Myanmar BURMA aka Myanmar - Eine Hommage - 12 Tage im wahren Land des Lächelns

Burma Tag 8 - Mandalay, Amarapura, Inwa und Sagain Teil I

Gestern hätte ich eigentlich unseren Tourguide für Mandalay Starsky treffen sollen, der Freund von Kokyaw, nun er hatte schon eine Tour mit Gästen in Mandalay, die waren wohl so von ihm angetan, dass sie ihn mit nach Bagan genommen haben und anschließend auch zum Inle Lake, da wir ja praktisch von "sofort auf jetzt", erst am Abend vorher durch Kokyaw vermittelt wurden, konnte er sich seinen Kunden gegenüber schlecht verweigern.
Wir telefonierten, da war er bereits in Bagan, er versicherte die Dienste seines Sohnes, der die Touren kennt jedoch keine qualifizierte Ausbildung zum Fremdenführer hat und über die historischen Fakten somit wenig zu berichten hat, er hätte jedoch einen Freund, der Tourguide wäre und ihn ab und zu vertritt - ich sagte zu.

Um 8:00 Uhr oder um 8:30h sollte es losgehen, ich stellte meinen Handyalarm, stand morgens auf, duschte, ging zum ausgezeichneten Frühstück aufs Rooftop und da Schatzi am Vorabend "monkey day" gefeiert hat und nun keine Anstalten machte alleine aufzustehen und ich auch gar nicht einsah mich noch einmal mit ihr herum zu ärgern, legt ich ihr "großzügig" 10.000 Kyat hin und war weg!

Fahrer und Guide warteten schon in der Lobby - oh, sorry - she's not feelig well this morning, maybe pregnant (he,he) und auf geht's!
Als Erstes fahren wir zu einer, der ganz wenigen Werkstätten, die Blattgold herstellen - sämtliches Blattgold für ganz Burma wird ausschließlich in Mandalay hergestellt, nirgends sonst.

Flach gewalztes Goldblech wird Lage für Lage in Bambuspapier gepackt und dann stundenlang mit dem Hammer geschlagen, bis es hauchdünn wird, immer wieder wird das geschlagene Gold "ausgestanzt" und umgepackt, bis es schließlich hauchdünn ist, dann wird es zurechtgeschnitten und verkaufsfertig verpackt.
Eine sehr mühsame Arbeit, für den mit dem Hammer gilt es genügend Luft zu haben, für die beim Verpacken gilt es die Luft möglichst anzuhalten.

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Das Bambuspapier wird hier auch gleich selbst hergestellt, Bambus wird geschält in sehr dünne Streifen geschnitten und dann drei Jahre lang in Zitronenwasser eingelegt, es entsteht dabei sehr feingliedriges Bambusstroh, Papier wird geschöpft (wie bei Zellulose auch) und getrocknet, anschließend wird es mit Holzknüppeln von Hand so lange geschlagen, bis es hauchdünn und sehr reisfest ist.

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Es geht weiter zur Sandamuni Pagoda.

(Ich bitte zu verzeihen, dass ich hier keinen neuen Reiseführer schreiben kann, tiefere, detaillierte Informationen zu den jeweiligen Lokalitäten sind bitte selbst zu recherchieren, ich bin kein wandelndes Lexikon und vieles, vom Tourguide dargereichte ging auch einfach zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus, es ist schlicht unmöglich alles zu behalten und das will und wollte ich auch nie).

Es ist noch früh am Morgen, das Licht steht fantastisch, es ist kühl und herrscht eine noch ruhige Atmosphäre fern jeder Hektik die Besucherhorden zu späterer Stunde verbreiten.
Die Sandamuni Pagode beherbergt einen großen, eisernen Buddha, dessen spezielle Bedeutung mir entfallen ist, aber hier treten sich die Leute die Füße platt, um eben diesen Buddha mit Blattgold zu pflastern und dies in einem Ausmaß, dass es einem die Sprache verschlägt, die untere Hälfte der Statue ist bereit 70cm (!!!) dick mit Blattgold belegt, da kann man sich ja mal alleine den Materialwert ausrechnen.
Der ganze Tempelkomplex ist phantastisch, zwischen den weißen Stupas flanieren Paare und machen Selfies, Mönche beten und meditieren, alles hat um diese Zeit noch nicht den Charakter einer Touristenattraktion.

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Ich werde gefragt, ob ich Interesse hätte an Seidenweberei, etc. - mit der Erfahrung aus Bagan und dem Vertrauen nicht in eine Touristenfalle geschleppt zu werden sage ich zu und es lohnt sich.

Wir fahren zunächst in eine Stätte für Kunsthandwerk, es handelt sich um Holzschnitzereien, Kunststickerei.
In aller Selenruhe werden hier wahre Kunstwerke aus edelsten Materialien geschaffen, in einem Aufwand, der einen erstaunen lässt, fragt man hierzu manchmal die Preise ab, so wirken diese oft geradezu lächerlich.
Sicherlich würde ich mir nie und nimmer einen bestickten Wandteppich zuhause aufhängen, aber z.B. diese wirklich sehr schönen, ca. 30cm großen Puppen - von Hand geschnitzt, bemalt, Kleidung geschneidert und edel bestickt, etc. - sollen gerade einmal 12 U$ kosten!

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In einem großen Kloster findet um 10:30h die Mönchspeisung statt, 1500 Mönche reihen sich in einer Schlange auf um Essen zu fassen, natürlich eine Attraktion für viele geführte Touren und ebenso für "mündige Individualtouristen", dementsprechend tobt die Schlacht um den besten Fotoplatz.

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Wir gehen noch etwas auf dem Gelände umher, mir kommt ganz gelegen, dass mein Führer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist (Knieprobleme) und 68 Jahre hat er ja auch schon auf dem Buckel, somit gibt es auch keine Rennerei und keinen Stress, ich genieße gerne die Ruhe etwas abseits der Brennpunkte.
Wir schauen uns gemütlich die Küche an, Kapazität für rund 2000 Menschen, die müssten mal die Küche auf der Queen Mary II sehen und die ist noch klein, verglichen mit anderen Kreuzfahrtschiffen.

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Es geht als nächsten Etappenpunkt nun in die Seidenweberei, witzig - man trifft doch immer wieder die gleichen Leute, egal wo man hinkommt, da laufen einige Touren eins zu eins nach dem gleichen Programm ab, was mich aber auch gar nicht stört.
Hier sitzen immer zwei Mädels an einem alten, fast schon archaischen Webstuhl, sie arbeiten hier mit Schiffchen und 100 (verschiedenen) Garnen, ohne ersichtlichen Plan entstehen so kunstvolle Stoffe, oft in monatelanger Arbeit.

