Jedes noch so harmlose Strassenfest bei dem Du eine Bratwurst und ein Bier kaufen kannst ist eine kommerzielle Veranstaltung. Und da steht auch immer irgendwo ein Polizist oder Streifenwagen rum.
Bei wieviel Einsatzkräften wäre da jetzt die Grenze ab wann der Veranstalter zu zahlen hat und soll der Veranstalter zahlen wenn es vorher, während oder nachher zu Schlägereien kommt?
Die erste grüne Minna ist umsonst aber ab der zehnten gibt's Rabatt? Wird schwierig das alles in Gesetze zu zurren.
Ein paar Streifenwagen stehen immer irgendwo rum. Darum geht es ja nicht.
Ich würde die Grenze ganz einfach dort ziehen, wo die normale Belegschaft absehbar nicht ausreicht und zusätzliche Kräfte eingesetzt werden müssen.
Ob es nun ein Straßenfest, eine Open-Air-Konzert (wie. z.B. Wacken) oder ein Fußballspiel ist.
In Gesetze muss man da eigentlich gar nichts zurren. Die gesetzlichen Regelungen gibt es doch bereits.
Der Staat hat grundsätzlich die Entscheidungshoheit, ob er Veranstaltungen einer bestimmten Größe genehmigt, oder eben nicht. Ab einer bestimmten Größe kommen halt bei jeder Veranstaltung Auflagen dazu, bzgl. Sicherheitsmaßnahmen, Sicherheitskonzepten, etc. Das gilt bei Demos, Konzerten, Fußballspielen usw. erstmal für alle gleich und ist soweit wohl auch richtig und sinnvoll.
Es gibt auch nicht wirklich ein Recht auf Großveranstaltungen (abgesehen vom Demonstrationsrecht vielleicht).
Der Staat könnte also jetzt schon sagen: "Wir haben Sicherheitsbedenken und ohne eine tragfähiges Sicherheitskonzept innerhalb UND außerhalb des Veranstaltungsortes, gibt es keine Genehmigung. Zusätzliche Polizeikräfte stehen nicht zur Verfügung."
Das wird doch bei anderen Veranstaltungen, wo es absehbar zu Problemen kommt ggfs. auch getan.
Der einzige Grund, dass diese Regelung beim Fußball nicht angewandt wird, also Risikospiele einfach unterbunden werden, ist doch letztlich, dass die Politik es sich mit den Fans nicht verderben will.
Aber das rechtfertigt meiner Meinung nach noch nicht, dass der Steuerzahler die Einsätze bezahlen soll. Wir reden hier ja nicht von sporadischen Volksfesten, wo es evtl. mal um eine Ausnahme geht, sondern von regelmäßgen und kommerziellen Veranstaltungen, an denen sich die Veranstalter eine goldene Nase verdienen.
Ich oute mich als Dauerkartenbesitzer und Fan von Borussia Dortmund und es kotzt mich an wenn ich sehe was z.B. beim Revierderby los ist. Beim letzten waren glaube ich 3000 Polizisten im Einsatz. Ein Wahnsinn!!!
Ich bin absolut der Meinung das es so nicht weiter gehen kann. Eine finanzielle Beteiligung der Vereine mag die Kosten reduzieren aber das Problem löst es nicht. Den Leuten, die Radale wollen ist es egal ob die Vereine zahlen müssen oder nicht. Erst wenn man diesen Idioten an den Geldbeutel geht und sie in die Haftung nimmt wird es vielleicht besser.
Vollkommen richtig, das Problem löst das nicht, aber es wäre wenigstens etwas gerechter, wenn die, die von den Veranstaltungen finanziell profitieren, auch die Kosten tragen.
Dein Beispiel mit dem Revierderby ist doch das beste Beispiel dafür, dass es tatsächlich ein Sicherheitsproblem gibt, obwohl 3000(!) Polizisten im Einsatz sind.
Wäre es aus Sicht der Behörden unter Sicherheitsaspekten dann nicht eigentlich der logische Schluß solche Spiele zu untersagen, bzw. nur als Geisterspiele zu genehmigen?
Das würde die Kostenfrage klären und dem Staat wäre es wohl weitgehend egal (mal davon abgesehen, dass der zuständige innenminister bei der nächsten Wahl nicht anzutreten bräuchte).
Nur die Fans würden zusammen mit den Vereinen und dem DFB kotzen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Aus staatlicher Sicht spräche also wenig dagegen Geisterspiele zu veranstalten. Darauf zu bestehen, dass die Kosten für die Sicherheit dann auch noch aus den ohnehin Klammen Staatskassen bezahlt werden sollen, macht es vermutlich nicht attraktiver.