Myanmar BURMA aka Myanmar - Eine Hommage - 12 Tage im wahren Land des Lächelns

Burma Tag 4 - Bagan

Ich hatte uns den Luxus gegönnt mit KBZ den Flug um 8:40h statt, wie mit allen anderen Airlines, um 6 Uhr zu fliegen und dies kostete dann 16 U$ mehr für uns beide, KBZ ist sicherlich auch etwas besser als andere domestic Airlines, erinnern stark an Bangkok Air.

Einchecken, Sicherheitscheck, etc, dauerte alles in allem vielleicht 20 Minuten, alles sehr entspannt und easy, in Yangon haben sie sogar noch Computer auf dem Flughafen, sonst wird alles handgeschrieben, jeder Fluggast kriegt, gut sichtbar einen Aufkleber der jeweiligen Airline mit Flugziel angeheftet, damit auch niemand in der oft 500 Quadratmeter großen Abflughalle verloren geht!

Wir kommen in Bagan an und ich zahle schon mal die zwei Tickets für die archäologischen Stätten (waren glaube ich 25.000 Kyat pro Person), braucht man praktisch in der gesamten Region.
Wir schnappen uns ein Taxi und ein Fremdenführer sitzt gleich auf dem Beifahrersitz, er ist ganz locker und wenig aufdringlich, fragt ob wir Interesse an einer geführten Tour hätten, hatte ich ohnehin fest eingeplant (ohne Führer verplempert man viel zu viel kostbare Zeit), als ich ein paar Ziele ansprechen will, fällt auf, das unser frisch gekaufter Reisführer im Flieger geblieben ist, da nimmt er einfach sein Telefon, ruft mal eben bei KBZ an und meint: No problem, I will get it later and bring you tomorrow!
Preis für Taxi und Führer abgeklärt, er meint 85.000 Kyat gesamt von früh morgens bis Sonnenuntergang, ist gebongt und er vom Fleck weg (zumindest für den nächsten Tag) engagiert (60 Euro!).

Wir kommen nach 20 Minuten Fahrzeit in New Bagan am Arthawka Hotel an und ich bin positiv überrascht, der Laden ist mal richtig klasse das Zimmer ist sehr groß, alles funktioniert - perfekt!
Hatte gedacht, nach anstrengenden Fahrradtouren in staubiger Hitze brauchen wir einen netten Pool am Nachmittag zum entspannen und habe auch keinen Bock weitere drei Tage aus dem Koffer auf engsten Raum zu leben.

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Die Internet Rezensionen auf Agoda sind zum Teil so ein Schwachsinn! (Zitat: Frühstücksraum hat den Charme einer Tiefgarage)

Ich dachte mir, mit E-Bikes meinen die solche Fahrräder mit Elektromotor (der sicher gleich nach fünf Minuten leer ist) und wir strampeln uns da einen ab, habe Schatzi schon darauf vorbereitet, gehe zur Rezeption während sie brav meinen Koffer auspackt und sage ich brauche 2 E-Bikes für den Rest vom Tag.
Die schickt mich vor das Hotel und ich muss breit grinsen, stehen doch da eine Reihe von Elektro-Scootern, die meine Vorstellungen doch weit übertrafen.
Schatzi hat wenig später richtig lauthals und voller Freude gelacht, dass sie nicht strampeln musste!

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Helme braucht es keine für die Dinger, schon mal gut, ich feiere meine E-Bike Premiere , schon irgendwie komisch, das Ding ist so windig und labberig gebaut, dass es immer eine gewisse Eigendynamik entwickelt, alles wackelt, scheppert, quietscht aber geil, die Mühle ist weit schneller, als ich zu hoffen gewagt hatte.
Ich summte mit über 50Km/h an ein paar verdutzen Motorbike Fahrern vorbei, dabei wild gestikulierend auf das Ding deutend und laut rufend:
This racing e-bike!
Wir fahren nach Old Bagan, links und rechts Stupas über Stupas, halten mal hier und da, der Hunger kommt, ich sehe ein Schild mit irgendwas River View Hotel und fahre mal da rein.
Super 5-Star Hotel, wir laufen durch bis zur Terrasse, mit traumhafter Aussicht über den mächtigen Irrawaddy sitzen wir unter riesigen Tamarinde Bäumen, unter uns die Bungalows direkt mit riverview, aus denen ältere Damen und Herren kommen, die allesamt besser gekleidet sind als unsereins.
Wir futtern ausgezeichneten Spicy Chickensalad, Curry, fried Rice, etc, alles in Allem zahle ich etwas über 30 U$ - kann man nicht meckern!

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Noch ein Foto von der Prince of Wales Suite gemacht (hätte der King Edward gewusst, dass das heute von Chinesen bewohnt wird!) und weiter geht's.

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Es ist nett, bei angenehmen Temperaturen lassen wir uns durch die phantastische Gegend treiben, das Licht wird warm und weich, wir fahren zur Ananda Pagoda und genießen einfach den Tag, ohne großartig die kunsthistorischen oder religösen Hintergründe zu recherchieren, wird einfach die Szenerie entspannt aufgesogen.

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An einer Pagode packt ein alter Mann seine Sandbilder aus, er erklärt uns wie er sie herstellt, dass er den Sand selbst aus dem Fluß holt, wie er Motive an Tempelwänden abpaust, etc.
Ich mag den irgendwie, sage Schatzi sie soll sich mal ein Bild aussuchen und zahle ihm 20.000 Kyat dafür ohne zu verhandeln.
Später findet man die gleichen Motive und Bilder dann wirklich an jeder Ecke und ich denke bald, ob die nicht alle irgendwo in einer Fabrik in China aus dem Tintenstrahldrucker laufen?

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Ich eiere mit dem Elektro-Dingens so einen, von Dornenbüschen gesäumten Sandweg entlang, der wohl sonst nur von den Pferdekutschen befahren wird, der Sand ist tief und der Scooter ist damit hoffnungslos überfordert, mit Schwung schlingert das Ding fast unkontrollierbar dann bleibt er einfach stehen, Schatzi muss runter und laufen, als der Sand dann noch tiefer wird, laufe ich Vollgas gebend neben der Krücke her und er schafft es gerade so.

Wir kommen an einer großen Pagode an und steigen die steilen Treppen hoch um die Aussicht zu genießen, leider weigert sich Schatzi dann doch, noch mal runter zu steigen um Bier zu holen, wäre auch zu schön gewesen!

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Die hat so lieb gelächelt, da hab ich dann doch noch einen 08/15 Tami (so nennt man den Longyi der Frauen) gekauft, der Liebenswürdigkeit der Menschen (auch wenn sie nicht jung und hübsch sind) ist manchmal nur schwer zu widerstehen.
Sie sind auf nicht aufdringlich oder fordernd.