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Auf dem Programm stehen nun die drei ehemaligen Königsstädte Amarapura, Inwa und Sagain.

Es geht weiter in Teil II.

 
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Es freut mich, dass der Bericht doch auf Interesse stößt, mir ist schon klar einen schweren Stand zu haben mit Pagoden und Handarbeiten gegen Jacuzzi-Orgien und Jack Daniel's Nichten, nichtsdestotrotz sei versichert es gab auch hin und wieder Sex auf dieser Reise, wenn auch nicht wesentlich thematisiert!
:mrgreen:

Danke für's Feedback!:dank:
 
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Burma Tag 8 - Mandalay, Amarapura, Inwa und Sagaing Teil II

Nach der Weberei waren wir irgendwo ausgezeichnet zu Mittag essen, anschließend geht es von Amarapura über den Irrawaddy nach Sagaing.
Wir fahren über die neue Brücke mit Blick auf Sagaing Hill, links von uns erstreckt sich die alte Inwa Brücke, 1934 von den Britten erbaut, die nach wie vor in Betrieb ist, als Eisenbahnbrücke auf dem einen und als Auto-Brücke auf dem anderen Deck.

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Sagaing Hill ist gepflastert mit Pagoden und Klöstern, für Mönche und Nonnen, Buddhistischen Bildungszentren, Meditationszentren und, und, und.
Sagaing war Königsstadt im 13ten Jahrhundert, aber nur für 50 Jahre, dann wurde der Königssitz nach Inwa verlegt.
Wir fahren erfreulicherweise den Hügel mit dem Auto hoch zum Umin Thounzeh Tempel, ein Höhlentempel (nicht mehr erkennbar, da komplett verbaut), der mit 45 Buddha Statuen ausgestattet ist, Wände und Boden zieren, wie so häufig hier, wieder Glasmosaiken.

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Wir gehen ein paar Stufen hoch in dem weitläufigen Komplex an Tempeln und Pagoden zum Soon U Ponya Shin Tempel, auf großen Terrassen lässt es sich bei einer kühler Brise gut aushalten mit ein paar tollen Ausblicken auf die Umgebung, leider wieder etwas vom Dunst verwischt.

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Mit dem Aufzug fahren wir runter, steigen ins Auto und fahren zu einem kleinen Seitenarm des Irrawaddy an einen Fähranleger, wir setzen für ein paar Kyat über nach Inwa, mit der Pferdekutsche geht es weiter.
Leider hatte mir mein Guide vorher nicht mitgeteilt, dass da noch zusätzliche Kosten auflaufen würden und somit war ich jetzt blank und da natürlich kein ATM weit und breit verfügbar war, müsste ich zwischenzeitlich den Guide anpumpen.
Dazu ist auch noch zu erwähnen, kauft man eine Eintrittskarte für 10.000 Kyat für Palast oder Tempel, so gilt es diese aufzubewahren, die gilt nämlich dann auch für die anderen Tempel, die kostenpflichtig sind, das sagt einem aber keiner, somit durfte ich für irgendeinen Tempel zum zweiten Mal 10k berappen.

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Wir fahren zu einem alten Kloster, sehr beeindruckend komplett aus Teakholz gebaut und auf sehr massive Teakstämme als Fundamentpfähle gegründet.
Das Bagaya Kyaung
Ich suche mir das alles nachträglich im Reiseführer und Web zusammen!

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Es gibt tolle und aufwändige Holzschnitzereien zu sehen, an denen aber leider auch schon der Zahn der Zeit nagt und Restauration dringen angesagt wäre.
Da drinnen ist es aber so dunkel wie in einem Bärenarsch, ohne Blitz geht da rein gar nichts und mein Guide ist als Fotoassistent leider nicht zu gebrauchen.
Hier gibt es tatsächlich noch einen einzigen Mönch der auch noch Kinder unterrichtet, der hier war besonders eifrig bei der Sache:

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Wir schaukeln mit der Kutsche durch die ehemalige Palastanlage von der allerdings praktisch nichts mehr zu erkennen ist, das Gelände wurde zu Obst und Gemüseplantagen umgewandelt, wenige Fragmente (alter Swimmingpool, alter Wachturm) lassen kaum Rückschlüsse auf die Historie zu, es ist praktisch nichts mehr vorhanden, dank jahrhunderte langem Raubbau der umliegenden Dörfer, die hier alles Stein für Stein abtragen und ganz ungeniert und unbehelligt als Baumaterial wieder verkaufen.

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Wir fahren zu einem großen Steinkloster, dem Maha Aungmye Bonzan Kyaung, verglichen mit den anderen Sehenwürdigkeiten unserer Reise ist in der Gegend um Inwa recht wenig Spektakuläres zu sehen, dennoch ist die Fahrt sehr reizvoll und entspannend, ist man doch sehr Nahe am alltäglichen Dorfleben, es gibt weniger Touristenströme, man kann hier einmal durchatmen.
Das Kloster wäre wohl noch in Nutzung, hätte die Militärregierung diese nicht verboten - angeblich aus Denkmalschutzgründen, jedoch wird da nichts gemacht, sieht man von ein paar "türkisch geflickt" anmutenden Zementputzschmierereien ab.

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Steine aus der alten Palastanlage im Strassenverkauf

Mit dem Boot geht es wieder auf die andere Seite, der Fahrer wartet und zum Nachmittag steht als letzter Punkt
U Bein's bridge die berühmte Teak-Brücke bei Amarapura auf dem Programm.

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Die Brücke überspannt 1,1 Km lang einen kleinen See und besteht größtenteils aus Teakholz, welches der alten Hauptstadt Inwa entnommen wurde.
Wir sitzen in einer Bierhalle, ich genehmige mir ein kühles Myanmar Beer, während Fahrer und Guide lieber Tee trinken, Naung holt ein paar Snacks zum Futtern und wir plaudern etwas. Überhaupt ist Naung sehr nett und aufmerksam, es gibt nach jedem Stopp auch immer sehr gute, feste Feuchttücher um die Füße zu säubern (ein Muss auf Burmatouren), die nach Tempelbesuchen doch stark verdreckt sind.
Ich gehe mehr oder weniger lustlos ein paar Fotos knipsen - die Brücke und die ganze Szenerie an sich ist toll, aber das Ganze ist sehr überlaufen und Sonnenuntergangsknipsereien langweilen mich im Allgemeinen.

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Komme heim und Schatzi hat den ganzen Tag das Zimmer nicht verlassen und aus Trotz auch nichts gegessen - selbst schuld!


