Gambia Nun auch ein Gambiabericht von mir.

Paulus

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05.05.2015
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Ich habe nie etwas berichtet über Gambia, weil über das Land hier schon viel berichtet wurde. Aber nun möchte ich doch ein wenig schreiben. Zu viele haben hier Informationen gegeben, die für mich wertvoll waren. Nun möchte ich versuchen, etwas zurückzugeben. Aber das dürfte schwer werden. (Begründung siehe oben!). Ich war vom 19. Juli bis 27. Juli dort. Geflogen bin ich mit Brussels Airlines. Ist zwar nicht billig, aber zuverlässig. Mit anderen Fluggesellschaften hatte ich schon weniger Glück gehabt und den Ärger, den man haben kann, wenn etwas schief geht, muss man wegen dem Geld, das man vorher gespart hat, nicht haben. Gewohnt habe ich in Riyan Apartements und es ist tatsächlich girlfriendly. Vielen Dank an tamoi und Henry 1 für die Informationen über diese Anlage. Ich werde in den nächsten Tagen alles zusammentragen. Aber es möge bitte keiner von mir Fotos von den Mädchen erwarten. Das mögen die nicht besonders und das liegt auch daran, dass sich manche von denen im Netz wiederfanden. Das ist für diese Frauen mehr als unangenehm. Auch Bettdetails werde ich hier nicht wiedergeben. Das ist nicht meine Art. Man möge mir das verzeihen.
 
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Also gut! Fangen wir an. Am ersten Tag flog ich von Berlin ab. Einen Impfnachweis wollen sie für Gambia am Flughafen sehen. Hat man den nicht, muss man sich vorher testen lassen. Ich habe gelesen, dass einige Fluggesellschaften auch einen Test sehen wollen, wenn man geimpft ist. Das ist bei Brussels Airlines nicht der Fall gewesen.
In Brüssel sollte ich etwa 2,5 Stunden Aufenthalt haben. Als wir dann im Flugzeug saßen, hatten wir noch einmal 2 Stunden Aufenthalt. In Brüssel haben sie auch Personalmangel und das Gepäck konnte erst verspätet eingeladen werden. So kam ich zwei Stunden später in Banjul an. Der Flug dauerte etwa 6,5 Stunden.
In Banjul dann der mir schon bekannte Ablauf. Dazu kam, dass man bei der Einreise 20 Euro bezahlen darf und bei der Ausreise noch einmal. Nennen wir das mal Coronaabgabe. Es ging aber alles schnell. Selbst das Gepäck hatte ich bald und dann nervten wieder Gepäckträger und Taxifahrer. Ich habe bei der Buchung darum gebeten, dass man mich abholt. Hat gut geklappt.
Ich kann nur dazu raten, sich abholen zu lassen. Gambia ist im Verhältnis zu anderen Ländern ungefährlich und entspannt. Eine Garantie, dass nichts passiert, gibt es aber nicht. Die Taxifahrer, die ich kennengelernt habe, waren freundlich und brachten mich dorthin, wo ich wollte, so sie das auch selbst wussten. Manchmal habe ich denen gesagt, wo sie langfahren müssen und wenn einem das vom Flughafen aus passiert, könnte es spannend werden. Das faule Ei bei den Taxifahrern habe ich noch nicht gefunden. Aber es könnte eins geben. Die Menschen hier sind arm.
Ich buche meine Gambiareisen nicht mehr über Reisebüros. Die Flüge buche ich direkt bei den Fluggesellschaften und die Unterkunft reserviere direkt per Mail. In dem Zusammenhang kläre ich auch die Abholung vom Flugplatz ab.
Am Zielort angekommen, noch schnell etwas Geld gewechselt. Eine Wechselstube befindet sich in dem Gebäude, in dem sich auch das Riyan Apartements befindet.

Das ist der Eingangsbereich der Anlage.

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Unmittelbar links daneben befindet sich ein Supermarkt, der aber sehr teuer ist.

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Wenn man zur Straße geht, sich anschließend links halten. Etwa einhundert Meter laufen und man findet zwei preiswertere Supermärkte. Davor gibt es auch Obst- und Zigarettenverkäufer.

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Auf der rechten Seite vom Eingang des Riyan Apartements befindet sich ein Restaurant. Auch das Rendevous ist nicht günstig. Aber sehr sauber und das Personal ist freundlich.

