Pattaya Hier ist alles drin,...

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Tag 12: Der krönende Abschied

Er war tatsächlich gekommen. Mein letzter Tag des neuen Abenteuers hatte begonnen und in weniger als 24 Stunden würde ich bereits im Flieger zurück nach Deutschland sitzen. Was würde überwiegen, Wehmut oder Gleichgültigkeit? Noch war das ganze ein zartes Pflänzchen, aber langsam keimte etwas Freude in mir.

Gegen 14 Uhr erwachte ich aus dem Delirium der Nacht und ordnete die ersten Gedanken. Neben mir rührte sich noch nichts, also konnte ich mich vergewissern, ich alles gut überstanden hätte und zu meiner Erleichterung ging es mir dem Umständen entsprechend sehr gut. Meine Bettnachbarin kam ebenso bald zu sich. Ich frage mich wieder, ob das jetzt alles so eine gute Idee sei und wie sie jetzt wohl reagieren würde, aber wir haben die ungeahnte Situation gekonnt überspielt und die Zeit kreativ genutzt. 8) Währenddessen stellte ich fest, dass die gute Nuy doch einige Verletzungen aufwies. Insbesondere am Rücken, an den Knien und am Kopf hatte sie sichtbare Blessuren, die gerade heilten. Auf Nachfrage wurde mir mitgeteilt, dass es sich dabei um Überbleibsel eines Motorradunfalls handelte. Natürlich hatte sie keinen Helm getragen... und die Auswirkungen waren weithin spürbar.

Rot markiert einige Stellen am Rücken. Kommt leider nicht so dramatisch herüber wie in Realität. Die Knie sahen auch ganz übel aus bei näherer Betrachtung.


Eher zufällig dieses Bild vom Vorabend, das ungefähr erahnen lässt, wo die Verletzung sich befand. Geschickt überkämmt, konnte man nichts erkennen, aber es fühlte sich an, als ob da jemand mit der Flex über den Kopf geschliffen hätte. Eine ziemliche Delle im Schädel!


Ein Grund mehr, der mich darin bestärkte, hier in Pattaya lieber auf das Motorrad zu verzichten. Das Mädel nahm die Angelegenheit aber sichtlich locker zu meiner Verwunderung, denn so ganz unglücklich war sie bei diesem Unfall mit Sicherheit nicht.

Immerhin verhielt sich Nuy, wie ich es von ihr mehr oder weniger erwartet hatte. Nach einer Anstandsstunde, die wir uns mit Fernsehen, Duschen und Quatschen vertrieben, wollte sie sich mit Sack und Pack davon machen. Besonders viel erfahren hatte ich nicht von ihr, außer dass sie angesichts ihrer guten geographischen Kenntnisse in England schon einige Kunden von der Insel gehabt haben musste. Zudem war es ihre Wunschvorstellung, mit dem verdienten Geld irgendwann als Verkäuferin in ihrem eigenen Bekleidungsgeschäft arbeiten zu können. Ich teilte ihr mit, dass die Chancen auf ein Leben in England wahrscheinlich höher seien als die auf ein gut laufendes Bekleidungsgeschäft in Thailand, aber davon wollte sie nichts wissen. :roll: Darüber hinaus pflegte sie auch einen komischen Tick für Schönheit und wollte sich die Nase mit Silikon irgendwie richten lassen. Daraufhin stellte ich fest, dass das Silikon an ihrer Nase mit Sicherheit an der falschen Stelle des Körpers angebracht sei. Trotzdem war sie der festen Überzeugung, eine ausgeprägten, geraden Nasenrücken haben zu müssen. Hoffentlich macht sie damit nicht ernst, obwohl ich auch sie mit 1500 THB sponsorte. Hier wäre mehr auch nicht verdient gewesen nach dem kurzen Aufenthalt.

Gegen 15:30 Uhr war sie dann mit der Bitte verschwunden, mich nicht mehr in der Bar blicken zu lassen, um eine unbehagliche Situation zu vermeiden. Das sollte mir gelingen, denn den Abschied hatte ich bereits gestern schon gefeiert und erwartete die beste Kae heute Abend auf direktem Wege im Hotel. :bye: Tschüss!