 
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Burma Tag 9 - Mandalay Teil I

Schatzi hat die Zeit auf der Reservebank gestern wohl gut getan und jetzt ist sie wieder lieb - habe auch mal fallen lassen, dass ich ihr lieber gleich einen Flug nach Bangkok zahle, als dass ich mich länger ihren Launen aussetzen würde!
Schatzi bietet sich sogar übereifrig als Muli für meinen Fotokram an, aber ich eröffne ihr das bleibt alles im Auto, dafür verstaut sie Wasser, Feuchttücher, Augentropfen, Brillenetuis, Ersatzakkus und Speicherkarten, Powerbank fürs Handy und Diverses in ihrem Sack von Handtasche - prima.

Naung und Tourguide (seinen Namen habe ich leider vergessen, war aber auch nicht einfach) warten wieder in der Lobby auf uns, Schatzi hat gefuttert wie ein Scheunendrescher beim Frühstück auf der Dachterrasse und der Staff dort ist herausragend, unglaublich wie die einem schon bald jeden Wunsch von den Augen ablesen wollen, da bleibt die Kaffeetasse keine 2 Sekunden trocken!
Wir werden gefragt, ob wir stonecarving sehen wollen - klar, warum nicht?

In Burma gibt es diese Eigenart, die ich von Bali gut kenne - es gibt ein Dorf, da werden Dachziegel gemacht, alle im Dorf, jedes Haus stellt Dachziegel her, im nächsten Dorf gibt es dafür Holzschnitzer - alle sind Holzschnitzer und wenn der Holzschnitzer einmal einen Haustempel braucht, dann fährt er drei Dörfer weiter, da hat er eine unglaubliche Auswahl, weil alle Haustempel machen. So ist es in Burma wohl auch, also macht in diesen Viertel in Mandalay einfach jeder in Marmor, genauer gesagt in Marmor Buddhas in allen Größen und Posen.
Früher war das auch sicher auch mal ganz OK, da hatten die noch keine Flex, aber heute würde es jeden Arbeitsschutz- und Sicherheitsbeauftragten aus den Schuhen hauen, sähe er was ich sehen muss - unfassbar!

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Der Marmor, aus den Brüchen ca. 55Km nördlich von Mandalay ist von beispielhafter Qualität, etwas Besseres habe ich noch nicht gesehen, da ist italienischer Laaser Marmor Dreck dagegen.
Die Männer "carven" in Rekordzeit Buddhastatuen, die Frauen schleifen und polieren diese mit Bimsstein auf Hochglanz, auf meine Nachfrage zu den Kosten, hier wird Buddha zum Fußpreis verscherbelt 1 feet = 200.000 Kyat, da kostet also ein 2 Meter hoher, polierter und bemalter Marmorbuddha (nach derzeitigem Wechselkurs) 937 € - Schnäppchen.

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Der Tourguide kann gar nicht verstehen, dass ich die Devise ausgebe: Schnell ins Auto und nichts wie weg!
Der versteht nichts von Kameragehäusen, Linsenaufbau von Objektiven, CMOS- Sensoren, da ist in 5 Minuten alles Schrott (ich kann gerne mal ein paar Links posten zu zerlegten Kameras/ Objektiven nach dem Besuch von Holi-Festivals), dazu sehen wir den ganzen Tag aus wie die Schneemänner und meinen Lungenkrebs hole ich mir lieber woanders.

Wir fahren zu einem großen Kloster, dort soll zu dieser Stunde die Lesung eines Obermönches stattfinden, dies wäre sehenswert, jedoch fällt diese aus, die Mönche müssen für das Examen nächsten Monat büffeln und tun dies auch konzentriert.
Eingangs habe ich einen Bezug zu Bali hergestellt, den möchte ich hier fortführen - die Buddhistischen Schriften sind alle in Balinesischer Schrift verfasst (nicht in Balinesischer Sprache wohlgemerkt), eine Ableitung aus dem Indischen Sanskrit, warum dies so ist vermag wohl niemand mehr zu sagen, jedoch lernen Mönche von Sri Lanka bis China Balinesische Schriftzeichen.

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Ich fühle mich etwas komisch, zwischen den Studierenden umher zu wandeln und dabei Fotos zu schießen, dies soll aber angeblich kein Problem darstellen, es wäre sogar willkommen.
Ein sehr netter Student begleitet uns und gibt meinem Führer geduldig Erklärungen, leider spricht er kein Wort Englisch, er freut sich aber sichtlich über unser Interesse, als ich eine Spende für das Kloster machen möchte reagierte er beinahe irritiert, nahm dann aber doch dankend an.

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Ein Kloster aus Teakholz und wohl ein weiterer wichtiger Tempel folgen (sorry - ich bringe die Namen beim besten Willen nicht mehr zusammen, irgendwann ist dann halt auch mal gut).
Soweit ich das verstanden habe ist der Tempel mit der kleineren Chedi so etwas wie das Modell für die große Chedi auf dem Mandalay Hill, die haben erstmal unten probiert, ob sie das Ding in klein hinkriegen, bevor sie dann letztendlich den großen Tempel auf dem Hügel in Angriff genommen haben (vielleicht eine Anregung für Berliner Flughafenbauer?).

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Wir gehen Richtung Auto und ich frage mich mal wieder, warum man eigentlich immer vorne am Eingang zu irgendeiner Anlage die Schuhe ausziehen muss, auch wenn man ewig nur im Dreck herumlatscht, das macht doch wenig Sinn mit total verdreckten Füßen dann letztendlich den eigentlichen Tempel zu betreten und während ich so vor mich hin sinniere fällt mir etwas auf, das mich schon in Bagan erstaunt und amüsiert hat - die kehren den Dreck!
Auch wenn es vor dem Haus statt einem Wegebelag nur Dreck gibt, so wird der mindestens 3 mal täglich mit dem Besen gefegt, da darf kein Blatt oder Steinchen auf dem Dreck liegen und wir reden hier nicht von Japanischen Zen-Gärten.

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Wir putzen wieder unsere Füße mit den dargereichten Feuchttüchern (einzeln verpackt und sehr dick und reißfest, viel besser als man so im Supermarkt zu kaufen kriegt), draußen gibt es einen kleinen Markt, Schatzi will Geld und erstmal Mandarinen kaufen, die sind allerdings sauer, so versucht sie mich anschließend damit zu füttern (vergebens).
Es folgt ein weiteres Kapitel - "Wie wir in Burma unser Geld verdienen" - ein spannendes Kapitel, wie fahren an den Irrawaddy irgendwo im Norden der Stadt.

