Pattaya Hier ist alles drin,...

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Na ja, khraap hat auf mich bezogen auf jeden Fall nicht ganz daneben gegriffen. Könnte 1:1 Bilder aus z.B. Larrys letztem Bericht hier einfügen und es würde überhaupt keinen Unterschied zu dem Material geben, was ich an Impressionen en passant abzuliefern habe.

Sämtliche Bilder aus der Soi 7/8 von gestern Abend sind jedenfalls zum Vergessen. Ich kann meine Kamera einfach nicht richtig bedienen. Dafür durfte ich heute Morgen ein neues Mädel knipsen. :wink0:
Was gibt's denn an den heutigen Kameras groß zu bedienen, wenn man in den Automatikmodus schaltet? :ironie:
Ich glaub Du hast Angst uns Deine Weiber zu zeigen, nachdem Du in der Vergangenheit viel rumgekrittelt hast. :hehe:
Keine Angst, andere Leute sind da toleranter eingestellt. :mrgreen:
Ich mache grundsätzlich keine abfälligen Bemerkungen über die Girls anderer Leute und das aus gutem Grund, also hau rein! ;)

Btw.: was soll die absurde Behauptung, dass sich alle Bilder ähnlich sehen und deshalb uninteressant sind? Allein solange wir unterschiedliche Girls haben, kann das niemals langweilig werden. Ich verstehe dieses Argument nicht!
 
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Im Büro hat sich nach der Rückkehr aus Thailand die Arbeit gestapelt. Musste erst mal das ganze Wochenende über arbeiten.

Die eingeforderten Bilder gibt es zwar immer noch nicht am zweiten Tag, aber schon bald wird es etwas zu sehen geben. Ihr verpasst mit Sicherheit nichts!


Tag 2: Just when I thought I was out...

Nach den ganzen gescheiterten Versuchen, mich am ersten Tag gleich harmonisch in Pattaya einzufinden und klaren Kopf zu bewahren, sollte wenigstens die Nachbetrachtung der ersten Eroberung hier etwas Erwähnung finden, denn über viel mehr lässt sich an Tag 2 auch kaum berichten.

Spät belehrte Nachzügler in Sachen Spaßtourismus wie ich erleben also das "erste Mal mit einem Bargirl" gefolgt von vielen weiteren Damen. Was passiert da überhaupt?

Gleich nachdem wir irgendwann zwischen 4 und 5 Uhr morgens die Bar verlassen haben, nimmt sich Ning meine Hand und es geht händchenhaltend über die Straße und von dort aus den kurzen Weg zum Hotel zu Fuß. Es war für mich also auch eine kleine Überraschung, dass sie gleich zum Körperkontakt über ging und mich über die immer noch belebten Straßen von Pattaya zog. Nun gut, diesem Ablauf wollte ich mir nicht erwehren und folgte brav auf Schritt und Tritt.

In dem Hotel angekommen verlange ich meinen Zimmerschlüssel und an der Rezeption wird nach der ID der Dame gefragt, die dann solange dort bleibt, bis sie wieder das Hotel verlässt. In meinem Hotel wurde stets nach der ID verlangt :tu: und es war auch besser für mein Wohlbefinden, dass geschultes Personal sich um die Personalienkontrolle kümmerte, wobei das in diesem Falle eindeutig nicht notwendig gewesen wäre. Zum anderen kann durch Einsammeln der ID gewissermaßen Betrug oder anderen Verbrechen vorgebeugt werden. Garantien gibt es natürlich trotzdem keine und was letztendlich im Zimmer abläuft, unterliegt immer der eigenen Gefahr.

Jetzt noch der kurze Weg im Fahrstuhl und dann waren wir endlich im Zimmer.

Trotz der ungewohnten Situation wollte bei mir keine echte Aufregung aufkommen. Bedingt durch den Alkoholspiegel und den anstrengenden Tag war ich vielmehr in Sorge darum, ob überhaupt genügend Energie für den angestrebten Zweck zur Verfügung stehen würde und wollte es endlich hinter mich bekommen. Wir hatten zwar nichts weiter besprochen, aber ich ging schon davon aus, dass es hier bald zur Sache gehen würde.

Immerhin kam nun genau das, was ich in der Theorie erwartet hatte. Ning zog sich schon mal aus, um sich dann mit einem großen Badehandtuch wieder komplett zu bedecken und daraufhin im Bad zu verschwinden und sich die Shower zu genehmigen. Es sollte sich herausstellen, dass sie ein wahres Faible für das Duschen hatte und mindestens 5 Mal am Tag unter selbiger verschwand. Mir sollte das natürlich ganz Recht sein, zumal ich oftmals als Verursacher ihrer Duscharien auftrat. Nachdem sie im Bad fertig war, wurde ich aufgefordert, selbst unter die Dusche zu gehen, was aber eine Selbstverständlichkeit war in meiner Verfassung. Gesagt, getan, trafen wir uns kurz darauf im Bett erst wieder. :ornp:

Nicht unerwähnt sollte die eigenartige Scham der thailändischen Mädels bleiben. Nur Momente bevor sie mit einem im Bett gegenseitig die Genitalien strapazieren, halten sie es für undenkbar, im beleuchteten Raum ohne Bedeckung herum zu laufen. :shock: Das ist bei der einen mehr oder weniger ausgeprägt, aber im Normalfall haben sich alle meine Girls mit Handtuch ins Bett gelegt und erst auf meine anatomischen Nachforschungen hin abgelegt. Eine andere Ausprägung stellt das Ausschalten des Lichts beim Geschlechtsverkehr dar. Zum Beispiel machen es wohl manche Girls überhaupt nicht mit Beleuchtung. Andere wiederum lassen sich so lange alles gefallen, bis eine schamvolle Position erreicht wurde, die das Ausschalten des Lichts erfordert.

