Einmal quer über die Insel
Nach der ersten Woche Boca Chica zog es mich dann hoch ins dominikanische Sodom und Gomorrah, sprich nach Sosua. Geplant war es eh. Also gings wieder mit dem kleinen Linienbus mit Umsteigen in Andres nach Santo Domingo. Für Reisegepäck haben die Busse auch eine Luke, wer den wohlhabenden heraus hängen lassen will, einfach 2 Plätze bezahlen, dann hat man die Klamotten neben sich.
Während der Fahrt fanden mich drei Chicas beautyful. Ok, sowas hört man gern, aber ich nehm mal an, die Mädels waren gerade klam bei Kasse. Schade, daß ich heute noch was Großes vor mir hatte, der Bus fährt ja auch an einer Cabana am Speckgürtel von Santo Domingo vorbei. Die Girls wären optisch ne Buchung wert gewesen.
Der Kassierer war wieder so nett, mir ein Zeichen an der Duarte in Santo Domingo zu geben. Von dort musste ich zum Haltepunkt von Caribe Tours. Sollte ich sowas noch mal machen, werde ich mir vorher einen Zettel mit dem Namen und der Adresse für die Taxifahrer machen. Die Hispaniolas sprechen das doch etwas anders aus als ich, deshalb gab es hier leichte Irritationen.
Schon mal unverständlich für die dortigen Taxitreiber war es wohl, das ich das erste blecherne Elend verschmähte. Beim nächsten dann gab es wie schon geschrieben das Problem der Verständigung. Zwischendurch glänzten in seinen Augen auch die Pesonoten, als er hörte ich wolle nach Sosua. Ich bezweifle aber, daß sein Vehikel die Tour ohne größere Reparaturen geschafft hätte. Auf jeden Fall habe ich dann den Busbahnhof erreicht. Natürlich hatte ich den Fahrpreis von 200 Peso im VORAUS (Wichtig) ausgehandelt.
Bei Caribe-Tours verlief dann alles professionell. Das Ticket für den nächst freien Bus gekauft, ich glaube es waren 330 Peso, also 6 - 7Eus, und die Wartezeit in einem Imbiss und klimatisiertem Warteraum verbracht. Ein paar Minuten vor Abfahrt bin ich dann zu den Bussen und hab mich mit meinem Ticket durchgefragt. Das Reisegepäck wird am Bus abgegeben, dafür erhält man ebenfalls ein Ticket für die Herausgabe in Sosua. Der Bus fuhr übrigens pünktlich los und hat eine Klimaanlage.
Die Fahrt übers Land geht ganz flott, und die Landschaft ist wirklich anschauenswert. Aber auch wenn der Bus nur einige wenige Stops macht, es sind halt schon ein paar Stunden Fahrt.
Die Haltestelle Sosua ist etwas auswärts in Los Charamicos. Dort geht dann ein ganz schönes Hauen und Stechen um jeden Fahrgast zwischen Motogonchos und Taxis los. Mit dem Moto zahlt man 50 Peso wenns finster ist, das Taxiangebot lag bei 150 Peso bis ins Atlantico. Wechselgeld hat von den Brüdern wie gewohnt keiner.
Bei der Heimfahrt plante ich mich in Santo Domingo vom Taxi zur Calle El Conde bringen lassen, diese Ecke fand ich etwas übersichtlicher um wieder in den Bus nach Boca Chica zu kommen.
Aber ich musste eigentlich gar nicht lange mit einem Taxifahrer handeln, und er fuhr mich für 1000 Peso gleich bis nach Boca Chica. Im Auto hab ich dann schon wieder mal einen Fehler gemacht, der wohl nur einem Gringo passieren kann, ich wollte mich angurten. Nur war halt mein Gurtschloss nicht mehr so ganz vollständig. Braucht kein Mensch, schließlich kann man den Gurt auch prima um die Handbremse wickeln.Der nächste Grinser ging mir übers Gesicht, als ich erfuhr, daß ich unterwegs mit 500 Peso in Vorkasse gehen muss. Der Corolla brauchte frisches Autogas.
Alles in allem waren die beiden Busfahrten kein Fehler, und sind bei ausreichend Urlaub eine nette Abwechslung. Wer aber nur 14 Tage auf der Insel ist, sollte sich solche Gimicks allerdings schenken.