Daraufhin fragte ich bei Martl an, wie nun der genau Plan für den Abend aussehen würde. Er weihte mich nun bereits zum dritten Mal ein, wie das Restaurant heißen würde und versuchte, mir eine akzeptable Anreisebeschreibung zu geben. Die Wahl fiel auf das Casa Pascal (Casa Pascal Fine Dining Restaurant In Pattaya), in dem er wohl früher schon das eine oder andere gute Süppchen geschlürft haben musste, denn die Werbung und Erlebnisberichte hörten sich sehr enthusiastisch an. Das wichtigste für uns war, ausreichend Zeit zum Genießen mitzubringen, was heute jedoch überhaupt kein Problem darstellte angesichts der bevorstehenden kurzen Nacht vor dem Abflug. Treffen wollten wir uns im Casa Pascal um 19 Uhr, um dem stundenlangen Essmarathon frühzeitig zu begegnen.

Die letzten Stunden alleine in Pattaya nutzte ich, um mit meiner gewonnen Ortskenntnis auf die Suche nach Mitbringseln für die Daheimgebliebenen zu gehen. Dafür besuchte ich Paar kleine Märkte in der näheren Umgebung und einen größeren Supermarkt, der eine Palette an Non-Food Artikeln bot. Selbst traute ich mich alleine in die Soi Buakhao, denn es wurde mir die Aussicht auf eine kostenlose Benutzung eines Geldautomaten ohne 150 THB Fee gemacht. "Die gelben" ATMs hätten angeblich keine Gebühr und ich suchte genau einen solchen am beschriebenen Family Mart auf, aber auch hier wurden die 150 THB aufgerufen. Kann man nichts machen. Der Weg sollte jedoch nicht umsonst sein und so zog ich eben enttäuscht meinen gewünschten Betrag, um für den Abend ausreichend gewappnet zu sein.

Um etwa 17:30 Uhr war ich wieder im Hotel angekommen und rief bei Kae an, um ihr Bescheid zu geben. Sie hatte wegen des späten Anrufs schon beinahe geglaubt, ich hätte sie vergessen, aber ich als treuer LT- Kunde würde doch nicht so mit ihr umspringen. :wink0: Im Laufe des Abends habe ich etliche verschiedene Szenarien im Kopf durchgespielt, wie ich ihr die Nacht mit Nuy denn schonend und wenig verwerflich für mich beibringen würde. In den vorhergegangenen Tagen hatte Kae mir nämlich schon einmal vorgeworfen, an einer anderen Dame in der Bar interessiert zu sein und war daraufhin angefressen. Allerdings fiel mir zur Erläuterung kaum etwas Gutes ein und so beschloss ich, einfach gar nichts zu sagen und damit die absolute Minimalchance zu wahren, dass ich nicht als Betrüger entlarvt werde. So fühlte ich mich nämlich schon ein wenig. :oops:

Nachdem ich mich wiederholt geduscht und für den Abend extra in langer Hose fertig gemacht hatte, erschien Kae pünktlich um 18:30 Uhr.

Hatte sich für den Abend extra in Schale geworfen. Nur ein bisschen viel von diesem glitzernden Make-Up im Gesicht, aber bester Laune und für ihre Verhältnisse schon fast überschwänglich durfte ich sie in Empfang nehmen. Auch rutschte ihr zu dieser Gelegenheit das erste Mal das Wort "Honey" mit mir im Zusammenhang über die Lippen. Vielleicht hatte sie mich mit jemandem verwechselt? :shock: Die "neue" Kae vom Vorabend war auch heute wieder im Einsatz. Erstaunliche Veränderungen waren zu entdecken.

Sogleich machten wir uns auf den Weg zur Beach Road, um schnell hinunter fahren zu können. Leider machte uns dabei der Verkehr einen Strich durch die Rechnung. Zwar hatten wir schnell einen Bahtbus bestiegen, aber der kam nur im Schneckentempo voran wegen der mit den Festpavillons verstellten Fahrspur.