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Geht man am Rendevous rechts vorbei, sieht man den Eingang zur Wechselstube.
Nachdem ich mein Geld hatte (1Euro sind etwa 50 Dalasi), meldete ich mich an und bekam die Zimmerschlüssel. Ich habe in der Nummer sechs gewohnt. Die Appartements, die zur Straße hin liegen (Das war bei mir der Fall!), sind für zwei Personen ausgelegt. Im hinteren Bereich der Anlage befindet sich ein Pool und dort gibt es Appartements für vier Personen.
Es war alles sauber und gemütlich. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Die Klimaanlage im Schlafzimmer lief ordentlich und geräuschlos. Ansonsten waren zusätzlich große Deckenventilatoren im Wohn- und Schlafzimmer vorhanden, die gute Arbeit leisteten.
Einräumen und duschen waren noch angesagt und anschließend schlief ich erst einmal tief und fest. Das war mein erster Tag. Morgen geht es weiter.
 
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Am zweiten Tag stand ich früh auf, nahm eine Kopie meines Reisepasses aus dem Safe und griff mir eins von den alten Handys. Dann ging ich erst einmal zu den Supermärkten, die einhundert Meter von der Anlage entfernt sind. Vor dem Supermarkt kaufte ich auch eine Staude Bananen und ging zurück. Den Jungs von der Security habe ich eine Büchse Cola geschenkt und auch der Frau von der Rezeption. Das mache ich immer so.
Die Leute, die im Hotel arbeiten, verdienen genauso wenig Geld, wie die anderen hier. Eine Büchse Cola kostet für uns nicht viel. Für die Menschen dort ist es teuer. Viele verdienen nur 2500 Dalasi im Monat. (Etwa 50 Euro) Cola trinken dort fast alle gern. Hin und wieder bringe ich den Angestellten etwas mit. Mal eine Cola für jeden oder ein Eis. Eis lieben die auch. So mache ich mich beliebt und wenn ich Hilfe brauchte, war stets jemand da. Obwohl meine Wohnung nur gereinigt wurde, wenn ich das wünschte, hingen dieses Mal jeden Tag frische Handtücher im Bad, weil ich auch die Reinigungsfrau nie vergaß. Sie wusste genau, wann ich unterwegs war. Dann wechselte sie die Handtücher.
Nun frühstückte ich, suchte mir ein Taxi und erklärte dem Fahrer, dass ich meinen Reisepass nicht bei mir habe, aber eine Sim-Karte benötige. Der brachte mich zu einem Shop von Africell. Karte und ein Guthaben von 400 Dalasi gab es schnell. Das erledigte die Verkäuferin. Ich habe ihr nur mein altes Handy überreicht. So war ich nicht nur vor Ort erreichbar. Auch nach Hause konnte ich jetzt billig telefonieren. Mein Smartphone liegt in Afrika auch immer im Safe. Ebenso das Geld. Ich buche nie ein Zimmer oder Appartement ohne Safe.
Ein Spaziergang am Strand bei leichtem Regen war nun eingeplant. In diesem Jahr hat es sehr viel geregnet. Ich bin immer in der Regenzeit hier. Dieses Jahr war der Regen extrem.
Wenn man vom Riyan zur Straße geht und die überquert, hält man sich rechts. Dann sieht man schon die Straße, die zum Strand führt. In zehn Minuten ist man dort. Der Checkpoint kann ohne Probleme passiert werden. Mehrere Hotelanlagen, wie das Palma Rima und die Calabash Residence befinden sich an der Straße . Am Ende der Straße befindet sich das Solomon’s.
Hier einige Bilder von der Straße und dem Strand. Hält man sich links, gelangt man nach einiger Zeit zum Poco Loco und später zum Senegambia Beach Hotel. Diese Strecke bin ich gelaufen und wieder zurück. Im Salomons aß ich Mittag und ging zurück, um ein wenig zu schlafen.
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Am Nachmittag traf ich mich mit meinem deutsch sprechenden Guide, um meine Touren abzusprechen. Wenn ich hier bin, buche ich nur über ihn. Es sind Touren, die ich bereits kenne, aber mich fasziniert das. Mein Guide war bei FTI angestellt. Nun arbeitet er auf eigene Rechnung, weil FTI sich zum großen Teil aus Gambia zurückgezogen hat. Im Laufe der Jahre hat sich zu ihm ein nahezu freundschaftliches Verhältnis entwickelt. Er ist verwitwet und hat drei Kinder.
Anschließend schlief ich, aß im Appartement etwas und drehte noch ein paar kurze Runden im Pool.

