Pattaya Hier ist alles drin,...

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Tag 9: Der lange Dao Lao Ning Kae Gogo Bar Disco Zoff Tag.

Nachdem die nächste Nacht mit einem glatten Reinfall endete, haderte ich natürlich langsam mit dem Schicksal. :cry: Langsam musste sich hier doch ein Sonnenstrahl am Horizont über Pattaya für mich auftun. Wieso hatten alle anderen so viel Glück und Spaß und bei mir wollte es auf einmal ganz und gar nicht mehr klappen. Immerhin war der Diskoabend einigermaßen erträglich abgelaufen und die schlimmsten Befürchtungen wurden nicht wahr. Zwar hatte ich mich noch mit einem Mädel anfreunden können, die sich daraufhin jedoch als wahrer Rohrkrepierer entpuppte. Zu allem Überfluss würde ich heute um 18 Uhr Ning Rede und Antwort stehen müssen und das alles auch noch in der Gewissheit, dass sie bestenfalls die Hälfte von dem verstehen wird, was ich ihr zu beichten beabsichtige. Puh, es liegt einiges vor mir.


Als erstes wollte ich die Lage mit meiner Bettnachbarin klären. Gegen 12 Uhr wachte ich auf und erkundigte mich nach ihrem Zustand, der sich noch nicht so blendend gab. Immerhin hatte ich eine Sache in meiner Reiseapotheke und das waren Schmerztabletten, die ich ihr verabreichte, um die Nachwirkungen erträglicher für das Mädel zu machen. :motz: Etwas besonnener als am Vorabend wies ich Dao nun darauf hin, für ihren Schlaf nicht bezahlen zu wollen und sie trotz des längeren Aufenthalts maximal für ST zu entlohnen. Das hätte natürlich vorausgesetzt, dass hier noch etwas mehr Action im Laufe des Tages stattfindet. Sie wollte mir nicht widersprechen.

So viel hatten wir naturgemäß auch noch nicht miteinander gesprochen und sie machte sich nun Sorgen um ihre Freundin und fragte mich, in welchem Hotel Martl denn mit ihr übernachtet hätte. :shock: Den Namen hatte mir Martl natürlich genannt und auch die Ausstattung mit Jacuzzi lobend erwähnt, allerdings war es mir nun völlig entfallen, wo sich das Hotel befinden würde und erst recht, wie es hieße. Etwas verlegen teilte ich Dao mit, dass ich Martl eigentlich so gut wie gar nicht kennen würde und das Hotel sonst wo sein könnte, aber sie solle sich mal keine Sorgen machen. Im Notfalle könne man die Personen schließlich noch über das Handy erreichen, nicht wahr? Es stellte sich daraufhin heraus, dass Dao ihre Freundin höchstens genau so lange kannte wie ich Martl. Am Vorabend hätten sie sich in der Disko kennengelernt und miteinander unterhalten, was für sie den innigen Bund der Freundschaft konstituierte und ihr meine Unwissenheit folglich Sorgen bereitete.

Nachdem wir noch übrige Details wie Herkunft, Familienstand, Anzahl der Familienmitglieder, ausgeübten Beruf, etc. kurz ausgetauscht hatten, fühlte sie sich wieder in der Lage, ihrer Arbeit nachzukommen und machte da weiter, wo wir letzte Nacht schon stehen geblieben waren. Von "I'm not so good sex" eigentlich keine Spur. Das war alles passabel, nur die ständige verbale Show nervte mich gewaltig. So hatte sie offenbar die Zeit ihres Lebens während ich nur innerlich kopfschüttelnd zur Sache ging. Nach einer guten Dauer des Vorgangs und mindestens 3 vorgetäuschten Orgasmen und anderen Gefühlsausbrüchen von ihrer Seite, verzichtete ich dankend auf ein Happy End und beendete die Vorführung lieber von mir aus.


Daraufhin war es mir lieber, mich normal mit ihr zu unterhalten, denn wann hatte ich schon mal eine Dame bei mir, die ein richtig ordentliches Englisch sprach? Zunächst beglückwünschte ich sie für ihre tolle Show, was wohl nicht viele Herren tun, und teilte ihr mit, dass weniger manchmal mehr sei. Zudem konnte sie sich an nichts mehr von dem erinnern, was sie mir in der Nacht zuvor noch so lasziv ins Ohr geflüstert hatte und das war ihr nun alles fürchterlich unangenehm. :hehe: Im Verlauf des Gesprächs gab sie sogar Preis, was das unangenehmste an den Diskos für sie sei: Ständig von den Männern überall berührt zu werden zum Zwecke der Kontrolle. Martl, Martl,... der Ratschlag mit dem zügigen Griff an den Po bei der ersten Annäherung war damit wohl "für den Arsch" und ich war nur nah an einer Blamage vorbei geschrammt. :lach1:

Ich hatte endlich wieder Spaß an der Sache und aus meiner kleinen Belehrung entwickelte sich ein echt lustiges Gespräch mit Dao über den letzten Abend und über meine Zeit in Pattaya, die Sache mit Ning, die sie schließlich hautnah miterlebt hatte, usw. usf. und über ihren Job und die Erfahrungen, die sie dabei schon gesammelt hatte. Solche Stories interessierten mich nämlich brennend und ich war froh, dass sie einige richtig authentische Infos aus dem Leben einer Freelancerin für mich parat hatte. "Mensch," dachte ich mir, "kaum ist die Kleine ausgenüchtert, kann ich mich ja super mit ihr verstehen!" Ihr ging es scheinbar ähnlich und die Stimmung war damit von verärgert auf belustigt gekehrt. Selbst meinen Sarkasmus verstand sie als humorvoll und hatte sich damit trotz verfehltem Boomboom wieder in der Sympathieskala nach oben gespült.

Das mit dem verfehlten Boomboom wollte sie übrigens nicht auf sich sitzen lassen und ging es dieses Mal getreu meinen Anweisungen ohne Show, einfach authentisch und mit Spaß an, denn sie hatte echt Spaß dabei, was ich bis dahin eigentlich nicht im entferntesten bei den anderen Mädels identifizieren konnte. Um es kurz zu machen, war die folgende Nummer einfach hervorragend und sollte den sexuellen Höhepunkt meines Urlaubs bilden. Ich glaube, ich habe ihr sogar am Ende dafür gedankt, weil ich einfach nur begeistert davon war, wie gut es jetzt auf einmal mit uns klappte nach dem Gespräch und sie war nun auch sichtlich zufrieden, dass ich wieder völlig mit ihr im Reinen war. :tu:

Mittlerweile raste die Uhr auf 15:00 zu und ich wusste nicht, wie so ein gezähmtes Diskohuhn wohl so drauf ist. Wir lagen immer noch im verdunkelten Zimmer und vertrödelten die Zeit, bis ich sie fragte, ... was wohl, geneigter Leser ? Genau!... ob sie ins Restaurant mitgehen würde. Ich schätzte die Chancen auf 50/50, aber von ihr kam wie aus der Pistole ein hocherfreutes "of course" geschossen. Ich muss sagen, dass ich selten in meinem Leben einen so positiven und über Kleinigkeiten erfreuten Menschen getroffen habe. Das hatte mich schon wieder in einen kleinen Bann gezogen und schämte mich fortan, am Vorabend noch so unfreundlich mit ihr umgesprungen zu sein und gar die Bezahlung in Frage zu stellen. :shake: Junge, Junge, war ich gemein. Dabei lag es tatsächlich nur am Alkohol und war keine ausgemachte Veralberungsaktion.
 


An den Arsch gefasst --> Kennengelernt und zügellos getanzt --> Mitgenommen --> BoomBoom --> Was zum Reden gehabt --> besser verstanden und Sympathie aufgebaut --> guter Sex und spaßige Zeit

Kurzfassung: An den Arsch gefasst --> guter Sex und spaßige Zeit

War doch ein super Ratschlag, oder nicht ? :lach::tu::baaee:

Im Endeffekt alles richtig gewesen, was Du gesagt hast, nur im Detail steckt noch ein wenig Verbesserungspotenzial. :wink0:


Ich hab dummerweise den falschen Knopf gedrückt. Geht gleich weiter hier im Text mit weiteren schockierenden Details und sogar ein Paar Fotos...
 