Es gibt in vielen Ländern Süd-Ost-Asien Regionen, die sind weitaus ärmer als andere Teile des Landes, gewöhnlich zieht es die Bevölkerung dieser Regionen in die Metropolen, um ihren Lebensstandart zu verbessern.
Im bitterarmen Nord-Osten Burmas ist das nicht anders, da ziehen die Leute auch los, um fern der Heimat Geld zu verdienen, aber sie kommen nicht mit leeren Händen!

Was es am Obverlauf des Flußes und an dessen Zuflüssen reichlich gibt ist Dschungel und in diesem Dschungel gibt es reichlich gratis Bambus den man einfach gratis so schneiden kann, denn dummerweise aber niemand da oben braucht.
Mann hat reichlich Wasser und reichlich Bambus, der Fluss fließt nach Süden, wo die großen Städte liegen und da gibt es keinen Bambus, also werden Flösse gebaut, mit Sack und Pack und Kind und Kegel werden Hütten auf diesen Flössen errichtet und man flösst den Bambus 4-6 Wochen Flussabwärts, z.B. nach Mandalay.

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Auf die Idee wären sie anderswo wahrscheinlich auch gekommen, aber jetzt kommt was den Unterschied zum Burmesen macht, es wird nicht einfach der Bambus verhökert und sich an dem generierten Profit erfreut, jetzt geht erst mal richtig die Arbeit los.
Da wird nun im Akkord der Babus verarbeitet, alles erdenkliche, was aus Bambus herstellbar ist wird vor Ort gefertigt und zwar von allen, die auf eigenen Füßen laufen können, vom Kleinkind bis zum Greis.
Bambus wird geteilt, gesplittet, geschält, gebogen, zu Matten geflochten, zu Zaunelementen verarbeitet, Wandverkleidungen, was es aus Bambus gibt wird hier direkt von den Flößerfamilien z.T. auf der Strasse hergestellt, verkauft, auf LKW verladen, versandt.
So lange Bambus da ist wird gearbeitet und dann geht das Spiel wieder von vorne los.

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Vor dem Mittagessen geht es noch ein paar Treppen hoch zu einem weiteren wichtigen Tempel (ich habe mittlerweile resigniert),
Schatzi und der Tourguide beten für ein besseres nächstes Leben und ich für etwas zu Futtern.

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Nach dem Mittagessen geht es weiter.


























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Es freut mich, dass der Bericht Anklang findet und die Bilder gefallen - es ist immer schwierig hier eine Auwahl zu treffen, oft noch schwieriger auf Bilder zu verzichten, gibt es doch so viele davon und während einige notwendig sind zur Dokumentation, wären andere doch so viel schöner.

Letztendlich geht es darum einen Gesamteindruck zu vermitteln und wie im Titel schon thematisiert, ist dieser Bericht als Homage gedacht, als kleines Dankeschön an die Menschen in Burma, für die herzerwärmende Gastfeundschaft die sie uns geschenkt haben.
 
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Burma Tag 9 - Mandalay Teil II

Wir werden gefragt was wir essen wollen und verdutzt antworte ich, na ja - orginal Burmesich halt, rice & curry oder was es sonst so gibt - authentisch, local food!
Wir stoppen vor einem netten Restaurant, hinter Glasvitrinen gibt es alles mögliche an Speisen und praktischerweise sind die auch Burmesisch beschriftet, der Führer fragt mich was ich will und ich frage mal eben, was ist dies und was ist dass, Hirschcurry wollte ich auf jeden Fall probieren, beim Rest machte ich es kurz und sagte es solle einfach mal querbeet alles bestellen, was vier Mägen so brauchen um satt zu werden und im Zweifel noch etwas mehr.
Der Tisch war wieder brechend voll, wir haben ausgezeichnet gegessen und da ich da draußen auch noch eine ganze Abteilung mit Süßspeisen, bzw. Nachtisch gesehen hatte schickte ich Naung mit Schatzi mal los was davon für uns auszusuchen.
Knüppelsatt ging es dann irgendwann weiter, gekostet hat die ganze Nummer wieder irgendwas zwischen 10 und 15 € (wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt Burma wäre teuer???)

Naung bringt uns jetzt zu einem weiteren Teakholzkloster, es gibt hier neben reichlich altem Holz auch jede Menge fast schon grotesk aufgebrezelte junge Damen, der ein oder anderen wäre ich gerne beim Ablegen ihrer langen Kleider behilflich - ein paar Jungs geben die Fotografen, sie stehen zwar auf der falschen Seite der Holzhütte um vernünftiges Licht zu haben, dafür werden jedoch lautstark und hektisch Regieanweisungen an die posenden Mädels vergeben.
Es handelt sich wohl um die Feiernden einer Art Vordiploms - für Business School - aha!

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Wir sind am Shwenandaw Kyaung Kloster

Urspünglich war das Gebäude Teil des Königlichen Palastes in Amarapura, hier mit Gold und Glasmosaiken reichlich verziert, es wurde dort abgebaut und mit der Verlegung der Hauptstadt nach Mandalay hier als Kloster wieder errichtet.
Innen wie außen gibt es prächtige Holzschnitzarbeiten, z.T. schon sehr verwittert, jedoch läuft hier auch bereits die Restauration.

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Die Kuthodaw Pagoda

Was ich an Tag Eins in Mandalay bei meinem Ausflug mit Schatzi für die Kuthodaw Pagode hielt, war wie es sich nun herausstellt, die Sandamuni Pagode, warum wir zwei Tage vorher jedoch nicht auf den Eisernen Buddha mit seiner tonnenschweren Blattgoldauflage gestoßen sind kann ich auch nicht mehr nachvollziehen.

Die Kuthodaw Pagode bildet eine 57m hohe Chedi, die als Abbild der Shwezigon Pagoda bei Bagan geschaffen wurde, um den zentralen Platz mit der Chedi reihen sich 729 weiße Schreine, die jeweils eine Marmortafel enthalten, hier ist immer eine Seite der Tipitaka in Goldlettern eingraviert, der heiligen Schrift des Theravada Buddhismus - der gesamte Pali Canon.
Somit wird die Kuthodaw Pagode als größtes Buch der Welt bezeichnet.

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Die Anlage ist eine wahre Oase, kühl - mit Schatten spendenden Bäumen und könnte so schön sein, wären da die Chinesen nicht!

