Kambodscha Cambodia - Siem Reap, Phnom Penh & Kueste 2003

TEIL 9 - REISEBERICHT CAMBODIATRIP


Wir haben unsere Tickets für die Busreise nach Phnom Phen für übermorgen in der Tasche, und machen uns auf die Suche nach einem Fortbewegungsmittel zur Miete.
Ein eigenes Motorrad leihen fuer die anstehenen Tempelrunden, das geht in Siem Reap seit Kurzem nicht mehr.
Der Oberguru der Polizei war die ständigen Beschwerden über rücksichtslose Touristen auf gemieteten Mopeds leid, und hat kurzerhand allen Vermietern die Konzessionen entzogen.
An unserem ehemaligen Motorradmietstand war nun eine typisch cambodianische Tankstelle aufgebaut.

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Literweise wird hier der Sprit in vertrauenswürdigen Gebinden verkauft. Kosten liegen bei 2200 Riel je Liter. Gepanschter Sprit ist auch schon ab 2000 Riel zu haben.

Wir entscheiden uns für eines der neu im Stadtgebiet verbreitet vorhandenen TukTuk's. Mit dem Driver verhandeln wir eine Weile, und dann steht das Resultat fest. Für den Rest des heutigen Tages, die Uhr zeigt Schlag 4 nachmittags, bis morgen Abend bieten wir 10 Dollar, das ist fair und angemessen. Vereinbartes Fahrtgebiet sind die Tempelanlagen in der Nähe, keine der weiter entfernt liegenden Ruinen.
Abgefragter Tarif sind 10 bis 12 Dollar je Tag, wobei ein Tag von Sonnenaufgang bis ca. 19:00 Uhr zählt. Es ist aber Off-Season und die Herren Driver sind verhandlungsbereit.

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Das Gefährt ist neuester Bauart, und bietet genügend Platz für uns Drei.
Alle TukTuks dieser Baureihe werden von einem fast unveränderten Moped angetrieben, und haben einen Anhänger mit kleiner 2-Personensitzbank recht aufwendig befestigt. Ein erheblicher Fortschritt gegenüber den Modellen der Vorjahre.
Die Sitzbank ist gepolstert und die Seiten können bei Regen mit Planen zugehangen werden.

Für uns beginnt das eigentliche Besichtigen der antiken Stätte am Nachmittag. Warum erst am Nachmittag?
Die Frage ist leicht beantwortet. Das Eintrittsgeld in die Tempelanlage kostet 20 Dollar pro Person. Die Tickets für den Folgetag haben am Tag des Erwerbs auch für den Spätnachmittag Geltung, man bekommt also einen Bonus an Zeit.
Folglich ist das Ticketoffice unser erster Anlaufpunkt. Hier steht schon eine kleine Schlange an Ticketkäufern an.


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60 Dollar und einige Minuten später sind wir unterwegs im komfortablen TukTuk zum Angkor Wat.
Der Haupttempel liegt ca. 7 KM östlich der Stadt.
Der Himmel ist etwas verhangen, aber dafür ist es auch nicht mehr so heiß. Franky ist etwas aufgeregt, und Theptida macht sich auf dem Kutschbock des TukTuks bequem.

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TEIL 10 - CAMBODIATRIP


Der kurze Weg zur Tempelanlage führt nordwestlich aus der Stadt Siem Reap heraus. Vorbei an etlichen im Bau befindlichen Luxusherbergen geht es am Children's Hospital vorbei in Richtung Angkor Wat.
Sohnemann späht umher, um mit seiner Kamera den ersten Anblick des sagenumwobenen Weltwunders einzufangen.

Unser Driver, Mr. Samalanh, wurde bereits von mir instruiert, zuerst die Tempelanlage des Bayon (Angkor Thom) anzusteuern, denn dort ist das Tageslicht wichtig um unfallfrei umherzuwandern. Und Tageslicht haben wir nur noch für wenige Stunden übrig!
Franky ist ein wenig irritiert, denn er hat nachgelesen, daß der Angkor Wat nur eine 5-minütige Fahrt entfernt sein soll. Er fragt mich, ob Mr. Samalanh auch weiss, wo wir denn hin wollen. Ich versichere ihm, dass alles seine Richtigkeit habe - und er späht weiterhin emsig umher. Die Anfahrt zum Bayon führt nämlich gar nicht am Angkor Wat vorbei, und die extra Kilometer bis dorthin ziehen sich ein wenig in die Länge. Die Straßen sind hier sehr gut und asphaltiert, es herrscht um diese Tageszeit wenig Verkehr.
Plötzlich taucht vor uns das Tor des Angkor Thom auf!
Ein riesiges, steinernes Gesicht thront auf einem hohen Torbogen und es ist fast so, als schaut einen das Gesicht an!

"WOW!" entfährt es meinem Sohn...... "das sieht ja Megacool aus!"
Unser Weg führt uns direkt durch den Torbogen unter dem steinernen Gesicht hindurch.

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Innerhalb der Angkor Thom Anlage sind kaum noch Besucher, aber das stört uns gar nicht! Wir lassen Mr. Samalanh parken und eilen die Stufen in diesem traumhaft schönen Tempel empor.

Oben angekommen bietet sich uns eine phantastisch wirkende Kulisse. Dutzende dieser steinernen Gesichter sind auf allen möglichen Tempeltürmen zu sehen - und es scheint keine Ecke in dieser Tempelburg zu geben, die nicht von den Gesichtern beobachtet wird.


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TEIL 11 - CAMBODIATRIP


Heute bin ich dran, mit dem Fotografieren - und ich habe es manchmal schwer, auf den steilen Steintreppen hinter Theptida und meinem Junior hinterherzuklettern.



Spaeter war Franky auf einmal verschwunden!
Lautes Girliegekicher läßt mich nach einer Weile suchen ahnen, was passiert ist. Franky hat die Tempelwächterinnen entdeckt (oder: diese ihn :lol: ) und hat eine Menge Spaß daran, mit den adretten Mädels zu flirten.

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Die Süße neben ihm auf dem Foto heißt Sally, und die Beiden haben schon ihre E-Mails ausgetauscht, als ich mit der Digicam auf der Steinbank ankomme :super:
Sally ist 19 und studiert Englisch und Archäologie an der Uni in Siem Reap. Wegen Ihres Stipendiums muß sie 16 Stunden wöchentlich als Guard in der Anlage arbeiten, aber es scheint ihr großen Spaß zu machen.
Franky interessiert sich jedoch mehr für ihre schönen dunklen Augen und die gute Figur!

Theptida und ich gönnen dem Junior noch etwas Zeit mit der süßen Khmer, und wir gehen allein weiter auf Entdeckungsgang.
Wir stoßen in den inneren Tempelbereich vor, und finden dort auch das heilige Relikt der Buddhisten

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Die Wirkung der monumentalen Bauwerke und der figürlichen Akzente der damaligen Bauherren üben einen seltsamen Einfluß auf den Besucher hier aus. Man fühlt sich irgendwie klein und unbedeutend, halt nur als Mensch....und der Angkor Thom wurde schließlich für Gottkönige gebaut. Wahrscheinlich war das so beabsichtigt von den damaligen Tempelarchitekten.

Franky's Prinzessin hatte mittlerweile wohl Feierabend und wir waren etwas überrascht, die Tempelbeschützerin nun in ihrem Freizeitgewand vorzufinden. Väterliche Diskretion verbietet es mir, Fragen zu stellen. (aber interessieren würde es mich doch :yes: ).

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Die Zwei hatten sich kurzerhand für einen Schwoof in der Ortsdisko für Morgen abend verabredet, der Lümmel! :baaee: :respekt:
 
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TEIL 12 - CAMBODIATRIP



Wir fahren dann in unserem TukTuk an der berühmten "Elephant-Terrace" und der "Terrace of the Leper-King" entlang, hier fanden die Kulturellen Tanz- und Showevents der Könige statt. Eine Art Stadion, eine Tribüne für die Zuschauer und geladenen Gäste und eine Bühne für die Darbietungen.

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Das Westgate des Angkor Thom hat wieder einen Torbogen aufzuweisen, der vom Zustand her noch besser erhalten ist als die Eastgate.

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Direkt vor dem Tor gibt es eine Brücke, die von steinernen Wächtern flankiert ist. Dieser Teil ist völlig unrestauriert und es bedarf schon einiger Phantasie um das Ganze visuell auf die Zeit der Blüte des angkorianischen Imperiums zurückzusetzen.

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Wir stoppen ganz kurz an einem Lädchen am Straßenrand und laben uns an einer eiskalten Coca-Cola. Irgendwie witzig, das die braune Kultbrause der Erzfeinde aller Kommunisten hier im Land abgefüllt und vertrieben wird. Wir jedenfalls freuen uns, daß wir ein kühles Qualitätsgetränk wegzischen können, ohne Gesundheitsrisiken aufgrund mangelnder hygienischer Verhältnisse in Kauf nehmen zu müssen.

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Hier an der Snackbude begegnen wir auch Werner. Ob er wirklich Werner heißt, das wage ich zu bezweifeln! Aber der Verkäufer hier spricht viele Sprachen. Bei Italienischen Kunden heißt er wahrscheinlich Giacomo, bei Arabischen dann entsprechend Abu Haschisch (oder ähnlich) :D
Werner ist angeblich ungefährlich, aber Werner's Größe alleine flößt Ehrfurcht ein. Vom Kopf bis zur Schwanzspitze hat Werner über 150 cm..... Gardemaß, selbst für Echsen!

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Am Angkor Wat Haupttempel angekommen, treffen wir auf größere Gruppen, welche im Begriff sind, den Komplex vor Einbruch der Dunkelheit zu verlassen. Prima! So mögen wir das.
Wir gehen hinein!
Franky unterhält sich im Pfortenbereich mit 2 gleichaltrigen cambodianischen Mönchen, die hier in Klausur buddhistischen Studien folgen.


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@ pungparamee

danke hans, ist aber ein aelterer bericht. den meisten "alten" forenhasen von anderswo bereits gelaeufig.
habe den hier nur zu archivzwecken mit eingestellt und halt als lesestoff fuer neue member.
freut mich aber, dass dir erfahrenem hasen meine aufsaetze gefallen :yes:

ciao

abstinent
 
TEIL 13 - REISEBERICHT CAMBODIA TRIP

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Bis auf die wenigen Mönche, uns und ein paar Guards war der Komplex gähnend leer. Sicherlich fragt ihr euch nun, was machen "abstinent" & co. in einer Sehenswürdigkeit wie dem Angkor Wat zu einer Zeit, wo andere den Bereich verlassen?

Die Begründung dafür ist relativ einfach!
Ich möchte uns das Superlativ aller nur möglichen Eindrücke des Angkor Wats verschaffen:
Die Besichtigung in einer Vollmondnacht!

Unmöglich sagen alle - selbst die, die hier schon 'mal waren!
Weit gefehlt! Unser alter Freund Mr. Ran ist der Chef der Nightsecurity hier :D
Wir kennen Mr. Ran von unseren zahlreichen Reisen hierher, und er ist uns nicht nur durch seine liebenswerte Art, sondern auch durch seine excellenten Englischkenntnisse aufgefallen.

Alles scheint perfekt zu passen! Wir sind zum richtigen Zeitpunkt hier, haben derbes Schuhwerk an (wegen den Schlangen in der Nacht), lange BDU-Hosen mit Seitentaschen und Taschenlampen. Wir haben an Alles gedacht, nur nicht an Wolken.
Die Wolkendecke ist nicht durchgängig, und vielleicht haben wir ja noch Glück......'mal sehen.

Es wird nun relativ schnell dunkel, vereinzelt gehen Guards auf uns zu, werden dann aber von Kollegen informiert, das wir Gäste des Chefs seien. Wir warten gespannt, Mr. Ran müßte eigentlich bald auftauchen.
 