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Später machte ich mich zum Ausgang fertig. Die Frauen warteten. So dachte ich jedenfalls. Sie warteten aber an diesem Abend nicht oder es waren die falschen. Weder am Salomons noch im Poco Loco hatte ich Glück. Keine Dame zu finden, die mir zusagte. Darum ging ich wieder zurück und startete abends gegen 23 Uhr den nächsten Versuch. Es ging zum Eingang vom Strip. Den betrat ich aber nicht, ging stattdessen vorbei. Aber weder in der Nachfolgebar des Time Inn noch im Britania unternahm ich etwas. Was ich an dem Abend an Frauen sah, nenne ich einfach mal Karawane des Grauens, obwohl ich auch nicht wie Adonis aussehe und nicht mehr so ganz jung bin. So befand ich mich morgens um 3 Uhr wieder in meiner Wohnung im Bett und zwar allein. Morgen berichte ich mehr.
 
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Ich habe es heute noch geschafft, weiterzumachen. Also dann. Am dritten Tag wartete nach dem Frühstück mein Guide und es ging zum Viehmarkt. Hier kommen Nomaden her und verkaufen ihre Tiere. Wer es mag, kann auch Schlachtungen beobachten sowie die weitere Verarbeitung der Schlachtkörper. Hier nur ein paar Fotos von den zum Verkauf stehenden Rindern und Ziegen. Die Schafe habe ich mir geschenkt. Es sind auch von denen viele zu sehen.

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Der Trip dauerte nicht lange und ich konnte mich im Appartement fertig zur Mittagsrunde machen. Also trotz bedecktem Himmel Sonnencreme, Sonnenbrille und Kopfbedeckung umgepackt. Außerdem Autan gegen die Moskitos. Die werden zwar erst später aktiv, aber man weiß ja nie, wie lange man bleibt. Das alles sollte man auch in der Regenzeit nie vergessen, wenn man unterwegs ist. Ein Sonnenbrand in Afrika kann fieser sein als in Europa und auch in der Regenzeit sollte man die Kraft der Sonne nicht unterschätzen. Das habe ich nur einmal gemacht.
Im Salomons zu Mittag gegessen und dann die ersten Massagegirls gesehen. Wurde von denen auch angesprochen. Bei manchen sieht man schon an der Kleidung, dass es auch um mehr geht, wenn man nur will. Ich wollte nicht. Nach dem Essen eine der Liegen belegt. Eine Stunde gelegen und beobachtet. Ein junges Girl lag nicht weit weg von mir und beobachtete mich scharf. Aber die Kleine sagte mir nicht zu, obwohl sie mehrere Male aufstand und an mir vorbeiging, um zur Toilette zu gehen. Einmal grüßte sie kurz.
Als ich losging, verabschiedete ich mich im Vorbeigehen von ihr. Sie winkte mir zu. Dann noch einmal ein Massageangebot, das ich ablehnte und ab ging es in die Anlage. Es folgten zweiter Mittagsschlaf, Poolbesuch, Duschgang und Abgang zum Poco Loco. Hier habe ich versucht, eine der Angestellten anzubaggern. War unterhaltsam, aber erfolglos.
In meinem Appartement dann Abendbrot gegessen und mich für den späten Abend ausgeruht. Dann ausgehfertig gemacht und ein Taxi genommen. Im Time Inn war nichts los. Als ich im Britania aufschlug, kam der Regen und er kam richtig stark. Aber hier war mehr los. Die Quote Männer zu Frauen war nicht so gut für die Männer. Aber die Optik vieler Mädchen war an diesem Abend um einiges besser. Das galt für die jungen Küken und auch für die gehobeneren Jahrgänge.
Neben mir am Tresen stand ein Schotte, der hier lebte und mir ein Ohr abkaute, als er merkte, dass ich aus Deutschland kam. Dabei hatte ich nun gar keinen Bock darauf, mich im Afrikaurlaub mit der Gasproblematik des kommenden Winters in Deutschland auseinanderzusetzen. Dennoch blieb ich höflich und deutete an, dass ich wegen der lauten Musik nicht alles verstehe. Hin und wieder verzog ich mich zu den Torwächtern, um eine zu rauchen. Ja und dann sah ich sie. Eine für mich viel zu junge Frau in einem Kleid im Zebramuster. Eine sehr frauliche Figur, ohne pummelig zu sein. Der Hintern war prall, aber nicht zu prall. Dennoch typisch afrikanisch. Sie tanzte allein, rauchte Schischa und ging dann hoch zur VIP-Lounge. Ich dachte schon, dass ich sie nicht wiedersehe, aber dann war sie wieder da. Erneut verschwand sie. Dieses Mal nach draußen und sie kam wieder. Ich kam mir vor wie ein Teenager. Jedenfalls machte mein Herz einen Sprung. Dann nahm sie ihren Schirm und ging nach draußen. Ich hinterher und das war gut so. Sie wartete auf das Taxi, das man für sie gerufen hatte. Wegen des Regens stand ich unmittelbar neben ihr unter dem Dach und wagte es nicht, sie anzusprechen. Verrückt. Aber es war so. Dann traute ich mich doch und erntete das bezauberndste Lächeln seit langem. Eine Einladung zu einem Drink meinerseits folgte und wir waren wieder drinnen. Dem Schotten ein Zeichen des Abschieds gegeben und wir saßen in einer Ecke mit unseren Getränken. Den weiteren Verlauf des Abends schenke ich mir. Sie landete schließlich in meiner Ferienwohnung und es wurde eine heiße Restnacht, bei der ich mich wirklich wieder wie ein Zwanzigjähriger fühlte. Der nächste Teilbericht folgt dann morgen.
 