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(Fortsetzung)

Als wir uns nun stadtfertig für das Essen machten, konnte ich sie zum ersten Mal im Tageslicht beim Ankleiden sehen. Beinahe wären mir die Tränen gekommen in den folgenden Minuten. :cry: Das Mädel, das sich so herrlich über die kleinsten Sachen freuen konnte, mit der ich mich nun wirklich super verstand, die mich hier gerade in eine andere Dimension des Boomboom versetzt hatte und der ich zunächst so negativ begegnet war wegen der Trunkenheit, zog sich lächelnd an und unterhielt sich immer weiter ganz angeregt mit mir. Dabei fiel mir auf, dass ihre Unterhose schon in stark mitgenommenem Zustand war, denn die Spitzen waren an einer Seite schon abgefallen. Darüber hinaus wirkten die übrigen Sachen auch nicht gerade im neusten Zustand befindlich. Mir fiel auf, dass an ihren Beinen etliche Macken waren und fragte danach. Sie zählte mir genau auf, woher die einzelnen Narben kämen. Eine recht große an der Wade sei durch Verbrennung am Moped- Auspuff entstanden, ein Paar Narben durch die Alltagsunfälle auf Pattayas Straßen. Die meisten der übrigen vielen kleinen Narben seien noch aus ihrer Heimat Laos, als sie mit ihrem Vater auf dem Kleinbauernhof bei der Holzverarbeitung helfen musste und ihr dabei oft die Holzscheite auf die Beine fielen. Mir wurde mit jedem weiteren Detail immer mulmiger. :shy:

Jetzt soll man aber bitte nicht denken, sie wäre hier mit der Mitleidsmasche gekommen und wollte mich weich kochen. Alle Sachen, die sie mir erzählte, waren voller positiver Energie und einfach nur die Antwort auf meine Wissbegierde. Mit keinem Nebensatz erwähnte sie an jeglicher Stelle Leiden oder Kummer, sondern sprach die ganze Zeit nur von ihren Wünschen und Träumen, die sie bald zu realisieren versuchte. Dao war nämlich eigentlich Friseurin und wollte in absehbarer Zeit irgend einen erweiterten Schulabschluss erreichen und dann einen Friseursalon eröffnen. Alleine an den Rahmenbedingungen würde sie jetzt noch nebenbei arbeiten. :tu: Mein Glück!

Außerdem erzählte sie mir bei der Gelegenheit gleich, dass es schwer sei für sie zu tanzen, was ich eigentlich überhaupt nicht mitbekommen hatte. Zum einen sei sie eigentlich eine ganz stille und müsse sich, um den Falangs interessant zu erscheinen, immer mit den anderen Mädels an der Front beweisen. Das könne sie nur, indem sie in den Diskos trinken würde, um aus ihrer Haut heraus zu können und die notwendige Lockerheit zu erzeugen. Das sei natürlich kontraproduktiv bei ihrer finanziellen Situation, aber ein notwendiges Übel, um auffallen zu können. Bei mir hatte es schließlich geklappt. :hehe: Zum anderen teilte sie mir mit, sie hätte ein kürzeres Bein als das andere, was man so allerdings nicht sehen konnte. Mit diesem Bein würde es ihr sehr schwer fallen, über längere Zeit zu stehen und zu tanzen und so versuchte sie sich trotzdem unter Schmerzen als Freelancerin. Vor Jahren sei sie noch verheiratet gewesen und hätte als Hausfrau mit 2 Kindern und ihrem Mann zusammen gelebt, von den sie nun getrennt sei und die Kinder bei ihrer Oma in Laos, da beide Elternteile auch schon gestorben seien vor etwa 15 Jahren. Und selbst da sei es ihr schon schwer gefallen, den Haushalt richtig führen zu können wegen der verkürzten Arbeitszeiten verursacht durch Beinschmerzen. :kotz: Ich machte innerlich für mich eine Rechnung von meinen vermeintlichen Problemen und dem, was ich da gerade zu hören bekam. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass ich als verwöhnter Westeuropäer mit gutem Job, aber vielen hausgemachten Problemchen, hier sehr schlecht abschnitt. Und ich wollte sie ohne Lohn nach Hause schicken!!! :ironie:

Wahrheitsgehalt dieser ganzen Aussagen war meiner Meinung nach sehr hoch, da sie kein Mitleid erwecken wollte, sondern schlicht auf meine Nachforschungen hin antwortete.

Bevor wir zum Essen gingen, machte ich noch schnell einige Fotos im Zimmer. Sie wollte sich für die Fotos glatt noch einmal ausziehen, aber das hätte ich nicht mehr verkraftet.


Eigentlich gefällt sie mir immer noch ganz gut. 8) Die Haare hatten mich auf sie aufmerksam gemacht, stellte ich hinterher fest.


Weil ich angesichts der neuen Informationen nicht so weit mit ihr laufen wollte, steuerten wir mangels bekannter Alternativen erneut das Olala- Restaurant in der Soi 7 an. An diesem Tag war leider nur ein Koch zugegen und die Zubereitung meines Dreierleis und Daos Gemüsesuppe dauerte eine halbe Ewigkeit.


Hier irgendeine Thaisuppe mit Pilzen und Seafood, aber keine Tom Yam Gung. Ich hatte extra den Bon aufgehoben, um berichten zu können, aber der ist in mit anderen schönen Unterlagen verloren gegangen.


Salat aus Glasnudeln, verschiedenem Gemüse und Schweinefleisch, wenn ich mich recht entsinne. Man hätte auch Rind oder Seafood nehmen können. Insgesamt auch nichts besonderes gewesen.


Ta-Daa! :tu: Auf Daos Vorschlag hin ließ ich mir das bis dahin unbekannte Pad Thai (z.B. Account Suspended) bringen und hatte fortan einen neuen Thaifood Favoriten gefunden. Gebratene Reisnudeln u.a. mit Ei, Knoblauch und Ernüssen. Leicht süßlich und sehr lecker. Gerne wieder!


Dao erzählte mir noch einige Sachen über ihr Zuhause in Laos und ihren geliebten Vater, von dem sie redete, als wäre er noch dort und nicht etwa schon 15 Jahre lang verstorben. Wie gesagt, diese ganze positive Einstellung trotz der offenkundigen Probleme, beeindruckten mich wirklich.

Außerdem sei sie vor nicht allzu langer Zeit von ihrer Arbeitsstelle in einem Salon entlassen worden, da man ihr als Laotin in diesem Salon keinen gültigen Arbeitsvertrag geben wollte und von jetzt auf dann sei sie obdachlos gewesen.

Wie, obdachlos? Das verstand ich nicht.

Ja, sie hätte 7 Monate in diesem Salon gearbeitet und nachts dort geschlafen. Also sei es gleichzeitig ihre Arbeitsstelle und das Zuhause gewesen. Das war für sie scheinbar ganz normal und konnte meine Fassungslosigkeit über diese 10 qm Leben bei Tag und Nacht nicht nachvollziehen.

Also im Ernst. Über sowas hört man, liest man und man vergisst es wieder als Teil der Weltordnung, die man für normal erachtet. Wenn man dann aber mit einem Menschen zusammen ist und man sich so gut versteht wie ich mich mit Dao, dann fällt man schon aus allen Wolken, wenn man sich das anhört. Und genau für diesen Fall hatte ich das Wort "Respekt" hier schon abzugrenzen versucht, denn Daos Gelassenheit und stete positive Ausstrahlung nötigten mir den allergrößten Respekt gegenüber einer Prostituierten ab! :respekt:

Gegen 16:30 Uhr waren wir fertig und sie wollte tatsächlich noch die letzten Minuten mit aufs Zimmer kommen, denn im Hinterkopf schwirrte schon der Termin um 18 Uhr mit Ning. Wir guckten noch eine Weile Musikfernsehen und "Dao Lao" bewunderte gerne die schönen Frauen auf der Mattscheibe und erzählte währenddessen von Haaren und ihrem imaginären Salon.

