Ich habe mal nachrecherchiert. Für mich ist da in erster Linie die Quelle interessant. Blick ist ein Boulevardmagazin und qualitativ in seiner sensationsheischenden Spräche und Aufmachung wohl eher auf dem Niveau einer Bild einzuordnen. Also kein Wunder, dass ein solcher Vorfall da so dermaßen aufgebauscht wir.
Im Jama Network, ein qualitativ zur Weltspitze gehörendes Fachjournal, wurde eine Studie veröffentlicht, die im Zeitraum 01.01.22 bis zum 31.12.23 alle medizinischen Notfälle (77.790) von 84 teilnehmenden Airlines. In der Summe kam es dabei in den 2 Jahren zu insgesamt 312 Todesfällen.
Ich verstehe nur zu gut, dass hier die Betroffenheit an Bord eines Flugzeuges mit einem verstorbenen Passagier beklemmend ist. Es liegt halt in der Natur des Menschen, auf so drastische Weise mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert zu werden.
Während meines Projekteinsatzes bei der LHT habe ich es selbst mitbekommen, wie ein Mann (Manager-Typ) zusammengebrochen und verstorben ist. Die Leiche wurde abgedeckt und es gab einen kleinen Sperrbereich. Da gehen einem schon mal andere Gedanken durch den Kopf.
Wer Interesse hat, mal einen Blick auf die Studie zu werfen, ich verlinke sie hier:
Medien, die qualitativ oberhalb vom Blick stehen, sehen hier einen alltäglichen Vorfall, der keiner Meldung bedarf. Lediglich die Oberösterreichischen Nachrichten sind sachlich auf diesen Vorfall eingegangen:
GENF. Ein ungewöhnliches Erlebnis hat ein 30-jähriger Schweizer auf seinem Rückflug von Saudi-Arabien in die Heimat gemacht.
www.nachrichten.at
Für die Fluggesellschaften gibt es hier seitens der IATA eigens für diesen Fall ausgearbeitete Richtlinien: