-
Thread Starter
- #82
Burma Tag 11 - Inle Lake Teil II
Wir fahren aus dem See raus in einen Kanal ein, eigentlich ist es wohl eher ein Bach oder kleiner Fluß, der in unzähligen Stufen angestaut wird, um ihn so "schiffbar" zu machen, dazu werden Faschinen in den Flussgrund gebaut, diese werden dann mit Sandsäcken abgedichtet, Kunstfaser-Reissäcke werden mit Sand gefüllt, der aus dem Bachgrund gegraben wird.
Nachdem sich die Fahrt eine Weile hinzieht und ich in Google Maps mal unsere Position gecheckt habe, ist klar - es geht zu diesem (aufpreispflichtigen) Kloster, und hiermit begründet sich auch der Aufpreis, also alles prima.
Anhang anzeigen DSC_0072_281.jpg
Wir legen an einem kleinen Restaurant an (später merke ich, er hätte uns auch ein Stück weiter direkt zum Ort fahren können, aber hier sei ihm die vermutete Provision herzlich gegönnt), das Lokal besteht aus ein paar einfachen Schilfhütten, die Küche ist einsehbar und erkennbar sauber, unter schattenspendenden "Grasdächern" sitzen zahlreich Touristen beim Essen und nachdem es nun früher Nachmittag ist und der Magen sich schon eine Weile fordernd meldet, kommt es uns gerade recht.
Wir essen lecker Shan food, als Nachtisch gibt es ungefragt und kostenlos noch Wassermelone und Ananass, wir ziehen los, auf zum Tempel.
Wir überqueren den örtlichen Bolzplatz, am Weg entlang wieder die üblichen Souvenirstände, wir gehen über eine kleine Brücke, unterhalb legen viele Boote an, wir erkennen die Marktfrauen wieder, die nun wohl zurückkommen, sie haben schwer zu tragen, später auf dem Rückweg vom Tempel sehen wir einige sich nun als Brennholzträgerinnen betätigen - ein hartes Los.
Anhang anzeigen DSC_0087_311.jpg
Anhang anzeigen DSC_0091_312.jpg
Anhang anzeigen DSC_0092_313.jpg
Anhang anzeigen DSC_0098_314.jpg
Wir gehen etwas ratlos umher, ein Stück den Hügel hoch stehen zahlreich, mehr oder weniger zerfallene Stupas, so richtig begeistern nach Bagan kann einen das nicht mehr, wir beide sind müde und ausgelaugt, das Programm der letzten Tage zehrt, keiner von uns hat mehr Lust großartig neue Sehenswürdigkeiten zu erkunden, irgendwann will man einfach mal seine Ruhe haben.
Der Shwe Inthein stupa complex umfaßt 1.054 sehr schlanke Stupas aus dem 17ten und 18ten Jahrhundert.
Wir gehen den überdachten Aufgang zum Tempel hoch, es ist wenig los, Siesta Zeit, wenige Touristen, viele Shops geschlossen und die Händler samt Hund und Kindern schlafen direkt dahinter auf dem Boden, es ist angenehm kühl.
Oben angekommen nehme ich den eigentlichen Tempel schon gar nicht mehr wahr, wir gehen nach draußen, sicher hunderte schlanke Stupas stehen hier enggedrängt, der Wind weht erfrischend, es duftet nach Räucherstäbchen und tausende, kleine Glöckchen bimmeln im Wind, das Ganze hat etwas entspannendes, wir gammeln ein bisschen herum - pardon, chillen.
Anhang anzeigen DSC_0084_261.jpg
Anhang anzeigen DSC_0082_309.jpg
Wir gehen langsam wieder Richtung Boot, er ist merklich, dieser Urlaub geht nun zu Ende, es steht die Frage im Raum, was kommt als nächstes?
Schatzi ist am Ende, man kann nun ihrer Laune ablesen, sie hat genug, sie mag nicht mehr laufen, sie mag nix mehr sehen, am besten wäre ein kitschiges Thai-Drama im TV, vom Bett aus angeschaut und zwischendurch etwas Obst auf dem Handy sortieren.
Ihre Auffassungsgabe ist nun mal begrenzt, da muss endlich wieder mit etwas Trivialen die Hirnmasse weichgespült werden.
Wir kommen wieder an dem kleinen Restaurant an, Schatzi muss Pipi und ich gehe auch mal, mache die Türe von so einer Bambushütte auf und bin auf einiges gefasst - doch was sehe ich?