Ich hatte ca. eine Stunde Zeit, um mir zu überlegen, was ich nun im Kommenden anstellen wollte. Jedes Blutkörperchen von mir wollte Dao wiedersehen, aber das alte Gehirn da oben machte der Sache einen Strich durch die Rechnung. Ich bemerkte, wie sehr mich diese ganze Sache schon wieder mitnahm und stellte mir vor, was bei einem weiteren Treffen wohl passieren könnte. Irgendwo ahnte ich etwas zwischen schwersten Gewissenskonflikten und möglichem LKS, weil mir an diesem Nachmittag einfach alles gefiel im Gegensatz zu dem, was ich in der vergangenen Woche so erleben durfte.

Um 17:30 Uhr musste ich mich dann letztendlich von ihr trennen, um noch einmal unter die Dusche zu springen. Zwar haderte ich wieder mit meinem Schicksal, aber machte ihr deutlich, dass ich keinen Austausch von Telefonnummern wolle, um ein Wiedersehen zu vermeiden. Es tat mir mehr als Leid, dieses Ende herbeiführen zu müssen, aber die Konsequenzen wären sonst unabsehbar gewesen. Statt dem angekündigten ST- Gehalt überlegte ich, sie mit irgendwelchen wahnwitzigen Summen zu entlassen, aber hielt das nun gegenüber den anderen Mädels für unfair und hätte zu keiner langfristigen Besserung geführt. Ich erinnerte mich, irgendwo hier gelesen zu haben, dass man als sehr zufriedener LT- Kunde 2000 THB geben könne und entschied, diesen Betrag vertreten zu können im Gesamtzusammenhang.

Dao machte noch einen witzigen Kommentar zum Thema ST- Gehälter und wir sollten uns nicht mehr wiedersehen. :bye: Mehr als schade.

Jetzt war ich wieder als Vermittler gefragt, denn es war nur noch wenig Zeit, bis ich Ning erwartete... (Fortsetzung folgt)
 


(Fortsetzung)

Ning war ausgesprochen pünktlich und ich wurde nahezu genau um 18 Uhr von der Rezeption verständigt, dass mein Besuch bereits eingetroffen sei. Insgeheim wünschte ich mir, dass sie sich mit den letzten 300 THB Barfine über alle Berge machte, aber so leicht ließ sie sich anscheinend nicht von mir abservieren. Um sie erst gar nicht mit auf das Zimmer kommen zu lassen und etwaigen Ausrutschern vorzubeugen, begab ich mich stattdessen in die Lobby.

Ich schlug vor, mit ihr etwas trinken zu gehen und wir machten uns auf zu einer größeren Bar direkt an der Ecke Soi 7/Beach Road. Von dort aus waren das Meer und der Strand zu sehen und mir daher angenehmer als die übrigen Etablissements in der Nähe. Im übrigen ging ich dort täglich vorbei und es war ständig gut gefüllt, insbesondere am Abend. Der Weg verlief relativ wortkarg, da ich lieber so lange warten wollte mit den Erläuterungen und meiner Entschuldigung für das Fortbleiben, bis wir in Ruhe waren und sie die Chance hatte, mich zu verstehen. Angekommen machte ich dummerweise den Fehler, mich direkt an die äußerste Tischreihe zu setzen, die zwar mit einem Edelstahlgeländer und Stufe vom Bürgersteig getrennt war, aber fortan alle 5 Minuten fliegende Händler, Bettelkinder, usw. an meinem Arm anfassten, um Aufmerksamkeit für ihre Anliegen zu bekommen. :evil: Tipp an alle: Setzt Euch niemals direkt an solche Händlerrouten angrenzenden Tische, denn es ist unfassbar nervig!

Nun folgte die lange, schwierige Phase der Erklärung, nachdem ich mich für mein Fernbleiben entschuldigt hatte und die Verantwortung dafür eindeutig auf mich nahm. Allerdings hätte ich von ihr auch nicht erwartet, dass sie prompt auf der Matte steht und mir nachts im Hotel auflauert. Dass es zu einer solchen Szene wie am frühen Morgen kommen könnte, hätte sie sich schließlich denken können. Nichtsdestotrotz dankte ich selbstverständlich ehrlich für das nette Geschenk, machte ihr jedoch klar, dass der zugehörige Brief des Guten deutlich zu viel gewesen sei. Es lag schließlich nicht daran, dass ich ihre Bar nicht mehr auffinden konnte, sondern schlicht und ergreifend an meiner wirren Stimmung am Tag zuvor und an der Tatsache, dass ich sie nicht vermissen würde. :? Zwar hätte ich mich sicher wieder daran erinnert, aber nun sei sie mir zuvor gekommen.

Obwohl ich begann, mich im Kreis zu drehen und alles dreimal zu wiederholen, war ich mir immer unsicherer, ob unsere Verständigungsprobleme an mangelnder Englischkenntnis oder an ihrem fehlenden Verständnis zu begründen waren. Dauernd behauptete sie einfach, "you butterfly so much" (wenn sie wüsste, was für ein Versager ich dabei war...) und "you tell me i lady number one" (war sie in dem moment ja auch uneingeschränkt, nur halt jetzt nicht mehr). Alle Kommentare aneinander gereiht ergaben für sie vielleicht Sinn, waren jedoch völlig aus dem Kontext gerissen, wenn es darum ging, auf meine Aussagen einzugehen. Kurzum erörterte ich meine imaginäre 3-Tages-Regel, die sie ohnehin schon um einen Tag überschritten hatte. Zum anderen teilte ich ihr mit, dass es keinen Sinn hätte, mich romantisch verstricken zu wollen, da es nach meiner Rückkehr nach Deutschland keinen Kontakt mehr geben würde. Außerdem stand immer noch die schwierige Verständigung im Raum, die sie weiterhin mit "you want lady yep-yep, i no talk much" treffend beschrieb.

Dieses ganze schwierige Unterfangen nahm den besseren Teil von drei Stunden und wieder etlichen alkoholischen Getränken ein. Das Vorglühen hatte ich damit für den Abend schon hinter mir. :tu: In der Zwischenzeit hatte sich die Mamasan zu uns gesellt und klinkte sich kurzerhand in die Unterhaltung ein, was mir allerdings ganz gelegen kam. Langsam aber sicher führte diese ganze Diskussion zu überhaupt nichts mehr und jeder schien auf seinem Standpunkt zu beharren. Ich war mir sicher, dass es kein Revival geben würde und Ning musste mich nun als "want lady yep-yep butterfly" abstempeln. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass der Groschen jetzt bei ihr gefallen war und wir uns auf einen Friedenspakt einigen konnten. Dieser sah vor, dass ich mich nun aber wirklich noch einmal bei ihr blicken lassen würde vor meiner Abreise und wir gemeinsam gerne noch etwas trinken könnten in ihrer Bar, aber mehr auch nicht. Ich fand, das war ein faires Angebot mit Aussicht auf ein Paar Ladydrinks und böswillig ihr gegenüber eingestellt war ich schließlich auch nicht. Sie hatte mich 4 Nächte und 3 Tage als erste Bekanntschaft in Pattaya begleitet und ich konnte nicht unzufrieden mit dieser neuen Erfahrung gewesen sein. Ende gut, alles gut, zumal ich aus dem nachmittäglichen Hoch von heute noch positiv und harmonisch gestimmt war.

Also gingen wir den kurzen Weg zurück zum Hotel und ich wollte mich noch kurz von Ning auf dem Zimmer in Ruhe verabschieden und ihr eine weitere Entschädigung von 500 THB für ihre Zeit mitgeben, denn weiteren Boomboom hatte ich ganz klar im Vorfeld abgelehnt. Sie saß noch auf dem Bett und steckte das Geld in die Handtasche, ich gab ihr einen freundlichen Abschiedskuss...