Im Laufe der Zeit habe ich diesen Zustand zu tolerieren gelernt und teilweise selbst adaptiert. Am Ende lief ich selbst im Zimmer fast nur noch hüftbedeckt umher. Wenn die Mädels etwas partout nicht wollen, auch wenn es uns irgendwie normal erscheint, sollte man aus meiner Sicht Respekt walten lassen. Dass sich so mancher scheinbare Vorbehalt als verhandelbar herausstellt, muss dabei nicht extra erwähnt werden... 8)

Über den Rest der Veranstaltung in der Nacht hülle ich hier besser den Mantel des Schweigens, da weder sie sich noch ich mich als besonders motiviert herausstellte. :rolleyes:

Was nicht war, kann aber noch werden... und so kam es dann auch. Auch ohne Absprache blieb Ning einfach bis sie wieder zur Arbeit gehen musste gegen 17 Uhr. Ich verzichtete indes generös auf die Putzfrau und wir holten in quantitativer Hinsicht jedenfalls ordentlich nach, was schon auf der Strecke zu bleiben drohte. So lümmelten wir den ganzen Tag im Zimmer umher und ich machte erste Bekanntschaft mit dem, was ich letzte Nacht noch im Rausch ausfindig gemacht hatte. Bei zugezogenen Vorhängen war das eigentlich alles im Rahmen der Erwartungen, dachte ich. :lach:

Nein, auch sonst war ich einigermaßen zufrieden mit ihr. Sie machte keinerlei Anstalten, sich vorzeitig zu verabschieden, was ich auch in Anbetracht der Vorgeschichte nicht gut gefunden hätte. Leider hatte ich am Vorabend, auch aus Desinteresse, kaum einen richtigen Satz mit ihr gewechselt und infolgedessen zeigten sich nun deutliche Verständigungsschwierigkeiten, die ich aber für thaitypisch und damit für normal hielt. Sie spielte mir auf ihrem Handy, das einer mobilen Disko mit wechselnd farbiger Laufbeleuchtung glich, etliche Thailieder vor, die ich höflich über mich ergehen lies. Schön war dieses Gejaule für meinen Geschmack allerdings nicht.

Nachdem Ning sich zur Arbeit auf gemacht hatte, schlummerte ich noch einige Stunden nach dem kurzen Schlaf in der Nacht und der vielfältig sportlichen Betätigung darauf. Gegen 22 Uhr wollte ich mich wieder in die pattaysche Hitze wagen und erneute Erkundungen anstellen.



Und natürlich kam es auch an diesem Abend nicht so, wie ich es mir ausgemalt hatte nach der überstandenen ersten Nacht. So verschlug mich die zweite Suche wieder in die Soi 7 und Soi 8, denen ich nun besser gewappnet entgegnen konnte. Tatsächlich wirkte sich der Schlaf sehr positiv aus und auch meine neue Strategie, sich gleich zu Beginn der Erkundungen mit einem halben Liten Wasser zu bewaffnen und damit stetig abzukühlen, zeigte Wirkung.

Nach den Erkenntnissen des ersten Abends ging ich mit noch geringerer Erwartungshaltung in den Kampf, aber die erste Runde überzeugte mich abermals nicht. Immer noch der gleiche Mix an Eindrücken und Damen, von denen mich überhaupt nichts so richtig ansprechen wollte. Damit war ich schon wieder bei der brennenden Frage danach, was ich überhaupt suche? Diese Frage war immer noch nicht beantwortet und bereitete mir zunehmend Kummer. Auf der Pirsch an hunderten von bereitwilligen Frauen entlang zu gehen, aber keine davon augenblicklich interessant zu finden, stellte die größte Herausforderung dar.

Bald darauf war die Suche beendet, denn ich wurde blitzartig gefunden. Nings Bar befand ich auf dem Verbindungsstück zwischen Soi 7 und 8 und auf der zweiten Runde durch deren Areal, gerade als ich erneut in die Soi 8 einbiegen wollte, hörte ich Trapsen, Japsen und freudiges Namenrufen hinter mir. Wie konnte es anders sein, Ning hatte mich mithilfe ihrer minderjährigen Freundin hinter dem Tresen erspäht und freute sich nun sichtlich wie ein Honigkuchenpferd, mich wiederzusehen. Strahlend bis über beide Ohren stand sie mir gegenüber.



Just when I thought I was out, they pull me back in.


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Ning: "I think you forget me!"

Ich: (Hatten wir denn was verabredet?) "Couldn't find your bar..."

Ning: "Can you come see me?"

Ich: (Häh? Machen wir doch gerade) "What do you mean?"

Ning: "I finish 3 o'clock, you come see me?"

Ich: (Boah, ne, so sollte das doch eigentlich nicht laufen, habe ich irgendwo gelesen. Butterfly, ein Tag, Tschüss und so! Andererseits hat mir die erste Nacht, sie und der ganze Ablauf nicht ganz so schlecht gefallen in dem Moment. Darüber hinaus kann ich jemandem echt schlecht etwas abschlagen und sie war auch noch so hoch erfreut und engagiert in dieser Situation. WTF, bevor ich hier noch stundenlang herum laufe und wieder nichts finde, kann ich das Date eigentlich gleich eintüten, oder? Habe ja noch ein Paar Tage später Zeit...Zwiespalt.)

"OK, I come to your bar at 3... then we go to hotel again?", lautete meine verlegene Antwort.


Daraufhin verabschiedete sie sich zustimmend von mir. Eigentlich war es mir am Ende doch ganz Recht, diese Verabredung getroffen zu haben. So lief ich nur noch ein weiteres Mal durch die weiterhin erbärmliche Soi 8 ohne mich von den Straßenarbeiterinnen in eine dunkle Spielunke hinein zerren zu lassen. Machte immer noch keinen Spaß.

Zum Zwecke des Sightseeings lief ich erneut über die gesamte Strecke auf der Beach Road zur Walkingstreet, die ich ohne den Stress vom Vortag und mit gemachten Plänen für die Nacht nun entspannt besuchen konnte. Der Besuch verlief vollkommen ereignislos und ich lief einfach nur Eindrücke sammelnd auf der sündigen Meile hin und her, um dann wieder den Weg ins Hotel zu suchen. Dort kam ich etwa gegen halb eins wieder an, um noch etwas mitgebrachte Arbeit zu erledigen. Ja, selbst im Urlaub kann ich mich nicht richtig lossagen von meiner Arbeit und sie läuft mir wie von selbst nach. :? So kann man sich auch unglücklich machen...