Wir treffen auf eine Gruppe chinesischer Fotografen, die sich in guter deutscher Fotoclubtradition mit einem totalen Overkill an Ausrüstung behängt hat, dazu noch jeder einen fetten Fotorucksack auf dem Rücken, haben die wohl ihr gesamtes (fototechnisches) Hab und Gut dabei.
Die belagern wie die Aasgeier eine kleine Andenkenverkäuferin ob ihres Tanaka Make-ups. Ich schaue mir das eine Weile an un denke mir meinen Teil, eine dicke Chinesin, behängt mit zwei D810 mit je Nikkor 70-200/2.8 und Nikkor 14-24/2.8 (Kostenpunkt 10.000€) führt sich auf wie Sau, die Kleine wird etwas ungehalten, denn kaufen wollen die nichts, nur knipsen.
Ich gehe mal zum Gegenangriff über und fange an deutlich auffällig knipsende Chinesen abzuschießen, was die einigermaßen irritiert - bingo!

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Die Kleine hat mit Tanaka Blätter auf die Wangen gemalt und Schatzi will das nun auch, sie fängt an zu schminken, als ich ein paar Fotos von der Aktion machen will, lehnt sich doch das fette Chinesentrampel an mich und versucht sich so an meine Position zu schieben - gebe der Kleinen 1000 Kyat und nix wie weg.

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Das Finale ruft - auf zum Mandalay Hill

Der Legende nach geht die Gründung der Stadt Mandalay auf eine Prophezeiung des Gautama Buddha zurück (Siddharta Gautama).
Buddha selbst kam auf den Mandalay Hill, der im Volksmund Froschhügel genannt wird, da er von einer Seite den Umrissen eines Frosches ähnelt, eine Ogress (weibliches Fabelwesen) erkannte Buddha und wollte ihm huldigen, da sie nichts hatte zum opfern, schnitt sich die Ogress die Brüste ab und gab sie Buddha. Da lachte er, er deutete auf die Stelle des heutigen Mandalay und sagte zur Ogress: Dort wird eine große Stadt entstehen, die Hauptstadt eines Königreiches und Du wirst der König sein im Jahre 2400 nach meinem Tod.
Die Stadt wurde von König Mindon am 13ten Februar 1857 gegründet um die Prophezeiung Buddhas zu erfüllen , die Sakralbauten am Mandalay Hill waren schon vorher da.

Portal zum Mandalay Hill

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Wir fahren mit dem Auto auf etwa halbe Höhe des Hügels zur Statue des prophezeienden Buddhas, dem Shweyattaw Buddha
Das Bildnis zeigt Buddha, auf die Stelle der späteren Königsstadt deutend, zu seinen Füßen die in verehrende Ogress.
Die Statue des Buddha ist, bis auf den angesetzten rechten Arm, aus einem Stück Teakstamm geschnitzt und vergoldet.

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Wir steigen weiter die Treppenanlagen hoch und mein Leiden beginnt, hatte ich am Fuß des Hügeln noch ein leichtes Grummeln in der Magengegend verspürt, so bahnte sich jetzt, meteorlogisch gesprochen, ein kleines Gewitter an, erste Donnerschläge waren schon zu vernehmen und die Windstärke in meinem Gedärm schien stetig zuzunehmen, meine Schritte wurden kleiner und der Gesichtsausdruck härter (wenn nur hoffentlich alles so hart wie meine Gesichtszüge beibt).
Meine beiläufige Frage nach einer Toilette wird von Guide einfach ignoriert, ist er jetzt doch in seinem Element um über die weiteren Prophezeiungen Buddhas zu referieren, was mich nur leider momentan am allerwenigsten interessiert!

Ich habe meine Hoffnung in den Gipfel des heiligen Hügels gesetzt, wären wir doch besser nach Essen gefahren, in die Villa Hügel, da könnte ich nun majestätisch thronen, aber hier - der Horror, ich kann mir ja denken, was mich im besten Fall erwartet, sicher kein Villeroy & Boch und ich bin barfuss (!!!), ich halte schon verzweifelt Ausschau nach Alternativen, aber links und rechts der Treppen gibt es nur steile Hänge mit kargem Gestrüpp - kein rettender Busch in Sicht.
Das Gewitterchen entwickelt sich zu einem Wirbelsturm, morgen habe ich sicher Muskelkater in den Schließmuskeln und nur keine zu großen Schritte machen, ruhig atmen und nicht husten denke ich mir, die elendigen Treppen immer zügiger hoch kraxelnd.
Der Typ geht mir jetzt auf die Nerven, ich will nix mehr hören von Buddha und auch nicht mehr vor irgendwelchen Wächterschlangen stehen bleiben, ich werde da oben in irgendein verschissenes Stehklo stürmen, vorher hoffentlich nicht in die Hose kacken und zur Not meine übelst versifften Füße mit der eigenen Pisse waschen, male ich mir voller Vorfreude aus.
Wir kommen endlich oben an, jetzt fällt Schatzi ein, dass sie auch ganz dringend Pipi muss, der Tourguide scheint unser Ansinnen wenig Ernst zu nehmen, da lasse ich mal die Anfrage etwas lauter ausfallen: Where's the FUCKING TOILET???

Es stellt sich heraus, die öffentliche Toilette ist geschlossen, da kein Wasser läuft, ich denk ich flippe aus - die Verzweiflung in meinem verzerrten Gesicht, ablesend - erbarmt sich die Toilettenkassiererin und gestattet uns den Besuch ihrer Bedürfnisanstalt,
Ich renne ein paar Treppen runter, jetzt greift keine Taktik mehr - Hurrican Kathrina zerfetzt gerade meine Eingeweide, Schatzi hinterher, ich schreie noch: Gimme tissues! springe in die nächsten Badelatschen die im Weg liegen, reiße Tür auf und Hose runter und explosionsartig entlädt sich mein Darm, mit Geräuschen die Schatzi nebenan in schallendes Gelächter versetzen.
Ich schaue mich zum ersten Mal um und ich fasse es kaum, die Toilette ist blitzsauber (zumindest war sie es vor drei Minuten noch), etwas peinlich berührt versuche ich noch die gröbsten Zeugnisse meiner Notlage mit scharfen Pinkelstrahl in das Loch im Boden zu spülen - nix wie weg, fetter Tipp und gleich irgendwo in der Menge untertauchen denke ich mir.

Da oben auf der Terrasse ist es ganz nett, aber es brennt noch immer die Sonne und was sollen wir jetzt noch über eine Stunde auf einen weiteren, langweiligen Sonnenuntergang warten?

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Der Guide will mir nach was über die Buddhas da oben erzählen, aber ich kann nicht mehr.
Wir beschließen wir fahren heim und trinken noch alle etwas zusammen, bei uns auf der Dachterrasse.
Endlich ein frisches Bier nach einem wirklich anstrengenden Tag, Naung bringt uns morgen früh wieder zum Airport, wir fliegen nach Heho nördlich vom Inle Lake.