Eine weitere aufgebaute Bühne an der Beach Road für das Musikfestival.


Leider sah dadurch der Verkehr so aus...


... und zu Fuß wären wir womöglich schneller gewesen. Mit jedem Blick auf die Uhr wurde gewisser, dass wir niemals um 19 Uhr am Treffpunkt ankommen könnten. So schrieb ich Martl eine SMS, um ihn zu warnen. Sein Rückruf bedeutete allerdings nichts Gutes. Leider war das Casa Pascal an diesem Abend durch eine Feier ausgefüllt und wir hätten keine Möglichkeit, dort zu Speisen. Nichtsdestotrotz hatte der Experte gleich eine Liste an Ausweichmöglichkeiten, die jedoch alle außerhalb der Reichweite unseres Busses lagen. Deshalb verabredeten wir, uns zunächst am Eingang der WS zu treffen und neu zu orientieren.

Dort am Eingang warteten wir auf Martl, als Kae unbedingt davon anfangen musste mir zu erklären, dass sie gestern doch ganz brav nach Hause gegangen wäre, weil ihre Freundin zu viel von dem von mir ausgegebenen Whisky getrunken hätte und danach nicht mehr in die Disko wollte. Ja, ja, das hätte sie sich auch sparen können. :shake: Am mittlerweile 5. LT- Tag und weiteren Tagen des Kennenlernens hatte ich bereits eine ziemlich gute Idee davon, wenn sie zu schummeln beginnt. Je mehr Details auf meine fragenden Blicke ans Tageslicht gespült wurden und je mehr die Rädchen ineinander zu greifen schienen, desto unwahrscheinlicher war die Geschichte. Ich denke, damit bin ich in meiner Suche nach der Thailogik eine weitere Umdrehung näher gekommen. "I'm not your boyfriend. You needn't explain it to me. I don't wanna know", waren dabei meine Standardphrasen. Bevor wir hier wieder Rückschritte machten, wollte ich lieber schnell abbrechen.

Martl kam kurz darauf an und stellte uns die Optionen vor, die jeweils an der Bahtbusroute nach Jomtien liegen würden. Die erste Anlaufstelle sei das Restaurant "Bruno's", zu dem wir uns auf machten. Es sei sehr gut an einer großen, neongrünen Leuchtreklame auszumachen. Nichts leichter als das! Zudem machte er mir Sorgen, indem Martl zu Kae sagte: "We're going to Bruno's. You're a lucky girl." Ob ich mir das für 2 Personen leisten konnte? Natürlich hatte Bruno scheinbar seine Stromrechnung nicht bezahlt, denn auf dem gesamten Weg leuchtete nichts in dem schönen Neongrün und wir mussten den nächsten Plan begraben.

Der nächste Trumpf war das "Poseidon" (ungültiger Link entfernt), im idyllischen Schwulenviertel von Jomtien gelegen. Das "Poseidon" ist die kleine Schwester vom "Pascal" und dort sollten wir letztendlich sesshaft werden. :tu: Eine schöne Atmosphäre erwartete uns und ein sehr zuvorkommender Service hatte stets ein Auge darauf, ob bei uns alles rechtens sei. An dem Abend waren nicht viele weitere Gäste im Restaurant, deshalb blieb es schön ruhig und entspannend während des gesamten Aufenthalts.

Wir genehmigten uns zum Essen noch eine vernünftige Flasche australischen Chardonnay. Kae lies sich von nichts überzeugen und musste eine Spezialanfertigung nach thailändischer Küche bekommen, da die Karte doch sehr stark auf Farangs zugeschnitten war. Da waren Martl und ich schon weniger zimperlich und probierten eine Reihe von Gerichten aus. Hier das Gesamtkunstwerk:

Zur Begrüßung gab es eine kleine Portion Nudelsalat mit Brot.


Ich wählte als Salat den Cesar Salad mit Entenbrust. Leider bekam ich für meinen Geschmack weniger den erwarteten Cesar Salad als einen gemischten Salat mit Käse und Entenbrust, aber dafür schmeckte es gut.