Kurz nach 3 Uhr mache ich mich auf den kurzen Weg zu der Bar und trinke noch ein Paar Bier, bis der Laden seine Pforten gegen 4 Uhr tatsächlich langsam schließt. An dem Abend versuchten sich einige ältere englische Herrschaften im Gesang, der sich auch nicht schlecht anhörte, nur die Liedauswahl war ungefähr auf Heino- Niveau. Ning schrieb die ganze Zeit eifrig Zettelchen (Rechnungen) für die heute gut besuchte Location und konnte sich gerade einen Ladydrink in der Eile genehmigen.

Thema Barfine. Eigentlich hatte ich angenommen, für eine sich im Feierabend befindliche Lady keine Barfine abdrücken zu müssen, aber jedes Mal wurden mir die standardisierten 300 THB berechnet und ich zahlte ohne mit der Wimper zu zucken. Ich kann nicht sagen, ob ich damit nun reingelegt wurde oder nicht, aber eigentlich hatte ich das Verständnis, man würde die Auslöse entrichten, weil die Lady ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Bar für Umsatz sorgen kann und dadurch diese Strafe begründet ist. Vielleicht können mich hier die erfahreneren Member aufklären.

Somit ging dieser Tag unspektakulär zuende wie er begonnen hatte. Täglich grüßt das Murmeltier?

(Keine Sorge, am dritten Tag gibt es endlich Fotomaterial!)
 
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Tag 3: Die wichtigen Dinge des Lebens. "Tackling ist viel schöner als Sex!" (Paul Ince)

Die zweite Nacht war etwas belebter als die erste und der kommende Tag begann angesichts des späten Treffens auch nicht vor 14:30. Überhaupt bin ich während meines gesamten Urlaubs nicht einen Tag vor 15:00 Uhr aus dem Hotel raus gewesen.

Einerseits hatte ich mir durch die anderen Reiseberichte schon etliche Ausflugsziele abgeschaut, die man mit den Mädels besuchen könnte. Zum anderen übermannten mich einfach immer noch die Eindrücke, die tatsächliche Größe Pattayas und nicht zuletzt die schweißtreibenden Temperaturen. Diese Zustände obsiegten gegen die Vernunft und damit waren für den ersten Urlaub tatsächlich einfach alle Ausflüge vertagt... bis zur nächsten Reise? Dessen war ich mir hier noch überhaupt nicht sicher angesichts der anhaltenden Trostlosigkeit, die ich fühlte. Neuer Tag, neues Glück.

Auf den heutigen 3. Tag hatte ich mich schon gefreut, denn "die wichtigen Dinge des Lebens" standen auf dem Plan. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich trotz dem einen oder anderen eingeschlagenen Bildungsweg immer noch der urmännlichsten aller Freizeitbeschäftigungen nachhänge und das ist... der Fussball. :tu: Da könnt Ihr mir mit Theater, Oper, Mueseen, Bumsen und sonst was kommen, aber die einzige Wahrheit liegt auf dem Platz. In welchem Entwicklungsstadium man damit stehen geblieben ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber heute gab es einfach nichts wichtigeres als das CL Rückspiel zwischen AC Florenz und den Bayern für mich.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, hatte ich meine treue Begleiterin Ning bis dahin noch nie bei Tageslicht gesehen, oder gar etwas gegessen während des Aufenthalts außer einer Tüte Chips und daher wollte ich diese beiden Dinge mit einem Wisch erledigen. Ich forderte sie also auf, mich zum Essen zu begleiten und wir machten uns nach dem standardisierten dritten Duschen des Tages vom Hotel aus auf den Weg durch die bereits bekannte Soi 7, um auf der Beach Road entlang nach etwas Essbarem Ausschau zu halten. Ich habe schließlich eine ortskundige Begleiterin und sie wird schon was Brauchbares kennen... :ironie: Von wegen.


In die Soi 7 eingebogen auf dem Weg zur Beach Road.

Die Ruhe vor dem Sturm? Abends ist die Soi 7 natürlich deutlich belebter, aber noch schlafen die Arbeiterbienen. Rechts Ning von hinten.

Ist Euch im übrigen mal aufgefallen, dass es in Pattaya fast überhaupt keine richtigen Bürgersteige gibt?

Ich meine, hier steppt abends der Bär, aber man unterliegt eigentlich dauernd der latenten Gefahr, von hinten überrollt zu werden von den vielfältigen und zahlreichen Vehikeln, die sich dort trotz Menschenansammlung immer noch bewegen. Finde ich echt Wahnsinn, zumal die alkoholisierten Motorradfahrer (meistens Farangs!) mit einem Affenzahn durch die Straßen brettern und sich dabei scheinbar fühlen wie the unknown stuntman. Ist mir in mehreren Situationen extrem unangenehm aufgefallen.

(Kleiner Einschub für die Klassikfreunde unter uns. Damals war die Welt noch in Ordnung und nicht jeder mit einem fahrbaren Untersatz auch gleichzeitig Germany's Next Top Schumi.)

Das meine ich mit fehlenden Bürgersteigen und faszinierte mich mit jedem Tag auf ein Neues. Abends bin ich gerne durch diese Gossen gelaufen, um Vorfahrt zu gewähren. Hier würde es in Deutschland zu 100% eine Fußgängerzone geben.
 


Eigentlich hatte ich von Ning eingefordert, mir ein annehmbares Restaurant zu präsentieren, aber sie kam dieser Aufgabe überhaupt nicht gut nach. Stattdessen wanderten wir recht wortkarg Richtung Walkingstreet auf der Beach Road. Irgendwas würde sich da schon ergeben, meinte ich. Nach den bereits erwähnten 20 Min. Spaziergang durch die pattaysche Nachmittagshitze bis zur Walkingstreet und nur in Sichtkontakt mit alten Bekannten wie McD, BK, etc. war ich irgendwann nicht mehr in der Stimmung, auf Anweisungen meiner Begleitung zu warten und ergriff selbst das Kommando in mittlerweile trainierter Manier Zufallsprinzip.