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Auf dem Weg zurück zum Hotel noch ATM beehrt, Bier, Plätzchen, feuchte Tücher (ganz wichtig in Burma!) und anderen Krimskrams gekauft, gebe den Roller ab, duschen, etwas abhängen, Internet funktioniert und gehen dann einfach auf dem Dach im Hotelrestaurant essen, ist gut und dann tatsächlich sehr früh ins Bett.

 
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Burma Tag 5 - Bagan Teil I

Wir stehen gut gelaunt auf, genießen ein sehr gutes und reichhaltiges Frühstück, das keine Wünsche offen lässt mit perfektem, warmherzigen Service, um 7:05h betreten wir die Lobby und Guide samt Fahrer warten schon. Quick, quick! und ein paar Minuten später stehen wir auf einem Feld, welches -zig Ballone überfliegen auf dem Weg zu ihrem Landepunkt. Schatzi ist total geflasht, hat sie doch noch nie zuvor einen Heißluftballon gesehen und dann auch gleich noch so viele.

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Hatte eigentlich vorgehabt, ihr dieses Erlebnis zu ermöglichen, aber bei Preisen zwischen 320-380 U$ für rund 45 Minuten und das mal zwei, war sofort klar, das kommt gar nicht in die Tüte - ich zahle nun wirklich nicht 700 U$ für ein bisschen Ballon fahren.

Wir beginnen mit unserer Tagestour, mit Taxi und Guide ist das alles schon sehr viel bequemer, es ist Trockenzeit, in der Gegend ist es sehr, sehr trocken, manche Bäume haben ihre Blätter abgeworfen, andere haben wie bei uns Herbstfärbung, das Gras ist verbrannt, das Ganze ist eine sehr staubige Angelegenheit, noch dazu, da die Bodenverhältnisse hier nur Sand hergeben. Die Zuwege zu einzelnen Pagoden, Tempeln, anderen Stätten sind oft nur aus Sand, wird dieser von Autos und Bussen befahren, so gibt das eine halbwegs feste Fahrdecke, sind es aber kleinere Wege auf denen dann die horsecarts unterwegs sind, dann ist der Sand tiefgründig und kaum noch mit dem Elektro-Scooter zu befahren, dazu gilt es sehr penibel die Kamera vor dem feinen Sand zu schützen, meine hat ein staub- und spritzwassergeschütztes Profigehäuse, ich habe die immer in ein Handtuch eingewickelt und wische die mehrmals täglich mit feuchten Tüchern ab, Objektive werden unter solchen Bedingungen gar nicht gewechselt, trotzdem habe ich jetzt den Sensor verdreckt und Staub unter dem hinteren Display. Wer hier nicht sehr sorgfältig auf seine kleine Spiegelreflex aufpasst, der kann das Ding nachher in die Tonne kloppen.

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Wir fahren zu einer alten Pagode als nächstes, wir steigen hoch und außer uns ist nur ein junges Mädchen da, die auf Kundschaft für ihre Souvenirs wartet und haben eine wunderbare Aussicht im sanften, warmen Morgenlicht. Kokyaw, unser Guide will etwas über die historischen Hintergründe erzählen, welcher König wann, wie warum... - merkt aber gleich, dass hier nur (meinerseits) höflichkeitshalber, halbseiden Interesse vorgetäuscht wird und Pug auch nicht im geringsten versteht um was es überhaupt geht, also ich bin ja archäologisch durchaus interessiert, muss aber wirklich nicht von jeder einzelnen Ruine weltweit die detaillierte Agenda kennen, zudem mich ohnehin bald der Alzheimer einholt und dann alles für die Katz war. Über 3000 Steinhaufen auf dem Areal auswendig zu lernen geht auch schlecht in 2 1/2 Tagen? Die Szenerie ist jedoch beeindruckend, die Landschaft, die großen Bäume, dazwischen jahrtausende Jahre alte Bauten, so weit das Auge reicht, in alle Himmelrichtungen.

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Nun fahren wir weiter zur Shwezigon Pagoda, dem wohl wichtigsten und prachtvollsten Tempel in der ganzen Region, sie soll einen Knochen und einen Zahn Buddhas (ja noch einen) unschließen und geht auf die Gründer des Bagan Empire im 9ten Jahrhundert zurück. Wir sind da rein am frühen Morgen und waren praktisch mit die ersten Besucher, eine dreiviertel Stunde später treten sich da schon die Besuchergruppen gegenseitig auf die Füße, ein weiters Argument für einen Guide, die wissen wann man wo am richtigen Ort zu sein hat.

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Jetzt geht es noch zum Htilominlo Tempel, in dem sich interessante Lichtsituationen zum Fotografieren anbieten (Kokyaw versteht auch etwas von Fotografie und kann auch selbst die Kamera bedienen und die besten Perspektiven aufzeigen), ganz entspannt gehen wir durch den Tempel, auf der Rückseite verlassen wir das Areal und steigen durch enge Gänge auf ein Dach, von dem sich wieder tolle Ausblicke darbieten (wäre ich alleine nie darauf gekommen), bei all dem wird nicht versucht einen zu irgendwelchen Verwandten Souvenirhändlern zu schleppen oder an irgendwelchen Touristenfallen Kommissionen abzuschöpfen, wie das in vielen anderen Länder leider oft der Fall ist.

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Er fragt uns, ob wir Interesse hätten eine Lacquerware Werkstatt zu besuchen, um den Entstehungsprozess dieser speziellen Handwerkskunst aus Bagan kennenzulernen, er versichert, damit wäre kein Kauf erforderlich und er hätte auch nichts davon, was ich ihm glaube.
Wir fahren noch zu irgend einem Stupafeld und gehen etwas Spazieren, ich mache ein paar Fotos von Schatzi und vor einer Hütte stehen die typischen Schirme wohl zum Trockenen (auch eine Spezialität aus Bagan).

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Wir fahren in ein kleines Dorf und gehen Mittagessen, Speisekarte gibt es keine, natürlich sind Fahrer und Guide mit eingeladen, sie ziehen es aber vor separat von uns zu essen, sie sitzen mit einem weiteren Guide/Fahrer zusammen am runden Tisch (wohl wie bei uns der Stammtisch) auf dem Boden und essen mit den Fingern. Vor uns wird eine reihe Schüsselchen aufgebaut (typisch Curry, wie ich es auch von Sri Lanka kenne), mit allem Möglichen, Fisch, Fleisch, Gemüse, Undefinierbares, dazu gibt es Reis, alles wird probiert, alles schmeckt sehr gut. Die Rechnung kommt, ich zahle für 3 rice & curry, dazu Getränke, ich hatte nur Wasser, Schatzi eine Cola, keine Ahnung was die beiden hatten, aufgerundet 9000 Kyat (6,50€!) - boing!

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Alle waren knalle satt und von unserem Tisch hätten noch mal locker 2 Leute essen können!
 
