorrad tödlich verunglückt.
Wer jetzt glaubt das Noi trotz dieses Unglücks doch gut versorgt gewesen sein müsse, der hat weit gefehlt. Als sie mit ihrem Säugling nach Hause kam waren ihre Koffer schon gepackt und ihr zweites Baby wurde ihr in den Arm gedrückt. Ihr wurde klar gemacht das sie Unglück über die Familie gebracht habe und jetzt eine persona non grata sei.
Noi war war von einem Moment auf den anderen von weit oben nach ganz unten gefallen. Mittellos und ohne Dach überm Kopf stand sie mit ihren Kindern auf der Straße. Ihre Familie musste helfen. Allein mit Baby und Säugling war nichts zu bewerkstelligen. Zwar gab es in Bangkok zu der Zeit schon so etwas ähnliches wie eine Kinderkrippe, aber das kam für Noi nicht in Frage. Also musste sie den harten Weg gehen um ihre Kinder zu versorgen.
Sie landete im Nana Entertainment und schon nach kurzer Zeit glaubte sie zum zweiten Mal in ihrem Leben den Jackpot geknackt zu haben. Dieser vermeintliche Jackpot hörte auf den Namen Gerd und schien ein wohlhabender Geschäftmann aus München zu sein. Er war auf der Suche nach Investitionsmöglichkeiten in Bangkok und hatte eine große Villa in Srinakarin gemietet. Er holte Noi und ihre Kinder zu sich. Noi führte den Haushalt und war seine Geliebte. Die Kinder wurden auf eine vernünftige Schu!e geschickt und Gerd ging seinen Geschäften nach. Alles schien in bester Ordnung zu sein. Noi erzählte mir später das sei die glücklichste Zeit ihres Lebens gewesen und sie habe ihn wirklich geliebt.
Das ging wohl einige Jahre so und ich war inzwischen mit ihrer Schwester zusammen. Zwangsläufig mussten wir uns irgendwann begegnen und er lud uns zu sich nach Hause ein. Dort bekam ich ua eine Fabrikhalle zu sehen die er angemietet hatte und dort Wasseraufbereitungsanlagen baute die nach Mallorca verkauft wurden. Sein Sohn aus München war dort inzwischen als " Generalmanager" angestellt. Was er dort managte weiß ich nicht, der saß den ganzen Tag vor irgendwelchen PC Spielen. Außerdem gab es dort noch einen Projektleiter, eine Bürokraft und einen Thai der tatsächlich an so einer Wasseraufbereitungsanlage werkelte.
Wie man so Geld verdienen konnte war mir schleierhaft, dem Gerd schien es aber gut zu gehen. Heute bin ich davon überzeugt das dort irgendwelche krummen Geschäfte liefen und diese Firma nur Tarnung war.
Gerd ging es nach einiger Zeit wohl auch nicht mehr so gut. Ich hörte von bubiosen Geschäftspartnern mit denen er Schwierigkeiten hatte. Da Mia und ich uns etwa zu dieser Zeit trennten verlor ich auch das Interesse an dieser Geschichte. Ein paar Monate später waren wir wieder zusammen und ich fragte nach Gerd.
Die Firma gab es zwar noch, aber sie lief auf Noi ihren Namen um an frisches Geld zu kommen. Schulden in Millionenhöhe hatten sich angesammelt und Gerd's Sohn.war wieder in München. Die Schule für die Kinder konnte nicht mehr bezahlt werden und sie flogen aus ihrer schicken Villa. Die Kinder mussten zu den Großeltern aufs Land und besuchten dort die örtliche Baumschule.
Irgendwann wollte Noi mit mit sprechen. Sie war verzweifelt und wusste nicht mehr weiter. Die Gläubiger sassen ihr jetzt im Nacken und Gerd war am Ende, ausserdem hatte er inzwischen jahrelang Overstay. Ich habe ihr dazu geraten als erstes mal diesen Looser zu verlassen und den nach Deutschland zurück zu schicken. Aber sie liebte ihn und wollte ihn nicht verlassen. Sie sah aber ein daß es gar nicht anders geht. Ich versprach ihr seine Familie in Deutschland zu kontaktieren zwecks Rückflug und das Overstay Problem zu lösen. Nebenbei erwähnte sie noch das sein Passwort auch abgelaufen war. Mir wurde klar daß der Typ wohl so richtig Dreck am Stecken haben musste.
Ich bekam von ihr die Nummer seines Sohn den ich ja kurz kennen gelernt hatte und rief diesen an. Dieser wollte mit seinem Vater nichts mehr zu tun haben und auch sonst niemand aus der Familie. Weitere Anrufe könne ich mir sparen.