Kae bekam einen Thai-Seafood Salat mit dekorativer Muschel angerichtet. Die Portion isst sie jedoch eher in einer Woche denn als Vorspeise.


Ja, da staunt sie nicht schlecht. Heute nehmen wir ordentlich zu. Pumpui FTW.


Hinterher sollte sie auch noch dieses traditionelle Thaigericht essen, aber das Kleid drohte wohl zu platzen, also blieb auch hiervon das meiste unangetastet. Hinter dem Tresen stopfen sie sich die ganze Zeit so ein ungegartes Zeug von der Straße rein, aber wenn es vernünftiges Essen gibt, ist es zu viel...


Die Pilzrahmsuppe von Zwischendurch ist nicht besonders ansehnlich gewesen, also gibt es davon kein Bild. Geschmacklich war das auch nicht wirklich überzeugend wie der restliche Teil des Dinners.

Meine Hauptspeise, das Lammkarree mit Ratatouille, war entgegen meinen Erwartungen wirklich lecker. Selbst das Fleisch präsentierte sich in einem guten Zustand, dezent gewürzt, Ratatouille für thailändische Verhältnisse auch gut gelungen. Wir sind ja nicht in Frankreich, also hatte ich da Abstriche erwartet, wurde dennoch positiv überrascht.


Martl bestellte sich ein Steak mit Kartoffelgratin, welches seiner Auskunft nach auch gut war.
 


(Fortsetzung)

Während des Essens fiel Martl noch ein, dass er eine Bekannte anrufen könne, die in der näheren Umgebung wohnen würde. Tatsächlich besuchte uns die gut aussehende Oh noch rechtzeitig zum Dessert und gönnte sich einen Drink mit uns. Das Dessert fiel bei mir sehr schmal aus mit einem einfachen gemischten Früchteteller. Oh war allerdings noch anderweitig eingespannt mit Krankenpflege und wurde während ihres Aufenthalts vom ungeduldigen Kranken angerufen und nach ihrem Verbleib gefragt, was im üblichen Gewäsch geendet haben dürfte. Dennoch musste sie bald wieder los und wir fragten ebenfalls nach der Rechnung.

Der ganze Spaß hatte mich gerade mal um die 2500 THB plus Trinkgeld gekostet. Fast ein Schnäppchen für ein gutes Essen inklusive Getränken. An deutschen Verhältnissen gemessen, ging es mit Sicherheit als billig durch. Mit diesem ruhigen Abschiedsabend war ich zufrieden und wir machten uns sofort zurück zum Hotel auf. Unterwegs verabschiedete sich Martl noch von uns auf Höhe der Walkingstreet. Ich konnte froh gewesen sein, in den letzten Tagen seiner professionelle Anleitung folgen zu können. Gelernt habe ich eine Menge. Vom unkomplizierten Arschgrapschen als Eisbrecher in der Disko bis zum richtigen Zeitpunkt, in der jeweiligen Location mein Geschäft abzuschließen, war alles dabei. Erfolgreich umgesetzt hatte ich zwar das wenigste, aber der Gedanke zählt. :lach1: Vielen Dank nochmals an dieser Stelle.


Wir waren weit vor Mitternacht zurück im Hotelzimmer. Kae wollte meiner geisteskranken Ning wohl in nichts nachstehen und hatte mir auf mein Jammern, wie kalt es in Deutschland doch ständig wäre, angefangen einen Schal zu stricken, der als Geschenk dienen sollte. Zu ihrem Unglück musste sie mir gestehen, dass sie trotz aller Eile, nachdem sie beispielsweise erst um 12 Uhr mittags beim Customer draußen gewesen sei (Huch! Verplappert...:yes:), nicht mehr rechtzeitig fertig geworden war.