... und sie ging nicht. :bye: Hallo? Ich hatte gesagt, wir verabschieden uns jetzt und vertagen uns auf einen weiteren Besuch in der Bar, schon vergessen?

Ich teilte Ning mit, dass ich heute Abend noch mit einem Freund aus Deutschland unterwegs sein würde auf der Walkingstreet wahrscheinlich und sie dabei nicht mitkommen könne. Das war doch auch vorher klar und niemals Teil der Abendplanung gewesen, mehr als dieses klärende Gespräch mit ihr durchzuführen. Doch ihre monotone Antwort, die mich bis ins Mark erschüttern sollte, lautete einfach: "But why?"

Meine Güte, warum denn wohl? Es geht einfach nicht, die Jungs wollen Spaß haben und gehen gemeinsam aus. Deshalb. "But why?"

Dieses "But why?"-Spiel dauerte ungelogen um die 20 Minuten. Am Anfang war ich noch einigermaßen verständnisvoll und wollte ihr dezidiert erklären, warum und weshalb wir uns nun trennen würden, wie es in den letzten fast 3,5 Stunden auch schon mehr als deutlich durch geklungen war. Doch scheinbar war ihr Kurzzeitgedächtnis keine fünfzig Baht wert und hatte einfach wieder alles beiseite gedrängt, wofür ich mir stundenlang den Mund fusselig geredet hatte. "But why?" fing an, mir gewaltig auf die Nerven zu gehen und es wollte einfach kein Ende nehmen. Langsam gewann ich den Eindruck, sie hätte sich in Windeseile in eine Geisteskranke verwandelt. Vielleicht war sie es schon vorher, nur ich hatte dieses nicht bemerkt? :shock: Unmöglich wäre das jedenfalls nicht gewesen bei meiner vorangegangenen Planlosigkeit.

Genau in dieser heiklen Situation gegen 21:30 Uhr rief Martl an, um mich über die Abendgestaltung zu informieren. Wie bereits erwähnt, wollte er heute die Walkingstreet erneut unsicher machen und wir verabredeten uns auf später, um den genauen Zeitpunkt festzulegen. Da sage ich doch nicht Nein! :yes: Die Pause nutzte ich ebenfalls gerne, um mich wieder etwas zu sammeln.

Jetzt war es mir deutlich zu bunt geworden und dieser Kinderkram musste schnellstmöglich aufhören. :mad: Beherzt ergriff ich kurz darauf die Initiative und drohte damit, das Hotelpersonal zur Konfliktlösung zu verständigen, damit sie dieses Haus nie wieder betreten würde. Als ich den Hörer schon in der Hand hatte und zum Wählen ansetzen wollte, stand Ning endlich auf und schnappte sich ihre Sachen. Ich begleitete sie noch zur Türe, um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich verschwindet und es wurde natürlich kein herzlicher Abschied mehr von ihr. Thaimurmelnd verschwand sie um die Ecke und natürlich besuchte ich sie nach diesem unwürdigen Unfug nicht noch einmal.

Zum Glück war dieses Kapitel damit endgültig abgeschlossen und das erste von den beiden geschenkten T-Shirts, das ich extra für sie angezogen hatte, wanderte trotz der lieben Elefanten ohne Umwege in den Mülleimer.
 
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Warte erst mal ab. Der Abend des Reiseberichts ist noch jung und der Tag erst halb rum. Da kommt noch mehr von diesem Unsinn kurz vor Toreschluss! Allerdings geht es erst morgen weiter im Text.

Und ich habe schon frei gestellt, mich für den ganzen Schusselkram ruhig auslachen lassen zu können. Das kann ich schon ab, keine Sorge. Allerdings ist alles ziemlich genau so abgelaufen wie beschrieben und nicht anders. Hätte ich auch nur im entferntesten das erwartet, wie es mir letztendlich ergangen ist, würde es wohl keinen solchen Bericht geben.
 


(Fortsetzung)

Nach diesem Schock brauchte ich erst mal wieder eine Beruhigung. Und wo findet man die am besten? Genau, in der vertrauten Umgebung seiner Stammbar. Daher beschloss ich, auf genauere Anweisungen von Martl gleich in der Nähe der WS zu warten und mich konstant bei Laune zu halten mit Weib und Heineken.

Nach der gewohnten Bahtbustour gelangte ich bereits gegen 22:30 Uhr in aller Frühe zur Bar, die heute wieder deutlich leerer war als am Wochenende zuvor. Es scheint in Pattaya also tatsächlich eine Art Wochenendrhythmus zu geben, der sich merklich in den Besucherzahlen niederschlägt. Andererseits könnte es auch reiner Zufall gewesen sein. :shock: Die meisten der Schäfchen waren also noch vor Ort bzw. hatten ihre Arbeit noch gar nicht begonnen.

Natürlich setzte ich mich zu meiner liebsten Kae, die mich unheimlich zu vermissen schien...not!


Eigentlich war es wie immer. Ich kam zu Besuch, wurde von allen begrüßt, setzte mich zu jemandem hin, der mir sofort ein Bier bringen würde. Im Prinzip war der Ablauf wohl wie in jeder anderen Bar mit dem Unterschied, dass ich sämtliche Anwesenden schon kannte, sich die Begeisterung meiner Auserwählten jedoch stets in Grenzen hielt. Ich hatte bereits über etwaige Episoden mit Kae berichtet und für die Umstände kannten wir uns schon einigermaßen gut, so dass diese ständige neue Anbahnung irgendwie deplatziert für mich wirkte. Zum anderen hatte ich bis auf den zweiten Abend stets keine konkrete Verabredung für den Tag aufgegeben, so dass immer etwas Unsicherheit mitschwingen würde. Letztlich endete jedoch auch dieser Abend in der Gesellschaft meiner zurückhaltenden Weggefährtin der letzten Tage. Ich hätte auch unmöglich noch jemand anderen aus der Bar auswählen und sie damit austauschen können. Mir auf den letzten Metern noch eine neue Bar zu suchen, in der ich gemütlich einkehrten könnte, war mir jedoch ein fremder Gedanke. Außerdem hatte ich mich jetzt schon an sie gewöhnt und musste noch dringend irgendwo den Hebel finden, der sie auftauen lässt. So schnell gebe ich nicht auf trotz aller Ernüchterungen!

Unterdessen wurde hinter dem Tresen aus Langeweile wieder heimlich gemampft. Die Damen sollten sich jedoch ständig über ihre Figur beklagen und von sich als "pumpui" (dick) sprechen. Kommt davon...


Wer schon immer wissen wollte, wo die ganzen Getränke gelagert werden. Im übrigen schmeckt die Thai- Fanta wirklich zum :kotz:. Kann sich unmöglich um die selbe Rezeptur wie in Deutschland handeln.


Andere Damen präsentieren sich nicht so fotoscheu. An diesem Tisch sitzt die Rechenzentrale der Bar. Hier werden u.a. die kleinen Zettel geschrieben, die als Rechnung im persönlichen Sammelbecher landen. Dort befindet sich auch die Kasse. Immer schön nachzählen.


Und wieder andere Ladies gehen ihrem Lieblingshobby nach. Alles, was mit dem Handy zu tun hat. Niki (l.) und Rose (r.) bei der Sponsorenpflege?


Hier hatte die mit allen Beer Bar-Wassern gewaschene Noi, die in die Kamera sieht, Besuch von ihrem Bekannten aus Deutschland bekommen und vertrieb sich mit ihm für ein Paar Tage die Zeit.



