Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder ein alternativer Browser verwenden.
Philippinen / Luzon: 675 Kilometer in 4 Tagen mit dem Motorrad
Vor Bontoc sind wir an einem Punkt angekommen, wo wir den einzigen Fehler unserer Reise gemacht haben. Die Zeit stand bereits bei 1530 Uhr und wir wollten unbedingt Banaue vor Einbruch der Dunkelheit noch erreichen. Die Berge waren eingehüllt in tiefhängenden Wolken und es kam ein stürmischer Wind auf. Es machte den Anschein, als würde demnächst ein Unwetter aufkommen. Es wäre Fatal gewesen, die Strecke durch die Berge bei Nacht zu fahren. Aus diesem Grund liessen wir ein unnötiger Stress aufkommen. Der Regen wäre nur halb so wild gewesen, da sämtliches Gepäck wasserdicht verpackt gewesen war.
Die beste Entscheidung hätte gelautet, in Bontoc zu übernachten und von da aus einen kleinen Trip zu unternehmen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit haben wir es unterlassen, Bontoc und Umgebung zu besuchen und vermutlich so den schönsten Teil der Reise zu verpassen. Bontoc ist eine wunderschöne Stadt, welche durch einen Fluss in der Mitte getrennt ist. Eine grosse Brücke verbindet die Ortschaft.
Leider habe ich deshalb nicht ein Foto von Bontoc selbst und nur sehr wenige von der Anfahrt nach Banaue hinauf. Ich kann dem Member Finder nachträglich nur beisteuern, dass Bontoc und Umgebung mehr zu bieten hat, als Banaue selbst.
Fazit: Wenn jemand dieselbe Tour mal machen will, plant einen Tag mehr ein und übernachtet in Bontoc. Nicht zuletzt auch deshalb, da die Strecke von Baguio nach Bontoc seine Zeit und vor allem grosse Kräfte (geistig und körperlich) in Anspruch nimmt.
Von Bontoc nach Banaue benötigten wir knapp 2 Stunden. Wir waren schon ziemlich erschöpft von der langen Fahrt und es schlichen sich erste Fahrfehler ein. Langsam aber sicher wurde es gefährlich, nicht zuletzt aus dem Grunde, dass auf der Passhöhe dichter Nebel herrschte.
Auf der Bergspitze präsentierte uns die Natur ein unheimliches Schauspiel. Eine gigantische Radarstation (made in USA?), eingehüllt im Nebel, mitten in einem kleinen Dorf, wo Katzen, Hunde, Hühner und Kinder die Strasse prägten, und dazu die mysteriöse Stille.
Ankunft in Banaue, die Sonne hat wieder Vorderhand genommen. Genau so unheimlich wie das Wetter vor ein paar Kilometer noch war, so wunderschön blau ist der Himmel am Ziel. Genial, was die Natur hier veranstaltet hat .
Ein Hotel zu finden war kein Problem. Es gab mehrer Hotels, wo man Unterschlupf hätte finden können. Wir entschieden uns für das Banaue Hotel. Es lag perfekt auf einer Höhe und der Ausblick war einfach gigantisch. Wir buchten den Deluxe Room für 3000 Peso. Nicht gerade preiswert, aber der Balkon und das Panorama war das Geld schon wert.
wenn ich deine bilder richtig deute, ist die strecke mitlerweile durchgehend asphalt bzw. beton. ich habe irgendwie noch ne offroad strecke im kopf (bzw. damals im arsch)
wenn ich deine bilder richtig deute, ist die strecke mitlerweile durchgehend asphalt bzw. beton. ich habe irgendwie noch ne offroad strecke im kopf (bzw. damals im arsch)
Die Strecke von Baguio nach Banaue ist praktisch durchgehend asphaltiert. Es gibt ein paar wenige hundert Meter, wo es noch Schotter hat. Das grösste Problem oder Herausforderung sind die Erdrutsche. Auf der ganzen Strecke gab es bestimmt zehn Stellen, wo der ganze Hang auf der Strasse lag.
Oder dann gab es auch noch die Variante, dass es plötzlich hiess; no have Strasse !!! Aber auch hier gab es immer ein Durchkommen, wenn halt vielleicht auch etwas abenteuerlich.
Ziel war San Jose City. Wir wussten absolut nichts über die Strecke und sind gemäss Karte davon ausgegangen, dass sie primär flach und öde verlaufen wird. Zum Glück wurden wir eines Besseren belehrt.