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Burma Tag 5 - Bagan Teil 2

Wir hatten vorher verabredet, eine Mittagspause von 2 1/2 Stunden einzulegen, wir gehen ins Hotel etwas relaxen, duschen, Schatzi will etwas pennen, ich will an den Pool, ziehe die Badehose an, gehe bis zu den Knien rein und gleich wieder raus, das Wasser ist eiskalt, obwohl es sicher 30° C hat!
Zur Zeit bewegen sich die Temperaturen in Bagan nachts im einstelligen Bereich, außer ein paar wirklich abgehärteten Australier Kindern habe ich in dem Pool auch in drei Tagen niemand gesehen, auch wenn die Liegen zum Sonnen gerne genutzt wurden.

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Ich habe im Schatten etwas von einem Santa Claus in FC gelesen (FC Santos hat damit aber nichts zu tun), die zwischenzeitliche Idee Schatzi zu bespringen aus Bequemlichkeit wieder verworfen und um 14:30h soll es wieder losgehen und pünktlich wie die Maurer stehen die Beiden wieder vor der Tür.
Vor dem Essen wurde ich gefragt, ob wir an einer Bootstour ala romantischer Sunset-Cruise auf dem Irrawaddy Interesse hätten, mit Futter sollte die Nummer 30k kosten (21€) ich sagte, ich weis es noch nicht, dafür sagte ich aber schon mal für den folgenden Tag eine Tagestour an.

Nach dem Mittagessen ging erst noch einmal in einen weiteren, großen Tempel mit einem liegenden Buddha, damit war dann auch das Tagespensum an Buddhas und Stupas gedeckt und ein paar Meter weiter sind wir in die Kunsthandwerk Werkstatt einer örtlichen Laquerware Dynastie eingelaufen und dies wäre eigentlich schon einen eigenen Bericht wert und ich ärgere mich, nicht mehr Fotos dort gemacht zu haben, jedoch war der Chef und unser Instruktor und die ganze Lokalität so interessant, dass ich mich gerne seinen Schilderungen widmete und auch nicht die ganze Zeit als Knips-August da rumhüpfen wollte.

Die traditionelle Laquerware-Herstellung in Bagan ist eigentlich eine Handwerkskunst zur Produktion von Gefäßen, in unterschiedlichen Größen, für unterschiedliche Zwecke, in mehr oder weniger reichhaltigen Verzierungen.
Als Basis für die Gefäßherstellung dient Bambus und auch z.T. Rosshaar.

Bambus wird geschält, längs zerteilt, dann wird nur ein kleiner Teil des Inneren des Bambusrohres mit dem Messer in ca. 0,5mm starke oder dünne Streifen geschnitten in wenigen Millimetern bis 1cm breite Streifen.
Die Streifen werden nun einfach zusammengesteckt, dafür wird passgenau, beidseits eine dreieckige Kerbe eingeschnitten und End und Anfang des Streifens somit ineinander verhakt, auf diese Weise werden kunstvolle Gefäße in allen erdenklichen Größen und Formen geschaffen.

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Zum Teil werden Gefäße auch derart erschaffen, dass ein sehr filigranes Bambus-Gerüst mit Rosshaar verkleidet wird, diese Becher, etc. sind dann flexible, d.h. trotz späterer Lackierung lassen sie sich noch zusammendrücken, wie ein Gummibecher und dies, ohne dass der Lack bricht!

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Der Laquer ist ein Lack, der aus einem speziellen Baumharz gewonnen wird (fragt mich nicht), als Füller oder Bewehrung für den Lack wird Asche aus verbrannten Ochsenknochen eingemischt, der Lack dient nun erstmal dazu, das Bambuskonstrukt zu fixieren, dann wird Schicht für Schicht Lack aufgetragen, der mit weiteren Zuschlagstoffen/ Pigmenten eingefärbt ist und mit scharfen Klingen werden die Dekors eingeritzt, jede Lackschicht trocknet 1 Woche im Keller, unser Hausherr arbeitet immer mit 14 Lackschichten, andere nur mit 7.

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Anschließend wird der Lack mit Wasser und Holzkohlenasche geschliffen und poliert, wer mal mit eigenen Augen sieht, welcher unglaubliche Aufwand dahinter steckt und dann die dafür verlangten Verkaufspreise sieht, wird erstaunt sein.

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Dieser Laquerware-Betrieb ist sicher im Bereich Kunst anzusiedeln, dafür sind die Preise, verglichen mit der Massenware deutlich höher, ein Vielfaches aber trotzdem für unsere Maßstäbe nahezu lächerlich.
In seiner "Schatzkammer" sind keine Fotos erlaubt, da stehen wahre Preziosen, z.B. zwei identische, ca. 2m große Vasen in unglaublich filigraner und vielfältiger Verzierung, die Herstellung hat 7 Jahre gedauert, Arbeitsstunden sind hier nicht mehr bezifferbar, Preis pro Vase 3000 U$, wem dies gefällt und wer ein Vaible für diesen Stil hat, der kann hier geradezu ein Schnäppchen machen.

Wir saßen noch bei einem Tee zusammen und für mich war klar, dass ich da nichts kaufe, was auch ohne jede Aufdringlichkeit einfach akzeptiert wurde!

Ich habe ein Bedürfnis nach Entspannung und sage die Bootstour zu, unter der Bedingung, dass es da Bier gibt, was natürlich kein Problem darstellt, ein Handyanruf später fahren wir auch schon zu der Anlegestelle für die Boote, es wird Bier, Wasser und sonst etwas gekauft, auf dem Boot gibt es Nüsse mit dem traditionellen Beiwerk, Tamerind-Flakes (lecker!!!) und sonstiges Naschwerk.
Wir fahren etwas auf dem Irrawaddy, wegen dem Niedrigwasser sieht man aber hauptsächlich Uferböschung, andere Boote tun es uns gleich, wir reden etwas, dümpeln auf dem Fluß herum (viel und weit gefahren wird nicht), warten auf den Sonnenuntergang, der vom Ufer aus auch nicht anders ausgesehen hätte und beschließen somit fast den Tag.
Die Bootstour auf dem Irrawaddy kann man sich schenken, zumindest in der Trockenzeit, die Kitschbilder erspare ich euch.

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Schatzi und ich sind dann noch mal in den Supermarkt und sind dann noch mal losgelatscht was futtern, um anschließend doch noch etwas die Matratze zu testen und dann war auch schon bald wieder Tiefschlaf angesagt.




 
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Geil, noch Einer dem das Schatzi Ding auf die Eier geht (zumindest liest noch jemand mit)!

Das mit dem Schatzi ist so etwas wie ein uralter running gag, vielleicht erkläre ich das mal? :wink0:

Das Schatzi packt gerade ihren Koffer, Chiang Mai und das Grand Napat scheinen sich negativ auf ihre Gehirnfunktion auszuwirken, hier hatte ich sie das erste Mal ausgecheckt und wie es aussieht ist sie morgen vielleicht Geschichte?!