Blitzblank sauber die Toilette, der Boden wie geleckt (da träumen die auf dem Frankfurter Flughafen davon) und das am Arsch der Welt, hoch frequentiert von allen möglichen Touristen, die da vorbeikommen - typisch Burma eben!
Anhang anzeigen DSC_0099_315.jpg
Ab zum Bootssteg und langsam wollen wir beide die Tour nun auch hinter uns bringen.
Anhang anzeigen DSC_0100_316.jpg
Unser Captain bring uns zu einem weitern "Highlight", einem Laden, der zur Kundenakquise ein paar "Longneck" drapiert hat die etwas Show-Weben etc. veranstalten, Longneck haben nun wirklich rein gar nichts mit dem Inle Lake zu tun, aber sie werden als Fotomotiv halt gerne genommen.
Bei den Longneck wird mit den, unglaublich schweren, Messingringen nicht der Hals verlängert, sondern vielmehr werden die Schlüsselbeine nach unten gedrückt, was den Eindruck des langen Halses entstehen lässt.
Eine Junge flirtet mit mir, kaum zu glauben, aber wer sich freiwillig die Ringspirale antut ist wohl auch zu allem bereit?
Anhang anzeigen DSC_0105_317.jpg
Gegenüber liegt das Ywama eine Pagode mit weißen, schlanken Stupas - auch ein beliebtes Fotomotiv am Inle Lake, das schauen wir schon gar nicht mehr an, Schatzi ist nun gelangweilt, wie man ihrer Mine unschwer entnehmen kann, mir brennt das Auge, die große Lust ist nicht mehr da und ich sehne mich eher nach einem kühlen Bier.
Anhang anzeigen DSC_0112_318.jpg
Ein weiterer Punkt steht auf dem Programm, es sollte der Letzte sein, ein altes Teak-Kloster, es gibt angeschlossen jede Menge Souvenirläden und das alte Gebäude wäre an sich sehr nett und sehenswert, doch wir beide sind nun doch erschöpft, wir genießen etwas das warme Licht hinter dem Kloster, rundum sind schwimmende Gärten, ich mache noch ein paar Lichtspielchen mit Schatzi in dem raabendusteren Holzbau und dann beschließen wir auch, nun ist es genug.
Als wir das Kloster verlassen wollen sind mein Latschen weg, zum Glück war der Dieb noch nicht weit weg und auch recht leicht zu überwinden.
Anhang anzeigen DSC_0141_285.jpg
Anhang anzeigen DSC_0133_319.jpg
Anhang anzeigen DSC_0121_262.jpg
Der absolute Multi-Motor, 1-Zylinder China-Diesel mit 25PS treibt hier praktisch alles an, Boote, Fahrzeuge, Wasserpumpen, Stromaggregate.
Anhang anzeigen DSC_0138_284.jpg
Im warmen Nachmittagslicht geht es nun über den See wieder Richtung Norden, nach einer Weile stoßen wir auf eine Gruppe Fischer und nun bin ich total geflasht, leider stoppen natürlich auch noch andere Boote um dieses Schauspiel zu genießen und Rücksichtsnahme unter fotografischen Aspekten ist hier nicht zu erwarten, mir egal - ich gehe hier nicht eher wieder weg bis ich meine Hammerbilder im Kasten habe, das Ganze wird zum Geduldspiel, doch am Ende gibt es doch noch ein paar tolle Schüsse zu ergattern, zwei von den Jungs wissen genau was gefragt ist, die rudern nun genau in die Sonne und ziehen eine Show ab, nur für mich, leider kreuzen immer wieder andere Boote die Szene, aber ich bin wirklich überwältigt von dieser Zuvorkommenheit.
Keiner - nicht ein Einziger aus den anderen Booten hat auch nur einen Kyat springen lassen für die Jungs, alle sind sie einfach dank- und grußlos abgezischt, ich winke den Einen herüber überreiche 20.000 Kyat und mache klar, dies ist mit den anderen zu teilen.
Ein Fischer kriegt pro Kilo Fisch 1.000 Kyat, die Maximalausbeute an einem Tag sind 20 Kg, oft sind es nicht einmal 10 Kg!