An der Walkingstreet angekommen muss man auf dem Bürgersteig einen Knick gehen, um die Straße überqueren zu können und genau dort in diesem Knick auf der linken Seite befand sich das anheimelnde Restaurant "Berlin" gegenüber dem hierzulande ebenfalls bekannten Sandwichladen Subway. Vielleicht kennt es der eine oder andere von Euch. Mir war jedenfalls in diesem Moment wieder alles gleichgültig und ich wollte einfach nur noch sitzen, trinken und etwas Essbares.

Irgendwelche kaputten Deutschen, die sich lauthals stritten, kamen leider auch noch hinzu und tranken etwas in unserer Nähe, was die eine Hälfte der Gruppe wohl extremst scheiße gefunden haben muss, denn darüber entbrannte ein riesen Streit unter den Beteiligten. Trinken oder nicht trinken? Alleine zu reisen schien in dem Moment eine gute Entscheidung gewesen zu sein. Überall nur Irre! :headbash:

Der große Hit war das Berlin natürlich nicht, aber das präsentierte Thaifood, das ich mir bestellte, war in Ordnung. Allerdings hätten wir uns wirklich in den klimatisierten Innenraum setzen sollen, denn tagsüber direkt an der Beach Road, Ecke Walkingstreet draußen zu essen, ist nicht unbedingt die schönste Kulisse. Ich bestellte mir die 2 Tage zuvor in der Bar von Mädels empfohlene Tom Yam Kung (Scharfe Garnelensuppe), weil ich schon gerne die Thaiküche ausprobieren wollte und daher auf Empfehlungen der Einheimischen zurückzugreifen versuchte. Dazu noch irgend einen nichtssagenden Salat und bald darauf erhellte sich die Laune der Beteiligten/Gepeinigten wieder.

Nachdem die Stärkung abgeschlossen war, beschlossen wir, möglichst schnell wieder auf das Zimmer zurückzukehren. Mangels Alternativen, die mich in dem Moment zu reizen wussten, schien ein klimatisierter Raum mit Weib genau das richtige zu sein, um mich vor dem CL- Spiel in Stimmung zu bringen.

Ning brachte mir bei, dass es für ihre Verhältnisse unangebracht sei, den ganzen Weg wieder zurück zu laufen und wir bestiegen zum ersten Mal ein Bahttaxi. Das sind ja auch lustige Gefährte. Während des gesamten Aufenthalts habe ich nicht wirklich die gesamte Routenplanung oder Preispolitik begriffen. Woher man auch wissen soll, wo die Bahttaxis abbiegen, wann sie anhalten, welches gerade frei ist und wie hoch der Preis ist, kommt einer kleinen Wissenschaft gleich. Oder man wird als Thai geboren, dann hat man diese Informationen scheinbar im Blut, aber etliche Mädels hatten auch Probleme mit der eindeutigen Definition der Reiseroute. Dann half eigentlich immer nur, den Stop- Knopf zu betätigen und auszusteigen.

Irgendwann hat man den Dreh einigermaßen raus und kennt die wichtigen Routen. Nachts kostet der Weg wohl das Doppelte? Jedenfalls bezahlte ich für die Fahrt abwechselnd 10 THB oder manchmal 20 THB pro Person. Wenn ich alleine reiste, gab ich dem Fahrer eigentlich immer 20 THB, um einer für mich peinlichen Situation aus dem Weg zu gehen.

(Ich schummele gerade ein wenig, denn die Bilder sind eigentlich einen Tag später entstanden, aber prinzipiell deckungsgleich. Also nicht wundern, warum die Dame immer die gleichen Klamotten an hat!)


Hinten raus geschaut auf der 2nd Road.


Ning von vorne. Darauf hat v.a. Larry gewartet. Besten Gruß.:heart:


Jedes Girl hat genau ein Lieblingsspielzeug und das ist ihr Handy. Hier auch mein Zimmer.

Ich finde, diese Accessoires machen sich sehr gut auf dem Sessel.
 


Na ja, was soll ich sagen? So richtig vollauf begeistert war ich nicht von ihr in Anbetracht der Verständigungsprobleme, die wie ein Damoklesschwert über unserer Gemeinsamkeit schwebten, aber andererseits stand mir heute der Sinn einfach nur nach Entspannung und Fussball gucken, also hätte sich Ning ihre kleine Show auch getrost sparen können.

Nachdem wir uns noch einmal kurz hingelegt hatten, war auch der Zeitpunkt gegen 17 Uhr gekommen, an dem sie wieder zur Arbeit gehen musste. Darum fragte sich mich, ob wir uns denn wiedersehen würden an jenem Abend. Ich gab ihr zu verstehen, dass mich heute nur eine Sache interessieren würde und mich von 2:45 bis etwa 4:40 Uhr Ortszeit nicht loslassen würde. Danach sei es ja wohl eindeutig zu spät für traute Zweisamkeit, zumal ich mir schon meinen Alkoholpegel ausmalte. Zudem wäre es mir wirklich sehr unangenehm gewesen, wenn sie 1-2 Stunden nur darauf warten würde, bis der betrunkene Deutsche sein scheiß Fussball (zzgl. mögl. Verlängerung) zuende geschaut hat. Diese Vorstellung bereitete mir etwas Scham und Unbehagen.

Jetzt begann ihre kleine Show, in der sie Unverständnis für meine Vorliebe zeigte, indem sie sich still und tränenkullernd an meine Seite legte und keinen Ton mehr herausbrachte. Indes ratterte es in meinem Hirn und ich wog Pro und Contra für ein Wiedersehen ab ohne auf das Theater einzugehen.

Pro:

- Ich muss mir keinen Kopf um irgendwas machen heute.
- Kann in Ruhe Fussball gucken.
- Bekomme den seit 2 Tagen gewohnten Service oben drauf.
- Langsam taut die Kleine auf, könnte noch besser werden mit ihr in der Kiste.
- Bisher war sie ja ganz nett und hat brav an mir gearbeitet.
- Sehen hier alle gleich für mich aus und ob nun sie oder eine andere... heute auch egal.