Mir ist schon klar, dass auf einem Fickforum, eine detaillierte Schilderung meiner multiplen threesomes in AC, am besten noch mit top ausgeleuchteten Fotos (die lieferbar wären) mehr Begeisterung finden würde und glaubt mir, ich habe in den letzten 6 Monaten bestimmt ausreichend gesoffen und rumgehurt und meine Gespielinnen auch nicht mit Erdnüssen oder Gummibärchen entlohnt (obwohle es manche verdient hätten).
Aber nun habe ich mir halt mal in den Kopf gesetzt einen Bericht über Burma aka Myanmar zu schreiben und nicht über die letzte Arschfickolympiade in sowieso und ab dafür!

Für diesen Bericht habe ich bis jetzt gewaltigen Stress verursacht, das Tapae Palace Hotel hat seit vorgestern neue Router, neuen Internetzugang und zusätzliche Steckdosen auf den Zimmern, ich habe trotzdem ausgecheckt und bin wieder ins Grand Napat gezogen, da habe ich die Rezeption x-mal genervt, den Router zu resetten und heute Mittag das Zimmer gewechselt, Part 1 und 2 von Tag 5 in Burma haben mich Minimum 20h ödes Warten vor der Kiste gekostet, da ist der TAF Schrott auch noch z.T. mit Schuld, heute morgen habe ich dann in 5 Minuten die Bilder hochgeladen (als in DACH noch alles schlief), die mich in 2 Tagen den letzten Nerv gekostet haben.

Wer immer es schafft hier einen bebilderten Life-Bericht aus der Pampa hochzuladen, dem gebührt mein grösster Respekt, hatte auch nicht gedacht, dass das so ein Geschiss ist!
 
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Burma Tag 5 - Bagan und Mount Popa

Ich wache um 5:30 vom Hahnenschrei auf und bin top fit, ich wurschtele etwas am Laptop herum, checke, dass auch alle Akkus geladen sind usw, da kommt mir die Idee, Schatzi zu beglücken und zwar derart, dass ich sie in stockdunkler Nacht aus dem Bett zerre und ihr eröffne, jetzt kann sie mal sehen wie Heißluftballons starten, wie sie aufgeblasen werden und wie sie geheizt werden.

Ich sage ihr sie soll sich mal ganz schnell fertig machen, renne zur Rezeption, sage den verschlafenen Gesichtern, dass ich jetzt ganz, ganz schnell einen Elektro-Scooter brauche und wo denn bitteschön die Ballons starten, der Bike-Vermieter wird geholt (da schläft um 5:00h ohnehin keiner mehr, der war 100 pro schon wach!).
Er erscheint mit Army-Parka, dicken Socken über dem Hosensaum, Wollhandschuhen und Pudelmütze, ich habe über das T-Shirt den dünnen Sommerpulli zum anziehen, da Schatzi ja wie immer meine Jacke in Beschlag hat.
Allen Dreien steht ihr Gedanke ins Gesicht geschrieben: Wassn Idiot! (auf burmesisch)

Wir sitzen auf und das Ding hat vorne eine Funzel die gerade mal 3 Meter vor's Vorderrad blinzelt, ich fahre mit Maximalgeschwindigkeit 38 Km/h auf der Schlaglochpiste Richtung Flughafen in stockdunkler Nacht, alle die entgegenkommen, haben maximal aufgeblendet, die Augen tränen und so rumpelt die Mühle das ein oder andere Mal durch die Löcher, was Schatzi sehr missfällt und mit Geschrei kommentiert wird. Es ist schweinekalt und jeder der unterwegs ist, sieht aus wie am Arlbergpass in Januar, nur wir machen auf laue Sommernacht.

Ich halte nach Ballons Ausschau und schon mit minimalen Aufwand an logischem Denken, hätte ich analysieren können, das die Ortsangabe des Hotelmitarbeiters (just before the airport) nur kompletter Blödsinn sein kann, da lassen die sicher keine Ballons hoch, just wenn die ersten Flieger starten!
Etwas durchgefragt und Richtung Nyang U gefahren, paar mal wieder umgedreht und dann doch noch ein Feld gefunden, wo sicher an die 20 Ballons lagen und gerade hergerichtet wurden.
So schnell wie die Jungs die Dinger aufgestellt haben hatte ich das noch nicht gesehen, die heben alle fast gleichzeitig ab und tschüss!

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Wir fahren zurück zum Hotel, die Schar an Heißluftballons begleitet uns dabei den größten Teil der Strecke etwas weiter links, seit einiger Zeit wurde die Fahrstrecke (Flugroute darf man ja nicht schreiben), per Erlass des Archäologischen Institutes Burmas geändert, die dürfen jetzt nicht mehr direkt die Stupafelder überfliegen sondern fahren quasi links daran vorbei, was die Ballons den historischen Bauten anhaben könnten, was abertausend Touristen, die jährlich darauf herum trampeln und die stümperhaften "Restaurierungsversuche", die dazu geführt haben, dass die UNSECO den Titel Weltkulturerbe aberkannt hat, nicht könnten, erschließt sich mir jedoch nicht.

Schnell in die warme Dusche hüpfen, lecker Frühstücken und um 8:30h werden wir auch schon wieder abgeholt.
Heute geht es zum Mount Popa auf den Popa Taung Kalat!

Bevor es losgeht hat Schatzi noch in der Lobby den großen Schleifstein und das Stück Tanaka-Holz entdeckt - Kokyaw, zeigt ihr wie das traditionelle "Make-up" der hiesigen Frauen "zubereitet" und angewendet wird.
Dazu wird einfach Holz des Tanaka Baumes auf einem Schleifstein fein zerrieben mit etwas Wasser zu einem Brei verrührt und dann auf das Gesicht aufgetragen, für unterwegs gibt es heute die Pampe natürlich auch schon fertig (Schatzi hat aber später auch zwei Taschenschleifsteine erstanden, samt Holzstöckchen), es dient als Sonnenschutz und soll auch angenehm kühlend wirken - Schatzi sieht jetzt aus wie ein Clown ist aber happy, na gut!

Der eigentliche Mount Popa ist ein erloschener Vulkan rund 60 Km südöstlich von Bagan, gemeint mit Mount Popa ist aber fast immer ein großer Lavapopel, auf dem das Taung Kalat Kloster erbaut ist, zudem ist am Mount Popa auch noch das Zentrum der Nats Verehrung, die ursprünglichen Geister, die vor dem Buddhismus die Hauptreligion des Lands darstellten und noch immer auch in fast jedem Tempel und Haus ihre Ecken haben, in den Buddhismus absorbiert wurden (bei den Thais gibt es das ja ebenso).

Die Fahrt führt durch eine karge, extrem trockene Landschaft, Landwirtschaft ist hier nur begrenzt möglich, es gibt kein Wasser, keinen Bach, keinen Fluß, es sind nur einige Tiefenbrunnen vorhanden(Wasser gibt es erst in 400-600 Metern tiefe), aus diesen Brunnen wird das Wasser in Fässer gepumpt und per Ochsen-Gespannen zu den jeweiligen Haushalten transportiert, jedes Haus und jeder Hof hat eine große Anzahl von Keramik-Gefäßen vorhältig, in denen Wasser bevorratet wird.
Es wird darauf hingewiesen, dass es hier auch keine Feuerwehr gibt (mit Sand könnten sie löschen, aber der spritzt sich halt so schlecht), also Rauchen, Zündeln, etc in freier Natur gefälligst zu unterlassen sind.