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Burma Tag 10 - Inle Lake Teil I

Wir stehen auf, Schatzi hat ruck zuck unseren ganzen Kram gepackt, während ich wichtige, geschäftliche Dinge erledige (TAF lesen), es wird noch schnell geduscht, Schatzi hat mir schon die Klamotten für die Reise hingelegt (sie macht sich langsam).
Zum Frühstücken ist es leider noch zu früh, gerne hätte ich noch einmal die schöne Dachterrasse genutzt, aber wir müssen los zum Flughafen, Naung wartet schon und es stellt sich heraus, dass die Bevölkerung von Mandalay nicht gerade zu den Frühaufstehern gehört, morgens um sechs ist da noch nicht viel los auf den Strassen.

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Bild vom Vorabend

Alles gewohnt entspannt am Flughafen, die Sonne geht auf und kurz darauf fährt uns der Bus wieder ein paar Meter zum Flieger, Am Flughäfchen Heho angekommen, gibt es natürlich keinen Bus - lohnt wohl nicht, da wird halt gelaufen die paar Meter bis zum "Terminal", echt cool und wieder so nett die Leute, bin fast sicher beim zweiten Besuch kennen die dich schon alle mit Namen!

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Eigentlich hatte der Guide von Bagan auch hier einen Kumpel arrangiert, der uns hätte abholen sollen, es war aber niemand da, nach einem Telefonat habe ich dann doch ein Taxi genommen, wollte handeln, aber die Jungs haben alle einen (wirklich fairen) Festpreis - waren glaube ich 20k, ist aber auch eine Stunde Fahrt.
Es geht die Berge hinunter, die Fahrer haben es auch nicht einfach hier, Rechtsverkehr und du hockst auf der falschen Seite im Auto, ohne Beifahrer wird überholen da sehr schwierig.
Btw - in Yangon hat mir eine Schweizerin eröffnet, wie das abgelaufen sein soll, mit der Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr in Burma, ein Wahrsager soll dem macht habenden General vorausgesagt haben, dass er auf der linken Straßenseite überfahren wird, da hätte er über Nacht die Umstellung auf Rechtsverkehr angeordnet (wahrscheinlich hat der Wahrsager nur seinen Wunsch artikulliert).

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Den Berg hoch schlängelt sich auch eine alte Schmalspur-Bahnstrecke, der Taxifahrer hält ungefragt an einer Eisenbahnbrücke und wartet geduldig, damit ich ein paar Fotos machen kann, kostenloser Zusatzservice ala Burma!
Links und rechts der Strasse ist alles braun, die Vegetation sieht bald aus wie bei uns mit Herbst, Bäume tragen Herbstlaub oder haben bereits die Blätter komplett abgeworfen, trockenes Gras, braunes Buschwerk.

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Weiter unten in der Ebene am See, das genaue Gegenteil, üppige Landwirtschaft, Blumenfelder, Zuckerrohr, Tabak, Baumwolle, auf den Äckern gehen bunt gekleidete Frauen ihrer Beschäftigung nach, Männer arbeiten mit Einachsschleppern und Wasserbüffel grasen.
Dazu am Morgen tolles Licht, da muss ich doch später mal los, ein paar Fotos machen.

Ich hatte mit dem Gedanken geliebäugelt, so einen Bungalow in einem dieser Floating Hotels zu buchen, diese Hotelanlagen sind direkt in den See gebaut, oft sind sie aber ausschließlich mit dem Boot erreichbar und das hat dann für mich gleich etwas von Gefängnischarakter, wenn ich nicht hingehen kann wo ich will und wann ich will, dann fühle ich mich eingesperrt.
Ich bin im Nachhinein heilfroh, dass ich es nicht gemacht habe - wir checken ein in unserem Hotel in Nyaung Shwe, dem Cassiopaia Hotel - perfekt, alles richtig gemacht!

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Nyaung Shwe liegt nörd-östlich vom eigentlichen Inle Lake und ist mit diesem mit einem Kanal verbunden, es ist die einzige "Stadt" (wohl leicht übertrieben), der größte Ort mit touristischer Infrastruktur, hier gibt es Supermärkte, Restaurants in allen Facetten, Hotels und Guesthouses, man kann die Gegend auch auf eigene Faust mit Fahrrädern erkunden oder (spottbillig) Tuk-Tuk mieten, alles andere ist auch schnell und günstig mit dem Boot erreichbar.
An anderen Orten rund um den See ist da eben oft nur das Hotel und Privathäuser der Bauern, Fischer, etc.
Wer hier Bars, Nightlife, Discos oder Sonstiges erwartet ist komplett falsch, gehst du hier abends um 22:00h noch mal auf die Strasse, dann wirst du außer Hunden niemanden mehr treffen.

Der Manager vom Cassiopaia ist ausgesprochen nett, sehr hilfreich und spricht ein perfektes Englisch, er hat gleich ein paar Tipps für uns parat und die ganztägige Boottour für morgen ist auch schon gleich gebongt (Longtailboot für 20.000 Kyat, ein spezielles Kloster kostet noch mal 5k extra - mal sehen).
Zum Mittagessen schickt er uns in ein kleines Shaun Restaurant neben dem Markt - das Sin Yaw bietet ausgezeichnetes Essen zum kleinen Preis und dazu sagenhafte Drinks aus Tamarinde, Ingwer, Honig, Limette, etc, Geheimtipp ist es wohl keiner mehr, das Restaurant ist immer knalle voll, auf Plätze wird auch gerne gewartet, wir haben Glück und sitzen draußen.
(Gerichte kosten 2-3€).

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Sie wird doch wohl nicht...?

Wir schlendern noch etwas durch den tollen und farbenfrohen Markt, Schatzi muss irgendetwas kaufen, sie will große Orangen, ich erkläre ihr, das sind Pampelmusen und die sind sauer, aber Schatzi will nicht hören - auch gut.
Gehen raus und auf dem Weg zurück zum Hotel (max 1Km) scheint irgendwo etwas los zu sein, eine ganze Prozession von Fahrzeugen jedweder Art karrt Leute wohl zu einem weiteren Buddha-Fest.

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Ich habe große Probleme mit meinen entzündeten Augen und nach dem stressigen Tag gestern, möchte ich heute einfach nur relaxen, auch habe ich für mich und diesen Urlaub die maximale Dosis an Tempeln und Pagoden erreicht und brauch nun etwas Entspannung davon.
Wir gehen über die Strasse, da ist ein großes Spa und buchen je 1,5h Burmesische Massage (trocken wie Thai), Schatzi wollte lieber Ölmassage und ich eigentlich auch, aber für die hier aufgerufenen Preise kann sie das knicken vermittele ich ihr.
Die Preise waren in U$ aufgeführt (dann wird es immer teuer) und ich sehe nun wirklich nicht ein 70 Dollar für zwei Ölmassagen hinzulegen.


