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Burma Tag 8 - Mandalay, Amarapura, Inwa und Sagain Teil I
Gestern hätte ich eigentlich unseren Tourguide für Mandalay Starsky treffen sollen, der Freund von Kokyaw, nun er hatte schon eine Tour mit Gästen in Mandalay, die waren wohl so von ihm angetan, dass sie ihn mit nach Bagan genommen haben und anschließend auch zum Inle Lake, da wir ja praktisch von "sofort auf jetzt", erst am Abend vorher durch Kokyaw vermittelt wurden, konnte er sich seinen Kunden gegenüber schlecht verweigern.
Wir telefonierten, da war er bereits in Bagan, er versicherte die Dienste seines Sohnes, der die Touren kennt jedoch keine qualifizierte Ausbildung zum Fremdenführer hat und über die historischen Fakten somit wenig zu berichten hat, er hätte jedoch einen Freund, der Tourguide wäre und ihn ab und zu vertritt - ich sagte zu.
Um 8:00 Uhr oder um 8:30h sollte es losgehen, ich stellte meinen Handyalarm, stand morgens auf, duschte, ging zum ausgezeichneten Frühstück aufs Rooftop und da Schatzi am Vorabend "monkey day" gefeiert hat und nun keine Anstalten machte alleine aufzustehen und ich auch gar nicht einsah mich noch einmal mit ihr herum zu ärgern, legt ich ihr "großzügig" 10.000 Kyat hin und war weg!
Fahrer und Guide warteten schon in der Lobby - oh, sorry - she's not feelig well this morning, maybe pregnant (he,he) und auf geht's!
Als Erstes fahren wir zu einer, der ganz wenigen Werkstätten, die Blattgold herstellen - sämtliches Blattgold für ganz Burma wird ausschließlich in Mandalay hergestellt, nirgends sonst.
Flach gewalztes Goldblech wird Lage für Lage in Bambuspapier gepackt und dann stundenlang mit dem Hammer geschlagen, bis es hauchdünn wird, immer wieder wird das geschlagene Gold "ausgestanzt" und umgepackt, bis es schließlich hauchdünn ist, dann wird es zurechtgeschnitten und verkaufsfertig verpackt.
Eine sehr mühsame Arbeit, für den mit dem Hammer gilt es genügend Luft zu haben, für die beim Verpacken gilt es die Luft möglichst anzuhalten.
Anhang anzeigen DSC_9451_141.jpg
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Anhang anzeigen DSC_9459_144.jpg
Das Bambuspapier wird hier auch gleich selbst hergestellt, Bambus wird geschält in sehr dünne Streifen geschnitten und dann drei Jahre lang in Zitronenwasser eingelegt, es entsteht dabei sehr feingliedriges Bambusstroh, Papier wird geschöpft (wie bei Zellulose auch) und getrocknet, anschließend wird es mit Holzknüppeln von Hand so lange geschlagen, bis es hauchdünn und sehr reisfest ist.
Anhang anzeigen DSC_9453_142.jpg
Es geht weiter zur Sandamuni Pagoda.
(Ich bitte zu verzeihen, dass ich hier keinen neuen Reiseführer schreiben kann, tiefere, detaillierte Informationen zu den jeweiligen Lokalitäten sind bitte selbst zu recherchieren, ich bin kein wandelndes Lexikon und vieles, vom Tourguide dargereichte ging auch einfach zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus, es ist schlicht unmöglich alles zu behalten und das will und wollte ich auch nie).
Es ist noch früh am Morgen, das Licht steht fantastisch, es ist kühl und herrscht eine noch ruhige Atmosphäre fern jeder Hektik die Besucherhorden zu späterer Stunde verbreiten.
Die Sandamuni Pagode beherbergt einen großen, eisernen Buddha, dessen spezielle Bedeutung mir entfallen ist, aber hier treten sich die Leute die Füße platt, um eben diesen Buddha mit Blattgold zu pflastern und dies in einem Ausmaß, dass es einem die Sprache verschlägt, die untere Hälfte der Statue ist bereit 70cm (!!!) dick mit Blattgold belegt, da kann man sich ja mal alleine den Materialwert ausrechnen.
Der ganze Tempelkomplex ist phantastisch, zwischen den weißen Stupas flanieren Paare und machen Selfies, Mönche beten und meditieren, alles hat um diese Zeit noch nicht den Charakter einer Touristenattraktion.
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Ich werde gefragt, ob ich Interesse hätte an Seidenweberei, etc. - mit der Erfahrung aus Bagan und dem Vertrauen nicht in eine Touristenfalle geschleppt zu werden sage ich zu und es lohnt sich.