Abermals saß ich herum und erzählte, was in den letzten Stunden so alles passiert sei und mir wurden ebenfalls sehr einfallsreiche Geschichten eingepflanzt. Martl meldete sich gegen 23:40 und stellte in Aussicht, dass der geplante Gogo- Abend nun bald losgehen könne. Allerdings wurde ich schon vorgewarnt, denn er hätte eine Verabredung im Schlepptau und würde für die Nacht schon versorgt sein. Dem wollte ich natürlich in nichts nachstehen und freute mich, Kae abermals mitnehmen zu können, die vorher noch nie in einer Gogo war, wie ich übrigens ebenso wenig. :tu: Dann kann es ja losgehen! Heute Abend würde ich sie endlich durchschauen, malte ich mir aus, und damit sei die schwierige Gemütslage der letzten Tage gerade gerückt. :lach: Ja, das sollte wunderbar funktionieren, wie man sich denken kann.


Treffpunkt war abermals der bunt beleuchtete Eingangsbogen der WS, an dem wir das andere Paar wenig später in Empfang nehmen konnten. Der Reiseführer des Abends, Martl, verlor keine Zeit und es wurde sofort die erste Gogo angesteuert. In der "What's Up Agogo" nahmen wir auf niedrigen weißen Sesseln platz, die direkt vor einer Duschecke aufgebaut waren. Daher hatten wir wunderbare Sicht auf die mit Silikon sehr wohlbestückte junge Dame, die sich gerade eine ausgiebige Dusche gönnte. Das erinnerte mich irgendwie an Ning, die Duschweltmeisterin, die mich vor einigen Stunden noch so tierisch genervt hatte. Kae indessen war irgendwas zwischen angewidert und hoch interessiert, jedoch stets ihr stilles und zurückhaltendes Selbst, für das ich so sehr schätzte. Fasziniert schien sie von der voluminös ausgestatteten Duschlady zu sein und bemerkte für ihre Verhältnisse sehr offen, wie riesig doch ihre Titten wären! Dem konnte ich zwar nicht widersprechen, dennoch lassen mich solche Shows und deren Darsteller gewöhnlich kalt. Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.

Der Raum dieser Agogo war recht rund und es waren Spiegel an der Wand angebracht. In der Mitte war die Showbühne auf einem mit Treppe zugänglichen Podest. Kurz nachdem wir unsere erste Runde Getränke erhalten hatten, lieferten sich auf der Showbühne eine in schwarz und eine in weiß gekleidete junge Dame einen Kampf wie im Kolosseum. Die Latexgladiatorinnen schleuderten einander gegen eine metallverkleidete Säule, auf den Fußboden oder gegen das Metallgeländer. Der Kampf hatte eine sehr schöne Geräuschkulisse, da die Metallteile ihrer Outfits laut klimpernd durch die Gegend geschleudert wurden samt Lady.

Ausgerechnet direkt vor meinen Augen entblößte ein Farang seinen Hintern und wurde über den Rand des Duschbeckens gebeugt von der nächsten Showlady mit einem laut knallenden Kunststoffprügel verdroschen. Seinem Gesichtsausdruck zufolge waren die Schmerzen im Rahmen und rührten höchstens von einer Quetschung im vorderen Teil der Hose her. :wink0: Also von mir aus hätte dieser Teil der Show woanders stattfinden können. Nachdem ich schon glaubte, die erste Agogo würde sofort alle Vorurteile bestätigen, sollte wie aus dem Nichts ein absolutes Highlight auftauchen.

Eine zuvor als Bedienung arbeitende Dame, die schon angezogen ein auffälliges Äußeres mitbrachte, machte sich kurzerhand in dem Duschbecken daran, ihre Interpretation einer gelungenen Gogoshow darzubieten. Hier würde ein Bild mehr sagen als tausende von Worten, denn die Lady war der absolute Kracher. . Im negativen Sinne. :D Wenn sie weiter so herum gelaufen und ihrem Kellnerdienst nachgekommen wäre, hätte sie einem Leid tun können. Nachdem sie sich und damit ihre übelst hässlichen Brüste und den unfassbar deformierten Hintern trotz schlanker Figur zum Besten gab, darf ich mir diesen Kommentar durchaus erlauben. Sie war einfach nur hässlich, aber jeder so wie er es mag..! Martl und ich stimmten darin überein, dass sie wohl eine spezielle Art von Domina sein müsse, denn alles andere würde selbst in Pattaya keine Abnehmer finden. Alleine für diesen Anblick und die freudestrahlenden Gesichter in unserer Gruppe hatte sich das Kommen doch noch gelohnt und ich war durch diesen krönenden Abschluss sehr erheitert.

Die nächste Anlaufstelle war die "Happy Agogo", in der Martl mit seiner Kennernase wohl schicke Häschen vermutet hatte. Die Gogo an sich präsentierte sich eher dunkel und schmucklos. Aufgrund des geringen Besucheraufkommens wurde wohl der hintere Teil des Etablissements glatt abgetrennt und es befand sich nur eine Showbühne mit 4-5 Tanzstangen im Sichtfeld. Hier genehmigten wir uns lediglich ein Getränk, denn auch die Show war nicht mehr als eine reine Nackedeitanznummer. Immerhin sichteten wir selbst eine für Gogoverhältnisse außerordentlich gut aussehende Tänzerin, die angesichts des weiblichen Anhangs natürlich unbehelligt bleiben sollte. :tu: Gentlemen, die wir sind, war damit der Gogoabend schon dem Ende entgegen gegangen und wir schwenkten auf Unterhaltung um, die unsere weibliche Begleitung nicht in den Schatten stellen würde. Zwar hieß es stets "up to you" und "i like", aber wirklich glühendes Interesse war zumindest von Seiten Kaes nicht vorhanden an den erotisch in Szene und Show gesetzten weiblichen Körpern.


Um wieder etwas günstiger trinken zu können, suchten wir einen Barkomplex auf, der uns erlaubte, direkt am Wasser Platz zu nehmen. Während sich die Männer der Schöpfung angeregt über Gott und Pattaya unterhielten, machten die Damen nebenan einen eher gelangweilten Eindruck, was aber irgendwie den Standard darstellte. Gerne hätte ich sie in ein Gespräch mit eingebunden, aber Kae wollte partout in der Öffentlichkeit nicht mit ihrem mittelmäßigen Englisch zur Last fallen und schlüpfte stets in die Rolle der freundlich lächelnden und innerlich bestimmt vollkommen gelangweilten Begleitung. Stets beteuernd, dass sie sich wohl fühle und gerne nur daneben sitze, wurde so eigentlich die ganze Zeit verbracht, in der wir als Gruppe unterwegs waren. Es sei immerhin angemerkt, dass sie auch in ihrer Bar zu den stillen Vertreterinnen des Fachs zählt und sich in Zurückhaltung übt, wenn ein Gruppengespräch stattfindet.

Jetzt kam es jedoch zum verhängnisvollen Kommentar, den sich Martl über meinen fortwährend diskutablen Frauengeschmack erlaubte.

Martl: "Du stehst auf ältere Frauen."

Ich: "Häh, wieso?"

Martl: "Na ja, sie ist doch schon älter."

Ich: "Och nö, eigentlich nicht. Für wie alt hältst Du sie denn" (Ich war beim ersten Kennenlernen in Kenntnis gesetzt worden über ihr Alter. 27)

Martl: "Hmm... so 39."

Ich: ":eek: Neununddreißig??? :shock: :wirr: Neununddreißig??? ??? ???"

Sofort war ich in Alarmstimmung versetzt und sah die Felle davon schwimmen. Es gab während meines Aufenthalts viel Neues und einiges Unvorstellbares, aber das war schlicht dessen Steigerung um etliche Potenzen (und selbst das lässt sich noch steigern :lach:). Wie unvorstellbar blind konnte ich eigentlich sein? Konnte ich mich um 12 Jahre betrügen lassen? Unmöglich schien es mir in dem Moment jedenfalls nicht und wir ersonnen einen Plan, um die Wahrheit möglichst schonend ans Tageslicht zu fördern. Die Idee war, die ID vom Hotelpersonal unauffällig für mich auf das Alter hin überprüfen zu lassen, so dass Kae davon nichts erfahren würde. Das musste ich einfach zweifelsfrei wissen.