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Da bin ich wieder. Morgens war ich fix und fertig, musste aber aufstehen. Die nächste Tour war gebucht. Aber erst einmal machte ich uns ein Frühstück und mir wurde klar, dass wir über Geld noch gar nicht gesprochen hatten. Nach einiger Zeit wunderte ich mich, warum meine Schöne der Nacht nicht zum Frühstück erschien. Ich betrat das Schlafzimmer und war platt. Sie war schon geduscht, angezogen und machte gerade die Betten. Etwas, das ich so auch noch nicht erlebt hatte. Ich zog sie sanft zum Tisch und beim Frühstück kam ich auf das Thema Geld zu sprechen. Dabei erklärte ich , dass ich ihr gern ein Geschenk kaufen würde, aber nicht wüsste, was sie mag. Darum würde ich ihr lieber Geld geben, damit sie sich kaufen kann, was sie will. Die von mir angebotenen 2000 Dalasi akzeptierte sie lächelnd. Kein langes Gesicht oder Gemaule. Nach dem Frühstück begleitete ich sie nach draußen. Vor der Anlage stehen immer Taxis. Sie verhandelte lieb und nett mit dem Taxifahrer und handelte die Tour auf 150 Dalasi herunter. Da traf ich eine Entscheidung, die ich nicht bereute. Ich fragte sie, ob sie heute Abend Zeit für mich hat. Sie strahlte und nickte. Nun überreichte ich ihr dreihundert Dalasi für die Hin- und Rückfahrt mit dem Taxi. Sie trug übrigens nicht mehr das Zebrakleid. Am Tag sind die Frauen nicht so aufreizend angezogen. Die Religion!
Nun wurde es Zeit für mich. Die heutige Bootstour durch einen Seitenarm des Flusses begann bald! Mein Guide holte mich zehn Minuten später ab. Die Seitenarme des Gambiaflusses gehen durch Mangrovenwälder. Bei Ebbe werden von den Mangrovenstämmen die Austern abgepflückt und ausgeschält. Über das Fleisch dieser Austern wurde nichts erwähnt. Aber die Schalen werden von den Austernfischern getrocknet, gebleicht (auch mit Salz) und zu Viehfutter, Dünger und Baustoff weiterverarbeitet.

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Nach dieser kurzen Führung ging die Bootstour los.
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Hier eine Bucht, wo die reichen Engländer, Holländer und auch Gambier ihre Yachten ankern. Die Austernfischer, die auch die Bootstouren machen, freuen sich nicht gerade darüber. Vor allem, weil die Yachten auch vermietet werden und dadurch hier hin und wieder ziemlicher Trubel herrscht.
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Anschließend wurde ich noch zu einem großen Holzbau geführt. (Lamin Lodge) Dort kann man eine schöne Aussicht über das Mangrovengebiet genießen, wenn man bis nach oben geht.
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In meinem Appartement zurück, musste ich erst einmal duschen, essen und mich ausruhen. Dann ging es wieder zum Pool. Anschließend begann das Warten auf meine Lady. Die kam pünktlich, was wieder ein Novum für mich war. In den meisten Fällen ist in Afrika der Zeitpunkt einer Verabredung eher eine Empfehlung und muss nicht so exakt eingehalten werden. Wir sprechen hier von einer Toleranz von mehr als einer Stunde. Dieses Mal trug sie ein langes, rotes Kleid und mir fielen fast die Augen aus. (Den Jungs von der Security übrigens auch.)

