Dominikanische Republik Sosua, Dominikanische Republik 2012

Der Strand von Boca Chica II

Ich bekam den Tip, mich an der Strandbar mit dem rosa Schweinchen nieder zu lassen. Ab einer Rechnung für Essen und Getränke sind dort die Liegen gratis, für Wertsachen gibt es kleine abschließbare Fächer, und die Rechnung beinhaltet keine Steuern oder sonstige Zulagen. Dies ist wie mir gesagt wurde, bei den anderen Strandbutzen nicht immer so.


Abends, es wird ja momentan zeitig finster, stellen einige Strandbars auch Tische und Stühle fürs Abendessen direkt ans Wasser. Das hat schon was romantisches, aber wie man auf den Bildern sehen kann, nutzt niemand dieses Angebot.

 
  • Like
Reactions: 1 users
Bocca Chica, Frühstück

Natürlich kann man im Hotel frühstücken. Aber jeden Tag? Das wird auf Dauer etwas langweilig. Nicht weit weg vom Hotel ist Freddys Snack, ein Bäcker aus der Schweiz. Hier gibts vom Preis/Leistungsverhältnis her das beste Frühstück des Orts.


Für 190 Peso gibts 2Spiegeleier, ein paar Bratkartoffeln, etwas tot gebratenen Schinken, Brot, Butter und Marmelade. Im Preis inbegriffen ist ein Glas Orangensaft und eine Tasse Kaffee. Ebenfalls frühstücken geht aber auch auf der Duarte und beim rosa Schweinchen.

 
Abendessen, Party und Chicas in Bocca Chica

Ist Sosua die DDR, also die Deutsche Dominikanische Republik, so kann man Boca Chica getrost als das sizilianische Eck von Hispaniola bezeichnen. Von daher überwiegt beim Essen auch das Angebot an Pasta und Pizza.
Ganz gut und sehr preiswert zu Abend speisen kann man in der Pension Mozart, die nicht weit weg vom El Tronco ist. Ebenfalls gut gegessen habe ich im Schweinchen am Strand. Allerdings schließen diese zeitig, gegen 18.00 Uhr sollte man schon aufkreuzen.


Die meisten Kneipen findet man auf der Duarte. So richtig los geht’s da gegen sieben. Da wird die Straße gesperrt, und es werden jede Menge Tische und Stühle vor den Kneipen und Diskos aufgestellt. Gutes Essen gibts dort im Gusto tropical. Und ein weiteres Plus, auf der Speisekarte sind auch Fotos vom Essen. Für einen Fremdsprachenlegastheniker wie mich eine feine Sache.


Tja und irgend wann gibt es einen fließenden Übergang vom Essen zum Nachtleben. Da das gesamte Areal nicht allzu groß ist, findet man sich ohne große Erklärungen sofort problemlos zurecht. Notfalls helfen auch die Chicas. Irgendwann weit nach Mitternacht ist dann der Spaß auf der Straße vorbei. Wer halt immer noch, oder schon wieder auf der Suche nach einer Nachtbegleitung ist, die Disco hat länger offen.

 
  • Like
Reactions: 1 user
stimmt das? habe im internet gelesen, dass das passions geschlossen ist und der besitzer im gefängniss sitztß

Das Passions ist geschlossen, dass ist sicher.
Es wurde erzählt der Besitzer sitzt wegen Zwangsprostitution im Gefängnis in Puerto Plata. Inweiweit dies stimmt - keine Ahnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Fahrt nach Santo Domingo​

Irgendwann kommt wohl für jeden Gringo der Tag, wo er feststellt: Wenn ich heute wieder an den Strand gehe, habe ich am Abend kein Fell mehr. Man kann sich dann entweder an der Hotelbar den Tag schön saufen, oder man zieht mal los in die nächst größere Stadt. Im Fall Boca Chica ist dies Santo Domingo. Also habe ich mir vom Hotel die grobe Marschrichtung geben lassen und bin dann mal losgetigert.