Während ich Kae zur Beruhigung auf das Bett verfrachtete zum Fernsehen, packte ich meinen Koffer. Dauernd wollte sie mir dabei helfen, aber ich kann es nicht haben, wenn jemand an meinen Sachen herum fummelt. Später sollte sie noch genug Gelegenheit zum Fummeln bekommen. 8) Den Wecker stellte ich auf unchristliche 6 Uhr ein, da ich den Fahrer von Mr. Dang trotz der weniger guten Erfahrungen der Hinfahrt wieder auf 6:30 Uhr bestellt hatte. Immerhin war er sehr zuverlässig gewesen beim ersten Mal. Vor einigen Tagen gingen die erneuten Proteste der Rothemden in Bangkok los und ich hoffte, von diesen Entwicklungen auf meiner Fahrt zum Flughafen verschont zu bleiben.

Diese Nacht begann mit einem langen Gespräch über meinen Urlaub und die gesammelten Eindrücke, Thailand, Pattaya, die Bargirls und warum ich mir ausgerechnet sie für eine längere Zeit bei Laune gehalten hatte. Dass der ganze Bullshit nun langsam beendet war, zeigte u.a. ihre kleine Beichte über einen gut aussehenden, 25-jährigen amerikanischen Soldaten, mit dem sie zu Beginn ihrer Bargirlzeit 3 Wochen LT mit Herumreisen gemacht hatte und sich nun nach einem Wiedersehen sehnte. Und ob man es glaubt oder nicht, sie gab sogar an, in ihn verliebt zu sein, aber nicht ohne seine finanziellen Engpässe als Arbeitsloser zu rügen, wegen denen sie nun doch weiter in der Bar arbeiten würde, um Kind und Eltern zu unterstützen. Na also, geht doch, wenn man nur lange genug darum bittet! :strei:

Es ging weiter mit dem ersten wirklich guten Boomboom mit Kae und dann war es schon 3:30 Uhr. Zwar hatte ich ihr vor einigen Tagen schon mitgeteilt, nicht zum Flughafen begleitet werden zu wollen und sie konnte sich vortrefflich daran erinnern, aber ich hatte einfach keine Lust, von 6:30 bis ungefähr 9 Uhr alleine zu sein und bat sie letztlich doch um die Begleitung, auch wenn es mich den Rücktransport nach Pattaya kosten würde. Einzig ihr Outfit stellte hier ein Problem dar, das ich nicht im Kalkül hatte. Sie konnte und wollte schlecht in diesem kurzen, schwarzen Kleid zum Flughafen mitfahren, was ich leider anerkennen musste. Trotzdem, und das finde ich gar nicht selbstverständlich, machte sie sich daraufhin auf nach Hause, um nach ca. einer Dreiviertelstunde umgezogen wieder bei mir auf dem Zimmer zu erscheinen. Und das mitten in der Nacht, obwohl es an dieser Stelle nichts mehr für sie zu gewinnen gab und nichts als unnötige Arbeit verursachte. Fand ich wirklich einen klasse Zug!

Nachdem ich noch etwa eine Stunde Schlaf gefunden hatte, wurde die Nachtruhe vom Wecker unsanft beendet. Als wir pünktlich um 6:30 Uhr in der Lobby ankamen, wartete draußen bereits der Fahrer und verdiente sich dieses Mal sein Trinkgeld mit ehrlicher Pünktlichkeit und sauberer Fahrt. Er wollte für die Rückfahrt vom Flughafen auch 1000 THB haben, was mir zu viel vor kam, aber ich hatte keine Lust auf Diskussionen und außerdem erinnerte er sich gar noch an meinen Namen. Da kann ich einfach nicht Nein sagen. :wink0:

Von den Rothemden war um 8 Uhr am Flughafen in Bangkok nichts zu sehen, alleine wurden auf dem letzten Autobahnabschnitt einige Militärkontrollen eingerichtet, an denen die Besatzung numerisch hoch war, jedoch die meisten auf den bereitgestellten Stühlen vor sich hin dösten. Nachdem ich eingecheckt hatte, blieb etwa noch eine halbe Stunde, in der ich mich verabschieden konnte und feststellte, dass ich jetzt am liebsten doch noch länger geblieben wäre. Kae war auch nicht gerade froh darüber, einen guten Kunden verloren zu haben. Ich bezahlte sie noch für den Abend mit 2000 THB, was sie zu viel fand, aber ich mit Unterstützung für ihr Kind begründete. In Wirklichkeit hatte sie es sich aber ganz alleine verdient, denn im Endeffekt hatte sie mir noch den Glauben an das Gute im pattayschen Bargirl gerettet.