Mit ihr folgte ein Spaziergang zum Strand, Abendbrot im Salomons, und ein Abendspaziergang am Strand. Dann ging es wieder zurück. Dieses Mal wurde die komplette Nacht heiß. Ich schlief anschließend mit ihr in meinem Arm wie ein Stein. Morgen geht es weiter.
 
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Du würdest dich wundern wie viele der Yachties in solchen Buchen "gestranded" sind. Die wirklich "Reichen" lassen ihre Boote in bewachten Marinas.
Das hat mir mein Betreuer auch so gesagt. Zurzeit ist die Regierung wohl dabei, das einzudämmen. Mögen sie Erfolg damit haben.
 
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Dann machen wir mal mit Tag 5 weiter. Am Morgen wurde ich von ihr geweckt. Ich hatte nicht bemerkt, dass sie schon auf war, so tief und fest habe ich geschlafen. Ich taumelte schlaftrunken in das Bad und als ich es wieder verließ, waren die Betten gemacht. Meine Tresorschlüssel hatte ich im Bademantel. Ich öffnete den Safe. Es fehlte nichts. Nun wusste ich endgültig, dass ich nicht nur eine ganz liebe und hübsche, sondern auch ehrliche Haut zu Gast hatte. Ich zog mich an und ging in die Küche. Die nächste Überraschung. Der Frühstückstisch war gedeckt. Sie hatte uns sogar Rührei gemacht und es schmeckte wunderbar. In der Küche hatte sie sich offensichtlich schnell zurechtgefunden. Ihre Perücke trug sie nicht. Das machte sie in der Wohnung schon einen Tag vorher nicht mehr, nachdem ich ihr gesagt hatte, dass sie ohne Haarteil sogar noch besser aussehen würde, was auch stimmte. Das rote Kleid trug sie auch nicht mehr und sah trotzdem toll aus. Am Tag wird man gerade die Frauen eher unauffällig bekleidet antreffen. Nun traf ich erneut eine Entscheidung. Ich wollte in diesem Jahr nicht nach weiteren Bekanntschaften in Gambia suchen. Was Besseres würde ich wohl kaum finden. Also fragte ich sie nach dem Frühstück, ob sie abends wieder Zeit für mich hat, was sie mit einem leisen Grinsen bejahte. Das Geld inclusive Taxigeld legte ich ihr unauffällig hin. Nach dem Frühstück brachte ich sie wieder zum Taxi und die nächste Tour wartete auf mich.

Dieses Mal ging es in den Bijilo Forest Park. Er steht unter Naturschutz. Es war angenehm kühl und unendlich still, was ich auch in den vergangenen Jahren schön fand. In der Regenzeit gibt es ohnehin nicht viele Touristen in Gambia und demzufolge auch nicht im Park. Mein Guide und ich waren allein. Affen konnte man dieses Mal leider nur ganz oben in den Bäumen sehen. Sind die Böden feucht, kommen sie nicht nach unten. So habe ich nur einen Tukan fotografiert. Die anderen Vögel waren entweder zu weit weg gewesen oder zu schnell verschwunden.
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Trotzdem ist der Park gerade für Waldliebhaber etwas. Ein paar Bilder habe ich hier anschließend eingefügt.
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Leider nahm man dem Park einen Teil der Flächen weg, weil ein riesiges Konferenzzentrum errichtet wurde. Chinesische Investoren sind für diesen riesigen Schandfleck aus Glas verantwortlich. Natürlich hat auch die ehemalige Regierung eine Aktie daran, dass das Ungeheuer gebaut wurde. Fotos davon habe ich mir geschenkt.
Dann war ich wieder im Appartement. (Duschen. Schlafen. Schwimmen. Warten.)
Als sie kam, fuhren wir zum Oasis. Das ist auch ein Appartementhotel in der Nähe des Strips. Hier wurde schon mehrfach davon berichtet. Rechts neben dem Oasis ist inzwischen ein riesiger Einkaufstempel entstanden, so wie wir ihn in jeder großen deutschen Stadt finden. Die oberen Etagen sind noch nicht ausgebaut. In der unteren Etage schlenderten wir etwas umher. Sie hatte den Wunsch, sich das einmal anzuschauen. Ich komme an so etwas nicht heran, aber den Gefallen tat ich ihr gern. In einem Fastfood Restaurant aßen wir etwas zu Abend. Auch nicht so mein Fall, aber sie war happy. Anschließend noch ein Eis und es ging zurück zu mir in die Wohnung. Es war wieder fantastisch.
Bis morgen!
 