Anhang anzeigen DSC_0167_263.jpg
Anhang anzeigen DSC_0174_265.jpg
Anhang anzeigen DSC_0172_264.jpg
[/SIZE][/FONT]
Anhang anzeigen DSC_0185_266.jpg
Anhang anzeigen DSC_0198_267.jpg
Wir fahren aus dem See raus in einen Kanal ein, eigentlich ist es wohl eher ein Bach oder kleiner Fluß, der in unzähligen Stufen angestaut wird, um ihn so "schiffbar" zu machen, dazu werden Faschinen in den Flussgrund gebaut, diese werden dann mit Sandsäcken abgedichtet, Kunstfaser-Reissäcke werden mit Sand gefüllt, der aus dem Bachgrund gegraben wird.
Nachdem sich die Fahrt eine Weile hinzieht und ich in Google Maps mal unsere Position gecheckt habe, ist klar - es geht zu diesem (aufpreispflichtigen) Kloster, und hiermit begründet sich auch der Aufpreis, also alles prima.
Anhang anzeigen DSC_0072_281.jpg
Wir legen an einem kleinen Restaurant an (später merke ich, er hätte uns auch ein Stück weiter direkt zum Ort fahren können, aber hier sei ihm die vermutete Provision herzlich gegönnt), das Lokal besteht aus ein paar einfachen Schilfhütten, die Küche ist einsehbar und erkennbar sauber, unter schattenspendenden "Grasdächern" sitzen zahlreich Touristen beim Essen und nachdem es nun früher Nachmittag ist und der Magen sich schon eine Weile fordernd meldet, kommt es uns gerade recht.
Wir essen lecker Shan food, als Nachtisch gibt es ungefragt und kostenlos noch Wassermelone und Ananass, wir ziehen los, auf zum Tempel.
Wir überqueren den örtlichen Bolzplatz, am Weg entlang wieder die üblichen Souvenirstände, wir gehen über eine kleine Brücke, unterhalb legen viele Boote an, wir erkennen die Marktfrauen wieder, die nun wohl zurückkommen, sie haben schwer zu tragen, später auf dem Rückweg vom Tempel sehen wir einige sich nun als Brennholzträgerinnen betätigen - ein hartes Los.
Anhang anzeigen DSC_0087_311.jpg
Anhang anzeigen DSC_0091_312.jpg
Anhang anzeigen DSC_0092_313.jpg
Anhang anzeigen DSC_0098_314.jpg
Wir gehen etwas ratlos umher, ein Stück den Hügel hoch stehen zahlreich, mehr oder weniger zerfallene Stupas, so richtig begeistern nach Bagan kann einen das nicht mehr, wir beide sind müde und ausgelaugt, das Programm der letzten Tage zehrt, keiner von uns hat mehr Lust großartig neue Sehenswürdigkeiten zu erkunden, irgendwann will man einfach mal seine Ruhe haben.
Der Shwe Inthein stupa complex umfaßt 1.054 sehr schlanke Stupas aus dem 17ten und 18ten Jahrhundert.
Wir gehen den überdachten Aufgang zum Tempel hoch, es ist wenig los, Siesta Zeit, wenige Touristen, viele Shops geschlossen und die Händler samt Hund und Kindern schlafen direkt dahinter auf dem Boden, es ist angenehm kühl.
Oben angekommen nehme ich den eigentlichen Tempel schon gar nicht mehr wahr, wir gehen nach draußen, sicher hunderte schlanke Stupas stehen hier enggedrängt, der Wind weht erfrischend, es duftet nach Räucherstäbchen und tausende, kleine Glöckchen bimmeln im Wind, das Ganze hat etwas entspannendes, wir gammeln ein bisschen herum - pardon, chillen.
Anhang anzeigen DSC_0084_261.jpg
Anhang anzeigen DSC_0082_309.jpg
Wir gehen langsam wieder Richtung Boot, er ist merklich, dieser Urlaub geht nun zu Ende, es steht die Frage im Raum, was kommt als nächstes?
Schatzi ist am Ende, man kann nun ihrer Laune ablesen, sie hat genug, sie mag nicht mehr laufen, sie mag nix mehr sehen, am besten wäre ein kitschiges Thai-Drama im TV, vom Bett aus angeschaut und zwischendurch etwas Obst auf dem Handy sortieren.
Ihre Auffassungsgabe ist nun mal begrenzt, da muss endlich wieder mit etwas Trivialen die Hirnmasse weichgespült werden.
Wir kommen wieder an dem kleinen Restaurant an, Schatzi muss Pipi und ich gehe auch mal, mache die Türe von so einer Bambushütte auf und bin auf einiges gefasst - doch was sehe ich?