Contra:
- Butterfly, ein Tag, Tschüss und so!
- Redet mir eindeutig zu wenig und scheint mich nur begrenzt zu verstehen.

Ich wiederhole mich nur ungern, aber auch weil ich so schlecht Nein sagen kann, verabredeten wir uns für 5 Uhr in ihrer Bar und ich lies mich breit schlagen, was nicht zuletzt an den überzähligen Pro- Argumenten lag. Für einen Zufallstreffer war sie insgesamt gar nicht so schlecht, bildete ich mir ein und erfand sofort die imaginäre 3- Tages- Grenze für Bekanntschaften. Morgen war also klipp und klar Sense. 1500 THB Gehaltszahlung und einen Abschiedskuss später war ich wieder alleine.
 
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Die übrigen Aktivitäten des Tages bestanden darin, sich im 7Eleven gleich nebenan wieder mit Getränken einzudecken und den Kühlschrank aufzufüllen. 7Eleven kannte ich bis dato nur aus den USA und Canada, aber wurde auch im LoS zu einem guten Freund. Dort und in anderen sog. convenience stores findet sich alles von Prepaidhandykarten, über Shampoos und anderen Hygieneartikeln bis hin zu Snacks und v.a. Getränken alles, was man mal eben so gebrauchen kann auf die Schnelle. Ein ähnliches Format bieten u.a. der FamilyMart. Zum Glück sind die thailändischen Arbeitnehmer noch nicht so verweichlicht wie die deutschen Gewerkschaftsanhänger und man kann rund um die Uhr einkaufen gehen, wovon ich auch ausgiebig Gebraucht gemacht hatte im Laufe der Zeit.


Großer, aber recht leerer Kühlschrank auf meinem Zimmer. 2 Fl. Wasser wurden jeden Tag aufgefüllt, der Rest stammte aus dem 7Eleven.


Im Laufe der Zeit habe ich eine Vorliebe für die versch. Sorten Eistee der japanischen (?) Firma Oishi entdeckt. Für alle, die es ausprobieren wollen, hier ein Produktbild. Im Tetra Pak oder Flaschen erhältlich. Ich empfehle die schwarze Flasche mit Zitronengeschmack.


Nächste und letzte Anlaufstelle für den Abend sollte meine am ersten Tag zufällig aufgesuchte Bar sein, in der ich hoffte, mich wieder mit einem netten Mädel, das gut Englisch konnte, unverbindlich unterhalten zu können. Vor 2 Tagen wurde mir dort mitgeteilt, mich doch bitte wieder blicken zu lassen zum Spiel und die Aussicht auf ungestörte Fernsehfreude und bekannte Gesichter lockten mich auf meiner Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit für dieses wichtige Spiel. So nahm ich mir viel Zeit und trudelte erst gegen 1 Uhr nachts nach einem Spaziergang über die Beach Road ein.

Leider war meine lustig-freche Gesprächspartnerin Rose vom ersten Abend mit einem potentiellen amerikanischen Kunden in längeren Verhandlungen und hatte so wenig Zeit übrig, aber sprang immer mal wieder hinüber, um nach dem Rechten zu sehen. Ihre Kolleginnen und sie nahmen allesamt an, ich sei ausschließlich daran interessiert, für sie als Customer herzuhalten, aber diese Diskotussis aus der ersten Reihe waren bekanntlich nicht meine Welt. So saß ich eigentlich ziemlich lange Zeit recht verloren herum und sah mir Vorberichterstattungen an während die Druckbetankung begonnen hatte. In so einer Bar muss man sich um nichts kümmern, das ist wirklich schön. Es wird dauernd kontrolliert, ob man noch genug zu trinken hat. Die Mädels boten mir darüber hinaus auch stets etwas zu essen aus eigenen Beständen an und versorgten mich rührselig mit Kühltüchern. Was sollten sie auch sonst groß tun, denn ich war oft der einzige Kunde. :cry: Aus diesen Schilderungen kann man bereits den Trend ableiten, dass dieser Abend nicht der letzte gewesen sein wird, den ich dort verbracht habe... :saufen:


Also das mochte ich im Endeffekt doch. Statt der ganzen Aufregung in der Walkingstreet und Enttäuschungen in der Soi 7/8 einfach mit bereits eingetütetem Date für die Nacht/ den Morgen in einer ruhigen Bar unter bekannten Gesichtern als beinahe einziger Kunde Bier um Bier wegzuschlürfen und die Bayern bei ihrem "souveränen" Weiterkommen (2-1; 2-3) gegen Florenz zu beobachten. Ich machte dabei wohl eine ziemlich angespannte und lustlose Figur, denn später wurde mir von allen Anwesenden vorgehalten, dass ich mich nur für den Fernseher interessieren würde und sonst alles ignorieren und dabei so eine ernste Miene aufsetzen würde. Dabei erklärte ich jeder Fragenden dezidiert, dass ich Urlaub mögen, Unterhaltung schätzen, aber Fussball über die Maßen lieben würde. Aber sowas versteht Frau halt nicht...

Als sich der Feierabend der Damengesellschaft um 3:30 Uhr nährte, wurde mir eine neue Gesprächspartnerin zugeteilt, die mich während der gesamten zweiten Halbzeit zuschwallern würde. Leider habe ich kein Bild von ihr, aber das war vielleicht eine.

Niang (irgendwas Mitte 20) sprach auch ein verhältnismäßig gutes Englisch, was mich zunächst freute. Je länger die Konversation dauerte und je weniger ich dadurch von den Bayern mitbekam, wurde es mir aber immer anstrengender. Das gute Mädel hatte eine extreme Beziehungskrise zu bewältigen und ihr spanischer Ex- Farangfreund, mit dem sie ein Kind hatte, würde sich trotz ihrer gemeinsamen Zeit in Brasilien nicht mehr melden und er sei ja so ein Arschloch, den sie am liebsten einfach nur noch vergessen wolle. Aus Bierlaune heraus quatschte ich halt noch weiter mit ihr und trotz meiner mehrfach deutlich angekündigten Pläne ab 5 Uhr mit Ning, brachte sich Niang immer wieder für eine vergnügliche Zeit ins Gespräch. Zum Glück hatte ich schon etwas vor, denn sonst hätte ich wohl im Suff zugestimmt, aber das Mädel war echt von der Sorte, die einen den ganzen Tag darauf mit ihrem Beziehungsmüll und schrägen Weltanschauung vermiest.