Durch Boca Chica sieht man immer Busse mit dem Schild "Expresso Boca Chica" fahren. Bei einem solchen gibt man zu erkennen, daß man mit möchte, dann hält er an, richtige Haltestellen gibt es nicht. Kommt dann im Bus, der Fahrkartenverkäufer, sagt man nur das man nach Santo Domingo möchte, damit muss man erstmal nix zahlen. Im nächsten Örtchen, Andrés, ist dann erstmal Ende. Man steigt aus diesem Bus aus, und in den nächsten der fährt ein. Ist absolut kein Problem, der Fahrkartenverkäufer zeigt auf den Bus. Wenn dieser dann voll ist, also nach Fahrplan suchen is vollkommen falsch, fährt dieser dann los. Hier zahlt man auch den Fahrpreis, 70 Peso, weniger als 1,50 Euro. Beim Aussteigen läßt man sich vom Fahrkartenverkäufer helfen und fragt nach Conde, oder wer es vornehm braucht "Calle El Conde". Raus gelassen wird man dann doch an einer stark befahrenen Ecke in Santo Domingo, an einem Hügel oben ist ein Feuerwehrdepot, deren LKW's sind giftgrün lackiert, und irgendwas mit Bomberos steht an deren Depot. Das ist die falsche Richtung. Dann sieht man den Parque Independencia, der hat etwas von einem Memorial, Banause wie ich aber bin, weis ich nicht um was es da geht.


Und diesem Teil gegenüber ist das Cafe Grande, oder auch Pako genannt, und die Condo. Am Anfang kann man vom Souvenierzeugs bis zum Waschbecken alles kaufen, dann kommt man zu allerhand Castellozeugs, und die Straße endet am Rio Ozama. Bei meinem Besuch war gerade eines der Aida-Schiffe im Hafen, was mir den Vorteil verschaffte, daß sich nicht alle Irgend-etwas-wichtiges-und-was-du-unbedingt-für-dein-Weiterleben-brauchst-Verkäufer auf mich stürzten.

Ganz lustig ist auf der Strecke ein Platz wo alle Kinder Taubenfutter kaufen. Dieses legen sie sich dann auf Arme und Hände die sie weit ausstrecken. Und dann kommen halt die Tauben in ganzen Schwärmen ...



Ich bin dann auch noch in eine andere Richtung vorbei am Parque Independencia gelaufen, aber das kann ich nicht empfehlen. Der Verkehr ist Wahnsinn pur, laut und sowas von dreckig, das kennt man von Mitteleuropa nicht mehr. Geht es um die Kosten für Umweltschutz, sind wir ja schnell am schimpfen, aber an solchen Ecken wie Santo Domingo sieht man, daß dies mal kein zum Fenster raus geworfenes Geld ist.

Die Heimfahrt funktioniert dann auch wieder ziemlich einfach. Man stellt sich einfach an die Ecke wo man ausgestiegen ist und steigt wieder in einen Bus mit dem Schild Boca Chica Express ein. Zahlen braucht man erstmal wieder nix, man sagt halt nur das man nach Boca Chica will. Der Bus kurvt dann noch eine Weile durch Santo Domingo, und sammelt Fahrgäste ein, bevor es ins "Busdepot" geht, wo man zum als nächsten abfahrende Bus geleitet wird.

 
  • Like
Reactions: 1 users
Strandwandern, Palya Caribic, Playa Guayacanes, Juan Dolio I

Mal ein paar Stunden oder auch einen Tag am Strand im Liegestuhl verbringen ist ne feine Sache. Aber mir wirds dann doch schnell langweilig. Ich laufe aber sehr gern längere Strecken am Strand entlang. Je nach Laune springe ich dann mal ins Wasser, oder trinke eine Kleinigkeit an irgendeiner Strandbar. Das habe ich auch in Boca Chica versucht, jedoch endet da der Strand recht schnell. Zuerst kommt ein Privatstrand für die US-Neckermänner, und dann ist die Küste felsig. Nur mit leichten Turnschuhen unterwegs, bekommt man da schnell seine Grenzen aufgezeigt.