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Burma Tag 10 - Inle Lake Teil II

Massage und Ambiente waren sehr gut, leider kriegt Schatzi wieder die Hübsche und ich die Hässliche, dafür konnte meine aber wohl besser massieren und ich hatte etwas Aussicht.

Wir gehen ins Hotel, ich würde gerne etwas in der Gegend herumfahren, aber die kostenlos angebotenen Chinesenfahrräder kommen meinem Entspannungsgedanken wenig entgegen (heute mache ich Wellness Day!), dann doch lieber Tuk-Tuk!
Der Manager meint kein Problem, wo ich denn hin möchte und wie lange - ich sage egal, einfach etwas in der Gegend herumfahren - countryside.
Er schlägt vor etwas den See runter zu fahren, da gäbe es auch etwas weiter unten eine schöne alte Holzbrücke und dann wäre da noch ein Weingut am Hang, mit wunderbaren Blick auf den sunset (schon wieder -grrr).
Ich frage, was das denn kosten soll und er meint, bis zum Sonnenuntergang 8000 Kyat (ca. 4 Stunden!) - gebongt!

5 Minuten später kommt ein Ungetüm von einem Vehikel, wir steigen auf, sitzen schön im Schatten und zuckeln los, Schatzi füttert mich mit Mandarinen und die Landschaft zieht an uns vorbei - eine eher öde Landschaft, im Gegensatz zu üppig grünen Feldern durchsetzt mit bunten Blumen, fahren wir durch (meist schon abgeerntete) Zuckerrohrfelder, ab und zu steht Tabak und ein paar magere Sonnenblumen, aber mir ist das gerade ganz egal, da muss ich schon nicht aussteigen um Fotos zu machen - heute ist ja Wellness Tag.

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Wir bleiben bei einem Zuckrohrbauern stehen, die Frauen schneiden das Rohr, die Männer packen es auf Ochsenkarren, da zeigt sich wieder einmal die Liebenswürdigkeit dieser Leute, der Bauer unterbricht seine Arbeit, kommt zu mir, schneidet und schält ein Stück Zuckerrohr für uns zum Probieren, die Frau die unablässig ihrer Arbeit nachgeht wird angehalten gefälligst fürs Foto zu posieren und das geschieht eben nicht in Erwartung von ein paar Kyat (die ich auch nicht gebe), das machen die einfach aus Gastfreundschaft.

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Der Tuk-Tuk-Fahrer bringt uns gemütlich zu einem endlos langen Teakholzsteg (der ist sicher viel, viel länger als die Brücke in Amarapura), sie verbindet wohl ein Dorf mit dem Ufer, wir gehen ein Stück, bis zum Dorf erscheint es aber zu weit, wir wollen heute ja noch etwas anderes sehen als nur Holzsteg mit links und rechts schwimmenden Gemüsegärten.
Die schwimmenden Gärten haben als Basis Schwimmpflanzen, genauer gesagt Wasserhyazinthen auf den aufgebaut wird.

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Die Hütten bewohnt niemand, das ist "Pausenraum" und Unterstand im Feld

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Gemüsebauern machen Feierabend

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Wir fragen den Fahrer wo es nun hingeht und er sagt back - oha, war's das schon?
Dann kriege ich aber irgendwie heraus, dass er uns nun doch zum vineyard fährt - na gut, schau'n mer mal!

Unterwegs zuckeln wir an vielen Touristen vorbei, die sich mit ihren miesen Chinesenrädern abplagen, nur Chinesen sieht man auf den Drecksdingern nicht.

Unweit Nyaung Shwe geht es etwas den Hügel hoch, zum Red Mountain Vineyard(Wine in Myanmar | Red Mountain Estate Vineyards & Winery).
Ein kleines, wirklich malerisches Weingut, hier haben sich Europäer doch alle Mühe gemacht um ein wahres Kleinod in der Burmesischen Pampa zu schaffen, Schatzi ist ganz begeistert und will in den blumengesäumten Weinbergen umherwandeln um Fotos zu machen, aber ich habe Wellness Day und schaue schon mal lieber was es so zu trinken gibt.
Ich bestelle mal ein Probierset, 5 Weine, den dritten Weißen habe ich mal gegen einen Rosé austauschen lassen (mag kein Zuckerwasser), frage Schatzi was sie will und sie muss das natürlich auch haben (sie mag zwar keinen Wein aber da ist sie dann stur - von mir aus).
Nach dem Test bestelle ich eine Flasche von dem trockenen Rosé, der in Richtung Rioja Rosado geht, lehne mich gemütlich zurück (da Wellness Day) und wir haben bald ein nettes Gespräch mit den Leuten, die den Tisch mit uns teilen - das tut auch mal gut, ist die Konversation mit Schatzi doch sehr mager.

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Schatzi geblitzdingst

Ich trinke die Flasche Wein natürlich alleine, da Schatzi doch lieber auf Wasser umsteigt, welch Überraschung, mit Sonnenuntergang macht der Laden dicht, alles bricht auf, wir wecken unseren Fahrservice und es geht zurück ins Hotel, der war mit uns nun fast 5 Stunden unterwegs, kriegt von mir 10.000 Kyat und freut sich wie Bolle.
Ich lasse Badewasser ein (wegen Wellness Day) lutsche mal in weiser Voraussicht ein Tütchen mit schwarzem Johannisbeergeschmack, Schatzi will nur duschen und anschließend Handydaddeln, das Handy habe ich ihr dann beiseite gelegt, als ich aus dem Bad kam - ACTION!

Wir sind anschließend noch auf so ein Rooftop-Restaurant was essen und dann auch bald ins Bett, geht es morgen früh doch auf die große Bootstour.

 
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Burma Tag 11 - Inle Lake Teil I

Wir frühstücken, ich kann es kaum noch aushalten, seit drei Tagen schlucke ich nun schon dauernd Schmerztabletten, das rechte Auge ist komplett Blutunterlaufen, brennt und pocht, ist extrem licht- und zugempfindlich, das Linke ist auch schon knalle rot, manchmal kann ich nicht mehr richtig sehen, ich kriege es bald mit der Angst, wie soll ich denn noch etwas organisiert kriegen, wenn ich nicht mehr richtig sehen kann - mit Schatzi als Backup landen wir todsicher in Bhutan oder Turkmenistan?
Der Manager sagt, hier würden die Leute in diesem Fall ein Beetleblatt aufs Auge legen, dies würde den Schmerz lindern und entzündungshemmend wirken, habe zwar meinen Zweifel, dass das eine Virusinfektion kurieren kann, jedoch würde ich schon bald nach jedem Strohhalm greifen, die Augentropfen der Ärztin habe ich abgesetzt, die brennen nur höllisch und bringen keinerlei Besserung, im Gegenteil.