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Hier werden (mickrige) Erdnüsse angebaut, irgendwelches Zeugs, das ich zuvor noch nie gesehen habe und auch Schatzi hat keine Ahnung und dann gibt es ja noch Palmtree, nicht zu verwechseln mit den Kokospalmen.
Palmtree kann man vielfältig verarbeiten, das sehr harte Holz ist beliebtes Baumaterial und zur Not brennt es auch noch, die Blätter können zu Dächern, Wanden, Matten, etc, verarbeitet werden und dann gibt es noch etwas sehr Spezielles, den Toddy.
Das ist der Saft der Blüte, die angeritzt wird und dann in runden Tonkrügen aufgefangen wird, schmeckt frisch süß und kühl, nachdem er etwas gegärt hat, kommt das in die Richtung Most, beim Apfelwein im Hessischen spricht man vom Rauscher.
Der Toddy wird ebenso vielfältig verwendet, man kann daraus Palmwein herstellen (na ja wer's mag), man kann das Zeug brennen (Arak aus Sri Lanka schmeckt ausgezeichnet!) und man kann diverse Süßigkeiten daraus zubereiten und z.B. Palmzucker daraus kochen.
Die Typen, die den Toddy Tag für Tag unter dem Einsatz ihres Lebens aus den oft über 15m hohen Bäumen holen, nennt man Toddy trouper, in Burma steigen die auf jeden einzelnen Baum mit Leitern (so kann man's auch nennen), in Sri Lanka gibt es die weitaus gefährlichere Variante, da sind von Palmkrone zu Palmkrone Kokosseile gespannt über die balanciert wird, dabei pfuschen den Jungs oft natürliche Erodierung und dann auch Mäuse ins Handwerk und so mancher wird somit zum Krüppel.

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Wir stoppen an so einer Touristen-Unterrichts-Show-Station, mit angeschlossener Verkaufseinrichtung, es ist sehr interessant, wie immer in Burma wird nicht aktiv versucht einem etwas aufzudrängen, es gibt Gratisverkostung, lehrreiche Darbietung und zum Abschluß Tee mit Burma-typischen Nussgemisch, etc.
Wir kaufen ein paar Tamarind Flakes und Palmsugar zum naschen und fahren weiter.

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Nach einer Weile erlebe ich etwas , was ich weder vorher, noch später irgendwo in Burma gesehen habe und was uns doch etwas betrübt hat.
An der Strasse stehen/ sitzen im Abstand von ca. 100m immer wieder alte Menschen, die offensichtlich betteln, dabei sehen die Gesichter nahezu verzweifelt aus und das zieht sich über mehrere Kilometer hin, Fahrer und Guide ignorieren das einfach und ich möchte es gerade jetzt auch nicht thematisieren.
Später auf der Rückfahrt habe ich den Guide angesprochen und er wollte mir erst die Story vom Pferd erzählen, ala - die wollen nur freundlich winken, weil die Strasse neu ist, blabla. Dann stimmte er aber meiner Vermutung zu, dass es in der Region einfach zu wenig "Brot" für alle gäbe und eine Altersvorsorge nicht existent wäre - traurige Realität.

Wir kurfen etwas die Berge hoch, kurz vor dem eigentlichen ort gibt es auf der gegenüberliegenden Seite noch einen Tempel, der den idealen Aussichtspunkt auf das Mount Popa Kloster darstellt.

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Wir fahren runter ins Dorf, es wimmelt von Touristen, es werden ein paar Blumen gekauft und müssen im Schrein der Nats geopfert werden, was Schatzi scheinbar gar nicht begeistern kann, ich soll Fotos machen, von mir aus.

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Wir gehen auf der anderen Seite zusammen ein paar Treppen hoch mit Verkaufsständen, Kokyaw erzählt etwas über das Kloster, die Geschichte, die Bedeutung, die Teakholzbäume am Hang, am Eingang zum eigentlichen Tempelberg, verabschiedet er sich und wir ziehen Schuhe aus um alleine die 777 Stufen hoch zu latschen.
Es wimmelt überall von Affen, die sich auch z.T. auf dem Blechdach der Treppe wilde Gefechte liefern, neben der allgegenwärtigen Vogelscheisse in Burmesichen Tempelanlagen haben wir nun auch auf die Ausscheidungen der Affen zu achten und obwohl pausenlos geputzt wird, ist dies in manchen Abschnitten fast ein auswegloses Unterfangen!
(Affen knipse ich prinzipiell nicht, nie!)
Oben angekommen, gibt es wenig Spektakuläres zu sehen, die Aussicht ist auch eher trübe (in der Trockenzeit hängt paradoxerweise immer Dunst in der Luft), auffallend ist die Rücksichtslosigkeit einiger Zeitgenossen und hier seinen mal explizit Europäer genannt.

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Beim Fernsehen kennen auch Mönche keine Affenliebe!


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Wir steigen wieder runter, gehen zusammen noch mal sehr gut und billig Essen, fahren heim und beenden die Tour.
Wir sitzen mit Kokyaw noch etwas in der Lobby, er telefoniert mit seinem Freund in Mandalay, morgen werden wir von dessen Sohn am Flughafen abgeholt und ebenso sind praktisch schon wieder zwei Tagestouren gebucht.
Kokyaw ist ein absolut zuverlässiger, unaufdringlicher, ehrlicher und sehr professioneller, offiziell registrierter Tourist-Guide, der organisiert alles zu top Preisen, kennt Hinz und Kunz und will niemandem irgendwie das Geld aus der Tasche ziehen, absolut empfehlenswert!

Die Kontaktdaten der entsprechenden Personen werde ich am Ende dieses Berichtes gebündelt auflisten!

Ich gehe zu dem E-Bike Vermieter und will noch ein Bike für den Rest vom Tag, es ist 15:30h um 19:00h macht er zu, ein voller Tag (24h) kostet 8000 Kyat, heute morgen hat er für 2 Stunden schon 2000 gekriegt, ich sage ich zahle noch mal 2000 und bringe den Roller heute Abend wieder zurück, da muss er überlegen und telefonieren (wen ruft der eigentlich an, er ist der Chef und Besitzer, seine Mama?), ich sage dem, wir wollen los, da es bald dunkel wird, er sagt: Wait! nach einer viertel Stunde stelle ich dem die Karre vor die Füße, schnappe Schatzi und miete ein paar hundert Meter einen anderen Roller für 4000 (da geht es wirklich nicht um 1,40€ - so ein Depp!).