Im Endeffekt würde es auch gar keine Rolle spielen, wie alt sie nun war. Ich sah das Gesamtpaket und hatte es schon mehrfach getestet. Rein physisch hatte ich an ihr gar nichts auszusetzen und selbst wenn sie 59 gewesen wäre, sollte es mir egal sein. Alleine die Tatsache, mal wieder von vorne bis hinten belogen worden zu sein und als Touriopfer abgefertigt zu werden, tat mir in der Seele weh. Bitte nicht schon wieder diese infame Lügenschiene...

Als nächstes besuchten wir eine zur Straße hin offene, große Bar, deren Name mir entfallen ist. Sie war sehr modern eingerichtet und gehörte mit Sicherheit zum neuen Schlage Walkingstreet. Im Innern trat bald eine von zwei dort beheimateten Bands auf, die Black Music coverte. Angeblich sei dieses die schlechtere Liveband gewesen, aber ich verzeichnete eigentlich einen akzeptablen Auftritt bis auf das verbesserungswürdige Englisch und etwas gesangliche Luft nach oben beim männlichen Sänger. Ich verliebte mich sofort unsterblich in die in pink gekleidete philippinische Sängerin auf 10m Entfernung, weil ihre Fergie (Black Eyed Peas) - Interpretation so sexy war. Ob die Dame selbst was taugte, weiß ich jetzt leider nicht mehr, da die Bilder allesamt nichts geworden sind und ich zu dem Zeitpunkt auf 10m ohnehin nichts mehr erkennen konnte. 8)

Das hielt uns jedoch nicht davon ab, abschließend in das ziemlich weit hinten gelegene "Mixx" zu gehen. Dabei handelt es sich um eine recht große Disko im Obergeschoss eines Einkaufszentrums mit Rolltreppe (jedenfalls glaube ich, dass es ein Einkaufszentrum war). Das Mixx selbst bestand aus 2 Areas, von denen wir die Technowumms- Area auswählten. Insgesamt kam mir diese Disko am größten, aber auch am vollsten vor im Vergleich zu den anderen besuchten Einrichtungen. Der Besuch hier dauerte allerdings nicht sehr lange, da es auch schon spät wurde, aber Martl kannte keine Gnade mit mir. Für den nächsten Tag wurde ich trotz Protesten bereits um 15:30 Uhr zum nächsten Streich erwartet. Die Soi 6 stand auf dem Plan und hier sei es wichtig, die Mädels noch in einem akzeptablen Zustand aufzusuchen und nicht erst kurz vor Feierabend, wenn der Lack für den Tag schon ab sei. Da sprach der Vollprofi und ich konnte ihn nur schwer davon überzeugen, dass ich um diese Zeit gewöhnlich erst zum Essen aus dem Zimmer stolpern würde.

Kae und ich machten uns gegen 4 Uhr auf den Weg zurück zum Hotel während der harte Kern noch blieb. Allerdings hatte ich auf dem Fußweg zurück auf der Walkingstreet noch den absolut brillianten Plan, Kae gleich direkt mal nach ihrer ID zu fragen als wir am Marine vorüber gingen und mir der Nachmittag wieder vor Augen war. :bang: Natürlich erweckte das Mißtrauen bei meiner treuen Begleiterin und Stand heute hatte sie natürlich Recht damit. Stand damals selbstredend ebenso, allerdings wollte ich in dem ordentlich vollgetankten Zustand nicht mehr auf die softe Tour und verständnisvoll kommen, sondern mit dem Vorschlaghammer gleich zum Ziel gelangen. Daher fragte ich sie unumwoben danach, wie alt sie denn nun sei. Auf diese Frage wollte sie weder antworten noch ihre ID herausrücken, also wurde mein Ton wohl etwas schroffer, bis ich endlich das Plastikkärtchen in der Hand hielt, das sie als 30 Jahre alt auswies. "Geht doch noch", dachte ich als stille Form der Selbstbestätigung, was aber wieder einmal nichts an der Tatsache änderte, dass sie etwas an der Wahrheit gefeilt hatte.

Meine Güte, musste denn das schon wieder sein? Ich hätte es dabei bewenden lassen sollen, aber nun sollte ein unwürdiges Kapitel folgen. Es entwickelte sich eine verbale Auseinandersetzung mit viel angestautem Frust von meiner Seite und Kae musste sich wortkarg und sicher teilweise schuldbewusst anhören, was mir an ihr auf die Eier ging... vornehmlich dieses ständige Gefühl, fortwährend belogen zu werden, obwohl sie genau über meine Motive und Wünsche Bescheid wusste. :roll: Ein Gentleman löst das mit Sicherheit anders, aber mir war die Walkingstreet in Pattaya um kurz nach 4 Uhr morgens gerade passend, um diese spezielle Vorliebe für die Realität zu bekunden. Zwar machte ich meine ehrliche Sympathie für sie deutlich, stellte aber auch die Rolle als Kunde nicht in Frage und verlangte einfach nur, nicht für dumm verkauft zu werden, weil ich schon so viel Zeit mit ihr verbracht hätte und dieses Anliegen dringlich thematisiert hatte.

Die Erfolgsaussichten so eines Aufstands sind natürlich sehr bescheiden, nur das war mir in dem Zustand nicht deutlich. Zwischendurch kramte ich 1000 THB aus meiner Tasche und wollte sie damit für die Zeit entschädigen und lieber irgendeine Freelancerin aufgabeln, aber sie schmiss das Geld nur auf den Boden und war nun auch sichtlich gekränkt. Das Ende vom Lied war eine Viertelstunde Hin und Her und am Schluss, mit viel Gewürge und hochkochendenen Emotionen, machten wir uns doch wieder zusammen auf den Weg ins Hotel. Ohne Frage war damit auch der potenziell spaßige Akt auf dem Zimmer schon vorher verdorben gewesen und so blieb mir nur noch die Hoffnung auf bessere Kommunikation am nächsten Morgen...


... und einen hoffentlich gelungenen Besuch in der Soi 6, damit ich wieder mehr meinem eigentlichen Reisezweck nachkomme und weniger um die Details streite.
 


@dito: Den Soi 6 Besuch werde ich gleich aufarbeiten als meine gute Tat des Tages. Ich würde immer noch in der Soi 6 hocken, wenn nicht eine Dame ihre Gelegenheit beim Schopfe ergriffen hätte, oder wie meintest Du das mit dem "bis in die Nacht hinein"? ;)

@Martl: Die 39 hat sich dermaßen in mein Gehirn eingebrannt, das werde ich die nächsten Jahrzehnte nicht mehr hinaus bekommen. Es besteht kein Zweifel. Die Konversation ging noch weiter.

Ich: "Hast Du gerade 39 gesagt? :jil:"
Martl: "Ja, schon. Dann frage sie halt, wie alt sie ist." ...


Im Mixx hörte sich für mich wohl alles nur noch nach lautem Wumms an, also kannst Du schon richtig liegen. Allerdings dauerte der Aufenthalt auch höchstens eine Dreiviertelstunde und was kann man sich dabei schon auf die Musik konzentrieren bei so vielen neuen Eindrücken um einen herum.
 


Tag 10: Ein Tag, wie ihn jeder kennt.

Nur für mich standen heute wieder einige interessante Tagesordnungspunkte auf dem Programm, die das erste Thailanderlebnis abrunden sollten. Gekannt hatte ich solche Tage nur aus anderen Reiseberichten.

Martl hatte seinen Besuch unverschämt früh für 15:30 Uhr angekündigt, was nicht mehr viel Raum für meinen üblichen Tagesrhythmus ließ. Nach der wenig berauschenden Nacht sollte es auch keine Morgennummer geben, was aber keineswegs störend war, denn so konnte ich mir die Kräfte wenigstens für später einteilen.

Ich erwachte gegen 13 Uhr und stellte fest, dass Kae auch schon wach war. Nein, sie war immer noch wach! :? Das arme Mädel hatte nach ihrer Aussage am Vorabend zum Durchstarten für sie ungewohnt eine Tasse Kaffee zu sich genommen. Daraufhin konnte sie die ganze Nacht über nicht schlafen und erzählte mir von den letzten quälenden Stunden. Angeblich hätte ich geschnarcht, wobei es sich natürlich auch nur um eine Halbwahrheit der Bargirls handeln kann. :ironie: Ich doch nicht!

