Ich war im vergangenen Jahr mit einer Reisegruppe in Japan und hatte mich im Vorfeld über P6-Möglichkeiten versucht schlau zu machen. Für uns Europäer ist es wohl am einfachsten in ein sogenanntes Soapland zu gehen. Unser Hotel war im Asakura-Viertel, wo es nur so von Touristen wimmelt. Das für uns interessantere ist das Yoshiwara-Viertel, das man von dort zu Fuß in ca. 30-40 min erreicht. Viele der Soaplands haben auf den Webseiten und wahrscheinlich auch in der Realität ein Motto, d.h. die Girls sind entweder als Schülerinnen, Krankenschwestern usw. mehr oder weniger bekleidet. Ich hatte im Vorfeld den Presidents Club mit laut Homepage eher reiferen Damen ausgewählt. Ich stehe hat auf die üppigen Formen gut gebauter Ü30-er.
An einem freien Nachmittag bin ich also los marschiert und fand den Club auch problemlos - eine unscheinbare Tür in einer ruhigen Seitenstraße. Nach dem ich geklingelt hatte, wurde sofort geöffnet und ich stand vor drei freundlichen Herren, die nach meinem Begehr fragten. Dabei legten sie mir einen Mappe mit Fotos anwesender Damen vor. Ich hatte bereits zuvor eine Auswahl getroffen und tatsächlich eine meiner Favoritinnen schien anwesend zu sein. Leider schien es nur so. Mir wurde beschieden, ich müsse ca. 1 Stunde warten. Wahrscheinlich kommt sie nur auf Zuruf zur Arbeit. Andere Damen? Leider alle ... belegt ... Eine Stunde wollte ich nicht warten. Also gegenseitig freundliche Verabschiedung und ich stand wieder auf der ruhigen Seitenstraße.
Einmal um die Ecke und ich stand auf einer gar nicht mehr ruhigen Hauptstraße mit zahlreichen blinkenden Neonreklamen für Soaplands. Vier Häuser und drei Soaplands, vor denen jeweils Herren in Anzügen herum standen, weiter nickte mir ein Anzugträger freundlich zu und deutete auf den Eingang. Also wenn ich schon mal hier bin, dachte ich und ging durch die Tür um von einem anderen Herren freundlich gebeten zu werden die Schuhe auszuziehen. Ich versuchte erst die Kostenfrage zu klären: 90 Minuten zu 300 €, also kein Schnäppchen. Also gut, ich zog meine Schuhe aus und wurde in eine Art Wartezimmer geleitet, in dem schon fünf oder sechs Einheimische auf Großbildschirme starrten und so taten, als interessierten sie sich für Autorennen. Man drückte mir auch hier eine Mappe mit Fotos in die Hand und bejahte meine Frage, ob auch wirklich alle abgebildeten Damen anwesend seien. Meine Wahl viel auf eine ca. 20- 25 jährige sehr schlanke, langhaarige Schönheit. Um es vorwegzunehmen: Fotos und Wirklichkeit stimmten überein. Danach hieß es eine Weile Autorennen gucken. Währenddessen wurde immer mal wieder einer der Mitgucker aufgefordert mitzukommen. Nach einer Viertelstunde auch ich. Im Flur - kein Witz - kniete einer der hier arbeitenden Herren hochgereckt vor mir und deutete auf eine schmale Treppe zur Linken auf deren oberem Absatz die Erwählte in einen Kimono gewandet freundlich lächelte. Also die Treppe hoch noch einmal um die Ecke und ich stand in einem recht großen Raum mit einer bereits gefüllten Badewanne, davor eine Badematte, einem Sofa und einem breiten Bett. Englisch war, wie ich schnell herausfand, nicht die Kernkompetenz der Dame. Sie bugsierte sie mich vor das Sofa und half mir beim ausziehen, legte meine Klamotten sorgfältig zusammen und zur Seite, wobei sie immer wieder zaghafte Lippenküsse gab. Dann schlüpfte sie aus ihrem Kimono, bedeutete mir mich aufs Sofa zu setzen und begann ihre katholisch-puristischen Französischkenntnisse zu demonstrieren. Sehr gut und ausdauernd aber auch keine Offenbarung. Nach einer Weile bat sie mich aufzustehen. Ab in die Wanne ... dachte ich. Aber sie zog mich zum Bett, ich legte mich flach, sie zog mir routiniert ein Kondom über und stieg auf. Ein durchaus angenehmer Ritt, bei dem meine Hände überall auf Wanderschaft gehen konnten, wobei das Spielen an ihren schönen Nippeln oder an der Klitoris irgendwelche Reaktionen ihrerseits hervorriefen. Ich bat sie gestenreich um einen Stellungswechsel. Von hinten? Nein, lieber auf Mission gehen. Sie war war recht ausdauernd. Schließlich wollte ich konnte aber nicht abschließen, legte mich nochmals auf den Rücken und bat um japanische Handarbeit. Sehr geschickt, die Kronjuwelen einbeziehend, erreichten sie und ich das gewünschte Ergebnis.
Der Rest ist schnell erzählt: aufstehen, Kimono anziehen, mir in die Klamotten helfen, Küsschen links, Küsschen rechts und ich stand wieder auf der Treppe. Also keine Aktion in der Badewanne. Der zuvor knieende Herr fragt diesmal stehend nach meinem Befinden, ich deutete auf meine Armbanduhr, die inzwischen gerade mal 50 - 60 Minuten später anzeigte, rieb Daumen und Zeigefinger meiner rechten Hand aneinander - er schien dieses international gängige Zeichen allerdings nicht verstehen zu wollen, ich zog meine Schuhe an und wieder von dannen.
Fazit: eine wirklich schöne Frau, ein freundlich-routinierter Service ... aber 300 € ??? Kann, sollte, muss man mal gemacht haben in Japan. Aber deswegen muss man nicht nach Japan fliegen. Den Namen des Clubs habe ich mir nicht gemerkt.
Übermorgen kommt meine Stamm-Thai wieder in die Gegend. Termin steht schon. Auch routiniert aber auch sehr anschmiegsam und die 150 € für die Stunde sind verglichen mit meinen Erfahrungen in Japan ein Schnäppchen.