Wir fahren noch etwas in der nun uns bekannten Gegend herum, steigen noch mal auf unsere Lieblingspagode (Shwesandaw Pagoda erbaut 1057), genießen eine Weile die Aussicht, bis sich immer mehr und mehr Sonnenuntergangsfetischisten auf den alten Steinen drängen und der Fotostress losgeht, man kriegt es mit der Angst zu tun, dass die alte Hütte irgendwann mal unter der Last zusammenbricht. Jeder rempelt, die als letztes gekommen sind wollen jetzt natürlich ganz nach vorne, ein alter Franzose neben mir knipst ständig mit Blitz, als ich ihm die Knipse einstellen will, finde ich weder Zeit noch Blende und gebe nach 1 Minute auf, möchte nicht wissen, wie viele da schon aus lauter Fotogeilheit von der Mauer geschupst wurden.

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Foto fehlt

Mir ist das jetzt zu blöde, wir gehen vor dem eigentlichen Ereignis (Sonnenunter-/aufgänge ohne Wolken sind ohnehin ober-langweilig), hat den Vorteil, dass wir weniger Mordanschläge auf den Treppen zu befürchten haben.
Der Roller der Konkurrenz ist leider die lahmste Krücke im ganzen Umkreis, ich hypnotisiere den Tacho und mehr als 28Km/h kann ich aus dem Ding nicht rauskitzeln, sogar Chinesen Weiber überholen uns, die Höchststrafe!

Foto fehlt

Ich bin zu faul heute Abend noch großartig zu laufen, ein paar Meter von unserem Hotel ist das überdimensionierte Gate eines 5- Sterne Hotels, am letzten Abend (wir habe ja immer billig und gut gegessen) habe ich wohl einen Furz im Hirn und beschließe noch etwas Geld zu verbrennen und uns etwas besonderes zu gönnen.
Wir fahren da die elend lange, überbreite, pompöse Einfahrt runter gehen ins Freiluftrestaurant, am Pool hängen noch ein paar fette Russen herum, schon bei der Speisekarte hätte ich stutzig werden müssen, Pizza, Burger, Spaghetti, Sandwichs!
Vorne eine Bühne auf der drei Mann Burmesische Weisen dudeln, das soll wohl Atmosphäre schaffen, direkt daneben das mit LED-Kitschlicht illuminierte Swimmingpool Areal.
Wir bestellen den grauenhaftesten Fraß, seit Menschengedenken, lassen es stehen, ich zahle widerwillig, werde noch beim Wechselkurs beschissen (natürlich, dafür listen sie ja in U$) und gebe, doof wie ich bin, auch noch Trinkgeld (na ja, der Kellner hat es ja nicht verbrochen), der fragt uns wohl routinemäßig ob alles in Ordnung war und ich antworte angepisst auf die vollen Teller deutend:
What do you think? Certainly not!

Wenn jemand Geld verblöden möchte: Myanmar Treasure Resorts

Wir gehen heim, ich mache mir ein Bier auf und starte das Laptop, Schatzi schaut TV, während ich die Bilder des Tages auf den Rechner lade, möglicherweise gab es noch ausschweifenden Sex unter zu Hilfenahme von Pfizer-Generika mit schwarzem Johannisbeergeschmack, vielleicht auch nicht, ich habe es vergessen, die angehende Altersdemenz halt, was soll man machen?

 
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Um 4 Wochen Burma beneide ich dich schon, hätte ich das noch mal zu machen, dann würden es auch 4 Wochen werden.

Ich habe mir vorher überlegt, eine Strecke (entweder Bagan-Mandalay oder Mandalay-Inle Lake) mit Auto oder Zug zu machen, ich hätte dann am ehesten einen Fahrer genommen, einfach um mehr von Land zu sehen abseits der touristischen Hotspots - dies aber aus Zeitgründen verworfen, finanziell ist da ohnehin nichts gespart)
Ein Inlandsflug kostet one way rund 60 U$ (das ist praktisch bei allen Airlines gleich), dies betrifft praktisch alle Domestic Flüge, ausser die von Yangon ausgehen, die kosten rund 100 U$ (die Unterschiede liegen hier bei einer Hand voll Dollar).
Der Flug Bagan-Mandalay dauert 50 Minuten, für die Fahrt auf der Strasse wurden mir 12-13 Stunden genannt, da ist halt ein ganzer Tag weg.
 
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Burma - Halbzeit und eine Zwischenbilanz

Die Hälfte unserer Zeit ist nun schon rum, was gibt es zu sagen, na ja - Schatzi war ganz toll und lieb, kein monkey day dabei gewesen, wir sind beide noch gesund, was Magen- und Darmtrakt angeht, wurden weder ausgeraubt noch mit time-sharing Objekten gefoltert, aber das wollt ihr ja gar nicht wissen, also im Ernst:

Yangon hätte ich mir außerhalb der historischen, touristisch geprägten Stätten ganz anders vorgestellt - ich hätte halb verfallenene, alte Gebäude erwartet, sozialistisches Grau und Plattenbauten, Unordnung, Verkehrschaos, hektische Betriebsamkeit - nichts davon trifft zu.
Yangon ist eine grüne Stadt, alles wirkt gepflegt und sauber, das alte Kolonialviertel um die Sule Pagoda ist nicht die erste Adresse der Stadt, das ist eher Neu Köln, Kreuzberg (früher), ein Schmelztiegel der Kulturen, hier bimmelt morgens um 5:30h die Kirchenglocke und um 6:00h ruft der Muezzin zum Gebet, trotzdem sind die alten Bauten gut in Schuss, da stehen Blumen auf dem Balkon, da liegt nirgends Müll herum, in aller Bescheidenheit, auch wenn der Lack natürlich ab ist, man sieht da wird sich darum gekümmert.
Es fällt auch auf, es gibt praktisch so gut wie keine Bettler, wenn da mal wirklich eine alte Frau vor einem Tempel sitzt, dann hat die auch schon beide Füße ab oder andere schwerwiegende Beeinträchtigungen, die Leute hier arbeiten alle, sind freundlich und sehen in einem Touristen nicht die cashcow, die es zu melken gilt - genau das Gegenteil ist der Fall.