Wir fahren zunächst in eine Stätte für Kunsthandwerk, es handelt sich um Holzschnitzereien, Kunststickerei.
In aller Selenruhe werden hier wahre Kunstwerke aus edelsten Materialien geschaffen, in einem Aufwand, der einen erstaunen lässt, fragt man hierzu manchmal die Preise ab, so wirken diese oft geradezu lächerlich.
Sicherlich würde ich mir nie und nimmer einen bestickten Wandteppich zuhause aufhängen, aber z.B. diese wirklich sehr schönen, ca. 30cm großen Puppen - von Hand geschnitzt, bemalt, Kleidung geschneidert und edel bestickt, etc. - sollen gerade einmal 12 U$ kosten!
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In einem großen Kloster findet um 10:30h die Mönchspeisung statt, 1500 Mönche reihen sich in einer Schlange auf um Essen zu fassen, natürlich eine Attraktion für viele geführte Touren und ebenso für "mündige Individualtouristen", dementsprechend tobt die Schlacht um den besten Fotoplatz.
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Wir gehen noch etwas auf dem Gelände umher, mir kommt ganz gelegen, dass mein Führer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist (Knieprobleme) und 68 Jahre hat er ja auch schon auf dem Buckel, somit gibt es auch keine Rennerei und keinen Stress, ich genieße gerne die Ruhe etwas abseits der Brennpunkte.
Wir schauen uns gemütlich die Küche an, Kapazität für rund 2000 Menschen, die müssten mal die Küche auf der Queen Mary II sehen und die ist noch klein, verglichen mit anderen Kreuzfahrtschiffen.
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Anhang anzeigen DSC_9527_157.jpg
Es geht als nächsten Etappenpunkt nun in die Seidenweberei, witzig - man trifft doch immer wieder die gleichen Leute, egal wo man hinkommt, da laufen einige Touren eins zu eins nach dem gleichen Programm ab, was mich aber auch gar nicht stört.
Hier sitzen immer zwei Mädels an einem alten, fast schon archaischen Webstuhl, sie arbeiten hier mit Schiffchen und 100 (verschiedenen) Garnen, ohne ersichtlichen Plan entstehen so kunstvolle Stoffe, oft in monatelanger Arbeit.
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Auf dem Programm stehen nun die drei ehemaligen Königsstädte Amarapura, Inwa und Sagain.
Es geht weiter in Teil II.
Gestern hätte ich eigentlich unseren Tourguide für Mandalay Starsky treffen sollen, der Freund von Kokyaw, nun er hatte schon eine Tour mit Gästen in Mandalay, die waren wohl so von ihm angetan, dass sie ihn mit nach Bagan genommen haben und anschließend auch zum Inle Lake, da wir ja praktisch von "sofort auf jetzt", erst am Abend vorher durch Kokyaw vermittelt wurden, konnte er sich seinen Kunden gegenüber schlecht verweigern.
Wir telefonierten, da war er bereits in Bagan, er versicherte die Dienste seines Sohnes, der die Touren kennt jedoch keine qualifizierte Ausbildung zum Fremdenführer hat und über die historischen Fakten somit wenig zu berichten hat, er hätte jedoch einen Freund, der Tourguide wäre und ihn ab und zu vertritt - ich sagte zu.
Um 8:00 Uhr oder um 8:30h sollte es losgehen, ich stellte meinen Handyalarm, stand morgens auf, duschte, ging zum ausgezeichneten Frühstück aufs Rooftop und da Schatzi am Vorabend "monkey day" gefeiert hat und nun keine Anstalten machte alleine aufzustehen und ich auch gar nicht einsah mich noch einmal mit ihr herum zu ärgern, legt ich ihr "großzügig" 10.000 Kyat hin und war weg!
Fahrer und Guide warteten schon in der Lobby - oh, sorry - she's not feelig well this morning, maybe pregnant (he,he) und auf geht's!
Als Erstes fahren wir zu einer, der ganz wenigen Werkstätten, die Blattgold herstellen - sämtliches Blattgold für ganz Burma wird ausschließlich in Mandalay hergestellt, nirgends sonst.
Flach gewalztes Goldblech wird Lage für Lage in Bambuspapier gepackt und dann stundenlang mit dem Hammer geschlagen, bis es hauchdünn wird, immer wieder wird das geschlagene Gold "ausgestanzt" und umgepackt, bis es schließlich hauchdünn ist, dann wird es zurechtgeschnitten und verkaufsfertig verpackt.
Eine sehr mühsame Arbeit, für den mit dem Hammer gilt es genügend Luft zu haben, für die beim Verpacken gilt es die Luft möglichst anzuhalten.