Ich habe auch mit Gerd gesprochen, aber der wollte absolut nicht nach Deutschland. Also konnte ich mir weitere Bemühungen ersparen. Ich denke der hatte auch in Deutschland Dreck am Stecken. Damit war der Typ für mich erledigt und ausser einem Telefonat nach Deutschland hatte ich ja auch eigentlich nichts gemacht.
Noi zog mit Gerd in die Sukhumvit 20. Dort lebten zu der Zeit viele solcher verkrachter Existenzen aus Dach. Noi musste wieder anschaffen gehen um ihre beiden Kinder, Gerd und sich selbst über Wasser zu halten. Noi wurde eine verbitterte Frau und wollte sich von Gerd trennen, brachte es aber irgendwie nicht übers Herz. Erst Jahre später sah ich Gerd wieder. Er saß in den frühen Abendstunden mit seinen neuen Freunden aus der Soi 20 zur Happy Hour im Country Road. Mir ging augenbicklich der Blutdruck hoch. Dieses Arschloch war hier am Feiern während Noi für ihn ihren Arsch im Nana hinhalten musste. Während er mir die Hand hin hielt um mich zu begrüßen habe ich ihn wortlos vom Barhocker geschlagen. Bevor mir dann seine Freunde an den Kragen gehen konnten war Molly ( aus der ersten Story) mit ihrer Sisters dazwischen.
Kurz darauf hat es Noi dann geschafft sich von ihm zu trennen. Ich denke zu dem Zeitpunkt wird sie so Mitte 30 oder etwas älter gewesen sein. Sie hatte Gerd die besten Jahre ihres Lebens geopfert und saß auf einem Schuldenberg in Millionenhöhe. Für das Nightlife war sie eigentlich gar kein Typ und sie beschloss etwas neues zu versuchen.
Sie nahm eine neue Identität an und wollte durch Billiard spielen Geld verdienen. Sie hatte wohl festgestellt das sie dazu Talent hatte und heuerte in einer Bierbar mit Pool table an. Die Geschäfte liefen wohl recht gut und es ging ganz langsam wieder aufwärts.
Dort lernte sie nacheinander Frank und James kennen. Beide schon über 70 Jahre alt und wollten nur eine nette Begleitung für SLT. An Sex hatten beide kein Interesse mehr.
James war sozusagen auf Inspektionsreise. Er hat in Thailand schon mehreren Mädels aus der Patsche geholfen und ihnen ein kleines Business aufgebaut. Mal eine kleine Bar auf Phuket oder ein Guesthouse im Norden. Nun wollte er sehen was aus seinem Investment geworden war. Dafür brauchte er eine Reisebegleitung und wählte Noi dafür aus. Als erstes wurde Noi mal standesgemäß ausstaffiert für dieses Unternehmen, inclusive Goldklunkern und allem drum und dran. Es galt 8 verschiedene Orte in Thailand zu besuchen wo seine Mädels ihr Business betrieben. Gewohnt wurde nur in den besten Hotels und in den teuersten Restaurants gespeist. Ich war selbst einmal mit ihm Essen und muß sagen, der Mann weiß was gut ist. Noi hatte endlich wieder einmal einen Treffer gelandet. Sie telefonierte auch täglich mit seiner Frau in Irland die zu meinem Erstaunen über alles informiert war und auf dem laufenden gehalten werden wollte.
James kam danach aus gesundheitlichen Gründen nur noch einmal nach Thailand. Er hat Noi ein Häuschen in ihrem Heimatdorf finanziert und schickt ihr bis heute ein monatliches Salär wofür sie ihn nur über seine Mädels in den Provinzen auf dem laufenden halten muss.
Frank ist ein ganz anderer Typ. Obwohl er stark auf die 80 zugeht zieht es in jedes Jahr nach Pattaya um dort so richtig einen drauf zu machen. Er kommt aus Wales und auch er ist verheiratet. Noi ist seine Begleitung wenn er in Thailand ist. Eigentlich braucht sie nur auf ihn aufpassen damit er keine Dummheiten macht. Sie verwaltet sein Geld und auch mit seiner Ehefrau telefoniert sie täglich. ( Ist das in GB eigentlich so üblich ? ) Auch aus Wales bekommt sie bis heute jeden Monat etwas Geld geschickt.
Noi wohnt heute in ihrem Häuschen in der Provinz und ist inzwischen Großmutter. Sie hat die Erziehung ihres Enkelkindes übernommen und sagt sie sei glücklich und zufrieden. Was aus ihr wird wenn ihre beiden Sponsoren mal nicht mehr sind steht wohl in den Sternen.
 
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