Erster Arbeitstag in Singapur
After Work Session in Geylang
Der Tag begann mit einigen geschäftlichen Terminen über die Stadt verteilt. Trotz der extrem hohen Lebenshaltungskosten in Singapur ist das Taxifahren erschwinglich und sehr effizient.
Das letzte Meeting am Nachmittag beschleunigte ich ein wenig, da ich noch Pläne hatte: Geylang.
Das "offizielle und legalisierte Rotlichtviertel" Geylang besteht aus mehreren parallelverlaufenden Straßen, die "Lorongs". Ich glaube es gibt Brothels (hier "houses" genannt) von der Lorong 2 bis hoch zur Lorong 30!
In Geylang geht's bereits ab dem frühen Nachmittag los.
Ich ließ mich in die Lorong 20 fahren, weil ich die schon kannte.
Das Taxi ließ mich am Anfang der Straße raus und ich schlenderte die 20 hoch.
Das hier ist nicht die Soi Cowboy oder die Walking Street. Was es hier gibt sind dutzende ziemlich gleich aussehende Häuser mit einer Nummer versehen, die auf eine Kugel geschrieben ist. Von außen sieht man in der Regel sonst nix.
Also Backen zusammenkneifen und rein in eins der Häuser.
Eine Art Mamasan begrüßt mich mit einem sehr, sehr übersichtlichen English und fragt straight, was ich gerne möchte. Inzwischen kamen auch vier oder fünf Girls aus einer Türe und standen bissle dumm im Raum rum. Keine war älter als gefühlte 20. Alle chinesisch. Fast alle relativ hübsch.
Meine Antwort auf ihre Frage war "let's see later" und ich schnappte mir die am jüngsten aussehende bei der Hand und setzte mein schüchternes Lächeln auf.
Beim Zurücklächeln zog sie mich sofort in den Gang aus dem sie kam. Mehrere Zimmer reihten sich auf beiden Seiten. Alles war taghell und weiß mit einigen chinesischen Ornamenten.
Das Zimmer war sauber, hell, vollklimatisiert.
Die Kleine stellte sich vor mich, nahm mich wie eine Freundin in den Arm und küsste mich. "Thank you for choosing me". Wow. Das fängt gut an.
Nach einigen innigen Küssen begann sie mich langsam auszuziehen und schob mich unter die Dusche. Es folgte ein wirklich ewig langer und gut gemachter BJ mit Einseifen und Finger hinten drin.
Die anschließende Nummer auf dem Bett war ein eher durchschnittlicher Missionars-Akt.
Für 80 SGD (ca. 55 Euro) absolut ok.
Die Preise in Geylang unterliegen wohl einem ganz besonderen Schema:
Die 50 SGD-Kategorie befindet sich in den unteren Lorongs, so zwischen Lorong 8 und 12/14/16. Hier präsentieren sich meistens unansehnliche Thais in Fishbowls, also hinter Glaswänden. Hier kann man sich - trotz dem sonst so teurem Singapur - ab dem frühen Nachmittag für gerade mal 30 Euro seinen Spaß holen.
In den Lorongs zwischen 20 und 30 dagegen arbeiten die Chinesinnen für bis zu 150 SGD. Diese sind weit jünger und ansehnlicher als die Thais. Ausnahmen bestätigen diese Regel.
Teures Bar-Hopping
Den Abend verbrachte ich mit einem Freund, der in Singapur arbeitet. Mit ihm streifte ich durch einige der Bars, die derzeit "in" seien, wie das Level 33 (höchste Lokalbrauerei der Welt), die Loof Bar mit ihren Ledersofas, die gechillte Martini Bar im Raffles, die 1-Attitude Bar auf dem dritthöchsten Gebäude der Stadt.
Die Krönung war die Ce La Vi Sky Bar auf Marina Bay Sands. Der absolute Hammer.
Kleine Info: Wir bezahlten an diesem Abend abwechselnd, mal er mal ich. Alleine meine Ausgaben in den genannten vier Bars belief sich auf über 200 Euro. Insgesamt kostete uns zwei Personen der Abend ca. 400 Euro. Ohne LDs, BF oder ST/LT-Gebühren

. That's Singapur.
Apropos "that's Singapur"… noch eine lustige Begebenheit der Stadt:
Mein Hotel liegt direkt an der Orchard Road. Mit Fenster auf die selbige.
In der Nacht, so gegen halb vier morgens, erwachte ich durch eine mega Geräuschkulisse auf der Straße. Hörte sich an wie auf dem Hockenheimring. Als ich aus dem Fenster sah konnte ich gerade noch dutzende von Luxus-Sportwagen mit "leicht überhöhter Geschwindigkeit" vorbeirauschen sehen.
Am nächsten Morgen erzählte ich meinem Kumpel davon und der meinte: "Die superreichen Investment-Banker hier in der Stadt fahren alle die teuersten Sportwägen, können die Dinger aber wegen des Speedlimits im ganzen Land und dem dichten Verkehr nirgendwo so richtig ausfahren. Deshalb treffen die sich zu geheim abgesprochenen Uhrzeiten vor den Orchard Towers und brettern - noch bevor die Polizei darauf kommt - wie auf einer F1-Strecke die Orchard Road runter. Um diese Uhrzeit ist nichts los und sie können mal so richtig Gas geben. Bevor die Polizei irgendwas mitbekommt sind sie bereits in alle Himmelsrichtungen verschwunden und die Boliden stehen wieder in ihren Tiefgaragen".
Was für eine coole Nummer. Geheimes Canonball-Rennen auf der Orchard Road.