Ohne weitere Vorkommnisse hob mein Flieger um 10 Uhr morgens pünktlich ab. Es war genau so unkomfortabel und nur noch voller als beim Hinflug, aber ich hatte ein Stück Wehmut vom letzten Abend und dem Abschied mitgenommen, das ich ausgiebig analysieren konnte auf dem Rückflug. :bye:

(Es wird später noch ein kleines Fazit folgen.)
 
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Danke an Euch für die Kommentare!


Fazit

Meine Kenntnis Stand Januar 2010 über diesen Themenkomplex belief sich ziemlich genau auf zwei Informationsquellen.

Dieses Lied müsste aktuell gewesen sein, als ich ca. 11 oder 12 Jahre alt war. Einprägsam war v.a. die Stelle über den Strand von Pattaya. :mrgreen: Sobald ich irgendwo etwas über Thailand gehört habe, spielte ich diesen Song im Kopf ab.

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Zu später Stunde hatte ich vor längerer Zeit diese Reportage zufällig gesehen und blieb dabei hängen. Auch wenn Talkshows scheiße sind, kann ich mich für Reportagen trotzdem bei den Privaten teilweise erwärmen.

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Das war wirklich alles. Zu mehr langte meine Bildung bis zu diesem denkwürdigen Tag nicht, als ich u.a. dieses Forum hier fand und in die ersten Reiseberichte anderer Member eintauchte. Ob das nun mein Glück oder Pech gewesen ist, konntet Ihr auf meinen Spuren während der ersten 12 Tage Pattaya mitverfolgen.

Während die erfahrenen Member hier wohl nur ein müdes Lächeln für mein Erstaunen und die Erkundungen zu Beginn der Reise übrig haben, könnte die Lektüre für einen weiteren Anfänger wie mich durchaus von Vorteil sein. Hin und wieder lese ich jedoch, dass sich verschiedene Leute gerne an ihre erste Reise zurück erinnern oder sich gar wieder dort hin wünschen. Ganz so uninteressant können die Eindrücke beim ersten Mal also für viele nicht gewesen sein.

Am Anfang dieses Berichts stelle ich klar die Umgebung in den Vordergrund, die mich vollkommen überwältigt hatte. Zwar kann man anhand anderer Reiseberichte und Lesematerial ein Feeling für die Stadt bekommen, aber sie dann vor Ort zu erleben, ist eine ganz andere Herausforderung. Leider hatte ich mich hiervon total übermannen lassen und musste mich tagelang erst an die schiere Größe und die nicht für möglich gehaltenen Dimensionen des Angebots gewöhnen. Mit dieser Anforderung hatte ich schlicht und ergreifend nicht gerechnet. Außerdem geriet die Hitze zu einer physischen Herausforderung, die ich ebenso nicht antizipiert hatte.

Je mehr Routine in die Sache gekommen ist, desto wohler fühlte ich mich in der Umgebung. Leider förderte ich mit meiner ziemlich einfallslosen Auswahl bei der Abendgestaltung oft nicht den Spaßfaktor, was mir in der jeweiligen Situation jedoch egal war. Alleine die Tatsache, zunächst an etwas festhalten zu können, das mir bekannt und lieb war, half hier ungemein die enormen Eindrücke zu verarbeiten.

Wahrscheinlich ist es um einiges leichter, in der vollkommen neuen Umgebung klar zu kommen, wenn man mit mehreren Personen zusammen in den Urlaub fährt. Allerdings hatte sich in meinem Umfeld niemand aufgetan, der Zeit, Geld oder Lust auf so ein Abenteuer gehabt hätte. Ich nehme an, dass die meisten schon Lust darauf hätten, aber unter verschiedenen Gesichtspunkten dagegen entscheiden. Alleine die negative Konnotation des Wort "Sextourismus" löst Unbehagen aus, auch wenn ich es durchaus nachvollziehen kann. Um es zu verstehen, muss man da gewesen sein!