Die Landstraße ablatschen macht natürlich überhaupt keinen Spass, also ist es besser in Boca Chica hoch auf die Nationalstraße zu laufen und von dort den Bus in Richtung Juan Dolio, Romana zu nehmen. Bezahlt habe ich jedes Mal 30 Peso, also wesentlich weniger wie einen Euro. Die nächste Bademöglichkeit ist dann der Playa Caribic. An diesem Strand ist man ziemlich allein, die umliegenden Hotelanlagen sind alle platt. Eventuell ist am Wochenende dort noch was los, wenn die Städter aus der Umgegend sich dort nieder lassen. Der Strand ist ziemlich offen zum Meer, so das richtig schöne große Wellen zum plantschen rein kommen.


Möchte man aber strandwandern machen, muss man bis Playa Guayacanes mit dem Bus. Ab da kann man dann schon am Strand bis auf ein paar kleine Unterbrechungen ordentlich Strecke machen. So kann man problemlos den gesamten Strand von Juan Dolio ablaufen. Und den Rest des Ortes kann man sich eigentlich auch schenken.


Bei meiner Wanderung fand ich dann auch interessante Werbung für einen Club. Und da ich schon mal da war, ...

 
Strandwandern, Palya Caribic, Playa Guayacanes, Juan Dolio II

Allerdings war es zumindest zu Fuß schon ein ganzes Stück weiter wie auf dem Plakat angezeigt war. Unterwegs kam ich dann auch noch an einer Cabana vorbei, die natürlich auch von mir besucht wurde, zumindest aussen die Bar.


Cabanas sind einfach ausgedrückt Stundenhotels, es gibt welche mit ganz biederen Zimmern und aber auch welche mit ganz noblen Suiten. Teilweise gehen verheiratete Pärchen dahin, wenn sie mal von ihrer Großfamilie nicht während des Akts gestört werden wollen, oder es dem Ehemann mißfällt wenn die Schwiegermutter als Jurymitglied Haltungsnoten gibt. Es gibt aber auch welche, wo man auf Chicas trifft. So war es auch in Juan Dolio, aber da die Mädels mich optisch nicht vom Hocker hauten und auch so sich sehr passiv verhielten, bin ich halt weiter gezogen.


Irgendwann habe ich dann auch das MoMa's gefunden. Aber auch den Laden kann man getrost knicken. Positiv überrascht war ich, als der Barmann ein klein wenig deutsch konnte. Ich bekam von ihm mein Getränk, und dann kamen halt die Mädels vorbei, gaben artig Pfötchen und nannten noch ihren Namen, bevor sie wieder auf der Terrasse verschwanden.


Die Mädels waren auch ansehbar, aber jetzt ging halt das Gefeilsche mit der Kohle los. Und ich fragte echt zweimal. Und erhielt jedes Mal eine Antwort mit 5000. Ich kann jetzt nicht mal sagen, wie lang da eine Session mit einem Girl dort gedauert hätte, es hat mich auch nicht mehr interessiert. In Boca Chica sind lag der over-night-Tarif bei 2000 Peso. Als der Barmann merkte, daß die Aktien für seine Chicas und den Rest des Ladens ins bodenlose fielen, wollte er nochmal anfangen zu handeln, aber ich meinte halt nur: Lass gut sein mei Gudsder, wir beide kommen da nisch unter einen Hut. Ich hab halt dann meine Cola ausgetrunken, gezahlt und bin wieder zur Hauptstraße getrabt, wo ich dann auf den Bus nach Boca Chica gewartet habe.
 
  • Like
Reactions: 1 user
Einmal quer über die Insel

Nach der ersten Woche Boca Chica zog es mich dann hoch ins dominikanische Sodom und Gomorrah, sprich nach Sosua. Geplant war es eh. Also gings wieder mit dem kleinen Linienbus mit Umsteigen in Andres nach Santo Domingo. Für Reisegepäck haben die Busse auch eine Luke, wer den wohlhabenden heraus hängen lassen will, einfach 2 Plätze bezahlen, dann hat man die Klamotten neben sich.