Immerhin hatten wir dadurch gleich ein neues Thema und ich konnte sie wieder bedauern, was ich doch so gerne mit allen Begleitungen und Bekanntschaften machte. Der unschöne Teil der letzten Nacht nach 4 Uhr wurde nicht mehr thematisiert, was mir nun gelegen kam in Anbetracht meiner zurückkehrenden Sanftmut. Nach einer halbwegs angenehmen Unterhaltung, die die traute Zweisamkeit wieder in ein positives Licht rücken lassen sollte, schickte ich Kae fort, um wenigstens noch einige Stündchen zu Hause vor dem Arbeitsbeginn zu schlafen. Nicht ganz uneigennützig zeigte die Uhr dabei kurz nach 15 Uhr an. 8)

Sie wollte nach meiner etwas gewöhnungsbedürftigen Bezahlungsaktion nachts auf der Walkingstreet kein weiteres Geld von mir annehmen, aber ich schmuggelte aus schlechtem Gewissen und weil ich sie doch einfach mochte, weitere 1000 THB in ihre Handtasche, als sie sich zum letzten Mal im Bad straßenhübsch machen ging. Ich rechtfertigte das vor mir als Akt des Guten Willens gegenüber ihrem 7-jährigen Kind und als Reparationszahlung für meinen gezeigten Übermut. Überdies lies ich mir nun endlich die Telefonnummer geben und kündigte einen Anruf an, wenn ich sie über weitere Pläne in Kenntnis setzen wollte. Auf den letzten Metern meiner Reise konnte ich die Vorstellung eines vollends harmonischen Abends mit ihr jetzt nicht aufgeben und schrieb sogleich alle 3-, 4- oder 5- Tage- Regeln in den Wind. Mein einzig ehrliches Motto hier war "Einer geht noch!" und daran hielt ich eisern fest.

Martl saß wartend in der Lobby als wir uns etwas verspätet auf den Weg machten. Auf die Soi 6 hatte ich mich schon gefreut, weil man darüber mit Abstand die schmutzigsten Geschichten hört und ich mir schon fieberhaft dieses Erlebnis ausgemalt hatte. In der Nachbetrachtung stelle ich fest, dass die Soi 6 so ziemlich die einzige Ecke von Pattaya und meines Aufenthalts war, die ich wie erwartet erleben durfte.

Ganz entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten habe ich diesen Tag außerordentlich gut fotografisch dokumentiert in Anbetracht der erwartungsfrohen Haltung und des Drucks, hier nicht alle durch mein Geschwafel zu vertreiben, sondern endlich handfestes Material für das Auge zu liefern.

Wir gingen vom Hotel aus zu Fuß in der Hitze auf der 2nd Road entlang. Noch war es etwas zu früh für die Rush Hour, also konnten wir relativ gefahrlos auf dem äußerst schmalen bis nicht existenten Bürgersteig voran kommen. Mir war es schon wieder viel zu warm, aber Martl zeigte sich wieder unerschrocken im langen Beinkleid.



Die Anstrengungen sollten sich jedoch lohnen, denn wie aus dem Nichts taucht auf der linken Seite auf einmal das verheißungsvolle Schild mit der sagenumwobenen "6" auf.

Einen kurzen Schlenker noch und man blickt in die ersten Männergesichter. Die zuvor ausgestorbene Betonwüste Pattayas verwandelt sich schlagartig.


Die Soi 6 selbst ist relativ unspektakulär als Straße. Wie üblich gibt es auch hier trotz Verkehr keinen echten Bürgersteig, bzw. wird dieser als Ausstellungsfläche der Gewerbe benutzt. Auf diesem Bild erkennt man auch relativ gut das rasche Ende der Straße. Unbegrenzt sind die Möglichkeiten hier also auch nicht!


Martl wies mich alsdann in die Strategie für die Soi 6 ein. Diese lautete, dass man an den Bars vorüber geht und die dort aufgereihten Damen (oder damenhafte Herren) auf interessante Merkmale hin überprüft und sie bei Gefallen zum Hineingehen auffordert, wenn man nicht selbst vorher schon von der Straße irgendwo hinein gezerrt wurde. In der Bar selbst würde man dann die Gelegeheit haben, sich bei Bedarf näher miteinander bekannt zu machen und dann sofort zum Akt überzugehen in den bereitstehenden Zimmern. Zu diesem Teil kommen wir aber gleich noch.

Ich folgte dem Experten auf seinem prüfenden Rundgang, aber meine Probleme waren wieder einmal die üblichen. Es gefiel mir einfach keine der anwesenden Damen in einem Maße, dass ich mich in näherem Kontakt mit ihr sehen konnte. Die optisch scharfen Frauen waren wieder einmal die in mehr als ausreichender Anzahl vorhandenen Ladyboys. Die anderen Arbeiterinnen sahen für mich trotz unterschiedlicher Uniform von Bar zu Bar eigentlich immer gleich aus. Um es vorweg zu nehmen, würde sich dieses Problem auch in diesen letzten beiden Tagen nicht mehr lösen und ich musste wieder tricksen. :saufen:

Wir steuerten die in diesem Forum so überaus beliebte "Soho Bar" an und setzten uns für ein Paar Getränke an den Tresen, an dem auch Betreiber Olli am Notebook für gute Musik nach europäischen Chartsmuster sorgte. In den Bars selbst ist es ausgesprochen dunkel, was einen praktischen Hintergrund haben dürfte. Zwar bin ich mir nicht ganz sicher, aber es könnte im Interesse der Gäste sein, dass nicht jedes Detail während ihres Aufenthalts mit Scheinwerferlicht ausgeleuchtet wird. :mrgreen: Allerdings war ich überaus erfreut über den klimatisierten Raum, der sich ansonsten in einem guten bis neuwertigen Zustand präsentierte. Eine beinahe rundum gelungene Bar...


Nach der schnellen Erfrischung war es nun Zeit zu handeln. Ich war mir nicht sicher, ob ich mich dafür schon ausreichend betankt hatte, aber die Zeit tickte unaufhaltsam gegen uns. Martl wollte bekanntlich die noch frischen Girls, ich wollte schlicht und ergreifend ein Girl. Wir machten einen erneuten Rundgang und Martl durfte sich von mir aus seine Auserwählte an Land ziehen, während ich noch in der Findungsphase befindlich war. Als er jedoch eine akzeptable Auswahl auf dem Rückweg erspäht hatte, wurde ich gleich von einer Kollegin abgegriffen und mit in das Innere der Bar gezerrt. Ich teilte Martl schon beim Hineingehen mit, dass mir die offensive Dame überhaupt nicht gefallen hätte, aber lies mich zum Hinsetzen überreden. Wir setzten uns also im Viererpack an eine am Eingang gelegene, halbrunde Sitzecke. In der Bar selbst war es wieder angenehm kühl und ziemlich dunkel.

Nachdem uns die ersten Getränke von den Mädels gebracht wurden, musste ich mich erst einmal orientieren und harrte der Dinge, die da kommen würden. Obwohl ich eigentlich weg wollte, behielt mich die offensive Lady im Visier und achtete darauf, dass ich ja nicht auf dumme Gedanken komme. So richtig wusste ich mit ihr auch nichts anzufangen und wir tauschten zunächst die Personalien aus und übten uns im Smalltalk. Mein Reiseführer hatte den Bogen eher raus als ich, denn ohne lange Umschweife begann seine Lady mit der Bearbeitung wichtiger Körperregionen.