In Bagan sind die Leute schon immer Tourismus gewöhnt, das äußert sich aber nicht derart, das versucht wird deutlich höhere Preise zu erzielen, da rennen die Kinder nicht hinter einem her und schreien give me coins, wie am Strand auf den Philippinen, da winken Kleinkinder freudig, die eingeklemmt zwischen ihren Eltern auf dem Roller hängen, da kommt die zweijährige auf die zugewackelt und hebt freudig die Hand zum "high five", hier fragen dich die Kinder auch where do you come from?, auf die Antwort Germany kommt dann aber keine Bettelansprache sondern ein guten Morgen, wie geht es ihnen? mit einem stolzen Strahlen im Gesicht (und das kann der sicher noch in 12 anderen Sprachen aufsagen), erst dann zeigt Dir der kleine Fratz von 6 Jahren, seine selbstgemalten, kindlichen Postkarten für die er gerne 1000 Kyat hätte, das spiegelt die gesamte Einstellung der Bevölkerung wider, hier wird für Geld gearbeitet!
Die Leute haben hier eine (noch) unverdorbene Offenheit, eine herzliche und fast schon beschämende Gastfreundschaft, die wollen offen und ehrlich wissen, wie du dich hier fühlst, die wollen z.B. wissen was in Thailand anders oder besser ist, wo die Unterschiede liegen zu Myanmar und das nicht, weil es für sie von irgend einem Vorteil wäre, sondern weil es sie ehrlich interessiert, weil keiner das Land jemals verlassen hat (die es taten, waren allesamt mit der Obrigkeit verbandelt, verwandt, oder sonst wie liiert).
Man muss jedoch auch sagen, diese Leute haben eben auch immer eine andere Klasse von Touristen erlebt, kultivierte Bildungstouristen, häufig im gesetzten Alter, das ganze Partyvolk, die Billigheimer, die Schnitzel, Fish&Chips und Soljanka fressenden Sonnenliegenbesetzer, Bumsbomber-Proleten und Eimer-/bzw. Bucket-Säufer haben ja auch keine Freude an den Orten.

Bagan ist beeindruckend, ich denke aber zum Ende der Regenzeit ist es dort schöner, drei Tage sollten ausreichen, wenn nicht jemand gerade sehr speziell archäologisch interessiert ist.
Auch wenn es Tagsüber auch oft noch 30°C hat in der Trockenzeit, Nachts sind es dann halt eben oft nur noch 6-8°c und da wird kein Swimmingpool mehr warm, unvorteilhafter für Leute die gerne scharfe Fotos machen ist jedoch der Umstand, dass die Luft nie klar ist, sei es nun Dunst oder Staub, die Pagoden versinken doch oft in der Kontrastlosigkeit und es wird schwer das physisch erlebte fotografisch darzustellen.

 
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Burma Tag 7 - Mandalay

Wir starten zum Morgenflug nach Mandalay, der Fahrer holt uns pünktlich im Hotel ab und lässt uns 20 Minuten später am Flughäfchen raus und kriegt dafür seine 10.000 Kyat (was hier verhältnismäßig zu viel ist, aber was soll's).
Check in, Gepäckaufgabe und Security Check sind schon einen Schmunzler wert, einige Flieger gehen vor unserem Golden Myanmar flight (Name der Airline), da keiner irgend etwas versteht und die Flieger ohnehin alle auf nahezu die gleiche Zeiten terminiert sind, steht alles auf und geht zur Türe (hier bewähren sich die Aufkleber auf der Oberbekleidung), die Falschen werden einfach wieder weggeschickt und die Richtigen dürfen zum Bus.
Wenig später sind wir dann auch bei den Richtigen und der Bus fährt uns die dreißig Meter zur Turboprop, es geht nach Mandalay.

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Der Mandalay International Airport ist auch kaum größer als die Turnhalle in Bagan, der Sohn unseres gebuchten Tourguides Starsky holt uns vereinbarungsgemäß ab und es geht über nagelneue, völlig überdimensionierte, ewig lange kerzengerade Autobahnen Richtung Stadt, die gerade noch üppig bepflanzt werden, dabei findet in Myanmar auch reichlich Großbaumverpflanzung Anwendung - Respekt!
Auf den Strassen ist bis zur Stadt praktisch rein gar nichts los, es erinnert an Bilder aus Nord-Korea, rechts und links üppiges Farmland mit reichlich Landwirtschaft, Sonnenblumenfelder, Wassermelonen, Tabak, etc.

Wir erreichen Mandalay und es hat den morgendlichen Stau und zu meiner Überraschung ist Mandalay nicht die schönere Stadt gegenüber Yangon, es ist genau umgekehrt, Mandalay erscheint grau und staubig, mit eher wenig Grün.
Wir erreichen unser Hotel, das Rama Hotel unweit des Südportals der Palastanlage und der Eindruck von außen ist nicht gerade dazu angetan, mich in Freudensprünge zu versetzen, die Lobby ist auch winzig und etliche Leute drängen sich da gerade, wir kommen checken ein und das Zimmer erweist sich als weit besser als erwartet, top!

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Seit 3 Tagen kämpfe ich jetzt mit einer Entzündung im rechten Auge herum, die praktisch stündlich schlimmer wurde und seit heute morgen ist das linke Auge nun auch betroffen, in Bagan war da medizinisch nix zu wollen aber in Mandalay sollte mich mein erster Weg zum Arzt führen, also Koffer abgestellt und gleich mal los.
Ums Eck soll eine Klinik sein, die verpasse ich aber irgendwie und lande in so einer Art Medizinzentrum, Praxis für alles.
Augenärztin werde ab 16:00h anwesend sein wurde mir mitgeteilt, gut dann gehen wir halt vorher etwas sightseeing.

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Wo fangen wir an? Da wir ja praktisch vor dem riesigen Gelände des Grand Palace standen und ich nur den Werbestadtplan vom Hotel in der Tasche hatte, habe ich gedacht, fangen wir halt da an, Königspalast ist sicher mal kein schlechter Einstieg.
Bei der dritten Taxiverhandlung schlagen wir zu (die beiden anderen waren wohl eingewanderte Kambodschaner) er geht zum East Gate (nur da dürfen Touristen rein) wir zahlen je 10.000 Kyat Eintritt und kurz nach dem Tor mieten wir uns gleich zwei klapprige Chinesen-Fahrräder und radeln Richtung Mitte, zum Eingang "Königspalast".
Davor links gibt es ein kleines Restaurant, es sitzen Soldaten beim Kaffee, wir haben Hunger es gibt Fried Rice und Fried Noodles, wahlweise mit vegtables oder chicken, wir bestellen rice & noodles jeweils mit Chicken, Chicken ist aus, somit fällt uns die Wahl leicht.

Frisch gestärkt und die Fahrräder unter Bewachung eines Sturmtrupps gelassen, betreten wir den Königspalast, hier scheint heute der große Hochzeits-Fotoshooting-Day zu sein, viele Paare in traditionellen Gewändern mit ihren Fotografen nutzen die Location um Hochzeitsbilder zu machen.
Es ist recht heiß an diesem tag, mir fällt auf, dass das alles irgendwie zu billig wirkt für einen Königspalast und auch schon etwas gammelig wirkt, da gibt es keine großartigen Verzierungen, Holzschnitzereien, alles Gold was glänzt ist lediglich Farbe.
Will einige Lichtsituationen nutzen um Fotos zu machen, leider fehlt dazu das geeignete Model, Schatzi sieht aus als käme sie gerade vom Putzen und hat schlechte Laune, die "Profifotografen" der Hochzeitspaare würgen sich einen ab mit ihren Blitzen und sehen nicht die tollen Gelegenheiten, die die Oberlichter in den Dächern gerade hergeben.