Blitzblank sauber die Toilette, der Boden wie geleckt (da träumen die auf dem Frankfurter Flughafen davon) und das am Arsch der Welt, hoch frequentiert von allen möglichen Touristen, die da vorbeikommen - typisch Burma eben!
Anhang anzeigen DSC_0099_315.jpg
Ab zum Bootssteg und langsam wollen wir beide die Tour nun auch hinter uns bringen.
Anhang anzeigen DSC_0100_316.jpg
Unser Captain bring uns zu einem weitern "Highlight", einem Laden, der zur Kundenakquise ein paar "Longneck" drapiert hat die etwas Show-Weben etc. veranstalten, Longneck haben nun wirklich rein gar nichts mit dem Inle Lake zu tun, aber sie werden als Fotomotiv halt gerne genommen.
Bei den Longneck wird mit den, unglaublich schweren, Messingringen nicht der Hals verlängert, sondern vielmehr werden die Schlüsselbeine nach unten gedrückt, was den Eindruck des langen Halses entstehen lässt.
Eine Junge flirtet mit mir, kaum zu glauben, aber wer sich freiwillig die Ringspirale antut ist wohl auch zu allem bereit?
Anhang anzeigen DSC_0105_317.jpg
Gegenüber liegt das Ywama eine Pagode mit weißen, schlanken Stupas - auch ein beliebtes Fotomotiv am Inle Lake, das schauen wir schon gar nicht mehr an, Schatzi ist nun gelangweilt, wie man ihrer Mine unschwer entnehmen kann, mir brennt das Auge, die große Lust ist nicht mehr da und ich sehne mich eher nach einem kühlen Bier.
Anhang anzeigen DSC_0112_318.jpg
Ein weiterer Punkt steht auf dem Programm, es sollte der Letzte sein, ein altes Teak-Kloster, es gibt angeschlossen jede Menge Souvenirläden und das alte Gebäude wäre an sich sehr nett und sehenswert, doch wir beide sind nun doch erschöpft, wir genießen etwas das warme Licht hinter dem Kloster, rundum sind schwimmende Gärten, ich mache noch ein paar Lichtspielchen mit Schatzi in dem raabendusteren Holzbau und dann beschließen wir auch, nun ist es genug.
Als wir das Kloster verlassen wollen sind mein Latschen weg, zum Glück war der Dieb noch nicht weit weg und auch recht leicht zu überwinden.
Anhang anzeigen DSC_0141_285.jpg
Anhang anzeigen DSC_0133_319.jpg
Anhang anzeigen DSC_0121_262.jpg
Der absolute Multi-Motor, 1-Zylinder China-Diesel mit 25PS treibt hier praktisch alles an, Boote, Fahrzeuge, Wasserpumpen, Stromaggregate.
Anhang anzeigen DSC_0138_284.jpg
Im warmen Nachmittagslicht geht es nun über den See wieder Richtung Norden, nach einer Weile stoßen wir auf eine Gruppe Fischer und nun bin ich total geflasht, leider stoppen natürlich auch noch andere Boote um dieses Schauspiel zu genießen und Rücksichtsnahme unter fotografischen Aspekten ist hier nicht zu erwarten, mir egal - ich gehe hier nicht eher wieder weg bis ich meine Hammerbilder im Kasten habe, das Ganze wird zum Geduldspiel, doch am Ende gibt es doch noch ein paar tolle Schüsse zu ergattern, zwei von den Jungs wissen genau was gefragt ist, die rudern nun genau in die Sonne und ziehen eine Show ab, nur für mich, leider kreuzen immer wieder andere Boote die Szene, aber ich bin wirklich überwältigt von dieser Zuvorkommenheit.
Keiner - nicht ein Einziger aus den anderen Booten hat auch nur einen Kyat springen lassen für die Jungs, alle sind sie einfach dank- und grußlos abgezischt, ich winke den Einen herüber überreiche 20.000 Kyat und mache klar, dies ist mit den anderen zu teilen.
Ein Fischer kriegt pro Kilo Fisch 1.000 Kyat, die Maximalausbeute an einem Tag sind 20 Kg, oft sind es nicht einmal 10 Kg!
Anhang anzeigen DSC_0167_263.jpg
Anhang anzeigen DSC_0174_265.jpg
Anhang anzeigen DSC_0172_264.jpg
[/SIZE][/FONT]
Anhang anzeigen DSC_0185_266.jpg
Anhang anzeigen DSC_0198_267.jpg