Ich interpretiere es für den Fall eines Auswanderers so, dass er nicht mit übertriebener Euphorie und rosaroter Brille in ein neues Land gehen sollte, sondern dass er vorsichtig bzw. bestenfalls vorsichtig optimistisch sein soll. Ansonsten kann er eine böse Überraschung erleben.
Das sehe ich identisch Deiner Interpretation.
Dingen gegenüber positiv eingestellt sein, ein waches Auge gegenüber Konfliktlagen und Problemen haben und konstruktiv umsetzen.
Die einen sind "Nonstopbedenkenträger", die anderen wiederum "alles geht eh gut, es ist egal, ich-werde-schon-sehen- Zeitgenossen" .
Ich denke wer nur Probleme sieht hat nicht die Energie sich Lösungen vorzustellen und wer wiederum einfach aufbricht ohne sich vorzubereiten, wird unter Umständen sein "blaues Wunder" erleben wobei ich "blaue Wunder" nicht brauche :).
Eigenverantwortlich agieren, sich auf sich selbst verlassen und eigene Absicherungsmechanismen anstreben, die checken lassen und dann aber auch Bedenken nicht als ein unüberwindliches Hindernis verstehen bei dem man vor lauter Angst vor Veränderungen autistische Züge annimmt.
Das etwa ist meine Haltung.
Ein gewisses Maß an Intelligenz ist auch ganz gut bei allem. Bei manchen die sich verabschieden ist hier wenig auf der Guthabenseite vorhanden. Youtubevideos zum Thema sind ganz nett, aber die Botschaft, die genaue materiell-rechtliche Lage und vielleicht auch etwas seriöse Fachexpertise sind zielführender.
Ich bin manchmal echt platt wie sorglos Menschen meinen, dass sie eh nie krank werden, das Finanzamt eh nicht erfährt was man macht, Unterhaltszahlungen auf die ein Berechtigter Anspruch hat eh nichts mehr wert sind wenn man mal weg ist, abgetaucht...
Es ist müßig. Mir fallen nur Stichpunkte ein. Kürzlich verreiste ein Bekannter von mir 6 Wochen nach Thailand und bedachte nicht seinen Autoschlüssel in Deutschland einem Bekannten zu hinterlassen. Da wurde dann gebaut in der Strasse und der Wagen umgesetzt. Das kann richtig teuer werden... nur ein Beispiel.
Man muss Dinge regeln, bevor man abreist. Aus Thailand ist das extrem schwer.
Auch die Unkenntnis einiger Kandidaten kann erstaunen: man bezieht ALG1 und geht einfach. Anstatt Ortsabwesenheit zu beantragen... die Strafanzeige wegen Sozialversicherungsbetrug kann dann folgen.
Ich hätte zig solcher Beispiele die alle im Negativen zu buche schlagen können, wenn ein Kandidat nur noch an Party, Massagen und Meerwasser denkt bevor er abdampft...
Ich will doch hauptsächlich weg,
wegen dem Wetter.
Ich weiss, es wird auch in D wärmer ...
Dauert mir aber zu lange.

Du kannst es nicht lassen, gell? Über das Stöckchen springe ich nicht.
Auf der anderen Seite sollte er in seinem Heimatland ebenfalls kein blauäugiger Mitläufer sein, sondern bei Fehlentwicklungen nicht mit Kritik sparen.
Man kann alles immer verbessern. Ich meine etwas anderes. Konstruktiv ist gut, Wut nicht.