Und nun ging es weiter mit dem Yango aber ohne Schlaf zum zentralen Busterminal.
Wer noch recht neu in Afrika ist und es sein erstes Mal ist kann da einen ganz schönen Schock bekommen. Jeder Nicht-Reisende versucht da irgendwie seinen Schnitt zu machen und etwas vom Kuchen abzubekommen.
Bei der Zufahrt wird das Auto schon fast gestürmt von Leuten, die dir noch ein Ticket vermitteln wollen. Jeder will dir natürlich mit dem Gepäck helfen. Allerlei Verkäufer wollen dir Kopfhörer, Snacks oder Früchte verkaufen…
Also es ist schon friedlich, aber Alles und Alle wuseln umher.
Zum Glück hatte ich schon Erfahrung von den Fährhafen zwischen Dar und Sansibar.
Also cool bleiben, Alles festhalten und sich langsam zum Bus vorarbeiten.
Auch hier fehlt etwas die deutsche Ordnung und Gründlichkeit
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Für den großen Koffer sollte ich dann nochmal 50 Kwacha zahlen, das Geld nahm aber anscheinend einer an, der das gar nicht durfte und bekam ziemlichen Ärger…
Irgendwann hatte ich auf Nachfrage dann endlich auch Quittungen für mein Gepäck, in der Hoffnung es am Zielbahnhof auch wiederzubekommen. Auf der Rückfahrt waren die halt leider aus. Noch schnell die wichtigsten Wertsachen in meinen kleinen Rucksack, denn der Flugzeug-Handgepäck-Trolley musste auch nach unten.
Als es dann los ging kam ich auch endlich dazu noch ein Hotel zu buchen. Auch hier hatte ich mich im Vorfeld natürlich schon etwas umgeschaut und informiert. Das Hotel, dass mir vom ersten Tag meiner Zambia- und Livingstone-Recherchen ins Auge gefallen ist, ist das Radisson Blue. Sehr neu wie ich es liebe, aber leider auch etwas außerhalb gelegen, deshalb dazu später mehr.
Es war Samstag und ich sollte erst am späteren Abend dort ankommen. Also warum „viel“ Geld für nur einen halben Tag in ein Hotel investieren, dass auch noch abseits vom Geschehen liegt. Also erstmal eine Nacht im zentral gelegenen Fairmount Hotel gebucht. In diesem Hotel soll dann auch eine angesagte Disko sein, die Freitag und Samstag offen hat.
Die Fahrt zog sich dann über ein paar kurze Zwischentops in den Städten dazwischen über rund 8 Stunden hin. Das hatte ich aus der Ferne etwas unterschätzt. Mein Zustand war dazu auch nicht hilfreich!
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Recht viel zu sehen gibt es nicht, hier ein Beispiel:
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Als wir dann endlich da waren erstmal Gepäck geben lassen und alle Offerten der Taxi Maffia abgewehrt. Yango oder andere Fahr-Apps gibt es dort nicht. Bisschen abseits dann doch mal mit einem ins Gespräch gekommen, denn irgendwie muss ich ja ins Hotel. Nach etwas feilschen dann für 80 oder 100 Kwacha auf ins Hotel. War nicht sehr weit.
Der Fahrer hat mir natürlich seine Nummer gegeben und seine ständig verfügbaren Dienste angepriesen.
- Das Fairmount Hotel
Sehr zentral gelegen, ein flacherer Komplex mit vielen Zimmern, aber die besten Tage hat es hinter sich. Mit ein bisschen Farbe in den Zimmern haben sie es optisch ansprechender gemacht, aber die Möbel etc. sind einfach alt und spärlich. Da müsste halt mal Geld in die Hand genommen und richtig renoviert werden.
Es war ja Trocken-, also Nebensaison und somit waren nur wenige Zimmer belegt.
Die Nacht kostete 75$. Der Manager on duty war sehr nett und bemüht. Hat mich sogar persönlich zum Zimmer gebracht. Als er meine ausbleibende Begeisterung sah hat er mir auch noch eine größere Suite angeboten und gezeigt. Die war aber genauso altmodisch und da waren dann Bett, Fernseher, etc. sogar noch in verschiedene Zimmer aufgeteilt.
Also hier geblieben:
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Der (elektronische) Safe war zu. Ich bat ihn um Öffnung. Nach einiger Zeit kam er zurück und entschuldigte sich, ich müsse für den „Schlüssel“ 100$ hinterlegen. Was? Er soll ihn ja nur kurz einmal aufmachen, dann kann ich den Code einstellen…
Hauspolitik, kann er leider nicht ändern. Egal, lass gut sein. War ihm sogar bisschen peinlich.
Ich endlich geduscht und wollte paar Stunden schlafen. Klingelt das Telefon. Es täte dem Manager leid und er würde mich gerne auf ein Abendessen im Restaurant einladen. Ja danke, mal schauen, aber lasst mich jetzt endlich schlafen…
Wecker gestellt, denn wenn ich jetzt zwei Tage durchschlafe ist es nicht zweckdienlich.
Dann Spätabends noch etwas raus, aber die Hauptstraße war nur schwach besucht. Paar hundert Meter südlich gelaufen, vor einem der wenige Restaurants auch einen richtigen Feger mit Wahnsinns Beinen gesehen (Typ Freelancer mit Handtäschen), aber als ich kehrt machte leider verschwunden. Kehrt habe ich leider zu früh gemacht, denn nach der unbelebten Kurve lagen 2 angesagte Bars/Clubs, die sich gelohnt hätten wie ich später erlebte. Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Also noch kurz ins ansässige „Hungry Lion“ (Fastfood)
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Ich erwähne das nur deshalb, weil es keine zwei Minuten gedauert hat und mir die Bedienung ihre Handynummer zugesteckt hat. War nicht mal hässlich. Also wenn man ein paar Tage da ist geht sicher auch einiges ohne Kwachas.
Zurück zum Hotel:
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…und in die Disko:
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Nachdem mich dann nicht die Stimmung da drin, sondern eher die Müdigkeit vom Hocker gehauen hat habe ich hier einen Schlussstrich gezogen und bin alleine und ungevögelt ins Bett