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Diese Art von Urlaub ist ja richtig zum Entspannen. Man muss sich keine Gedanken machen ob am Abend was zum Bügeln findet, sich am Tag ne Tour gönnt ohne die Holde mitzunehmen.( hast du sie nie gefragt oder wollte sie nie mit)?
Da sie ja super ist im Bett nach deinen Worten, besser gehts nicht sag ich mal.
PS: Ich finde deinen Bericht richtig gut weil ich auch Entspannen kann:coool:
Sie wollte nicht. Hatte tagsüber andere Verpflichtungen (Job und kleines Kind.)
 
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Ich bin heute schon wieder da. Habe den sechsten Tag aufgeschrieben. An dieser Stelle sollte der Bericht des Tages später beginnen, aber es kam anders. Morgens um vier Uhr wurde ich wach. Das muss wohl daran gelegen haben, dass ich in den letzten zwei Nächten tief und traumlos schlief. Also stand ich auf und achtete darauf, meine Schöne nicht zu wecken, zog mir den Bademantel über, nahm Moskitospray, Zigaretten und eine eisgekühlte Cola. Dann setzte ich mich auf den Balkon. Nun folgte ein großartiges Kulturprogramm und mein Balkonplatz war die Loge.
Bevor ich darüber berichte, muss ich einleitend noch etwas zu den Gästen sagen. In den großen Häusern wohnten nur zwei Frauen aus England. Die anderen Häuser waren frei. In den Appartements oben, in denen ich wohnte, war noch ein weiteres besetzt. Die Nummer 5 und 6 sind meiner Meinung nach bei diesen Wohnungen die besten, weil man einen Eingang hat und einen schönen Balkon. Die anderen Wohnungen haben eine Art Terrasse. Dort befindet sich auch der entsprechende Eingang. Wenn man dort sitzt, gehen immer wieder Leute an einem vorbei. Das ist weniger schön. Direkt neben meinem Eingang begann die Reihe mit den entsprechenden Wohnungen und genau dort wohnten die ersten Tage zwei Herren. Sie kamen irgendwo aus Europa und waren etwas speziell. Nachts drehten sie den Fernseher auf und saßen draußen bei offener Tür. So hörten sie zumindest das Fernsehprogramm. Sie grölten bei Bier lautstark herum, so dass die Jungs von der Security hochkamen. Das waren mittelgroße, aber junge und durchtrainierte Männer. Sie brachten die Herren allein durch ihr Erscheinen zur Ruhe. An der Rezeption verhielten sich meine Nachbarn den dort arbeitenden Frauen gegenüber respektlos. Sie benahmen sich wie andalusische Großgrundbesitzer.
Als ich im Rendezvous mit einer Tasse Kaffee auf meinen Guide wegen Absprachen wartete, saßen die beiden ein Stück vor mir entfernt. Sie wollten rauchen, hatten aber kein Feuerzeug dabei. Da stand einer von denen auf, ging zu einem besetzten Tisch, nahm von dem dort sitzenden Mann ungefragt das Feuerzeug vom Platz, zündete sich die Zigarette an und warf ihm das Teil wieder wortlos hin. Dann setzte er sich und übergab seinem Kumpel die brennende Zigarette, damit er sich seine anzünden konnte. Nach einer halben Stunde wiederholte sich das Ganze. Diese Herren betrachtete ich seitdem mit etwas Aufmerksamkeit.
Nun zu dem Kulturprogramm. Ein alter, großer Mercedes hielt direkt unter meinem Balkon und zwei Frauen stiegen aus. An ihrer Kleidung konnte selbst der Laie die anschaffenden Frauen vom Straßenstrich erkennen. Ich bin nicht empfindlich, aber diese Damen, die ich betrachten durfte, hätte ich nicht einmal mit der Kneifzange angefasst. Der Fahrer stieg auch aus, blieb aber am Auto. Es war ein großer und kräftiger Kerl. Die Frauen stellten sich unten neben meinem Balkon auf und brüllten hoch. Gemeint waren die bereits beschriebenen Herren. Obwohl sie da waren, gaben die keinen Laut von sich. Nun versuchten die Damen in das Riyan zu kommen. Die Jungs von der Wache hinderten sie daran. Es gab einen morgendlichen Skandal, den man sich kaum vorstellen kann. Nach einer Weile zogen die Damen wüst schimpfend ab. Ich bin der englischen Sprache zwar mächtig, aber nicht so gut. Doch „fuck you“, „Motherfucker“ und „sun of a bitch“ verstehe ich schon. Das schrien sie jedenfalls zum Abschied zu den Herren hoch. Es folgten wüste Ankündigungen und Drohungen. Dann stiegen sie wieder ein und fuhren ab. Es war wieder Ruhe.
Ich ging noch etwas schlafen. Am nächsten Morgen frühstückten mein schöner Gast und ich gemeinsam. Die nächste Einladung meinerseits folgte und dann brachte ich sie wieder zum Taxi. Als ich wieder hochging, standen gerade die Jungs von der Security vor dem Eingang meiner Nachbarn. Was besprochen wurde, wollte ich nicht wissen. Am Nachmittag hatte ich jedenfalls keine Nachbarn mehr.
Das Riyan ist wirklich girlfriendly und hat auch so eine Menge Annehmlichkeiten. (Zum Beispiel WLAN. Das ist nicht überall dabei.) Das Personal ist sehr freundlich, aber hier schien es irgendwo eine Grenze zu geben, wie anderswo auch. Kann natürlich auch sein, dass der Aufenthalt der beiden hier sowieso zu Ende war.
Nachdem mein Gast fort war, ging es für mich dieses Mal zu den Krokodilen (Katchikally Crocodile Pool). Das Streicheln eines Krokodils soll Glück bringen und darum war ich mal wieder mutig. Vorher besuchte ich das auf dem Gelände befindliche Museum.
Hier ist mein Glücksbringer.
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Der Rest war wieder wie am Tag vorher. Als meine Schöne erschien, ging es zum Salomons und dann in meine Wohnung. Der Rest war wie an den Vortagen. (Hammer!)
 