Und ich bin jetzt das erste Mal da gewesen. Der zweite Teil meines Berichts bearbeitet das Thema Girls intensiver und wie ich mir die Sache miteinander überhaupt vorgestellt hatte. Insbesondere fand ich die Entwicklung dieser "Beziehung" sehr interessant. Auch hier durfte ich schnell erkennen, dass die gelesenen Reiseberichte und Informationen ein anderes Licht ausstrahlten, als ich es schlussendlich wahrnahm. Für die meisten dürfte sich gerade in Pattaya eine Nische finden lassen, in der er zufrieden gestellt wird. Für meinen Teil hatte ich mir diese Nische zu finden, auch sehr viel einfacher vorgestellt und erst nach dem Ankommen gemerkt, dass ich überhaupt keinem Plan folgte oder eine gewisse Richtung wissentlich bevorzugte.

Herausgestellt hat sich jedoch alsbald, dass ich ein absoluter Girl Friend Experience und LT Liebhaber bin, um die jeweilige Dame an meiner Seite auch richtig kennenlernen zu können, wenn es möglich ist und sie dabei mitmacht. ST, Gogoshows, sonstige Shows und Ladyboys gaben mir überhaupt nichts und dafür musste ich nicht diese Mühen auf mich nehmen. Ich wollte die Mädels nämlich irgendwie mögen, auch wenn sie nur ihre Arbeit verrichteten. Ohne ehrliche Sympathie, die sich für mich oft völlig unerklärlich ergab, hätte ich mit keiner von ihnen je länger als 5 Min. abgeben wollen mit klarem Kopf. Das entpuppte sich als eine wahre Herausforderung und ging weit über das Veranschlagte hinaus. Immerhin hatte ich dadurch meine Nische gefunden, obwohl ich bis vor kurzem nicht im Traum daran gedacht hätte, dass es ein GFE überhaupt in dieser Form gibt. Höchst interessant und von meiner Seite zur Nachahmung empfohlen! :tu:

Nicht so schön waren die übrigen Erscheinungen, die mit den Girls einher gehen. Natürlich stand ich ganz am Anfang des Lernprozesses, aber es fällt einem doch sehr schnell auf, wie viel Theater einem dort vorgespielt wird. Stand Tag 8 wollte ich so schnell wie möglich raus aus dieser schlechten Vorstellung, in der zwar alle verständlicherweise für den eigenen Profit einspielten, mir damit aber überhaupt keinen Gefallen taten. Ich habe lieber einen ehrlichen Fünfer als einen falschen Fuffzger und es war nicht einfach, etwas dieser Güte zu bekommen.

Am Ende hatte sich meine stete Mühe bei der Bearbeitung der thailändischen Mentalität und insbesondere des Bargirls doch gelohnt und ich bekam wenigstens für eine kurze Zeit relativ reinen Wein eingeschenkt. Diesen nutzte ich, um mir die Hintergründe des Handelns begreiflich zu machen und damit etwas näher an die Realität zu gelangen. Ich finde weiterhin, dass es sich lohnt, die Thais verstehen zu wollen und selbst Sinn und Logik wird man darin finden. Jedenfalls glaube ich daran, dass man mehr für das Verständnis tun kann, als die Dinge einfach hinzunehmen. :yes:

Dank Martls beherztem Einschreiten nach meiner schlimmen Krise, konnte ich immerhin einige notwendige Veranstaltungen in den letzten Tagen besuchen und mit Ach und Krach die Mindestanforderungen an einen gelungenen Erstlingsbesuchs in Pattaya erfüllen.

Dank Kaes Sinneswandel kurz vor Ende meines Besuchs, hatte ich sogar das Gefühl, ein kleines Erfolgserlebnis verbuchen zu können. Ohnehin war ich mir bei ihr schon sehr sicher, eine gute Wahl für traditionelle und entwicklungsfähige LT gefunden zu haben. Zu Anfang enttäuschend, am Ende überzeugend. Das Potenzial dafür hatte ich super identifiziert, wie man zweifelsfrei nachlesen kann. :ironie:

Stand Tag 8 hätte ich sofort das Handtuch geworfen und mich für die längste Zeit von Thailand verabschiedet. Stand Tag 12 hatte ich fast einen Schal zugeworfen bekommen und einen langen Abschied in Thailand gefeiert. Die Unterschiede sind gering, aber gewichtig.