Während der Fahrt fanden mich drei Chicas beautyful. Ok, sowas hört man gern, aber ich nehm mal an, die Mädels waren gerade klam bei Kasse. Schade, daß ich heute noch was Großes vor mir hatte, der Bus fährt ja auch an einer Cabana am Speckgürtel von Santo Domingo vorbei. Die Girls wären optisch ne Buchung wert gewesen.

Der Kassierer war wieder so nett, mir ein Zeichen an der Duarte in Santo Domingo zu geben. Von dort musste ich zum Haltepunkt von Caribe Tours. Sollte ich sowas noch mal machen, werde ich mir vorher einen Zettel mit dem Namen und der Adresse für die Taxifahrer machen. Die Hispaniolas sprechen das doch etwas anders aus als ich, deshalb gab es hier leichte Irritationen.


Schon mal unverständlich für die dortigen Taxitreiber war es wohl, das ich das erste blecherne Elend verschmähte. Beim nächsten dann gab es wie schon geschrieben das Problem der Verständigung. Zwischendurch glänzten in seinen Augen auch die Pesonoten, als er hörte ich wolle nach Sosua. Ich bezweifle aber, daß sein Vehikel die Tour ohne größere Reparaturen geschafft hätte. Auf jeden Fall habe ich dann den Busbahnhof erreicht. Natürlich hatte ich den Fahrpreis von 200 Peso im VORAUS (Wichtig) ausgehandelt.


Bei Caribe-Tours verlief dann alles professionell. Das Ticket für den nächst freien Bus gekauft, ich glaube es waren 330 Peso, also 6 - 7Eus, und die Wartezeit in einem Imbiss und klimatisiertem Warteraum verbracht. Ein paar Minuten vor Abfahrt bin ich dann zu den Bussen und hab mich mit meinem Ticket durchgefragt. Das Reisegepäck wird am Bus abgegeben, dafür erhält man ebenfalls ein Ticket für die Herausgabe in Sosua. Der Bus fuhr übrigens pünktlich los und hat eine Klimaanlage.

Die Fahrt übers Land geht ganz flott, und die Landschaft ist wirklich anschauenswert. Aber auch wenn der Bus nur einige wenige Stops macht, es sind halt schon ein paar Stunden Fahrt.


Die Haltestelle Sosua ist etwas auswärts in Los Charamicos. Dort geht dann ein ganz schönes Hauen und Stechen um jeden Fahrgast zwischen Motogonchos und Taxis los. Mit dem Moto zahlt man 50 Peso wenns finster ist, das Taxiangebot lag bei 150 Peso bis ins Atlantico. Wechselgeld hat von den Brüdern wie gewohnt keiner.

Bei der Heimfahrt plante ich mich in Santo Domingo vom Taxi zur Calle El Conde bringen lassen, diese Ecke fand ich etwas übersichtlicher um wieder in den Bus nach Boca Chica zu kommen.

Aber ich musste eigentlich gar nicht lange mit einem Taxifahrer handeln, und er fuhr mich für 1000 Peso gleich bis nach Boca Chica. Im Auto hab ich dann schon wieder mal einen Fehler gemacht, der wohl nur einem Gringo passieren kann, ich wollte mich angurten. Nur war halt mein Gurtschloss nicht mehr so ganz vollständig. Braucht kein Mensch, schließlich kann man den Gurt auch prima um die Handbremse wickeln.Der nächste Grinser ging mir übers Gesicht, als ich erfuhr, daß ich unterwegs mit 500 Peso in Vorkasse gehen muss. Der Corolla brauchte frisches Autogas.

Alles in allem waren die beiden Busfahrten kein Fehler, und sind bei ausreichend Urlaub eine nette Abwechslung. Wer aber nur 14 Tage auf der Insel ist, sollte sich solche Gimicks allerdings schenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: 1 users
Menü
Zurück
Oben Unten