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Das Bambuspapier wird hier auch gleich selbst hergestellt, Bambus wird geschält in sehr dünne Streifen geschnitten und dann drei Jahre lang in Zitronenwasser eingelegt, es entsteht dabei sehr feingliedriges Bambusstroh, Papier wird geschöpft (wie bei Zellulose auch) und getrocknet, anschließend wird es mit Holzknüppeln von Hand so lange geschlagen, bis es hauchdünn und sehr reisfest ist.
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Es geht weiter zur Sandamuni Pagoda.
(Ich bitte zu verzeihen, dass ich hier keinen neuen Reiseführer schreiben kann, tiefere, detaillierte Informationen zu den jeweiligen Lokalitäten sind bitte selbst zu recherchieren, ich bin kein wandelndes Lexikon und vieles, vom Tourguide dargereichte ging auch einfach zum einen Ohr hinein und zum anderen wieder hinaus, es ist schlicht unmöglich alles zu behalten und das will und wollte ich auch nie).
Es ist noch früh am Morgen, das Licht steht fantastisch, es ist kühl und herrscht eine noch ruhige Atmosphäre fern jeder Hektik die Besucherhorden zu späterer Stunde verbreiten.
Die Sandamuni Pagode beherbergt einen großen, eisernen Buddha, dessen spezielle Bedeutung mir entfallen ist, aber hier treten sich die Leute die Füße platt, um eben diesen Buddha mit Blattgold zu pflastern und dies in einem Ausmaß, dass es einem die Sprache verschlägt, die untere Hälfte der Statue ist bereit 70cm (!!!) dick mit Blattgold belegt, da kann man sich ja mal alleine den Materialwert ausrechnen.
Der ganze Tempelkomplex ist phantastisch, zwischen den weißen Stupas flanieren Paare und machen Selfies, Mönche beten und meditieren, alles hat um diese Zeit noch nicht den Charakter einer Touristenattraktion.
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Ich werde gefragt, ob ich Interesse hätte an Seidenweberei, etc. - mit der Erfahrung aus Bagan und dem Vertrauen nicht in eine Touristenfalle geschleppt zu werden sage ich zu und es lohnt sich.
Wir fahren zunächst in eine Stätte für Kunsthandwerk, es handelt sich um Holzschnitzereien, Kunststickerei.
In aller Selenruhe werden hier wahre Kunstwerke aus edelsten Materialien geschaffen, in einem Aufwand, der einen erstaunen lässt, fragt man hierzu manchmal die Preise ab, so wirken diese oft geradezu lächerlich.
Sicherlich würde ich mir nie und nimmer einen bestickten Wandteppich zuhause aufhängen, aber z.B. diese wirklich sehr schönen, ca. 30cm großen Puppen - von Hand geschnitzt, bemalt, Kleidung geschneidert und edel bestickt, etc. - sollen gerade einmal 12 U$ kosten!
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In einem großen Kloster findet um 10:30h die Mönchspeisung statt, 1500 Mönche reihen sich in einer Schlange auf um Essen zu fassen, natürlich eine Attraktion für viele geführte Touren und ebenso für "mündige Individualtouristen", dementsprechend tobt die Schlacht um den besten Fotoplatz.
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Wir gehen noch etwas auf dem Gelände umher, mir kommt ganz gelegen, dass mein Führer nicht mehr ganz so gut zu Fuß ist (Knieprobleme) und 68 Jahre hat er ja auch schon auf dem Buckel, somit gibt es auch keine Rennerei und keinen Stress, ich genieße gerne die Ruhe etwas abseits der Brennpunkte.
Wir schauen uns gemütlich die Küche an, Kapazität für rund 2000 Menschen, die müssten mal die Küche auf der Queen Mary II sehen und die ist noch klein, verglichen mit anderen Kreuzfahrtschiffen.
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Es geht als nächsten Etappenpunkt nun in die Seidenweberei, witzig - man trifft doch immer wieder die gleichen Leute, egal wo man hinkommt, da laufen einige Touren eins zu eins nach dem gleichen Programm ab, was mich aber auch gar nicht stört.
Hier sitzen immer zwei Mädels an einem alten, fast schon archaischen Webstuhl, sie arbeiten hier mit Schiffchen und 100 (verschiedenen) Garnen, ohne ersichtlichen Plan entstehen so kunstvolle Stoffe, oft in monatelanger Arbeit.
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Auf dem Programm stehen nun die drei ehemaligen Königsstädte Amarapura, Inwa und Sagain.
Es geht weiter in Teil II.
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