Selbstverzehrte ~750 THB in Bier plus Trinkgeld für die nervtötende Dame (das mit den Ladydrinks hatte ich immer noch nicht geschnallt!) später machte ich mich auf den Weg zurück, um Ning wie verabredet abzuholen. Wieder bezahlte ich die 300 THB Barfine trotz bereits hochgestellter Stühle in ihrer Kneipe. Ning wartete in aller Seelenruhe auf einem Barhocker zusammen gekauert auf meine Ankunft und ihre noch anwesende Kollegin meinte, ich solle doch einen Freund von mir für sie vorbei bringen...

Nein, solche Freunde habe selbst ich nicht.:bye:
 


Barbesitzer sehen das anders, schließlich hast du sie an der Bar kennengelernt ... :wink0:

Aha, siehst Du. Genau diese Erklärung habe ich benötigt für meinen Seelenfrieden. Geht ja nicht um die Höhe der Barfine, sondern ob ich mich wieder mal betrügen lassen habe.
 


Tag 4: Mit der Routine eines Murmeltiers

...oder besser mit der Unheil verheißenden Beständigkeit eines Lemmings fangen nun meine Tage an, sich zu wiederholen.

Ich bin gefangen zwischen den neuen Eindrücken aus Pattaya, meinen Vorlieben für Alkohol und Fussball, sowie der seltsam beruhigenden Atmosphäre, wenn man im Zimmer die Vorhänge geschlossen hält. Kurzum bin ich heute schon wieder nicht an Neuem interessiert und harre lieber der Dinge, die da kommen. Und siehe da. Es gibt heute wieder was im Fernsehen zu bestaunen!

Die Nachtruhe war gegen 14:30 wieder einmal beendet und ich schaute wie jeden Tag aus meinem Hotelfenster in die malerische Kulisse Pattayas, um die ungefähre Temperatur abschätzen zu können. Ein Thema, das mich wirklich unablässig beschäftigte.



Der Grund, warum "pool side" Zimmer teurer sind als "city side".



Und noch einer.


Raucherausstattung auf dem spärlich möblierten Balkon.


Es half alles nichts, wir mussten wieder raus ins Getümmel, um ein neues Restaurant ausfindig zu machen. Auf meine stete Begleitung Ning, die stille Duschweltmeisterin, konnte ich mich diesbezüglich zwar nicht verlassen, aber heute wollte ich meinem Näschen folgen und etwas leckeres zu Tage fördern. Zu diesem Zwecke schlugen wir heute den Weg über die sagenumwobene Soi Buakhao ein, die parallel zur 2nd Road verläuft.

Ich hatte schon gehört, dass es hier auch gute Gelegenheiten geben würde, um sich abends zu vergnügen, aber je länger der Marsch auf der Straße in Anspruch nahm, desto verwunderter war ich darüber, dass die Soi Buakhao so viele Anhänger hatte. Das erste Problem, was mir wieder einmal bewußt wurde, war die ständige Gefahr des überfahren werden. Obschon die Straße richtig groß und stark befahren war, gab es hier auch keinen richtigen Bürgersteig und man schlängelte sich eben so am Straßenrand entlang. Tagsüber mit einer ortskundigen Begleitung geht das ja vielleicht noch, aber wie um alles in der Welt soll man hier abends im Dunkeln alleine und mit einem ordentlichen Pegel heile nach Hause kommen? Nichts für Anfänger!

Ansonsten finden sich in der Straße viele Gewerbe. Vom Markt über Banken, von kleinen Restaurants bis offenen Bars, Hotels, Wäschereien, Massagesalone, etc. Ein bunter Mix aus vielem wieder einmal, nur ein halbwegs ordentliches Restaurant wollte sich abermals nicht so schnell auftreiben lassen. Da meine Begleitung indifferent gegenüber der Auswahl war, lies ich mit schwindendem Nervenkostüm eine Entscheidung für ein englisch anmutendes Lokal folgen.

Abends bin ich nicht in die Buakhao gegangen, da die Aussichten für meinen Geschmack nicht zu rosig waren. Zudem hatte wirklich sehr vieles einen stark englischen Einschlag und um diese Zeit waren wohl die meisten Farangs eben Engländer. Als fast 20-facher UK-Tourist macht mir das zwar nichts aus, aber spätere Begegnungen mit einigen betrunkenen Tommys (Tommy "Oi! Whe' ya from?" Ich: "Germany. Tommy "Nazi. Heil Hitler!") zeugten davon, lieber getrennt von ihnen meine Zeit verbringen zu wollen.

Wieder einmal merkte ich, dass Ning und ich uns scheinbar gar nicht so viel zu sagen hatten. Das fiel im Zimmer nicht so auf, da dort verstärkt andere Qualitäten gefragt waren bzw. man im Schlaf auch nicht so viel miteinander redet. Andererseits war das nun meine dritte Nacht mit ihr gewesen und bis auf Handydisko und rudimentäre Informationsübermittlung hatte ich noch gar nicht so viel von ihr kennengelernt. Auch heute sollte sich das nicht ändern, da es einfach zu mühselig war, jeden Satz dreimal wiederholen zu lassen und mangels Vokabular ohnehin auf einfachste Konversation angewiesen zu sein. Kurzum fing es mich an zu nerven, mich nicht mit meiner Begleitung unterhalten zu können. Als wir uns am Tisch gegenüber saßen, versuchte ich mehrmals eine Unterhaltung aufzubauen, scheiterte jedoch bereits im Ansatz. Die Lady musste weg. :bye: Die Würfel sind gefallen. Ich werde ab sofort zum Butterfly!