Wie es weiter ging?

Am Tag 1 nach meiner Rückkehr buchte ich das nächste Flugticket und würde die nächsten 2 Monate daran arbeiten, für den nächsten Besuch besser vorbereitet zu sein.

Hey, einer geht noch. :wink0:
 


aber mit der kohle die du ausgibst wünsche ich dir für den nächsten tripper schönerer girls

Die einen zahlen für die Chlamydien hübscher Girls, ich entscheide mich für die Variante, je nach Zufriedenheit unabhängig vom Aussehen zu entlohnen. Manche kamen dabei zu gut weg, aber man kann auch schlecht weniger als den Standard zahlen für die Standardbehandlung. Andere wiederum hätte ich gerne mit mehr entlohnt für die gute Zeit, was jedoch an den mir auferlegten Restriktionen scheiterte.

Im übrigen habe ich extra aus diesem Grund schon seit fast einem Monat einen Zettel hier liegen, dessen Inhalt ich noch anbringen könnte.

Insgesamt habe ich für die Girls ausgegeben:

8 x 300 THB Barfines = 2400 THB

17500 THB insgesamt für ST/LT Löhne, die niemals den Rahmen der Vernunft gesprengt haben, obwohl ich kurz davor war in 2 Situationen. Abzüge hätte ich auch in 1-2 Situationen in Anspruch nehmen können, aber wollte für die Standardbehandlung nichts vom Standardlohn abknüpfen.

Das macht für die 12 Tage insgesamt 19900 THB, was zum historischen Wechselkurs ~456 EUR entsprach.

Und dass man über Geschmäcker vortrefflich streiten kann, braucht jetzt niemand zu schreiben. Ich wäre froh, mit der hässlichsten Frau der Welt am glücklichsten sein zu können. Ist es eine Form von Eitelkeit, wenn man das Gehalt am Aussehen einer Prostituierten fest machen will? :shock:

evtl. kannste ja das skript in irgendeiner anderen form verwerten ... Hab das schon so viel schlechtes in "buchform" gelesen und ich bin ziemlich belesen - nicht schlecht dein stil ...

Danke für das Lob. Eine Zweitverwertung schließe ich einfach aus, denn solange es noch Spaß macht, lässt sich vortrefflich über etwas berichten in diesem Umfang. Verfolgt man damit evtl. noch andere Interessen, verdirbt man sich nicht nur die Authentizität, sondern raubt sich auf lange Sicht auch die Freude am Thema. Immerhin habe ich es geschafft, mich nun daran erfreuen zu können und das soll auch so bleiben. Wenn ich arbeiten will, muss ich einfach nur das Browserfenster schließen...



Wenn wir schon bei der Buchhaltung waren. Weitere Kosten liefen an folgenden Stellen auf:

Flug 588€
Hotel 378€
Girls 456€
Sonstiges 788€ (alles andere halt, insbesondere Getränke)

Damit beläuft sich der tägliche Schnitt (Sonstiges+Girls) alles in allem recht genau auf 100€, wobei ich mich nicht wirklich eingeschränkt habe, aber auch nicht verschwenderisch durch die Gegend gezogen bin. Ein guter Mittelwert, denke ich.
 
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Hallo ich bin der Achim vom Bodensee,
War Gestern ein bischen outside in Konstanz und habe ca 500 Euros verbraten.
War einfach besoffen und geil.
Ich denke im Königreich kann man für das gleiche Geld viel mehr Spass haben.
Ein bischen Liebeskaspern und gut. Was braucht man mehr um glücklich zu sein???
Gruss Achim der Fischer
 


habe es auch gerade gesehen, wo sind die fotos? das salz in der suppe!
 


Hmmm.... Mit Bildern wars besser....:?

Naja, bist ja nu eh "outside"...:hehe:




:bye::bye::bye::bye::bye:

:lach::lach:



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