Dem wollte meine Dame natürlich in nichts nachstehen, aber ich konnte sie gerade noch rechtzeitig stoppen, denn darauf hatte ich hier, jetzt und mit ihr überhaupt keine Lust. Um mich trotzdem etwas bei Laune zu halten, verharrte sie auf meinem Schoß sitzend und begann ihre Vorzüge aufzulisten, die mit "you can fuck me in the ass" begannen und mit "I have a surprise for you" endeten. Alles zusammen würde sie mir "upstairs" zeigen wollen gegen eine geringe Gebühr von 700 THB für bis zu einer Stunde + 300 THB Raummiete. Nach dem "surprise" frage ich noch ganz neugierig, aber sie erwiderte geschäftstüchtig, dass sie darauf nicht antworten könne, denn sonst wäre es schließlich kein "surprise" mehr. Wo sie Recht hat, hat sie Recht. :tu:

In der Zwischenzeit hatte ich mein zweites Bier fast im Eiltempo geleert, doch Martl schien an seiner Dame einen Schwangerschaftsstreifen gefunden zu haben und ließ ohne Umwege eine jüngere Kollegin im Austausch kommen. Man darf sich ja nicht unter Wert verkaufen! Letztlich willigte er ein und teilte mir mit, sich jetzt von ihr vergnügen zu lassen. In der Folge war ich auf mich alleine gestellt und wog die Optionen ab.

Option 1 sah so aus. Im Nachhinein weiß ich gar nicht, was ich im ersten Moment gegen sie hatte. Sie sieht doch ganz nett aus.


Um noch etwas schlüssigere Argumente zu haben, ließ ich mir von Option 1 die Oberweite, welche ich als thaiuntypisch erkannt haben wollte, gegen Bezahlung eines Ladydrinks präsentieren. Mein Kennerblick ließ mich in diesem Punkt nicht im Stich, denn das Mädel hatte eine wunderbare Brust. Da konnte man sagen, was man wollte. Hier war ein wirklich überzeugendes Argument geliefert worden!


Ein oder zwei weitere Biere und damit die letzten Hindernisse hinweg getrunken, willigte ich ihrem diabolischen Plan ein und war gespannt, was sie mir wohl als Überraschung präsentieren würde. Der erste und mit hoher Spannung erwartete Besuch eines Short Time Zimmers in der Soi 6 sollte folgen...
 


Es war eigentlich noch ein viel authentischeres Feeling von Soi 6 ST Zimmer als das, was ich mir ausgemalt hatte. Ich war hocherfreut, per Zufall diese Bar und deren darüber liegenden Zimmer ausgewählt zu haben, denn hier sagten sich noch Ratte und Kakerlake gute Nacht. Über solche Details kann ich mich wirklich freuen und war begeistert, es in Bildern festhalten zu können. Im Ernst.

Gleich an der Hintertüre, die über abgebildeten Zugang zum ST Zimmer- Bereich führt, geht man an der Müllhalde der Bar auf dem versifften und übel riechenden Boden wieder in den Innenbereich eine Treppe hinauf. Ich wusste, dass mir ein Abenteuer bevor stand.


Zunächst musste ich wegen der Getränke die Toilette besuchen, die durch eine Wand getrennt von der Dusche lag. Spätestens in diesem Moment dürfte klar sein, dass nicht sehr viel von den vorab an der Kasse entrichteten 300 THB Raummiete in die Instandhaltung fließen.


Abfluss im Boden der Toilette. Die Dusche, von der ich leider keine Bilder habe, hatte nicht mal einen Abfluss im Boden, sondern dort diente ein Loch in der Wand zu diesem Zwecke.


Meine Auserwählte, von der ich weder Namen noch Alter in Erinnerung behalten habe, hatte sich unterdessen einen Raum ausgesucht, der nicht in Gebrauch war. Von dort im 1.OG blickte ich aus dem Fenster und sah die gegenüberliegenden Bars, die heute laute Musik spielten, was angeblich eine Besonderheit darstellte.


Den Raum selber habe ich in aller Ausführlichkeit unter die Lupe genommen und es gab an jedem Möbelstück und jedem Detail interessante Sachen zu entdecken. Mich faszinierte das alles auf einmal nur noch. :bravo:

Spiegel über dem Bett. In einer anderen Bar soll es gar gänzlich verspiegelte Räume geben.


Das Bett selbst war noch gebrauchter als es hier den Anschein macht. Nach unserem Boomboom strich meine Dienstleisterin einfach nur die oberste Decke glatt und überließ dem nächsten Paar die Hinterlassenschaften. Ich möchte nicht wissen, mit wie vielen verschiedenen Kerlen ich über diverse Flecken in Berührung gekommen bin. Brrrrrrrrrr.:shake:


Was sich in diesem Schrank und der Kommode befand, würde ich leider nicht mehr herausfinden. Auffällig jedoch der mit Sicherheit von Frauenhand gewählte Raumschmuck.

In der pinkfarbenen Tasche auf dem Tisch befand sich eine große Auswahl verschiedener Kondome. Darüber hatte ich nie wirklich nachgedacht, aber das Mädel konnte anhand einer Sichtkontrolle die richtige Größe treffsicher auswählen und das Teil mit absoluter Sicherheit in 3 Sekunden anlegen. War sehr beeindruckend, da noch nie zuvor mit dieser Professionalität erlebt.


Der Ablauf war so, dass ich mich zunächst mit den Räumlichkeiten vertraut machen konnte, während sie die Toilette besuchte. Danach wurde mir ein Handtuch gereicht mit der Aufforderung, mich nun gemeinsam mit ihr zur Dusche zu begeben.

An dieser Stelle möchte ich jedem den wohl gemeinten Rat geben, entweder duschfeste Schuhe anzuziehen, oder ein Paar Duschlatschen mitzubringen, auch wenn es mehr als dämlich aussehen wird. Es ist keine Freude, hier barfuß herum zu laufen!


Die Dusche selbst war auch sehr gewöhnungsbedürftig. Es stand ein großer Bottich mit kaltem Wasser und einer Schöpfkelle darin. Zum Glück gab es auch eine Art Durchlauferhitzer, der an der Dusche angebracht war und so gab es wenigstens warmes Wasser, wenn auch nicht mit besonders hohem Druck. Das Loch in der Wand als Abfluss hatte ich bereits erwähnt. Ich musste mich um nichts selbst kümmern, da sie wohl meine Ratlosigkeit verstand und bereits hier Hand anlegte, um mich zu waschen. Nicht einmal das wurde mir jetzt noch zugetraut.

Dann gingen wir beide frisch geduscht ins Zimmer und zogen die Nummer durch. Alles in allem eine außerordentlich professionelle Veranstaltung, die sie mir bot. Zwischendurch klingelte mein Handy einige Male, aber Martl musste sich noch eine ziemliche Weile gedulden, bis der gewünschte Erfolg eintrat. Und jetzt kommt es: Ich habe glatt in der Aufregung vergessen, nach der Überraschung zu fragen! :cry: Selbst heute grübele ich darüber nach, was es wohl gewesen sein könnte, denn besonders überrascht war ich von diesem Aufenthalt nicht. Verdammt!

Das Ende der Veranstaltung war die Zahlung der 700 THB für die zuvorkommenden Dienste

Hinterher fragte ich noch nach einem Erinnerungsfoto. Martl sollte mir später vorwerfen, ich würde nicht nur auf Alte, sondern auch auf Dicke stehen. "Ich wollt's ja nicht sagen, aber die war ganz schön dick", lautete sein Kommentar. Einigermaßen gut gefallen hat es mir trotzdem und gerade weil so viele interessante Details an dem Ort verborgen waren und eben nicht der sterile Neubau mit perfekter Hygiene. Außerdem ist sie doch nicht dick, oder? :mrgreen:
 


Ich hoffe, dass ich meinen (verunglückten) Aufenthalt in Pattaya im Ansatz so unterhaltsam wie Du schildenrn werde. Same, same - but different.

Bin schon gespannt zu erfahren, woran es bei Dir gemangelt hat und ob es sich wieder normalisiert hat in den letzten Tagen.

Warum hängt denn in der Soho Bar eine 96er Flagge???

Rot steht ihr sehr viel besser als gelb-blau.
 
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