Nach dem üblichen Dreierlei an Thaifood (Suppe - Salat - Irgendwas mit Fleisch und Reis) schlenderten wir weiter in Richtung Walkingstreet, um dann scheinbar auf einem Parkplatz plötzlich religiös zu werden. Hinter dem Parkplatz jedoch befand sich ein für ungeübte Augen kaum erkennbarer Tempel, den Ning nun scheinbar besuchen wollte. Au weia! Ich gehe in Deutschland nicht einen freiwilligen Schritt in die Kirche und nun sollte ich Buddha besuchen? :shake: Ohne mich, den überzeugten Atheisten!

Minuten später stand ich trotz Protesten barfuß und ehrfürchtig mitten im Gotteshaus. Ob man dort Bilder machen durfte oder nicht, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Wert gewesen wäre es allemal, um diesen Ort zu dokumentieren. Es ging jetzt buchstäblich die Post ab und wie im Kaufhaus wechselten Geld und Ware die Eigentümer. Ich schlich bedächtig hinter Ning her, die sich sogleich einen der bereitstehenden Eimer mit Lebensmitteln griff und einen ausliegenden Umschlag mit 100 THB bestückte. "Mein schönes Geld geht zum Klerus.", dachte ich nur. Sie nahm dann noch eine bereitstehende kleine Schale, in der ein mit Wasser gefüllter Kelch stand und goß etwas Wasser in die Schale.

Wenn sie mit der ganzen Buddhasache glücklich werden würde, sollte es mir Recht sein und beschloss, das unverständliche Treiben einfach geistig abzunicken und gute Miene zum Spiel zu machen. Was blieb mir auch für eine Wahl? So wurde ich daraufhin aufgefordert, mich neben Ning vor einen Mönch zu setzen. Das ging mir jetzt aber eine Stufe zu weit... und setze mich, wie es sich für einen braven Touristen gehört. Es wurde minutenlang gemurmelt und gebetet während ich aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kam. Gegen Ende der Veranstaltung wurden wir vom netten Murmelmönch mit Wasser bespritzt und gingen wieder die Stufen des Tempels hinunter zu den abgestellten Schuhen. Die Wasserreste aus der Schale mit Kelch wurden dann mit großer Ernsthaftigkeit bedächtig neben einen Baum geschüttet, was das Ende der Zeremonie bedeutete. Hoffentlich hat der Buddha in den kommenden Tagen etwas auf mich aufgepasst.

Kurzum war das der göttlichste Moment meines Lebens.

Später fand ich jemanden, der mir erklärte, dass die Mönche die Lebensmittel aus den Eimern entweder selbst verzehren oder an Arme weiterreichen. Ich habe nie behauptet, diese Spenden seien nicht sinnvoll. Alleine die Tatsache, dass man sich auf diesem Wege eigenes Glück und Wohlstand in Der Zukunft "erkaufen" will, erscheint mir doch etwas zweckentfremdet.
 


Wie um alles in der Welt die nächste Nachtplanung abgelaufen ist, kann ich nicht mehr rekonstruieren. Wahrscheinlich hatte mir Buddha den Kopf so gewaltig verwässert, dass ich nicht mehr rational und zielgerichtet handeln konnte, wie es bisher meine absolute Stärke gewesen war... :ironie:

In irgend einem gefühlsbeduselten Moment musste es mir wie eine gute Idee vorgekommen sein, den gestrigen Tag deckungsgleich zu wiederholen. Da die vielfältigen Eindrücke mich noch immer fest im Griff hatten, wollte ich wohl die traute Zweisamkeit, die bekannte Bar und deren Fernseher als Oase der Zuflucht erkannt haben.

Ich schickte Ning mit ihren sauer verdienten 1500 THB gegen halb sechs zur Arbeit und freute mich wohl auf ein Wiedersehen um 5 Uhr in der Frühe. Wir verabredeten uns wie am Vortag für diese Uhrzeit, obwohl ich es ihr freistellte, wieder so lange auf mich warten zu müssen. :eek: Meine Vorsätze, ein stylisches Butterflyleben einzuschlagen, hielten an diesem Tag keine 2 Stunden. Selbst Eintagsfliegen haben einen längeren Atem als ich, aber die gesamte Lage und neue Umgebung machten mich wirklich noch mürbe und empfänglich für ihre Hundeaugen und auswendig gelerntes, trotzdem stotterndes "You come see me tonight?".

Wenn ich schon nicht Nein sagen kann, dann will ich wenigstens meinen Spaß haben und die Sorgen vergessen können. Und wie mache ich das? Genau. :saufen:

Daher surfte ich nur bis etwa 21:30 im Internet auf dem Zimmer, bis es Zeit für die ersten Erfrischungen war. Gekonnt durchstreifte ich die Soi 7 und Soi 8, um dieses Mal bereits nach einem Durchgang die Segel zu streichen und mich für den direkten Weg zu meiner neuen Stammkneipe Richtung Walkingstreet auf zu machen.

Mit staunenden Blicken wurde ich wieder von der Belegschaft empfangen. Da kam tatsächlich der bekloppte Deutsche wieder, der sich hier schon einige Male ohne weibliche Gesellschaft und ohne Absicht der Auslöse, oder gar Ladydrinks alleine die Kante gegeben hat, um sich im Fernsehen Männerbeinen hinzugeben. :headbash: Ja, die Mädels kannten mich schon gut... Nur heute wollte ich nicht den Fehler machen und allesamt zu ignorieren, was mir am Vortag ja ausreichend Schelte und Unverständnis einbrachte.