TEIL 14 - CAMBODIATRIP

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(schon ganz kurz nach diesem Schnappschuss wurde es finster in Angkortown)

Mr. Ran kommt auf seinem Moped angeknattert, und die Begrüßung war herzlich. Er freut sich sehr, daß ich (wie im Frühjahr versprochen) meinen Sohn mitbrachte, und entschuldigt sich für die Wolken, welche nun fast permanent den Mond verhüllen, und somit für stockdunkle Finsternis sorgen.

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Wir wandern mit ihm um die Tempelanlage herum - wissen aber, daß es ein sinnloses Unterfangen ist, ohne das direkte Mondlicht in die Tempelanlage einzudringen. Uns ist ein wenig unheimlich zumute, und die Geräuschkulisse von Dschungelinsekten und wilden Tieren der angrenzenden Wälder mit ihrer Stakkophonie sorgt für ein echtes Gruselfilmambiente.
Franky verkneift es sich, die Maglite in seiner Hand anzuknipsen, aber er behält sie ganz fest in der Hand.
An den Aufgängen zum inneren Tempelbereich wachen steinerne Schlangenköpfe und andere Monstergestalten. Im Halbdunkel sehen sie schon etwas ehrfurchteinflößend aus.

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Wir beschließen, zum Guardquartier am fernen Ende der Anlage zu gehen, und dort eine Stunde abzuwarten. Mr. Ran möchte uns auch seinen Freunden dort vorstellen. Franky freut sich riesig, daß der sorgfältig am Abend aufgetragene Insektenschutz gut wirkt.


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An der Guardstation stehen 3 Einfachst-Holzhäuser, welche den Beschützern der Anlage nebst ihren Familien als Behausung dienen. Zahlreiche Kleinkinder toben hier zu später Stunde noch herum. Wir verteilen Candies - und jedes Kind möchte Franky nur zu gerne einmal anfassen, steht aber in respektvoller Entfernung von ihm, und bestaunt seine derzeit feuerroten Haare. Erst mit der Zeit verlieren sie ihre Scheu und der Junior spielt etwas mit ihnen.


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Wir klönen ein wenig mit den anderen Guards und Mr. Ran, und sind ein wenig unhappy über die Wolkendichte. Vereinzelt reißt die Wolkendecke auf, und ein toller Sternenhimmel ist kurzfristigs auszumachen. Nur dort, wo uns ein milchiger Fleck den Standort des Mondes verrät, dort ist die Wolkendecke dicht!
 
@ SINGHA

muss dich leider um den "werner" prellen, das war 'ne grossechse mit gardemass - leider gehoert das pic zu denen welche wohl verschuett gegangen sind......rund 10% meiner alten pics gelten momentan als "verschollen" oder "missing-in-action". werde sie einfuegen wenn ich sie noch auf einer anderen archiv-cd finde

ciao

abstinent
 
@ pungparamee

Fränki hätte ich nur 0,5% deiner bisherigen Reise Erfahrungen in Asien würde ich mich jetzt echt als Ass fühlen........

lieber hans, die menge der reisen ist da wirklich nicht entscheidend. ich fuehre ja seit vielen jahren eine art zigeunerleben hier und meine reiseintensitaet ist sicherlich absolut unnormal. nach 2 jahrzehnten jugend und 2 weiteren voller professionellem engagement habe ich nun bald ein jahrzehnt voller reisen hinter mir. das habe ich so gewollt und dafuer auf vieles auch verzichten muessen, aber es ist sehr bewusst geschehen.

ich kenne viele, die ein "normales" leben fuehren - und dennoch ihre reisetraeume nicht in den hintersten winkel ihrer vorhaben verbannen muessen. ein jeder muss da fuer sich den geeignetsten weg finden...und beschreiten.

wuensche dir noch viele schoene erlebnisse...daheim und auch auf tour

ciao

abstinent
 
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