Welche aktuellen Infos gibt es zu dem aktuellen Verschwinden einer Boeing 737 K2 Airways Cargo über dem Arabischen Meer?
Am späten Dienstagabend, dem
7. Juli 2026, ist eine Frachtmaschine des Typs
Boeing 737-400 der pakistanischen Fluggesellschaft
K2 Airways (Flug KTA1732) auf dem Weg von Schardscha (VAE) nach Karatschi über dem Arabischen Meer spurlos von den Radarschirmen verschwunden.
Hier sind die sachlichen, durch offizielle Stellen (wie die Pakistan Airports Authority, PAA) und Fachmedien (u. a. Flightradar24) bestätigten Fakten zum Vorfall:
Der chronologische Ablauf des Vorfalls
- 21:18 Uhr Ortszeit (PKT): Die fünfköpfige pakistanische Besatzung meldet der Flugsicherung in Karatschi ein Problem mit dem Navigationssystem. Das Kontrollzentrum beginnt daraufhin, der Maschine per Funk Kursanweisungen zu geben.
- 21:21 Uhr Ortszeit (PKT): Nur drei Minuten nach der ersten Meldung bricht der Kontakt vollständig ab. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich das Flugzeug etwa 155 Seemeilen (ca. 287 Kilometer) west-südwestlich von Karatschi (nahe Ormara, Belutschistan) über dem offenen Meer.
Analyse der Telemetriedaten (Flightradar24)
Die vorläufigen ADS-B-Daten zeigen ein extremes und für Experten rätselhaftes Flugprofil in den letzten Minuten aus einer Reiseflughöhe von 35.000 Fuß:
- Die Maschine verlor zunächst rapide an Höhe (rund 5.000 Fuß in unter einer Minute).
- Es folgte ein plötzlicher, abrupter Gegenanstieg um etwa 6,000 Fuß in nur 30 Sekunden – vermutlich ein heftiger Abfangversuch der Crew, der laut Datenbasis zu einem Strömungsabriss (Stall) führte.
- Danach ging die Boeing in einen extrem steilen Sturzflug über. Der letzte empfangene Datenpunkt verortet das Flugzeug in einer Höhe von nur noch 1.100 Fuß über dem Meeresspiegel mit einer außergewöhnlich hohen Sinkrate von -22.400 Fuß pro Minute (ca. 250 km/h vertikale Sinkgeschwindigkeit).
Zudem verzeichneten Flightradar24-Daten kurz nach dem Start in Schardscha – wie bei vielen Flügen in dieser Region derzeit üblich – temporäre
GNSS-Störungen (GPS-Jamming). Ob ein Zusammenhang mit dem späteren Ausfall der Navigationsinstrumente besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Laufende Such- und Rettungsmaßnahmen
Die Pakistan Airports Authority hat umgehend das
Rescue Coordination Centre aktiviert. Es läuft eine koordinierte, behördenübergreifende Suchaktion auf Hochtouren:
- Seestreitkräfte: Die Fregatte PNS Zulfiqar der pakistanischen Marine wurde direkt zum vermuteten Absturzgebiet entsandt. Zudem wurde ein Handelsschiff (PNSC Lahore) zur Unterstützung umgeleitet.
- Luftaufklärung: Ein Seefernaufklärer vom Typ ATR der Marine (gestartet in Turbat) sowie ein SAAB-Überwachungsflugzeug der pakistanischen Luftwaffe suchen das Gebiet aus der Luft nach Trümmern ab.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden weder Wrackteile noch Lebenszeichen der fünf Besatzungsmitglieder (darunter Kapitän Muhammad Rizwan Idris und First Officer Faisal Jatui) gefunden. Da das Flugzeug im tiefen, offenen Gewässer sank, wird die Bergung der Flugschreiber (
Blackbox) für die endgültige Klärung der Unfallursache entscheidend sein.