Leider war meine Lieblingsgesprächspartnerin Rose ausgeflogen. Zur Erklärung hieß es, sie würde einen "day off" genießen. Die Beschäftigungsverhältnisse sehen vor, dass sich die Ladies in der Bar für 3000 THB im Monat täglich in festen Schichten zur Verfügung halten müssen, um der Unterhaltung für Falangs zu dienen. Zu dem mickerigen Grundgehalt verdienen sich die Damen dann den Rest dazu mithilfe von Ladydrinks (20+ THB/Drink), Tips (werden unter der Belegschaft geteilt, außer der Kunde gibt den Tip höchstpersönlich beim Mädel ab) und insbesondere dem Mitgehen mit Kunden, die sie dort auslösen können. Im Monat haben die Mädels lt. Auskunft 4 Urlaubstage (day off). Fragt man dann jedoch nach dem Verbleib der einen oder anderen Kollegin, bekommt man so gut wie immer die "day off" bzw. "called in sick"- Lüge aufgetischt. Jedenfalls habe ich im Laufe der Zeit von so vielen Urlaubstagen gehört, meistens bei den selben Personen, dass sich diese entweder in einer Gewerkschaft zusammengeschlossen und bessere Arbeitsbedingungen erkämpft haben, oder schlicht und ergreifend die "day off"-Lüge als Substitut für "barfined" bzw. "taking care of a customer" verwendet wird. Ich tippe persönlich auf letztere Variante und die Solidarität unter den Hyänen.

Die Bargirls sind ohnedies eine ganz schön verlogene Berufsgruppe. Das muss man selbst erlebt haben, sonst glaubt man es womöglich nicht, was da an Selbstverständlichkeit in der Unwahrheit mitschwingt. Manchmal fragte ich mich, ob sie selbst glauben, was sie dort - meistens zum eigenen (geschäftlichen) Vorteil - vom Stapel ließen. Später einige Beispiele mehr dazu.

Nachdem die erste Enttäuschung überwunden war, gesellte sich sofort eine neue Dame zu mir, die ich am ersten Abend wahrgenommen hatte, als sie mit einem scheinbar betrunkenen Russen ins Geschäft gekommen war. Kae, eigenem Vernehmen nach 27 Jahre alt, ziemlich klein mit zierlicher Figur und eher unterdurchschnittlichem Englisch bewegte sich zielgerichtet auf mich zu mit einem "Vier gewinnt"- Spiel im Anschlag. Sie wusste offensichtlich, wie bei mir alle Knöpfe gleichzeitig zu betätigen sind, denn Spielen ist fast so super wie Fussballgucken und da es noch so früh war, willigte ich gerne zu einer Runde ein.

Es gibt viele Sachen, die ich zu tolerieren, oder zu ignorieren vermag. Beim Spielen zu verlieren gehört jedoch nicht dazu und erst recht nicht gegen ein Bargirl. Obwohl ich mir nach locker mehr als 10 "Vier gewinnt" freien Jahren beim Spielen mangels Routine Zeit lies, verlor ich insgesamt 5 der 13 Spiele. Das werde ich meinen Lebtag nicht mehr vergessen und war angesichts der Schmach so sauer auf mich, dass ich Kae zur Strafe für jedes verlorene Spiel einen Ladydrink ausgab. Sollte ich nochmal nach Thailand reisen, werde ich mir vorher einen eingehenden Strategiekurs "Vier gewinnt" einverleiben, um nicht mehr mein Gesicht so zu verlieren. :sc:

Immerhin hatte das zur Folge, dass ich meine ersten Ladydrinks an die Frau brachte, wie es sich eigentlich schon viel früher gehört hätte. Es verwundert nicht, dass ich in der kommenden Zeit ein sehr beliebter Spielpartner unter den Angestellten wurde, aber dabei auf gütliche Verteilung achtete. Letztendlich bringt einem das natürlich nichts und die Damen werden von sich aus teilweise umso unverschämter, aber da sich meine Kosten an den meisten Abenden relativ einfach überblicken ließen, stellte das kein Problem dar.

So schlugen wir die Zeit bis zur Übertragung des nächsten CL Spiels um 2:45 Uhr tot. Mir ist noch in Erinnerung geblieben, dass Kae schlechte Erfahrungen mit einem Deutschen gemacht hatte, der 5 Boombooms mit Smoking von ihr abverlangte und sie am Ende des Tages mit 1000 THB abspeiste. Also ein wenig Anstand gehört schon dazu, finde ich... Schäme Dich, Du Schwabe. :oops: Überdies imponierte mir sehr, dass sie sich trotz Feierabend um 3:30 und bekanntlich ohne Aussicht auf Auslöse trotzdem noch bis 5 Uhr mit mir und meinem stets zu Wayne Rooney und seinen Traumtoren schweifenden Blick herum schlug.

Ihre Schwester Ta, 23, arbeitete ebenfalls in der Bar und machte zwischendurch den Vorschlag, doch beide mitzunehmen für den Abend. Ich weiß nicht, ob das wirklich Aussicht auf Erfolg gehabt hätte, aber spätestens da war mir wieder eingefallen, was ich mir noch am Nachmittag von "Butterfly und so" selbst vorgenommen hatte. Nun ja, als monogamer Spaßtourist würde ich meinen Urlaub doch wohl nicht mit der Duschweltmeisterin beenden, oder?

Obwohl mir von einem anderen Girl noch das düstere Bild eines Überfalls und Tourimord auf der Beach Road um 5 Uhr morgens gemalt wurde, ging ich trotzdem zu Fuß und stark angeheitert wieder in Richtung Hotel, aber nicht ohne meine innig vermisste Ning von der Arbeit abzuholen. Auch dieses Mal entrichtete ich die 300 THB Barfine für die längst im Feierabend befindliche.

Wie ein Lemming laufe ich Ning bis ins Hotel nach, obwohl ich weiß, dass wir hier schon nah am Abgrund sind.
 
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Ich habe in Deutschland vor Jahren mit 3 Engländern zusammen Fußball gespielt, die allesamt als guter Kumpeltyp durch gingen. Außerdem habe ich, wie berichtet, ein Faible für die Insel und war dort schon sehr häufig im Urlaub oder kurzen Städtetrips. Allerdings habe ich im Südurlaub noch nie einen Engländer kennengelernt, den ich als "normal" charakterisieren würde. Die "straighten" Typen bleiben scheinbar alle zu Hause oder wohnen in Deutschland.

Über den Naklua-Pöbel habe ich mir leider kein Urteil bilden können.
 
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