Luftfahrt News

Thai Air Asia streicht die folgenden Inlandsflüge: Chiang Mai, Phuket, Buri Ram, Chiang Rai, Hat Yai, Khon Kaen, Nakhon Si Thammarat, Surat Thani, Udon Thani!


Gemini:
Die betroffenen Destinationen weiterhin von folgenden Fluggesellschaften direkt ab Suvarnabhumi angeflogen: [1, 2]
  • Chiang Mai (CNX): Bedient durch Thai VietJet Air, Thai Airways und Bangkok Airways.
  • Phuket (HKT): Bedient durch Thai VietJet Air, Thai Airways und Bangkok Airways.
  • Buri Ram (BFV): Aktuell keine Alternative ab BKK. Thai AirAsia war die einzige Fluggesellschaft auf dieser spezifischen Route ab Suvarnabhumi.
  • Chiang Rai (CEI): Bedient durch Thai VietJet Air und Thai Airways.
  • Hat Yai (HDY): Bedient durch Thai VietJet Air und Thai Airways.
  • Khon Kaen (KKC): Bedient durch Thai VietJet Air und Thai Airways.
  • Nakhon Si Thammarat (NST): Bedient durch Thai VietJet Air.
  • Surat Thani (URT): Bedient durch Thai VietJet Air.
  • Udon Thani (UTH): Bedient durch Thai VietJet Air und Thai Airways. [1, 2, 3, 4, 5]
Wichtiger Hinweis zum Hub-Wechsel:
Thai AirAsia hat diese Flüge nicht ersatzlos gestrichen, sondern lediglich an ihren Haupt-Hub, den zweiten Bangkoker Flughafen Don Mueang (DMK), verlegt. Falls Sie bereits ein Ticket besitzen, können Sie Ihre Reise also alternativ von dort aus antreten. Von Don Mueang aus fliegen zudem auch andere Billigflieger wie Nok Air oder Thai Lion Air zu den meisten dieser Ziele. [1, 2, 3, 4, 5]
 
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Hier mal eine "saubere" Chronologie der Ereignisse von ChatGPT und eine Bewertung:

Ich habe mir die verfügbaren Berichte angesehen. Auffällig ist sofort, dass viele deutschsprachige Medien den Bericht von aeroTELEGRAPH praktisch unverändert übernommen haben, während Boulevardmedien die emotionalsten Passagen (»Panik«, »10 Stunden eingesperrt«, »Menschen kollabieren«) zusätzlich zugespitzt haben.
Aus den bisher belastbaren Informationen ergibt sich folgende Chronologie:

1. Der Flug verläuft zunächst völlig normal​

  • Emirates-Flug EK302 startet in Dubai mit Ziel Shanghai Pudong.
  • Eingesetzt wird ein Airbus A380 (Kennzeichen A6-EDV).
  • An Bord befinden sich 373 Passagiere.

2. Gewitter über Shanghai​

Kurz vor der geplanten Landung herrschen über Shanghai schwere Gewitter mit Starkregen. Der Anflug kann nicht sicher durchgeführt werden.
Bewertung:
Das ist ein völlig normaler Vorgang. Wetter ist weltweit einer der häufigsten Gründe für Ausweichlandungen.

3. Ausweichlandung in Hangzhou​

Die Crew entscheidet sich zur Ausweichlandung auf dem rund 170 km entfernten Flughafen Hangzhou.
Der A380 landet dort sicher gegen 21 Uhr Ortszeit.
Bewertung:
Aus flugbetrieblicher Sicht ist bis hierhin alles mustergültig.

4. Entscheidung: Passagiere bleiben an Bord​

Man geht zunächst davon aus, dass sich das Wetter in Shanghai relativ schnell bessern wird.
Deshalb:
  • bleiben die Passagiere sitzen,
  • Gepäck bleibt verladen,
  • der Flug soll möglichst bald weitergehen.
Das ist der erste kritische organisatorische Punkt.
Aus Sicht der Einsatzleitung ist diese Entscheidung nachvollziehbar:
Wenn die Wetterbesserung nach 30–60 Minuten eintritt, wäre ein Aussteigen der Passagiere wesentlich aufwendiger gewesen als einfach weiterzufliegen.
Das Problem war:
Die Wetterlage besserte sich eben nicht.

5. Crew erreicht Dienstzeitgrenze​

Während das Flugzeug wartet, läuft die gesetzlich zulässige Dienstzeit der Cockpit- und Kabinenbesatzung ab.
Nach den internationalen Vorschriften dürfen Piloten und Flugbegleiter ihre maximale Dienstzeit nicht überschreiten.
Die ursprüngliche Crew darf deshalb den Flug nicht mehr fortsetzen.
Wichtig:
Das ist keine bürokratische Schikane.
Diese Vorschriften existieren, um Übermüdung zu verhindern.

6. Ersatzcrew wird organisiert​

Emirates schickt eine Ersatzcrew aus Shanghai nach Hangzhou.
Nun tritt der zweite äußere Faktor auf:
Die gleichen Unwetter, die bereits den Flug verhindert hatten, verzögern auch den Transport der Ersatzbesatzung erheblich.
Damit beginnt eine klassische Kettenreaktion.