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Das ganze Gelände wirkt irgendwie lieblos hingerotzt, dazu gibt es noch einen hölzernen Aussichtsturm der den Gesamteindruck noch verstärkt, wenn man auf die Dächer mit den Eternittafeln runter schaut, wir ziehen weiter und versuchen den Rest des monströsen Areals zu erkunden, die klapprigen Chinaräder sind dabei eine Plage aber zum Glück ist es ja flach, ich lese etwas von Ornamental Garden (den haben wir schon mal gar nicht gefunden oder er war auch schon völlig verhunzt) und [/i]Water Garden[/i] (waren ein paar Becken mit Figuren und Buddhas, muss man auch nicht gesehen haben), immer wieder wurden wir von Wachposten angehalten um zum Umdrehen aufgefordert, das ganze Areal ist Militärgelände, wir radeln zwischen (witzigen) Kasernen umher (Baracken mit Gemüsegarten und Nutztieren, wenn da die Kuh kalbt, steht Invasoren wohl das Land offen), der ganze ehemalige Palastpark ist nicht mehr vorhanden, dann gibt es dort wohl auch einige Villen von Armeebonzen und Sonstiges, das niemand sehen sollte.
Später erklärte mir mein Guide, dass da im zweiten Weltkrieg alles abgebrannt ist und vor 25 Jahren die Militärjunta da diesen Fake-Palast erstehen ließ, da würde wohl sonst kein Fremdenführer mit der Kundschaft reingehen - Zeitverschwendung.

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Die Frauen, die uns die Räder vermietet hatten waren lustig drauf und sehr geschäftstüchtig, sie waren mit, auf dem Gelände stationierten, Soldaten verheiratet und fragten uns gleich nach Motorbiketaxi?
Für je 1000 Kyat (sehr resolut vorgetragen - schmunzel) waren wir uns gleich einig und die holten dann zwei Scooter aus der holen Hand, ich scherzte mit der dünnen Hübschen noch, ob nicht lieber ich sie fahren sollte, da wurde kurzerhand getauscht, die Dünne fährt jetzt Schatzi und die Fette mit den Haaren auf den Zähnen karrt mich zum nächsten Tempel.

Wir gehen in die Kuthodaw Pagoda, an der Nord-Ost-Ecke des Palastgeländes gelegen, unterhalb Mandalay Hill.
Die Pagode ist jung und wurde erst 1857 erbaut, eine 30m hohe goldene Chedi wird von 729 weißen, kleinen Pagoden umrahmt, jede beinhaltet eine Alabaster Tafel mit einer Seite der Tipitaka einer Art Bibel des Theravada Buddhismus.
Die Engländer haben leider bei ihrer Besatzung hier reichlich Raubbau betrieben und Gold, sowie viele Edelsteine und Glöckchen geraubt.
Das gleißend helle Licht ist Gift für meine entzündeten Augen und ich weis kaum noch, wo ich hinschauen soll.

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Wir gehen über die Strasse in den nächsten Tempel, nach etwas orientierungslosem Hin- und Hergeschlendere und zwei, drei mehr Hochzeitspaaren, fragen wir endlich wo es in die große Pagode geht, vor der wir praktisch direkt stehen, nur eben sind da noch Mauern im Weg.

Der Kyautawgyi Temple hat als Hauptattraktion ein Bildnis Buddha aus einem Stück Marmor geschlagen, es benötigten 12.000 Soldaten 13 Tage um die Statue aus dem 25 Km entfernten Sangyin herzutransportieren.
das Tempelgelände ist sehr schön, es stehen wieder alte, große Tamarinde Bäume als Schattenspender auf dem Platz.

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Die nächsten Mototaxi geschnappt und direkt zum Doc gekarrt, da war jetzt am Nachmittag die Hölle los und auch viele Mönche warteten auf Behandlung, die Augenärztin war wohl extra wegen mir gekommen und 20 nach 4 schon wieder weg, mir wurde versichert, sie würde in 10 Minuten wieder hier sein und zu meiner Verwunderung war sie tatsächlich auch eine halbe Stunde später wieder da.
Untersuchung, Augenspülung, Diagnose Viereninfektion (wäre wohl normal hier), zwei verschieden Augentropen, Pillen, danke, tschüss - das Ganze hat samt Medizin 36.000 Kyat gekostet (50 Euro).

Hotel, duschen, ich google etwas, gehe runter zur Rezeption (wer was braucht, was wissen muss, nicht weiter weis, die Hotelrezeption in Burma liefert immer sehr guten Beistand), frage die wo man hier am besten Essen gehen kann und wann ich wo am besten zu den Moustache Brothers komme, die schickt mich zu einem Thai Restaurant gleich ums Eck und sagt, sie kann uns ein Taxi organisieren, das uns hinfährt, wartet und später wieder zurück zum Hotel fährt, für 8000 Kyat, ich sage zu, optimal!

Wir gehen ins Rain Forest, das Lokal ist nett, sehr voll - alles Touristen, Essen und preis sind OK, wenn auch etwas auf Touristen angepasst (original Thaifood kenne ich dann doch noch etwas anders), durchaus empfehlenswert.
Taxi und ab zu den weltberühmten Moustache Brothers - drei Brüdern, die zeitlebens Satire und Comedy gegen die Militärdiktatur in Myanmar gemacht haben, zwei von den Dreien haben dafür jahrelang im Gefängnis gesessen, der Kopf der Truppe Par Par Lay davon 8 Jahre, was ihn schließlich sogar das Leben kostete, denn er starb an Nierenkrebs, den der jahrelange Genuss von vergiftetem Wasser, aus den mit Bleifarbe gestrichenen Tanks im Gefängnis, ausgelöst hatte.
Die Show findet in der Garage der Brüder statt, es gibt dort 18 Stühle, 16 waren besetzt, der Eintritt kostet 10.000Kyat/ Person, die Show dauert eine Stunde und leider muss ich sagen, es war enttäuschend und das Geld nicht wert, ich hake es als Unterstützung Burmesischen Widerstandes ab und als eine Art Ehrerbietung vor Aung San Suu Kyi.

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Wir nehmen das Taxi zurück, ich gebe dem Fahrer 10.000 Kyat und Schatzi macht den Affen, keine Ahnung mehr worum es eigentlich ging, sie war schon den ganzen Tag launisch, aber es gab lautstarkes Theater, sie hat einfach keine Selbstkontrolle.
Mir schwoll der Kamm und ich hätte sie am liebsten vor die Türe gesetzt.

Edit:
Gerade gemerkt, dass heute wohl etwas Überdosis Schatzi im Biold ist - sorry, dafür kommt sie morgen garantiert nicht vor - versprochen! :yes:

 
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Hier rechts noch der andere Moustache Brother Lu Maw, der passte wegen der doofen Volumenbeschränkung von 3,5 MB gestern hier nicht mehr rein, er ist der eigentliche Hauptact der Show:


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