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Machen wir mit Tag sieben weiter. Gemeinsames Frühstück, Abfahrt meiner Urlaubsbekanntschaft und meine Abholung durch den Guide. Dieses Mal gab es eine Rundfahrt durch Banjul. Der Besuch des Albertmarktes war anschließend eingeplant. Es war die letzte, geplante Tour. Banjul ist nicht sehenswert. Nur die Arch 22 (Triumphbogen) ist hier erwähnenswert. Von oben hat man eine schöne Aussicht über Gambias Hauptstadt mit ca. 30000 Einwohner.
Hier der Triumphbogen.
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Hier einige Aufnahmen vom Albertmarkt. Es ist ein typischer, afrikanischer Markt, wo man vieles kaufen kann. Manche sagen, hier kann man alles kaufen. So weit lehne ich mich nicht hinaus. Aber niemals mit deutschen Märkten vergleichen! Wer deutsche Reinlichkeit möchte, darf nicht nach Afrika reisen und schon gar nicht die afrikanischen Märkte aufsuchen!
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Das Nationalmuseum habe ich dieses Mal nicht besucht. Erwähnenswert ist noch, dass ich auf dem Markt mit meinem Betreuer zwei Stunden länger zubringen musste, weil es anfing zu regnen. Die Planen über den Köpfen hielten das Wasser jedenfalls nicht und sind wohl auch eher als Sonnenschutz gedacht. Der Regen war vielleicht mit der Sintflut vergleichbar. Ich dachte, der Unterstand, unter dem wir saßen, schwimmt mitsamt den Bänken und uns davon.

Wieder in der Anlage alles so, wie die Tage zuvor bis zum Erscheinen meiner Schönen. Auch diese Nacht war so stark wie die Tage davor. Lediglich das Abendessen nahmen wir dieses Mal im Rendezvous ein. Außerdem verkündete mir meine Urlaubsliebe, dass sie am nächsten Tag den ganzen Tag Zeit für mich hätte. Wer hätte das gedacht? Ich hatte nichts dagegen. Morgen versuche ich dann, den Bericht zu beenden.
 
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