7. Klimaanlage fällt aus​

Im Laufe der Nacht kommt offenbar ein weiterer Faktor hinzu:
Die Klimatisierung funktioniert nicht mehr ausreichend.
Das ist technisch durchaus plausibel.
Ein A380 besitzt zwar leistungsfähige Klimaanlagen, diese beziehen ihre Energie jedoch normalerweise
  • von den Triebwerken,
  • vom Hilfstriebwerk (APU),
  • oder einer leistungsfähigen Bodenversorgung.
Steht ein Großraumflugzeug viele Stunden am Boden, können verschiedene betriebliche Einschränkungen auftreten:
  • begrenzte Bodenversorgung,
  • Vorgaben zum Betrieb der APU,
  • technische Probleme.
Nach den bisherigen Informationen kam zusätzlich tatsächlich noch ein technischer Defekt hinzu.

8. Medizinische Zwischenfälle​

Mit steigender Temperatur und stundenlangem Warten berichten Passagiere über
  • Kreislaufprobleme,
  • Unwohlsein,
  • mindestens eine kollabierte Person.
Rettungskräfte erscheinen am Flugzeug.

9. Ersatzcrew trifft ein​

Gegen vier Uhr morgens erreicht die neue Crew das Flugzeug.
Die Triebwerke werden erneut gestartet.
Jetzt scheint der Flug doch noch fortgesetzt werden zu können.

10. Technischer Defekt verhindert den Weiterflug​

Kurz darauf tritt ein weiterer technischer Defekt auf.
Das Flugzeug wird endgültig aus dem Verkehr genommen.
Der Flug wird annulliert.
Erst jetzt dürfen sämtliche Passagiere aussteigen und werden später weiterbefördert oder untergebracht.

Analyse der Ursachen​

Aus meiner Sicht handelt es sich nicht um eine einzelne Panne, sondern um eine Verkettung mehrerer voneinander unabhängiger Ereignisse:
FaktorVerantwortlichkeit
Gewitter in Shanghaihöhere Gewalt
Ausweichlandungrichtige Entscheidung
Passagiere an Bord gelassenorganisatorische Risikoentscheidung
Dienstzeit der Crew erreichtgesetzliche Vorschrift
Ersatzcrew verspätetFolge des Unwetters
Klimaproblemetechnischer bzw. betrieblicher Faktor
weiterer technischer Defektseparates technisches Ereignis

Was hätte man vermutlich anders machen können?​

Der entscheidende Punkt liegt meines Erachtens nicht bei der Ausweichlandung – die war richtig.
Kritischer ist die Entscheidung, die Passagiere an Bord zu lassen, obwohl die Dauer der Verzögerung zunehmend unklar wurde. Rückblickend wäre vermutlich ein früheres Aussteigen organisatorisch die bessere Lösung gewesen. Allerdings ist das eine Bewertung im Nachhinein. Im operativen Flugbetrieb muss die Einsatzleitung Entscheidungen auf Basis unvollständiger Informationen treffen.
 
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Blitz trifft Flugzeug

SWR-Sommerloch, aber ein guter Beitrag.

Das passiert statistisch gesehen mehrere Dutzend bis über 100 mal täglich. Von außen sieht es zwar beeindruckend aus, aber die meisten Passagiere werden es nicht einmal mitbekommen, außer vielleicht einem kurzen Aufleuchten. Flugzeuge sind Faradaysche Käfige. Trotz der Absicherungen kann es durchaus mal zu Störungen kommen und es gibt ein paar Vorfälle, die mit Blitzeinschlägen in Verbindung gebracht werden, aber der letzte direkt auf einen Blitzeinschlag beruhende Absturz liegt über 50 Jahre zurück:


Neuere Zwischenfälle:
Aeroflot-Flug 1492 (Mai 2019): Eine Suchoi Superjet 100 wurde kurz nach dem Start in Moskau von einem Blitz getroffen. Dies führte zu einem schwerwiegenden Ausfall des Autopiloten und der primären Funksysteme. Bei der anschließenden, extrem schweren Notlandung mit vollen Tanks fing das Flugzeug Feuer; 41 Menschen starben. Der Blitz war hier der Auslöser des Systemausfalls, die Katastrophe geschah jedoch durch die harte Landung. [1, 2, 3, 4, 5]
  • Aires-Flug 8250 (August 2010): Eine Boeing 737 brach bei der Landung auf der kolumbianischen Insel San Andrés in drei Teile. Der Pilot berichtete von einem Blitzeinschlag kurz vor der Landebahn. Zwei Passagiere starben. [1, 2, 3]
  • Bellview-Airlines-Flug 210 (Oktober 2005): Beim Absturz einer Boeing 737 in Nigeria mit 117 Toten vermuteten die Ermittler der Zivilluftfahrtbehörde einen Blitzeinschlag als primäre Absturzursache in einer schweren Gewitterzelle
 
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