Nach dem Frühstück wartet der Bootsführer auf uns, er latsch vorne weg zum Kanal wie ein Kampfstier und Schatzi kommt da nicht mehr mit, ich hole mir am nächsten Beetlnut Stand ein Blatt for free und lege es unter der Sonnenbrille auf mein lädiertes Auge, keine Ahnung ob das wirklich etwas nützt, dennoch war es eine super Idee, das Blatt schützt zumindest das Auge mal vor der direkten Zugluft im Boot und auch vor der Sonne, es tut gut.
Unser Captain ist sehr wortkarg und spricht auch kaum Englisch, ist aber auch egal, er weiß wo's hingeht und wir sind die Passagiere.

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An der Kanalmündung in den See machen wir die erste Begegnung mit den berühmten Einbeinruderern, es ist schon faszinierend ihnen zuzusehen, wie sie auf einem Bein an der Spitze des wackeligen Bootes stehen, das Boot mit dem anderen Bein rudern und manövrieren, dabei wie selbstverständlich mit den Händen andere Arbeiten ausführen, Körperkoordination und Balancegefühl sind hier schon stark gefordert.

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Am Inle Lake leben zwei verschiedene Ethnien die eigentlichen "Festlandsbewohner", die ursprüngliche Bevölkerung der Shan wurde um die "Seebewohner" der Intha erweitert, die Intha sind im 18ten Jahrhundert aus dem Süd-Osten des Landes immigriert auf der Flucht vor Invasoren aus dem benachbarten Thailand.
Da ihnen kein Land zugesprochen wurde, bauten sie ihre Wohnstätten direkt in den See, sie entwickelten die Kultur der schwimmenden Gärten, um überhaupt nutzbares Agrarland zu schaffen.
Hierbei werden auf schwimmenden Wasserhyazinthen, mit Schilf, Reisig, Kompost, Beete kultiviert, die auf der Wasseroberfläche treiben, die schwimmenden Beete werden mit Pflöcken am Seegrund gesichert, die so geschaffenen, landwirtschaftlichen Flächen sind damit unabhängig vom Wasserstand des Sees.

Schatzi hat mal wieder meine Jacke an und ich habe vorsichtshalber den Pulli mitgenommen, es ist knackig frisch im Fahrtwind des Bootes über dem See, das Boot kostet 20.000 Kyat für den ganzen Tag, egal ob da nun 2 oder 8 drauf sitzen!
Ich bin heilfroh das Blatt auf dem Auge zu haben, schätze ohne wäre die Bootstour heute bald zu Ende gewesen.

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Der erste Stopp steht an, irgendein Kloster oder Tempel am Westufer des Sees, die Phaung Daw U Pagoda.

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Ich kann keine Tempel mehr sehen, was sollte da auch schon Besonderes sein, was wir in Yangon oder Mandalay nicht gesehen hätten, denke ich mir - lasse den Tempel rechts liegen und wir gehen zwischen Andenkenständen zu einem Markt und der ist wieder richtig klasse, trotz meines Triefauges und dem nervigen, ständigen Wechsel von Sonnen- auf Lesebrille (sonst erkenne ich ja nicht was ich auf der Knipse einstellen muss) habe ich doch einige Fotos geschossen und mich sogar hinreißen lassen, das Objektiv zu wechseln.

Wir probieren ein paar kulinarische Sachen, von denen wir nicht wissen was es ist, Schatzi muss von den großen, frittierten Fladen gleich zwei haben, mag sie nicht, ich auch nicht, dann seh' mal zu wie du die an den Mann bringst!
Wir wandeln etwas in dem wirklich sehr attraktiven Markt, bis die Touristenströme derart zunehmen, dass es nur noch ein einziges Geschiebe ist, dabei ist zu beobachten, dass die eigentlichen Marktkunden wenig Rücksicht auf die Interessen der Foto-Touristen nehmen, stehen dir Tag für Tag Horden von Bleichgesichtern bei deinem (benötigen) Einkauf im Weg herum, dann würde jeder von uns wohl ebenso reagieren.
Auf dem Rückweg zum Boot will ich doch wieder von Festbrennweite zu Zoom-Objektiv wechseln (einfach flexibeler) und suche einen Ort, an dem die Staubentwicklung nicht so hoch ist (auf dem Markt mache ich das sicher nicht), also gehen wir doch noch mal in die Pagode, dort stehen 5 kleine Goldklumpen, das waren einmal Buddha Figuren, im Laufe der Zeit wurden sie nun derart mit Blattgold überzogen wurden, dass sie nicht mehr erkennbar sind.

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War ich mit der romantisch, naiven Vorstellung von einfachen Schilfhütten und primitiven Holzhäuschen im See an den Inle Lake gekommen, so wurde ich nun überrascht von der komplexen Infrastruktur die hier vorherrscht, da gibt es große Dörfer, mit mehrstöckigen Gebäuden, Stromnetz ist überall vorhanden, in der allerletzten Pampa funktioniert Telefon und Internet, praktisch alles gibt es zu kaufen, Restaurants überall, Tempel.

Wir stoppen bei einer Werkstatt, die Boote herstellt, zu sehen gibt es nicht viel (so ein Boot ist auch wenig spektakulär), nebenan rollen Frauen diese (für hier) typischen, grünen Zigarren, als Referenz für die Dicke und als Stopfhilfe haben sie "Zeitungspapier-Rohlinge" zur Hand, leider kann sich keine ein Lächeln abgewinnen, erklärt wird einem hier auch nichts, die stetig wechselnden Touristengruppen werden einfach ignoriert, daran erkennt man wohl, dass hier die Produktion im Vordergrund steht und nicht die
Bespaßung von Touris.
Die Damen hier fertigen die eher dünnen Exemplare, die Stumpen gibt es auch 4cm dick, das macht was her, wenn Oma die qualmt.

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Wir fahren weiter, nächster Anlegepunkt ist eine Weberei, die Intha stellen hier traditionelle Stoffe für ihre Tracht her, die Baumwolle wird direkt auf dem See angebaut. Es wird auch Seide gesponnen und gewebt, allerdings gibt es diese hier nicht, soweit ich das richtig verstanden habe, die Seide wird wohl als Rohprodukt zugekauft.

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Was auffällt - alle Dörfer, jeder einzelne Garten auf dem Wasser ist mehr oder weniger solide umzäunt, wenn auf einer Parzelle ein paar Beete mit Tomaten sind, dann wird da Abends die Gartentüre abgeschlossen!

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